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Cover des Podcasts „Deep Dive mit Torsten Koerting“

Folge 060 · 12. Februar 2021

Von Leadership, emotionalem Sprechen und wahrem Ich - Interview mit Lorenzo Scibetta

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Im Alter von 23 Jahren war Lorenzo bereits als Führungskraft in einem der größten DAX Unternehmen der Telekommunikations- und Energiebranche tätig. Er hat dort Verantwortung für 120 Mitarbeiter übernommen und eröffnete in Deutschland erfolgreich mehr als 250 Fachhandelsgeschäfte.

Als einer der authentischsten und emphatischsten Public-Speaker Deutschlands konnte er bereits mehr als 15.000 Menschen in seinen Seminaren und Vorträgen erreichen sowie zu Führungspersönlichkeiten ausbilden.

Lorenzo ist das Gesicht von „Leadermacher" und Pionier der innovativen und frischen Art der Führung.

Lorenzo hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht so viele Menschen wie möglich auf dem Weg zu wahren Führungspersönlichkeiten zu begleiten. Dabei tourt er mit seinem Team und seiner Gitarre durch Deutschland.

In dieser Folge erfährst du:

  • wie Lorenzo seine Stimme und sich selbst gefunden hat [07:50]
  • Lorenzos größte Erfolge und Meilensteine [16:36]
  • wie und wieso wir unsere Intuition verlieren können, unser Ego „Jemand" sein will und wir dadurch eine Rolle spielen, die wir gar nicht möchten [26:30]
  • wie du dein wahres Ich finden und deine Ängste lösen kannst [31:00]
  • wie du trotz aller Widrigkeiten dein Leben verändern kannst [37:44]
  • welche Muster hinter Erfolg von Misserfolg stecken [42:20]
  • was Leadership wirklich bedeutet [44:10]
  • was du gegen deine Urängste machen kannst und wie du in die Umsetzung kommst [44:10]
  • was du tun kannst, wenn du ins Zweifeln kommst [59:14]

Hier findest du Lorenzo:

Website: https://lorenzo-scibetta.de/

Instagram: https://www.instagram.com/lorenzoscibetta_leadermacher/

Viel Spaß bei dieser Folge.

Das Transkript zum Nachlesen

Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 10.507 Wörter, 67 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.

Torsten J. KoertingHallo und ein herzliches Willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge. Und in dieser neuen Podcast-Folge, wieder ein Interview, möchte ich dir jemand ganz Besonderen vorstellen. Auch wie ich meine, ein Umsetzungsgigant in Deutschland. Jemand, der in der Lage ist, immer wieder aufzustehen, sich durch die größten Herausforderungen durchzukämpfen. Und jemand, der bekannt ist und dafür hart gearbeitet hat und immer wieder die Extrameile gegangen ist. Bekannt ist aus Gedankentanken. Er ist jemand, der auf vielen Bühnen in Deutschland als auch darüber hinaus steht. Und mit seinem Beat-Prinzip und den Menschen, wie ich immer sage, richtig Licht ans Fahrrad macht, wenn es darum geht. Ja, ihre Emotionen, nämlich es nach außen zu bringen, nämlich Emotional Speaking. Menschen wie Abteilungsleiter, Teamleiter, Speaker, Coaches, Berater, Trainer auf den Bühnen. Und sei es eine Bühne im Dialog, im 1 zu 1 oder die Bühne mit mehreren tausend Menschen wirklich die Maske runterzureißen und ihnen die Botschaft des Lebens und die Hymne des Lebens, wie er so schön sagt, nahezubringen, zugänglich zu machen, sodass dann emotional die Botschaft wirklich nach außen gebracht werden kann. Warum sage ich, dass es ein Umsetzungsgigant ist? Es ist jemand, der im beruflichen als auch im privaten Kontext durch Höhen und Tiefen gegangen ist. Dem es gelungen ist, immer wieder aus den Tälern seines Lebensweges herauszugrabbeln. Dem es gelungen ist, grandiose Erfolge zu erreichen und zwar in der Zusammenarbeit mit den einzelnen Menschen, als auch in der Art und Weise, wie er seine Botschaft nach außen vermittelt. Er ist jemand, der in den letzten Jahren wirklich, darf ich sagen, aus eigener Erfahrung hart gekämpft hat und immer wieder aufgestanden ist, wenn das Schicksal ja ihm ein Bein gestellt hat, um es mal gelinder auszudrücken, um auf dieser Basis ja sich dann wieder rauszukämpfen, den Fokus nicht zu verlieren, sich dabei treu geblieben ist. Und immer wieder seine Ziele, die er intrinsisch motiviert erreichen möchte, vor Augen geführt hat, um damit die Motivation zu bekommen, die es ihm gelungen oder ihm hat gelingen lassen, wirklich deutlich weiterzukommen als viele andere. Und damit anderen Menschen immer wieder einen Weg zu zeigen, sich selbst neu zu erfinden, weil er die größte Inspiration für alle anderen ist. Er ist ein Bär von Mann, ein Bär, sage ich, weil er auch der Knuddelbär ist, auch jemand mit einem Riesenherz, aber eben auch mit seiner Historie, mit seiner Vergangenheit und mit seinem Ursprung jemand ist, der Menschen inspiriert, der Menschen berührt. Und das in einer Form, die auch die Musik, und ihr habt das eben in meiner Sprache schon mitbekommen, auch in der Musik sich widerschlägt. Nämlich er ist leidenschaftlicher Singer und Songwriter und ist in der Lage, ob auf den Bühnen im Offline als auch im Online, immer wieder Menschen zutiefst zu berühren durch seine Sprache, durch seine Töne und durch seine Musik, die er in der Lage ist, auf der Gitarre anderen Menschen nahezubringen. Und auch so hat er bei uns viele magische Momente ermöglicht für unsere Mentis, für unsere Kunden. Und heute ist er hier im Umsetzungsgiganten-Podcast. Und von daher begrüße bitte mit mir mit einem Riesenapplaus lieber Lorenzo Schibetta.

