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Cover des Podcasts „Deep Dive mit Torsten Koerting“

Folge 020 · 27. April 2020

Teil 2: Der Resultäter - Interview mit Ulrich Georg Strauch

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Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 6.268 Wörter, 41 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.

Torsten J. KoertingDamit das Momentum aufrecht zu erhalten in einer Zeit oder in einer Phase, wo es vielleicht nicht die Intensität ermöglicht, die du dir gewünscht hast, aber das Ziel soweit realistisch auch einzuschätzen. Du hast es eben gesagt, du hast sechs bis acht Stunden pro Woche Trainingsoption oder Möglichkeit gehabt, teilweise auch nachts, um dann nicht ein Ziel zu haben. Unter zwölf Stunden wäre eine grandiose Leistung für einen Ironman, also für die Distanzen, über die wir gerade gesprochen haben. Vier Kilometer schwimmen, 180 Radfahren und den Marathon noch am Schluss. Da weißt du genau, dass du den Marathon am Schluss noch in vier Stunden laufen darfst, wenn du die anderen Dinge im Vorfeld auch noch sechs Stunden Radfahren, zwei Stunden schwimmen oder anderthalb mit ein bisschen Pause dazwischen fürs Umziehen, ist das eine vier Stunden Marathonzeit am Ende, was für viele schon ein sehr heroisches Ziel für ihr gesamtes Leben ist. Und dort die Ziele auch soweit realistisch einzuschätzen, wofür ja das R in SMART auch steht, dass es realistische Ziele sind, die im Rahmen deiner Möglichkeiten sind. Jetzt haben wir ja eine ganz besondere Situation, auf die wir später auch noch zu sprechen kommen. Es ist Richtung Ende März, wo wir dieses Interview hier aufnehmen und wir sind gerade so gut wie in häuslicher Quarantäne beziehungsweise im nahezu vollständigen Lockdown von Deutschland. Gestern hat Boris Johnson, der Prime Minister von England, eine dreiwöchige komplette Ausgangssperre verhängt, außer Arbeit, Arzt und Einkaufen. Und das wird sehr rigoros überprüft. Was redest du? Triathleten, also laufend zu Hause auf dem Laufband gingen noch, die Treppen hoch und runter laufen für die Menschen, die nicht in einem One-Flight-Apartment wohnen, sondern irgendwie in einem Haus, wo es ein paar Treppen gibt, die hoch und runter zu laufen. Auch die Rolle und das Triathlon-Bike im Keller oder in einem Raum zu haben, habe ich jetzt schon ein paar Bilder gesehen auf Facebook, die das dann vor ihren Arbeitsplatz gestellt haben. Aber was redest du solchen Menschen, wenn es ums Schwimmen geht? In der Badewanne, glaube ich, kriegen die das nicht hin.

GastNee. Oh, Schwimmen ist ein schwieriges Thema. Ja, also tatsächlich, man kann nur zwei Sachen machen. Aus meiner Sicht, also grundsätzlich, dieser Athletik-Aspekt könnte jetzt eine Rolle spielen. Also viele Triathleten haben tatsächlich immer noch eine nicht so fehlende Athletik und gerade im Schwimmen ist ja dieser ganze Grundtonus-Körperspannungseffekt ein Riesending. Also ich würde mich einerseits um Athletik kümmern und da reicht ja heute, also es reicht ja ein TRX, es reichen Wasserflaschen, Körpergewicht, Resistant Bands. Das sind ja alle keine großen Sachen, die man auch für günstiges Geld relativ schnell bekommt. Also einerseits Athletik-Training für Schwimmer kann man googeln. Gibt es tausende Übungen, die einen weiterbringen. Und was ich ganz schlau finde, ist, dass man sich vielleicht auch noch ein paar Schwimmtutorials anschaut von Leistungsschwimmern hinsichtlich Technik und so weiter und zumindest die versucht zu visualisieren. Ich finde es auch gar nicht schlimm, sich ein Konstrukt auf einem Tisch oder aus zwei Stühlen mal zu bauen und in Trockenübungen einfach diese Technik-Leitbild mal mit geschlossenen Augen durchzuspülen und sich in die Region, wo man technisch versiert arbeitet, reinzufühlen. Also da geht schon einiges. Das kann man auch mit Resistant Bands, die kann man festbinden an der Türklinke und kann dann praktisch das auch noch weiter trainieren mit ein bisschen Widerstand. Also ich denke, dass auch selbst in diesen Zeiten man sich einen Trainingsvorsprung erarbeiten kann, wenn man halt ein gewisses Maß an Kreativität besitzt, beziehungsweise ist es auch wieder nur eine Frage von Fleiß, weil es machen sich ja genug Menschen gerade Gedanken, was sie machen können. Ich muss ja nur auf die einschlägigen Seiten von einem Frodeno, von einem Lange und von den Tridaklon-Leuten gehen. Was machen die denn gerade? Und da sind wir wieder dabei. Was machen die, die da sind, wo ich hin will? Und da brauche ich gar nicht mehr so viel Kreativität.

Torsten J. KoertingPatrick Lange wurde gestern in einem Spiegelbeitrag, Spiegel.de-Beitrag, wurde er zitiert. Und in meiner Welt des Projektmanagements, der Persönlichkeitsentwicklung gibt es einen Glaubenssatz, der sagt, wenn du eine Schwäche hast, darfst du sie entweder eliminieren, delegieren oder automatisieren. Jetzt haben wir im Triathlon die Möglichkeit oder haben wir nicht immer die Möglichkeit, auch eine Schwäche zu delegieren oder zu automatisieren, geschweige denn sie zu eliminieren. Und Patrick Lange hat sich jetzt zum Ziel gemacht. Er ist ja einer der aktuell besten deutschen Triathleten, ist auch, glaube ich, mehrfacher Ironman-Gewinner in Hawaii. Und er sagt, wie ich diese Zeit jetzt nutze, ist, ich arbeite an meinen Schwächen. Das ist genau das, was du ja auch hervorgehoben hast, wirklich die Dinge in den Fokus zu rücken und Wege zu finden, mit dieser Unsicherheit gerade umzugehen. Und ich glaube, das macht auch den außergewöhnlichen, ich will es in deiner Sprache sagen, Resultäter aus, dass er in der Lage ist mit den Unsicherheiten, die auf dem Weg entstehen oder passieren, sei es jetzt die Corona-Krise, sei es eine Verletzung, dass man damit in einer ganz anderen Form umgeht und sich an denen orientiert, die möglicherweise schon da sind, wo wir hinwollen. Ich habe noch zwei, zwei magische Momente von dir im Kopf, die wir im Vorgespräch kurz skizziert haben. Und für diejenigen, die dir auf den sozialen Medien folgen, konnten das speziell den einen magischen Moment letztes Jahr auch schon wahrnehmen und reflektieren. Das ist einmal die ganz besondere Situation nachts beim Schwimmen im Bergsee, wo das letzte Kanu schon neben dir gewesen ist, weil Teil eines Wettbewerbs und du dann für dich im späteren Verlauf dieses Rennens eine ganz einschneidende Entscheidung getroffen hast, die, glaube ich, das erste Mal du so in deinem Leben getroffen hast. Nimm uns doch mal mit auf dieses Rennen, nimm uns mal mit in diesen magischen Moment und dann auch die Entscheidung, die du dort getroffen hast und natürlich auch, was du daraus für dich gelernt hast und was sich dadurch in deinem Leben verändert hat.

GastJa, also das war der Icon Livigno. Das ist ein Ultradistanztriathlon in den Dolomiten, also in den italienischen Alpen. Und das war ein Triathlon, der startete an einem Bergsee und es stand bis kurz vor Rennstart die Entscheidung, ob dieser Triathlon abgesagt werden muss, weil die Wassertemperation zu niedrig war. Also die war unter 12 Grad. Keiner weiß genau, wie viel sie jetzt war, aber normalerweise, also in Deutschland hätte dieser Wettkampf nicht stattfinden dürfen. Und die Situation war so speziell, weil der Start war morgens halb fünf. Es war stockduster. Es war auch bewölkt. Also ab und zu kam der Mond mal durch. Die Situation ist, dieser See liegt auf 2000 Höhenmetern. Das heißt, ich habe schon den Höhenmeter-Aspekt schon. Also der Sauerstoffpartialdruck ist niedrig, man kann faktisch schlechter atmen. Und dieser Bergsee war dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten des Sees so steil waren, dass du halt auch nicht rauskommst, wenn du raus willst. Ja. Und jeder hatte da so eine Boje bei sich mit so einem Knicklicht. Und ja, wir sind ins Wasser. Wir waren auch nur weltweit 60 Starter. Viele sind ins Wasser gerannt, hatten sofort Krämpfe aufgrund der Temperatur und wurden eigentlich gleich wieder rausgezerrt. Also das hat sich schon beim Start relativ schnell minimiert.

Torsten J. KoertingWas hattet ihr vorher schon in den Beinen? Was hat sich vor dem Bergsee schon abgespielt in diesem Rennen?

GastNaja, das Problem, es hat geregnet. Also es war kalt. Die hatten Feuertonnen an. Und ja, also viele, ich glaube zwei, drei haben da schon abgebrochen. Weil eigentlich haben alle damit gerechnet, dass diese Rennen vorher noch abgebrochen wird. Das war dann nicht so. Und dann standen halt alle in der Reihe an diesem See und haben sich versucht, so warm zu machen. Aber keiner ist reingegangen, weil es einfach zu kalt war. Und dann gingen alle plötzlich sehr schnell, weil der Veranstalter wahrscheinlich auch abwehren wollte, die wollen in so eine große Serie mit rein. Also es gibt so eine große Triathlon-Serie in Europa, der Nance Man und der Swiss Man. Und der Icon ist ein Wettkampf, der in diese Serie mit rein möchte. Und es war für den strategisch ganz wichtig, dass dieser Wettkampf in Gänze stattfindet. Und deswegen hat dann der Veranstalter dann schnell entschieden: "Wir starten jetzt." Und dann kam die Sirene und wir sind alle ins Wasser gerannt. Und ja, einige sind, wie gesagt, gleich wieder raus. Und ich bin geschwommen und ich bin noch einfach nicht in meinen Rhythmus gekommen, weil es war so kalt, dass es mir so die Bräunchen zusammengezogen hat, dass ich einfach keine Luft bekommen habe. Ja, und persönlich kannte ich so eine Situation noch nicht, dass ich so, ich hatte wirklich Angst, echte Angst. Und bin dann auch, konnte auch nicht kraulen. Ich konnte nur ganz langsam Brustschwimmen, weil ich hatte ...

Torsten J. KoertingDie Damen von früher, die dich überholt haben in der 25-Meter-Bahn.