GastUnd dann habe ich angefangen, das zu machen. Wichtigkeit weitergeben zu dürfen. Aber es hat was mit Geduldigsein zu tun. Also zu erfahren, was denn die jungen Menschen bewegt. Sie machen mich mit diesen Fragen denken. Das ist wunderbar.

Torsten J. KoertingHerzlich willkommen, lieber Lori.

GastIch danke dir, dass ich dabei sein darf, mein Lieber. Danke für die Einladung. Dankeschön.

Torsten J. KoertingEs ist großartig, dass du da bist, Lori. Und ich darf jetzt sagen zu Anfangs, du bist jemand, der im Bewusstsein einer neuen Podcast-Stoßrichtung, die ich mir im Jahr 2021 ermöglichen möchte. Es ist ein Herzensprojekt, was mich schon seit, ich darf fast sagen, seit ein paar Jahren umtreibt, nachdem andere Menschen mal in mir erkannt haben, dass ich dafür stehe, Menschen in die Umsetzung zu bringen. Dann habe ich gesagt, wieso mache ich nicht mal einen Podcast, wo ich Menschen einlade, die Umsetzungsgiganten sind, die Menschen sind, die Außergewöhnliches geleistet haben, die immer wieder aufstehen, die Niederschläge hatten, aber auch großartige Erfolge, sich dabei immer wieder neu erfinden, um deren Muster zu demaskieren. Und du bist einer der Ersten. Und das darf ich mit großem Dank an dich mitgeben und auch mich bei dir bedanken dafür, dass du dich darauf einlässt, einer der Ersten, der im Bewusstsein dieser neuen Podcast-Ausrichtung dabei ist. Und ich freue mich riesig, dass du da bist. Wir hatten ja schon ein paar magische Momente in den letzten Jahren gemeinsam, auf die wir sicherlich später noch zu sprechen kommen. Du bist sicherlich jemand, der nicht nur in meiner Community schon bekannt ist, sondern auch in Deutschland und sogar über die Grenzen hinaus. Gib uns doch mal in ein, zwei, die dürfen auch länger sein, die Sätze mit, was du tust, warum du es tust und was es für die Menschen an Wirksamkeit bringt, mit denen du arbeitest.

GastAlso, was tue ich? Ich unterstütze Coaches und Speaker dabei, beziehungsweise auch Führungskräfte dabei, die einfach sagen, hey, ich würde gerne, also es kann doch nicht alles gewesen sein, ich würde gerne hier was auf dem Planeten da lassen. Helfe ich dabei, ihre Botschaft zu entwickeln, beziehungsweise ich begleite sie dabei, die Botschaft zu entwickeln, aus dem Herzen heraus diese Emotion und wirkungsvoll zu transportieren, damit sie, und ich liebe das, Hymnen in die Welt tragen. Weil Musik hörst du, ohne dass dich jemand dazu zwingen muss. Musik hörst du aus freien Stücken. Ja, und du weißt, TJ, wir haben immer mal wieder darüber gesprochen, was Musik mit uns macht. Neurowissenschaftlich ist Musik auch 13 Mal stärker, erreicht uns mehr als nur das gesprochene Wort. Und warum dann nicht eine Botschaft so formulieren, dass sie wie Musik klingt und dass sie sofort in den Kopf geht und sofort das Herz erreicht, was uns ja auch hier wieder sieben Sekunden vorher rein emotional entscheiden lässt. Das heißt, wir entscheiden ja sieben Sekunden vorher, bevor wir rational eine Entscheidung treffen, haben wir die schon sieben Sekunden vorher rein emotional getroffen. Also, warum Botschaften nicht so gestalten, dass sie wie Hymnen klingen und in den Herzen der Menschen pflanzen? Das ist das, was ich mache. Ich bringe Menschen auf Bühne, ob das jetzt im Unternehmenskontext ist oder eben auf der großen Bühne vor tausenden von Menschen zu sprechen und so, dass du nicht im Kopf bist, sondern im Herzen bist. Und warum tue ich das? Du hast ja vorhin gesagt Umsetzungsgigant. Ich war lange Zeit jemand, der, wie soll ich sagen,