GastGenau. Da waren die Omas mit den Badekappen, wären die da schneller gewesen als ich. Genau. Und ich bin mit tiefer Schnappatmung da länger geschwommen. Wie du schon sagst, ich hatte dann diese Besenkanu neben mir, also das Kanu neben dem letzten Schwimmer. Und der hat mich mehrfach gefragt, ob ich abbrechen möchte. Und sobald man diese Kanu berührt, ist man disqualifiziert. Und ich habe tatsächlich 15, 20 Minuten mit mir gekämpft. Da ich ja nun sportpsychologisch arbeite, habe ich versucht, jegliche Techniken ... Ich habe darüber nachgedacht, wofür bin ich angetreten, wie würde es mir gehen, wenn ich jetzt abbrechen würde, woran könnte es liegen, habe analysiert, was sind die Fronten in meinem Körper, die mir gerade Probleme machen. Habe dann, wenn dann Strategien gespielt und ... Also zum Schluss ist es mir tatsächlich gelungen, tatsächlich aber erst nach 20 Minuten in meinen normalen Kraulrhythmus zu kommen. Und konnte dann auch die vier Kilometer zu Ende schwimmen. Das Ganze hat mich aber eine halbe, dreiviertel Stunde gekostet. Mehr als normal. Das war halt problematisch. Und dann im weiteren Wettkampfverlauf, man muss sozusagen, es hat die ganze Zeit nur geregnet. So richtig warm wurde ich nicht. Das hat mir wahnsinnig viel Energie gekostet. Und zum Schluss war es dann so, dass die letzte Etappe auf diesem Icon, auf diesem Marathon, sind dann 20 Kilometer an Bergauflauf, also bis zu einem Gipfel und der Finish ist auf einem Gipfel. Und ich habe zum Schluss eine Cut-off-Time nicht mehr geschafft, weil ein bestimmter Streckenabschnitt so steil ist, den darf man im Dunkeln nicht mehr laufen. Und ich bin faktisch sechs, sieben Minuten zu spät an diesen Streckenabschnitt gekommen und wurde dann an der Stelle disqualifiziert. Das war das erste Mal in meiner, tatsächlich in meiner gesamten sportlichen Laufbahn, dass ich dann, ja, einsehen musste und verstehen musste, dass die Nummer durch ist. Und dass ich aber auch, und da muss ich ganz selbstkritisch sagen, ich hätte mich natürlich auch besser auf den Fall kaltes Wasser vorbereiten können. Ja, also da möchte ich niemandem die Schuld geben, sondern einfach nur... Was für eine Jahreszeit war das? Ja.

Torsten J. KoertingWas für eine Jahreszeit war das?

GastDas war tatsächlich im August, also es war Ende August, es war schon fast zu spät wieder, ja. Aber trotzdem ist dieser, also dieser See in Livigno, der ist immer kalt. Also da spielt es irgendwie keine Rolle, weil das immer Schmelzwasser ist, was da reinläuft. Und ja, also grundsätzlich hieß es für mich, okay, es war ein riesen Learning und zum Schluss war ich auch sehr dankbar, weil es natürlich wieder eine Strategieanpassung bringt, die mir für folgende Wettkämpfe wahnsinnig viel nutzen wird. Also dieser Erfahrungswert ist für mich jetzt wahnsinnig kostbar. Und ich habe ja im letzten Jahr den Arctic Triple nachgeschaltet. Der war ja, da bin ich ja im Nordmärischwommen bei ähnlichen Temperaturverhältnissen. Und da hat mir diese Erfahrung wahnsinnig viel gebracht.

Torsten J. KoertingErstmal nochmal die Frage auf diesen Moment, wo du disqualifiziert wurdest und wo du 15 Kilometer vor dem Ziel bei diesem ganz besonderen Rennen und Wettkampf dann abgebrochen hast. Wie ging es dir dabei? Was waren die Gefühle, die dort hochgekommen sind für dich? War das Versagen? War das Glück oder Frohsein darüber, über die Entscheidung? Was waren die ersten Gefühle, die hochgekommen sind für dich?

GastNaja, ich muss dazu sagen, ich habe ja im Vorfeld, ich wusste ja, dass es zeitlich eng wird. Also ich hatte ja einen Zeitplan und ich wusste, ich bin hinter diesem Zeitplan. Ich plane auch relativ strategisch meine Versorgung, wann trinke ich, wann esse ich und wo muss ich wann sein. Also von daher war mir schon klar, ich bin hinten dran. Und es lief darauf hinaus, dass ich meine Versorgung schon runtergeschraubt habe, um Zeitziele zu schaffen. Das heißt, ich war schon ganz schön dehydriert, ich war hypoglykämisch, also ich war unterzuckert. Und in dem Moment, wo ich abgebrochen wurde, war ich tatsächlich schon dankbar hinsichtlich dessen, dass eine externe Instanz entschieden hat, ich soll abbrechen, weil ich mir Gedanken um meine Gesundheit gemacht habe, hinsichtlich meiner Familie. Ich habe in der Situation an meine Kinder gedacht.

Torsten J. KoertingAlso, dass man dir die Entscheidung abgenommen hat, nicht zu finishen und abzubrechen, die eine große Hürde und Barriere für dich gewesen ist. Und du hast es gerade noch im Nachsatz gesagt, du hast an deine Kinder gedacht. Was hat das ausgelöst? Also warum gerade in dem Moment an deine Kinder und an deine Familie?

GastNaja, weil grundsätzlich ging es mir schon. Ich habe vorher mit dem Gedanken gespielt, du kommst jetzt hier in eine Situation, das ist gesundheitlich grenzwertig. Und ich habe halt nicht die Verantwortung nur für mich selbst, sondern auch für eine Familie. Und von daher war ich vorher in der Situation, dass es ein permanenter Abwegeprozess war. Breche ich jetzt ab oder breche ich nicht ab? Aber ich bin halt ein wahnsinnig ehrgeiziger Mensch. Und ich weiß auch, wie es mir geht, wenn ich dann zu Hause bin und immer den Gedanken im Kopf habe: "Hättest du mal probiert?" Und deswegen war es mir wichtig, zumindest zu probieren, ob ich diese Cut-off-Time schaffen kann. Und als dann die Klarheit kam, dass ich es nicht schaffen kann und ich eigentlich auch kurz davor war zu sagen: Okay, wenn ich jetzt merke, es ist rechnerisch nicht mehr möglich, das zu schaffen, hätte ich es abgebrochen, dann wurde schon von Veranstalterseiten abgebrochen sozusagen. Und ich habe tatsächlich... Naja, weil der Punkt ist: In diesen Situationen, wo dir energetisch wirklich schlecht geht, denke ich tatsächlich sehr, sehr viel an meine Kinder, weil da geht es dann nicht um mich, sondern ich habe halt eine Verantwortung meiner Familie gegenüber. Und es gibt halt wirklich den Satz von meiner Frau: "Das Wichtigste ist, dass du hier wiederkommst." Ja? So, alles andere spielt keine Rolle. Und ja, wenn es... Das ist halt wirklich... Also, das sind so... Ich sag mal, das sind so die wahrhaftigsten Situationen, die ich aus meinem Leben kenne. Ich glaube, deswegen liebe ich auch diese Sportarten so, weil dieses emotionale Momentum, was man da hat, kenne ich aus keiner Lebensfacette, aus keiner Lebensphase sonst. Die sind nur mit sich sein, diese absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Und du merkst in diesen Situationen ganz deutlich, was wichtig und was nicht wichtig ist, ja? Also, wenn ich mir sonst im Alltag Gedanken darüber mache, was andere über mich denken oder denken sollen, das sind... Also, diese wahrhaften Momente sind die urehrlichsten Momente. Und da denke ich tatsächlich an meine Familie, an meine Kinder. Welche Verantwortung habe ich? Und dass alles andere ansonsten eigentlich eine totale Nebenwolle spielen.

Torsten J. KoertingJetzt ist das ja ein sehr spannender und auch einschneidender Moment im sportlichen Aspekt für dich gewesen. Was hast du daraus gelernt für dich und was hat sich verändert dadurch, außerhalb des Sports, für dich als Mensch Uli Strauch, für jemand, der Familienvater ist, für jemand, der damals noch bei der Fachhochschule angestellt gewesen ist, beziehungsweise der noch einen Job hatte. Was hat sich für dich verändert durch diesen magischen Moment in deinem nicht-sportlichen Leben?

GastJa, ich glaube tatsächlich seitdem ist es schon so, dass ich dieser ganzen Sache mit dem... Also, man muss dazu sagen, war tatsächlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich was nicht geschafft hatte.

Torsten J. KoertingGenau. Was hat sich dadurch verändert? Was hast du gelernt durch diese Erkenntnis, das erste Mal etwas nicht zu schaffen, was du dir vorgenommen hast? Und diese Entscheidung, die noch jemand anderes abgenommen hast und die sie gar nicht selbstbestimmt treffen konntest?

GastTatsächlich, was für mich das interessanteste Learning war, ist, dass es ja nicht so schlimm ist. Also, ich kann diese nicht schaffen, ich habe mir auch tatsächlich Sorgen um mich selbst gemacht. Wie geht es mir damit, was nicht geschafft zu haben? Ja? Und ich habe mich da auch viel mit beschäftigt und habe tatsächlich festgestellt, dass das, was ich den Leuten lehre, das zum Glück auch bei mir selbst funktioniert hat. Das ist ja nochmal so eine andere Sache. Ja? Weil die Sache, die man lehrt, auch selbst zu leben, das ist natürlich das höchste Ziel der Authentizität. Aber in so einer Extremsituation ist immer noch zu leben, das ist dann nochmal eine andere Nummer. Und ich habe festgestellt, dass mich diese Erfahrung erstens nochmal meiner Familie näher gebracht hat. Also, insbesondere meinen Kindern, weil ich gemerkt habe, okay, in diesem Moment, wo es wirklich um, ich sage jetzt mal ganz überspitzt, um Leben und Tod geht. Ja? Weil, wenn man da abstürzt, stürzt man da ab.

Torsten J. KoertingDa ist… Im See seufst du halt ab. Genau.

GastDann seufst du halt ab. Ja? Und da sind für 50 Leute zwei Kanus, was wollen sie machen? So. Das zum einen, dass ich praktisch, dass ich mir gemerkt habe, okay, Großer, was ist hier wichtig im Leben? Und du hast jetzt nicht an irgendwelche Business-Sachen oder Trainingssachen oder Pokale oder Medaillen gedacht. Du hast an deine Kinder gedacht. Das war das erste große Ding. Das hat mich dieser, also das hat mich meinen Kindern nochmal deutlich näher gebracht. Und das zweite ist tatsächlich, dass diese Situation, dass ich aus dieser Niederlage, in Anführungsstrichen, tatsächlich gestärkt hervorgegangen bin. Und dass sie mich ja nicht im Nachgang so zermatert hat, wo ich Angst vor hatte. Dass sie mich zermatert, sondern ich habe aus dieser Situation tatsächlich gelernt. Ich habe daraus Schlüsse gezogen. Ich habe meine Trainingsstrategie angepasst an diese Situation und habe mir absichtlich dann einen Wettkampf gesucht, der mich in ähnliche Gefilde zurückführt. Ja, also wieder kaltes Wasser und habe noch einen raufgesetzt, dass ich gesagt habe, okay, ich nehme jetzt nicht nur kaltes Wasser, ich nehme jetzt offenes Meer. So. Und habe mich aber adäquat darauf vorbereitet. Also im Prinzip habe ich es für mich definiert. Es war ein ganz klarer Vorbereitungsfehler meinerseits. Punkt.