Gastes gab viele Menschen in meinem Umfeld, die das in mir gesehen haben, aber ich selber nicht. Und wenn du in der Familie groß wirst, mit drei Brüdern, in der Zwei-Zimmer-Wohnung, das sogenannte Sandwich-Kind bist, also zwischen den Kindern bist und irgendwann so dieses Gefühl bekommst, von deinen Eltern nicht gesehen zu werden, nicht wahrgenommen zu werden, weil bei uns hat es immer an Geld gefehlt. Also Geld war immer Gesprächsthema Nummer eins abends am Tisch. Aber was uns nicht gefehlt hat, war Liebe manchmal zu viel, manchmal zu wenig, aber Liebe war immer im Raum. Und deswegen waren meine Eltern immer bestrebt, uns Kindern es, wie soll ich sagen, uns immer gleich behandeln zu wollen. Also wenn der Große was gekriegt hat, hat auch der Kleine was gekriegt. Wenn der Kleine was gekriegt hat, hat auch der Große was gekriegt. Das ist nur doof, wenn du immer zwischen den Stühlen stehst, also wenn du Sandwich-Kind bist. Weil dann darfst du dich an dem orientieren, was der Große kriegt, und du darfst dich mit dem zufrieden geben, was der Kleine kriegt. Das heißt, wenn du irgendwann mal so nach vorne kommst und sagst, ich bin aber auch da und ich möchte gerne mal so meins haben, dann hieß es damals immer so, ihr seid auch kein Egoist. Du bist immer so egoistisch. Und irgendwann, wenn du das so in Kindheitstagen immer wieder und immer wieder gesagt bekommst, dann hältst du dir irgendwann die Klappe. Und bei mir war das, dass ich irgendwann, meine Mama hat immer gesagt, du hast bis zum 6.7. Lebensjallorie, hast du kein Wort gesprochen. Und er hat gesagt, wie, was, kein Wort gesprochen? Ja, du hast kein Wort gesprochen. Wir sind sogar mit dir zu Psychologen, zu Ärzten gefahren, weil wir dich mal durchchecken lassen wollten. Ja, weil irgendwas stimmt ja da nicht. Bis dann irgendwann unser Hausarzt gesagt hat, Dr. Dörr, werde ich nie vergessen, der irgendwann zu meiner Mama gesagt hat, hier bei uns in Hessen, Frau Schibert, da machen Sie mal keinen Kopf. Wenn der einmal anfängt zu babbeln, der hätte mal auf. Ja, und das war für meine Mutter so, ah ja, wenn der Arzt das sagt, dann muss ja irgendwas dran sein, dann vertraue ich da drauf. Und sie durfte Recht behalten, ja.

GastAber so das Wort gefunden, so meine Wahrheit gefunden, wenn man darüber sprechen kann, vom Finden, das war, als ich das allererste Mal, dass ich meinen Papa die Gitarre in die Hand bekommen habe. Ja, mein Vater hat damals gesagt, wir haben nicht genug Geld. Ja, ich glaube, als Italiener erfülle ich heute, glaube ich, jegliches Klischee. Und dann hieß es halt, Fußball spielen oder Musik machen. Also, was willst du? Meine Brüder haben alle Fußball gespielt. Ich habe eine Zeit lang auch Fußball gespielt, habe irgendwann gesagt so, nee, ich will ein Instrument lernen, wo ich zu singen kann. So wie Mama. Ja, aber meine Mama hat die, ich kenne keinen Tag-TJ, wo meine Mama nicht gesungen hat. Ich bin morgens aufgewacht, sie hat gesungen, ich bin abends ins Bett gegangen, sie hat gesungen. Den ganzen Tag. Ja, wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich die Musik liebe, warum ich das Musik machen so sehr liebe. Und über den Prozess, über den Weg hinweg, habe ich dann durch die Musik mit mir Selbstgespräche geführt, die ich auf Papier gebracht habe. Andere brauchen Coaches. Ich habe die Musik gemacht und mich durch meine Selbstgespräche, nennen wir es mal heilen, weil wir beide selber wissen, das ist ein Prozess, das hört nie auf. und ich irgendwann durch die Musik gemerkt habe, boah, ich kann ja was. Ich erreiche ja Menschen damit. Mit meinen Worten, mit der Lyrik, mit den Songs. Boah, das macht was mit Menschen.