Torsten J. KoertingWas hat sich dadurch verändert? Also durch diese Erkenntnis, dass das Abbrechen gar nicht so schlimm ist, als auch die Erkenntnis, sich vielleicht besser vorzubereiten auf die Gegebenheiten, die ja erwartungsgemäß da sein sollten. Ein Bergsee auf 2000 Meter im August ist halt kalt. Da kann der Sommer so intensiv und so lang gewesen sein, wie er mag. Die paar Grad. Das Schmelzwasser kommt trotzdem runtergeflossen und gerade das Schmelzwasser auf solchen hohen Seen. Also dich besser hätte es vorbereiten können. Was hat sich dadurch für dich in dem nicht sportlichen Alltag vom Uli Strauch verändert? Und auch etwas, wovon wir lernen können, was möglicherweise das Scheitern in Umgebungen, die wir hätten erwarten können, die wir in jedem Projekt, auf jedem Ziel, auf was wir hinarbeiten, wir ja auch scheitern. Das uns teilweise unseren Glaubenssatz, ich bin nicht gut genug, ich werde nicht geliebt, nochmal stärker werden lässt. Und das ist, dass auch die Vorbereitung auf solch ein Ziel nicht die idealste gewesen ist und auf einen Weg, den man fast schon hätte erwarten können, ja, in deinem Kontext, der Bergsee, der halt kalt gewesen ist, so spät nachts. Was kannst du uns mitgeben, was sich für dich danach im nicht sportlichen Leben verändert hat?

GastAlso für mich hat sich verändert im nicht sportlichen Leben, dass definitiv Scheitern erstmal eine grundsätzliche Option ist, die für mich immer außer Frage stand. Scheitern kam ja nicht in Frage. Scheitern kommt jetzt schon in Frage, aber der Aspekt der Vorbereitung ist ein anderer geworden. Also wenn ich mich auch auf Business-Termine vorbereite oder wenn ich jetzt zum Beispiel auch gerade hinsichtlich meiner Promotion arbeite, ist es Sachen, dass ich mir vorher, also tatsächlich deutlich mehr Gedanken mache, also was könnte passieren, was wäre wenn, beziehungsweise einfach auch das Learning im Kopf. Viele reden immer so dieses Wachsen durch Scheitern und bei vielen hört sich jetzt so an, dass man sich auf Scheitern fast schon freuen soll, ja. Das möchte ich nicht teilen, ja, weil grundsätzlich ist Scheitern nicht das, was ich anstrebe, aber ich sollte, ich sollte damit rechnen, dass Parameter zum Tragen kommen, die ich vielleicht nicht ausreichend gewürdigt habe oder priorisiert habe. Das kann passieren, ja, und dass ich den Erfahrungswert gemacht habe, dass man aus solchen Scheiterschichten gestärkt hervorgeht und perspektivisch Jahre später wahrscheinlich auch zum Schluss immer sagt, zum Glück ist mir das passiert. Ja, also es ist ein wahnsinniger Erfahrungswert, der mir beschert wurde und der natürlich auch damit wahnsinnig die Angst nimmt, davor zu scheitern und ich bin halt jemand, der schon versucht in einem gewissen Maß, naja, ich bin eigentlich schon mal ein Pareto-Verfechter und ja, nicht so ein Perfektionist, aber ich versuche schon relativ umfassend alles abzusichern im Vorfeld. Und vielleicht gehe ich jetzt, probiere ich öfter mal eine Sache, ohne die so abzusichern, weil ich weiß, dass dieser Scheiterprozess unterm Strich mich auch immer nach vorne bringt. Ja, also das ist im Unternehmerschen, ich glaube, ich versuche mehr, ich probiere mehr, ja. Und wenn ich scheitere, dann wird es zumindest ein Learning für mich und ich glaube, ich bin da ein bisschen mutiger geworden und kann mir selbst vertrauen, dass ich aus diesem Scheitern was mache.

Torsten J. KoertingReinhold Messner hat mal ein wunderbares Zitat geprägt, was mich seitdem und ist jetzt mehrere Jahre her und ich kann ihn jedes Jahr, mache ich ihn mir zugänglich in einer seiner Veranstaltungen, er ist ja auf 70 bis 100 Bühnen jedes Jahr vor Tausenden von Menschen jeweils, wo er seine Geschichten erzählt und er ist ja ein grandioser Geschichtenerzähler. Und in einer dieser Formate hat er das Zitat geprägt, wenn du es nicht probierst, kannst du noch nicht mal scheitern. Und genau diese Option des Scheiterns im Kopf zu haben, im Herz zu tragen, dass Scheitern auch ein Lerngeschenk ist und es dennoch zu probieren, auch wenn Scheitern eine Option ist, denn daraus wir ganz viel lernen können. Und das haben wir in deiner Geschichte grandios eben von dir gehört. Das ist wunderbar, Uli. Danke dir dafür. Und wir könnten an der Stelle noch ganz tief weitergehen, weil die Lofoten und dieser, ich glaube, Triathlon-Bars oben im Nordgefilde, auch ein ganz besonderer Triathlon mit ganz besonderen Elementen, hören wir uns dann das nächste Mal an, wenn wir uns treffen. Wir sind ja in einer aktuellen Krisensituation. Ich habe es eben schon gesagt, wir haben eben schon kurz darauf reflektiert, Corona grassiert und wir jetzt gerade in so einer ja fast schon Ausgangssperre in Deutschland sind, auch wenn wir noch einen Menschen treffen dürfen, auch mit anderthalb Meter Abstand, ansonsten angehalten sind, im familiären Kontext unterwegs zu sein. Was hat das in deinem Business-Umfeld in den letzten Wochen, diese Corona-Krise ist ja seit zwei, drei, vier Wochen sehr stark spürbar, auch im Deutschen und speziell im europäischen Raum, wenn wir auf Italien schauen, was hat das bei dir verändert und was tust du gerade aktuell, um diese Zeit zu nutzen, die jetzt vermeintlich da ist und was redest du den Menschen, mit denen du jetzt noch arbeiten kannst und arbeiten darfst?

GastJa, naja, im Großen und Ganzen ist bei mir ein großer Teil des Geschäfts ja weggebrochen, also das komplette Offline-Geschäft, das Training in Firmen, meine Arbeit als Dozent, die Seminare, die ich gegeben habe, ist erstmal alles ersatzlos weggefallen. Auf der anderen Seite ist es so, dass natürlich, ich habe viele Menti-Calls und Calls mit Coachings, die schon jetzt fast immer online basiert waren, also da im B2C-Bereich ändert sich da gerade nicht so viel. Aber bei mir ist es so, dass ich für mich, wir haben ja schon oft gehört, dass ich da strategisch rangehe und dass ich mir natürlich die Frage stelle, was kann mir Corona auch bringen, ja, was, wo hilft es mir weiter? Und dass ich diese Zeit jetzt in drei Teile eingeteilt habe, wir sind ja gerade in so einer Zeit Lockdown, keiner weiß, wo die Reise hingeht, keiner weiß, ist es jetzt wirklich so schlimm bei uns oder nicht? Oder wie lange dauert es und was heißt das für mich persönlich und machen die Supermärkte zu und die Fragen, die sich tausend Leute stellen? Wir sind jetzt aus meiner Sicht in so einer ersten Phase und dann folgt die Phase, wo wir tatsächlich mal eine Klarheit haben, wo die Reise hingehen wird. Ja, und zum Schluss gibt es halt die Phase nach Corona und ich stelle mich mit meiner und meiner Geschäftspartnerin, stellen wir uns tatsächlich strategisch auf und stellen uns die Frage, Okay, erstens, was machen wir konkret in jeder dieser Phasen? Was braucht meine Mentees? Was braucht meine zukünftige Zielgruppe? Wie kann ich jetzt clever reagieren? Wie kann ich das Ganze, wie kann ich die Leute unterstützen und damit das für mein Unternehmen strategisch nutzen? Ja, die Frage stellen wir uns und ja, grundsätzlich dieses online basierte Arbeiten ist ja eine Sache, die sowieso sehr zukunftsträchtig ist. Das wird jetzt praktisch allen übergeholfen, ob sie wollen oder nicht, aber ich glaube, das ist eine Sache, die uns perspektivisch sehr viel weiterbringt, auch die Kreativität, die entsteht und die Bereitschaft dazu. Ich habe gestern mit meinem 80-jährigen Vater geskypt. Das sind so Sachen, ohne Corona wird es wahrscheinlich nie passiert. Also von daher, ich sehe auch immer die Chancen in so einer Phase und ich glaube, wenn wir dann im Sinne der Resilienz denken, also dieses, ich bin ein optimistischer Mensch, aber auch ein realistischer Mensch. Und von daher finde ich es wichtig, dass wir uns dieser Phasen gerade bewusst sind, dass wir besonnen bleiben und versuchen, trotzdem unsere Proaktivität zu erhalten. Ja, du hast vorhin das Resil-Täter angesprochen, da steckt der Täter drin und dieser Täter sorgt halt dafür, ich bin nicht Opfer der Situation, sondern ich bin immer noch Täter in einem neuen Setting, was halt vorher nicht so bekannt war. Ja, aber ich sollte mir meiner Täterrolle bewusst sein und sollte tatkräftig bleiben und diesem Wortspiel zu bleiben und so muss mir natürlich da wieder Gedanken machen, wie verändert sich, um den Kreis zu schließen von vorhin, wie verändert sich jetzt meine Zielausrichtung? Was sind jetzt spezifisch zur Situation meine Ziele und dann kann ich im Prinzip dahingehend auch proaktiv wieder agieren? Und das mache ich gerade in einem relativ großen Maß, ja.

Torsten J. KoertingAlso Vollgas, die Zeit nutzen. Ich habe für mich mal gestern oder vorgestern reflektiert, ich arbeite wie kaum zuvor, ja, von morgen bis nachts um 23 Uhr teilweise in Calls, um meinen Kunden und Mentees zu helfen, beziehungsweise selbst auch neue Themen zu durchdringen. Also magische Momente, die wir in der Offline-Realität unseren Kunden zugänglich machen können, das ins Online zu übertragen, gepaart mit einem guten DHL-Service, der hoffentlich noch fährt. Ich glaube, wenn das Ganze noch mehrere Monate anhält und über den wirtschaftlichen Impact braucht man an der Stelle noch nicht sprechen, auch was Gesellschaftliches dann mit uns macht. Aber gerade auch in Unternehmen stelle ich fest, dass die Unternehmen, die lange festgehalten haben, die Mitarbeiter vor Ort zu haben, überhaupt keine Homeoffice-Arbeitsplätze ermöglichen, die weggehen von, weg von Kontrolle hin zu Selbstbestimmung und Selbstorganisation, weil es gar keine andere Möglichkeit gibt. Und ich glaube, dass die Gesellschaft daraus gestärkt hervorgeht. Erstmal danke, Uli, für diese Einblicke, auch was bezüglich deines Businesses und was Corona jetzt mit deinem Business macht. Wir gehen so ein bisschen so zum Ende des Interviews und ich stelle meinen Interviewpartnern am Schluss immer ein paar Fragen mit der Bitte um eine kurze Antwort. Bist du bereit, Uli?

Torsten J. KoertingJa. Großartig. Dein nächstes Business-Dinner verbringe ich mit?

GastVerbringe ich mit Elon Musk. Der bin hier gestern Fahrrad vorbeifahren. Der baut hier ein großes Tesla-Werk, zehn Minuten von mir aus entfernt und ich würde mich um seine Training der Leute kümmern.

Torsten J. KoertingUnd was ist das, was dich an Elon Musk fasziniert, dass du mit ihm mal zum Business-Dinner ausgehen möchtest?