GastUnd irgendwann habe ich meine Stimme erkannt, die Kraft meiner Stimme erkannt, habe sie aber dann irgendwann nicht eingesetzt, um Menschen ins Wachsen zu bringen, sondern ich habe sie eher dafür genutzt, um Menschen klein zu halten, damit ich endlich gesehen werde, damit ich endlich wahrgenommen werde, damit ich endlich nicht mehr an zweiter Stelle bin, sondern an erster Stelle bin. Und dann kam irgendwann, haben mich meine Jungs und Mädels, ich habe 120 Jungs und Mädels geführt, jetzt schon fast über 20 Jahre. Und mein Kursename war Terminator. Also so haben mich meine Jungs und Mädels genannt. Also mit meiner Musik konnte ich Menschen berühren und mit meinen Worten konnte ich Menschen berühren. Auf zwei verschiedenen Arten und Weisen. Und auf der einen Seite konnte ich sie so berühren, dass sie irgendwann mir den Mittelfinger gezeigt haben und gefühlt über Nacht mich alleingelassen haben und ich dann, ich mache es kurz, irgendwann in einem Krankenhausbett aufgewacht bin und keine Ahnung hatte, wie ich hingekommen bin. Und warum ich das tue, ist natürlich in mir drin, dieses Bestreben, Menschen in die Signifikanz zu bringen. Also Menschen, die eine nachhaltige, positive Wirkung auf andere Menschen haben wollen, in die Bedeutung zu bringen. Dass sie bedeutungsvoll werden für Menschen. Weil ich glaube, um eine nachhaltige Wirkung auf Menschen zu haben, musst du eine bedeutende Rolle für diese Menschen haben. Das darfst du dir erarbeiten, diese Rolle, nach vorne gehen, Vorbild sein, ein Leader sein.

GastUnd deswegen, das ist mein Warum. Weil ich meiner Kleinen damals im Krankenhausbett versprochen habe und die war damals um die vier, habe ich gesagt, Alessia, ich werde alles dafür tun. Ich habe keine Ahnung, ob Papa zurückkommt, wie Papa zurückkommt, wie genau das Ganze aussieht. Ich habe keine Ahnung, aber ich werde alles dafür tun, dass du in deinem Rahmen, in deinem Umfeld niemals zu einem Arschloch wirst, so wie ich es war beziehungsweise wenn du selber Unternehmerin werden willst, niemals zu so einem Arschloch wirst, sorry für den Ausdruck, oder wenn du als Angestellte irgendwo arbeiten gehst, niemals einen Arschloch als Chef bekommst. Ja, nie so wie ich. Und das war damals, du hast vorhin kurz in unserem Interview gesagt, so weg von, hinzu. Und ich glaube, dieses weg von, Menschen unter Druck zu setzen, damit sie Leistung erbringen, sondern hin zu Menschen aus freien Stücken in deinen Rahmen zu holen, dass sie aus freien Stücken, wie der Musiker, der Musik macht, weil er das Musik machen liebt, Musik macht. Und nicht um Nummer 1 es zu schreiben, nicht um die Hallen zu füllen. Das kommt. Aber das ist nicht die erste Instanz, warum ich Musik mache oder warum Menschen Musik machen. Warum Singer, Songwriter wie Sia wählten Erfolge nicht nur für sich, sondern auch für, ich würde mal sagen, 50, 60 Prozent der Top-Künstler im internationalen Raum schreibt. Das ist nicht der Grund, Nummer 1 zu schreiben, sondern sie schreibt Songs, weil sie Songs schreiben liebt. Ja, und das ist mein Warum. Menschen in die Bedeutung bringen, aber nicht aus dieser Selbstbedeutung, aus der Selbstsignifikanz, sondern Menschen, die Bedeutung bringen, damit sie Bedeutung schaffen für andere und das andere wieder Bedeutung schaffen für andere. Liedermacher, die Lieder machen, die Lieder machen, die Lieder machen, die Lieder machen, Never-Handing-Story, um irgendwann eine Welt dazulassen, wo wir nur noch mit Lieder-DNA in die Welt kommen, mit Lieder-Mindset in die Welt kommen und das Beste in Menschen sehen, optimistisch reingeben, Sinn geben, nachhaltig sind, Versprechen geben, die wir auch halten, weil wie oft kommt es vor, dass wir Versprechen geben, darf sich jeder gerne mal reflektieren, Versprechen geben, die wir nicht halten, weil, Achtung, sich nur ein Rahmen verändert. Aber nur weil sich ein Rahmen verändert, heißt es auch noch lange nicht, dass ich mein Versprechen nicht mehr wahrmachen muss.

GastUnd vor allem gemeinschaftlich und dafür stehen wir.

Torsten J. KoertingFür alle diejenigen, die es haben wollen. Genau. Die es nicht haben. Jetzt werden sich viele fragen, was ist es? Wir haben das im Vorgespräch kurz demaskiert. Grandiose, grandioses Akronym. E-S. die es nicht haben, nämlich Emotional Speaking. Die das nicht haben, die dürfen zu Lori gehen beziehungsweise das vielleicht noch ergänzen möchten um einige krasse Skills, die du jetzt gerade hier schon wieder mit reingebracht hast. Allein die letzten fünf Minuten haben hier 20 Fragen bei mir aufkommen lassen, auf die wir vielleicht an anderer Stelle noch mal zu sprechen kommen. Aber sie haben auch die Reise skizziert, auf der du dich bewegt hast. Und ich glaube, der eine oder der andere wird jetzt sagen, ein Glück war ich nicht Teil der 120 Mitarbeiter damals, die du mit Worten berührt hast. Und zwar ganz anders berührt, als du heute Menschen berührst. Und dennoch kommen dort viele Stationen deines Lebens hervor. Wenn du jetzt mal zurückblickst, weil wir wollen ja versuchen, uns deinen Mustern ein bisschen zu nähern. Wenn du mal zurückblickst auf dein Leben, dein kognitives Leben. Es beginnt ja so mit sechs Jahren, dass wir ins Bewusstsein kommen und dass wir uns erinnern an das, was passiert ist bis heute, lieber Lori. Was waren so deine drei größten Erfolge, würdest du sagen, aus dem Gefühl?

GastAlso rein aus dem Gefühl, ich glaube, der größte Erfolg war, irgendwann meine eigene Wahrheit zu leben. Ja, also klar, offen zu sein über Meinungen, Feedbacks, aber dennoch mir selber treu zu bleiben. Ich glaube, das war eins der größten Resultate. Das Zweite, der größten Resultate ist die, weißt du, Stefan Friedrich, wir beide kennen ja Stefan und der eine andere, der vielleicht zuhört auch, also ich glaube, so der, das Bild, der wachsenden Bildung im deutschsprachigen Raum, der Sachen ermöglicht hat im deutschsprachigen Raum, die bis dato, glaube ich, noch kein anderer ermöglicht hat in der Form. Der hat mal zu mir gesagt, Lori, wie ist es dir gelungen, innerhalb kürzester Zeit in der Top-Liga der Coaches und Speaker mitzuspielen? Und ich habe damals zu Stefan gesagt, ob du mir glaubst oder nicht, und ich glaube, das ist, danke für die Frage, eins der größten Resultate, ich habe, ich habe, ich habe es nie in Frage gestellt. Ich habe es nie in Frage gestellt. Ja, wenn Menschen, also ich habe nie gesagt, boah, wenn das jetzt irgendwie scheinbar ist, wenn ich es nicht, ich habe das nie in Frage gestellt. Die Frage kam gar nicht auf. Ich war so, wie sagst du immer so schön, so voller Zuversicht. Ja, ich habe so darauf vertraut, ich habe, ich habe, ich war so fest in dem Glauben und bin immer noch so fest in dem Glauben, dass das Ding durch die Decke geht und durch die Decke, weiter durch die Decke gehen wird. Ich habe das nie in Frage gestellt. Und das dritte große Resultat ist, dass ich es auch genauso, wie ich das Ergebnis nie in Frage gestellt habe, habe ich den Weg nie in Frage gestellt. Also, ich bin damals rein in dieser Branche, ich habe gar keine Ahnung von der Branche gehabt. Ich wusste gar nicht, was ist ein Speaker. Ich habe klar, ich habe als Führungskraft 20 Jahre lang Menschen in der einen Art und Weise vielleicht begleitet, geformt, entwickelt, habe einen Rahmen aufgestellt, wo Menschen wachsen durften nach diesem Schicksalsschlag.