GastJa, tatsächlich würde mich mal interessieren, was aus jetziger Sicht seine konkreten Visionen sind. Ich glaube, er ist jemand, der wirklich groß denken kann und es würde mich mal interessieren, was sind seine ehrlichen Gedanken für die nächsten Jahrzehnte, wo er hin möchte. Ich glaube, das ist extremst inspirierend und gibt eine neue Definition vom Großdenken.

Torsten J. KoertingDanke, Uli. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich?

GastOh, ich würde gern Alaska durchqueren zu Fuß und ein bisschen Gold schürfen unterwegs.

Torsten J. KoertingGroßartig. Ich habe Angst vor.

GastJa, tatsächlich gibt es eigentlich nur eine Sache, wo ich wirklich Angst habe, weil gerade in meinem näheren Umfeld passiert ist, dass meine Kinder erkranken, schwer erkranken. Das ist das Einzige, was mir eigentlich groß Angst machen kann.

Torsten J. KoertingUnd gerade in der Zeit wie diesen, glaube ich, ja, wie soll man sagen, durchaus etwas, auf das wir schauen dürfen. Unsere Kinder zu schützen, unsere Familie zu schützen und achtsam zu sein. Danke. Absolut. Ich bin glücklich, wenn.

GastNein, ich bleibe mal auf dem Zug. Ich bin glücklich, wenn alle in meinem Umfeld gesund sind und einen Grund haben, zu lachen.

Torsten J. KoertingUnd auch, wenn es aktuell möglicherweise nicht so im Kern steht bei uns allen, aber wenn ich abends allein im Hotelzimmer bin, dann?

GastWenn ich abends im Hotelzimmer bin, dann strecke ich mich erstmal extremst aus in diesem Bett, weil mein Sohn immer nachts an mir dranhängt, wenn ich schlafe. Und ich genieße, dass ich den Platz habe und ich glaube, wie ich es sonst nicht mache, ich würde ein paar Tortilla-Chips essen und irgendeine flache Männer-TV-Serie gucken.

Torsten J. KoertingSehr gut. Letzte Frage, bevor wir dann noch zum Abschluss kommen, lieber Uli. 2020 hat ja schon ein Quartal hinter sich, die Zeit ist irgendwie an uns vorbeigerast, gefühlt neun Monate liegen noch vor uns. Was ist deine persönliche Vision für 2020?

GastMeine persönliche Vision, ich nehme mal jetzt die unternehmerische Vision. Die unternehmerische Vision ist, die Zusammenarbeit mit den Unternehmen noch auszubauen und zu intensivieren. Mehr Leute, den Resultäter nahe zu bringen oder Unternehmenstrainings, auch online basiert, Webinare, das hochzufahren und möglichst viele Menschen zu erreichen im Unternehmenskontext hinsichtlich Umsetzung, Tatkraft und Gesundheit.

Torsten J. KoertingJetzt haben wir ja von dir gelernt, dass smarte Ziele dein Credo sind und dieser einfache Grundsatz bei einigen noch nicht so ganz durchdrungen ist. Wenn du diese Vision jetzt mal in das Prominenteste aller deiner Ziele smart formulierst, was ist dann am Ende des Jahres anders, wenn du dir für das Ende des Jahres ein solches smartes Ziel setzt? Wie würde sich das anhören bei dir?

GastFür ein B2B oder für ein B2C Ziel?

Torsten J. KoertingSuch dir aus für das, was bei dir jetzt gerade oben aufliegt, als ein Ziel, was du gerne mit uns smart definieren möchtest. Also spezifisch, messbar, realistisch, an die Zeit gebunden und auch erreichbar.

GastJa, ich würde tatsächlich, ich nehme jetzt mal so einen Mischding, ich nehme mal meine Promotion. Also ich möchte meine Promotion beenden, das ist eine kumulative Promotion, das heißt ich brauche die dritte Publikation bis August 2020, um dann die Gremien noch zu schaffen, mit meiner Synkope in 2020 das Ding zu verteidigen. Messbar ist es in dem Moment, sobald meine Publikation angenommen wurde, habe ich praktisch dann noch vier Monate Zeit, also das ist dann machbar, das mache ich chronologisch fest. Es ist für mich wahnsinnig attraktiv, weil es für mich eine Herzensangelegenheit ist, diesen Doktor zu machen und da weiterzuarbeiten zu können. Realistisch ist es, weil ich in meiner letzten Studie über 1000 Menschen in Deutschland befragt habe. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ich relativ sehr schnell in einem, also als Paper veröffentlicht werde, weil 1000 Leute in der Sportpsychologie sehr viel sind. Und terminiert ja, wie gesagt, ich würde ja in die Publikation, sollte spätestens August 2020 angenommen worden sein, dass ich praktisch im Oktober 2020 meine Verteidigung anmelden kann, um im Dezember zu verteidigen.

Torsten J. KoertingUnd dann dürfen wir dich wann Dr. Uli Georg Strauch nennen?

GastIm Best Case ab Februar 2021.

Torsten J. KoertingWir werden dich daran messen. Das wird großartig. Und du weißt, scheitern ist immer eine Option und bringt uns auch weiter, nur wenn wir es nicht versuchen. Und du bist ja schon mittendrin, dann haben wir noch nicht mal die Möglichkeit zu scheitern. Uli, erstmal vielen Dank bis hierhin für dieses grandiose Interview. Es wird sicherlich noch den ein oder anderen, das ein oder andere Blitzlicht auch im Rahmen dieses Podcastes mit dir geben, weil uns so viele Dinge einen und wir gemeinsame Lebenswege haben, natürlich in unterschiedlichen Kontexten und Bereichen. Das fühlt sich ganz großartig an. Ein Mann mit einem Riesenherz und mit viel Energie und Umsetzungspower. Und genau solche Menschen, glaube ich, brauchen wir auch gerade in der aktuellen Zeit, Menschen in die Umsetzung zu bringen. Raus aus der Ecke, wo sie vielleicht heulen und sich irgendwas erzählen, warum es nicht weitergeht. Menschen wie dich, die andere Menschen inspirieren, Großes zu tun. Und wenn sich der eine oder die andere hier von dir angezündet fühlt und dir folgen möchte, vielleicht dich auch mal live erleben möchte, wo kann man das tun? Wie kann man mit dir in Kontakt kommen, lieber Uli?