GastAber ich habe keine Ahnung von der Branche. und ich wusste nicht, wer ist denn ein Stefan Friedrich, wer ist denn ein Tobias Beck, wer ist denn ein Dieter Lange, René Bourbonus. Für mich waren das alles Menschen, die mit Wasser kochen, ja, genauso wie ich auf Toilette gehe, sich auch irgendwie täglich rasieren, ja. Also, das war so, wo ich gesagt habe, die kochen halt mit Gas, weißt du, und nicht mit dem Stück Kohle. Ja, richtig, das war vielleicht das Einzige, was, ja, aber ich bin hin, da gibt es so ein geiles, die Zeit, da kommt einer, der hat gar keine Ahnung, wie es geht, der macht es einfach und das passt wie die Forst aufs Auge. Ich habe das gesehen, dieses innere Bestreben nach Freiheit, nach meins, nach meiner Wahrheit, war so groß, ist so groß, das ich einfach gemacht habe. Ich habe gar nicht lange drüber nachgedacht. Erst auf dem Weg, ja, muss ich dir gestehen, waren meine, die größten Erfolge über diesen Weg, den ich gegangen bin und weiterhin gehe, die größten Erfolge waren die Erfolge, die ich nicht geplant habe.

GastDas waren die größten Katapulte. Also wirklich, wo du, ohne dass du es gemerkt hast, einmal drauf gespannt worden bist und dann macht so, und du fliegst so, und denkst so, krass, aber erst in dem Moment, wo du ankommst, so fupp, und dann denkst du dir so, krass, und die waren nicht geplant. Ja, also wenn du mich fragst, was sind die drei großen Resultate, genau das.

Torsten J. KoertingEs nie in Frage gestellt zu haben, zu vermitteln. Resultate, du hast gerade gesagt, Wahrheit über dich selbst, du hast es nie in Zweifel gestellt, dass das das Ergebnis ist, was du erreichen möchtest oder dass du im Speaker-Kontext wachsen möchtest und du hast dem Weg vertraut, wenn wir jetzt mal rein so auf diese Gipfel dieser Reise gehen und sind das für mich so diese Underpinning, diese Grundfeste, die da drunter liegen, die das überhaupt möglich gemacht haben, was wir heute mit Lorenzo Schibetta hier überall live erleben dürfen und den wir uns auch zugänglich machen dürfen, dankenswerterweise. Was waren denn so krasse Erfolge? Also ich mache mal so ein Beispiel. Du hast in Zeiten deines beruflichen, also wahren beruflichen Wirkens, 120 Menschen geführt. Würdest du das rückblickend als einen Erfolg betrachten zum damaligen Zeitpunkt? Ja. Was ist, du bist Greater Coach, ja, in ihrem Leuchtturm-Format The Key und bist derjenige, der von allen Coaches am häufigsten gebucht wird. Ich glaube, 50, 60, 70 Prozent aller Teilnehmer kommen zu dir, weil sie das Emotional Public Speaking lernen möchten und weil sie eine Botschaft in die Welt tragen wollen, die sie vielleicht für sich noch gar nicht gefunden haben, um mit dir jemanden zu haben, der es ihnen ermöglicht. War das ein Erfolg für dich? Wie war es das erste Mal, als du vor tausend Leuten auf den großen Bühnen gesprochen hast? Wie war es, als du dieses Jahr oder letztes Jahr beim Greater Festival dabei gewesen bist? Bleiben wir mal bei diesen Leuchtturm-Erfolgen. Sind das Erfolge für dich oder ist das ein logisches Ergebnis der wahren Erfolge, die da drunter liegen? Wahrheit, dem Weg vertrauen, dir selbst vertrauen?

Ja.

GastIch finde es spannend, weil mein erster Impuls war gewesen, es ist schön Torsten, dass du das erwähnst, TJ, aber für mich sind es Meilensteine, für mich sind es Etappen, weißt du, für mich sind es Etappen dahin, wo ich hingehen möchte und das, was ich erreichen möchte und auf der anderen Seite ist es für mich schon, ich will nicht sagen eine Selbstverständlichkeit, aber es gehört für mich zum Weg dazu. Also für mich ist es gar nicht so, einer meiner Mentoren sagt immer, Lori, mach das Ergebnis klar und mach dich frei vom Ergebnis. Ich habe das Ergebnis klar gemacht und ich genieße jeden einzelnen Moment, ich genieße jeden einzelnen Moment, der mich mit der Fresse in den Dreck katapultiert und auch da habe ich wieder einen anderen Mentor, andere sagen, da musst du wieder aufstehen, da musst du wieder aufstehen. Ich sage, aber wenn ich nicht die Kraft habe aufzustehen, ja, dann musst du aber trotzdem mal aufstehen. Ich so, scheiß aufs Aufstehen, ich buddle so tief, dass ich den Germanten greife. Wenn ich schon liege,

Torsten J. Koertingsechs Fuß unter der Grasnarbe liegst, genau.