GastJa, also du hast vorhin schon gesagt, die Webseite www.resulteta.de, Resulteta mit A-E. Und grundsätzlich wird es dann auch eine Unternehmenswebseite geben, www.peak.on.com. Aber grundsätzlich, ich bin in allen sozialen Medien, Instagram, Facebook, LinkedIn, YouTube, ich bin überall vertreten. Wer mich finden möchte, wird mich finden. Und ich freue mich natürlich gerne über Kontakt jederzeit. Und live erleben, mal sehen, was jetzt noch übrig bleibt in diesem Jahr. Von daher, also ich bin schon auf verschiedenen Bühnen. Ich werde dieses Jahr aufgrund meiner Priorisierung kein eigenes Event machen. Aber das Größte, was jetzt gerade, wo ich eingeladen wurde, ist dieses Soul X Festival. Soll ein Persönlichkeitsentwicklungsfestival werden in Ferropolis mit 5.000 bis 10.000 Teilnehmenden. Da bin ich sehr gespannt. Da stehe ich mit ein paar Leuten auf der Bühne. Und wie gesagt, haltet einfach euch auf dem Laufenden auf meiner Webseite. Weil alles, was jetzt angesagt wurde, abgesagt wurde. Und von daher, wir bleiben mal spannend, wo man mich, man wird mich sehen, hundertprozentig.

Torsten J. KoertingUnd wenn dieses Jahr das 24-Stunden-Fahrradrennen auf dem Nürburgring stattfindet, dann kommt gleich der eine oder die andere vorbei, dir zuzujubeln in den 24 Stunden, wie du dann die 500-Kilometer-Marke knackst. Ich glaube, letztes Jahr waren es knapp 450 Kilometer. Und du bist ja einmal in den Pausen eingeschlafen und hast schon andere Strategien, die du dieses Jahr schaffen wirst. Und auch nochmal mit den Menschen vernetzen, die da sind, wo du hin möchtest. Nämlich die, die die 500-Kilometer-Marke schon geknackt haben. Das sind für die nicht eingeweihten 20 Runden auf der Nordschleife. Eine Runde circa eine Stunde und plus die entsprechenden Pausen ohne Panne. Dann ist man in der Lage, das hinzukriegen. Und wer die Oberschenkel von Uli schon mal gesehen hat, der weiß, dass auch die irgendwie mal so zusammengedrückt werden müssen, damit er damit irgendwie in den Schluff kommt. Also ganz grandios, Uli. Wir drücken dir die Daumen bei der Promotion und bei der späteren Verteidigung und dann dich als Dr. Uli Strauch wiedererleben zu dürfen. Und natürlich drücken wir die Daumen, dass das Radrennen auf dem Nürburgring dieses Jahr dann für dich erfolgreich wird im Rahmen deiner Ziele. Uli, vielen Dank für dieses tolle Interview, für die Einblicke in deine sportliche und auch berufliche Ausrichtung. Und für alle die, die sich Uli näher ranholen möchten auf den sozialen Kanälen beziehungsweise über www.resultäter.de und Täter mit A-E. Wir freuen uns schon wieder auf dich, lieber Uli, auf ein weiteres Interview, was wir sicherlich in den nächsten Monaten planen werden, wenn wir hoffentlich durch die aktuelle Corona-Krise wohlbehalten durchgekommen sind. Dir weiterhin gute Gesundheit. Bleib gesund, auch im Rahmen deiner Familie, dass auch dort alles im Geraden bleibt. Und wir sehen und hören uns bestimmt bald wieder. Lieben Dank für dieses tolle Interview, Uli.

GastJa, vielen Dank, Torsten. Hat mir einen Riesenspaß gemacht und ich freue mich auf unsere weiteren Projekte.

Torsten J. KoertingMach's gut. Dankeschön. Bis dahin. Mach's gut. Ciao. Und nun, wenn du als Trainer, Coach, Berater, Speaker, Experte dein nächstes Level erreichen möchtest und in die Umsetzung kommen möchtest, wenn du deine Strategie entwickeln, deine Vision entstehen, deine Ziele erreichen möchtest, dann lade ich dich ein, auf www.torstenkörting.com slash Termin, einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir zu vereinbaren. Wir können uns dort kennenlernen, wir können dort deine aktuelle Situation analysieren, wir können besprechen, wo du hin möchtest, wir können betrachten, wie du dort hinkommst, wir analysieren, was dich davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, damit du deine Ziele erreichst. Gleiches gilt für Organisationen, die ihre Teams entwickeln möchten, die Workshops facilitiert haben möchten und die Projekte aus der Schieflage wieder auf die gerade Bahn und Teams dazu bringen möchten, ihre Projekte zu liefern. Auch sie und dich lade ich ein, diesen Termin zu vereinbaren, damit wir genau die aktuelle Situation, das Zielbild und wie kommt ihr dahin, besprechen können unter www.torstenkörting.com slash Termin. Ich freue mich auf deine Anfrage und das persönliche Gespräch mit dir. Bis dahin, der Torsten. Ciao.

Untertitelung des ZDF, 2020