GastSo sieht es aus, ja. Aber mal andere Wege zu gehen. Aber ja, ich sage jetzt mal, wenn wir jetzt rein rational drangehen und jetzt mal Zahlen, Daten, Fakten erwähnen, ja, natürlich sind das heftige Resultate, vor allem Resultate in einer sehr kurzen Zeit. Andere brauchen für Resultate, wie mehrfalls bei Greater gesprochen zu haben, vor tausenden von Leuten gesprochen zu haben, in einer kürzesten Zeit eine Positionierung in die Welt getragen zu haben, die es so kein zweites Mal gibt im deutschsprachigen Raum. Du nennst es mit dem Emotional Speaking. Ja, für mich ist Emotional Speaking nicht nur eine Fähigkeit, die du in den nächsten 100 Jahren brauchst, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Für mich ist Emotional Speaking eine Lebenseinstellung, ja, weil wir es in den Kindheitsagen verlernt haben, emotional zu sprechen, nicht nur Bezug zu uns und Emotionen zu haben, sondern auch Emotionen zu verbalisieren, haben wir verlernt. Aber genau das ist ja das, was uns stark macht, das Wort, was uns verbindet und das, was über dem Wort steht, eben das Gefühl, ja, das ist ja das, was uns verbindet. Und wenn du sagst, das ist eines der größten Resultate, genau das, dieses, dieses, ich nenne es mal, dieses Gefühl, für mich greifen zu können und dieses Gefühl, diese Lebenseinstellung, die Fähigkeit, weitergeben zu dürfen, das ist für mich, das ist schon ein Privileg, das ist ein Privileg, das weitergeben zu dürfen, ja, und das ist ein Riesenresultat für mich. Alles andere, wie jetzt vor kurzem Bestseller geschrieben zu haben, ja, das sind alles Meilensteine, die, die, die mich dabei begleiten und zeigen, mir zeigen, dass das, dass ich weiterhin darauf vertrauen darf, dieses Urvertrauen zu haben, dass das Ding so un, so unrocking fassbar wird, ja, dass du es gar nicht greifen kannst, so hin, wohin es noch gehen wird. Und ich glaube, das ist Musiker machen Musik, was ist Musik machen? Das gefunden zu haben,

Torsten J. Koertingist das größte Resultat. Also ich glaube, sehr, sehr spannend, was du, was du reflektierst, nicht, ich glaube, ich spüre das, dass das sehr spannend ist, was du reflektierst, dass nämlich die Umsetzung zwar zu Meilensteinen wird, aber die wahre und der, der wahre Erfolg in Anführungszeichen darunter liegt beziehungsweise ein Fundament ist, dass überhaupt solche, wie du es sagst, Meilensteine möglich sind. Also ich glaube, es gibt ganz wenige Menschen da draußen, die es als Erfolg bezeichnen würden, ihr Gefühl zu erkennen beziehungsweise das Gefühl zugänglich zu machen. Und ich stelle mich dich jetzt vor, wie du damals 120 Leute geführt hast und mit ihren Worten berührt hast, hat dich sicherlich ein anderes Gefühl ausgemacht. Wenn du diese zwei Gefühle jetzt mal beschreibst und mal beschreibst, wie du dein neues Gefühl, dessen, wie wir dich jetzt hier wahrnehmen dürfen, sowohl in dem Podcast, wie wir dich in der Außenwelt wahrnehmen dürfen, wie würdest du diese zwei unterschiedlichen Gefühle beschreiben, als auch den Weg, der dich zu dem neuen Lory, zu dem neuen Gefühl gebracht hat, der Bär von Mann mit dem Riesenherz. Der Bär, die Bär.

GastDie zwei Emotionen. In meiner Welt spreche ich immer von der Seelenbotschaft. Das in dir drin, dieser Kern in dir, die Seele, weißt du, und die Seele weiß, was du brauchst. Fachlich Intuition. Die Intuition weiß ganz genau, wohin der Weg geht. Die meisten Menschen haben nur verlernt, dieser Intuition zu folgen. Und ich habe damals, um jetzt die Zeit damals im Vertrieb zu nehmen, in diesen 20 Jahren mit über 100 Menschen, die ich führen durfte. Später dann waren es ja, das habe ich noch nie gesagt, später war es ja dann im Franchise-Segment, 1500 Unternehmer, die ich begleiten durfte. War das nie von innen heraus, sondern von außen drauf. Das war immer so dieses Gefühl, ich muss wer sein. Also nicht ich will, sondern ich muss wer sein, um einen Effekt zu haben, um Wirkung zu haben. Und dadurch, dass ich Wirkung immer nur gelernt habe, auch natürlich aus dem Elternhaus, gerade von meinem Dad, immer nur gelernt habe, wenn es weh tut, dann bringt es sich schnell in die Umsetzung. Und ich muss sagen, ja, du kannst Menschen mit Druck, Angst, Befehl und Gehorsam dazu verleiten oder dazu führen, dass sie schnell in die Umsetzung kommen. Die Frage ist ja nur, wie lange bleiben sie dabei? Und tun sie es wirklich aus dem Herzen raus? Oder tun sie es, was sie tun müssen? Und damals war das eine getriebene Emotion.

GastJa, das war so gedrückt, das muss ich sein, weil es von mir erwartet wird und wenn ich die Erwartungen erfülle, dann bekomme ich meinen Schulterklopfer. Mir ging es gar nicht in erster Instanz um das Geld-Importnummer. Mir ging es eher darum, boah, ich werde gezeigt, du kennst ja diese typischen vertrieblichen Bühnen, die dann so einmal ein Kick-Off stattfinden oder whatever, wo dann so die Besten der Besten auf die Bühne kommen, dein Orden kriegst, dein Abzeichen bekommst, der oberste Guru um die Ecke kommt, nochmal hier schön das Flätterchen macht und das Licht auch und dann nochmal ein paar geile Töne zu dir spricht und sagt, und genau das ist Benchmark. Genau so wie der Schiebett. Und das war damals natürlich, kennst du das? Dein Kopf sagt, ja Mann, geil, ja, ja, geil. Und während du dich so aufbläst, merkst du aber so innen drin, so irgendwie, das bin ich aber nicht. Ich möchte nicht so gesehen werden. Ja, aber ich habe nichts anderes gelernt. Ich habe im Elternhaus und im Vertrieb gelernt, hau den Leuten in die Fresse im wahrsten Sinne des Wortes und du kriegst schnelle Ergebnisse, du kriegst schnelle Resultate.

GastUnd genau das, etwas zu sein, eine Rolle zu spielen, die ich nicht gewesen bin, aber keinen anderen Weg gefunden zu haben, mal diese Rolle auszuziehen, abzulegen und jetzt in meiner Metapher zu bleiben, Songs zu spielen, auf die ich keinen Bock hatte, ja, die aber irgendwie gefühlt alle hören wollten, hat irgendwann dazu geführt, dass ich meine innere Melodie nicht mehr gehört habe. Ich habe meinen Sound nicht mehr gehört.

Torsten J. KoertingEs gibt sicherlich einige hier im Podcast, die das, was du gerade sagst, nämlich dieses innere Gefühl, das bin ich nicht. Eigentlich tue ich gerade was, was ich gar nicht bin. Ob als Angestellte Angestellter in dem Job, in der Rolle, wo ich mich montags schon auf Freitag freue, als ein Selbstständiger, der sagt, ich bin eigentlich nur getrieben, irgendwie muss ich gucken, dass ich die Hütte vollkriege, irgendwie gucken, muss ich gucken, dass ich Kohle reinkriege, als Unternehmer, der vielleicht seine Mitarbeiter so behandelt, wie du es damals behandelt hast. Was würdest du diesen Menschen raten, wie sie das, was du dir ermöglicht hast vor vielen Jahren, weg von diesem schlechten Gefühl innen drin, wir plustern uns auf, merken aber, dass da Spanngurte sind, die uns, oder so Gummizüge, die uns eigentlich wieder so zusammenziehen wollen, hin zu dem wahren Ich zu kommen und das dann auch, so wie du es, mit viel Energie auch und sicherlich, was nach außen hin leicht aussieht, es war für dich sicherlich auch schwer, wir wissen es, dass es schwer gewesen ist, da durchzuhalten und in dieser Umsetzung zu bleiben, hin zu dem wahren Ich.

Torsten J. KoertingIch glaube,

Gastdas, was mir extrem geholfen hat, war dir bewusst die Frage zu stellen, was genau macht mir Angst? Also warum spiele ich diese Rolle? Was genau macht mir Angst? Und einfach mal die ganzen Ängste, die da sind, die sich natürlich, ich meine, wir beide wissen es, irgendwo eine Prägung ist, ein Kindesalter, ich persönlich sage sogar bis zum 20. und 25. Lebensjahr, also alles das, was uns in der Zeit geformt hat, Persönlichkeit ist genau in diesem Zeitraum gereift, zwischen dem 3. und 20. und 25. Lebensjahr. Das heißt, es gibt in dem Fall keine Persönlichkeitsentwicklung von Besserwerden, sondern es gibt im Endeffekt vielleicht eine Persönlichkeitsentwicklung, eine Findung, ja, und eine Persönlichkeitsentfaltung, ja, so können wir es nennen, also zurück zum Kern, alles wegmachen, damit dieser Kern wieder leuchten darf. Und der erste Schritt, den ich gemacht habe, weil natürlich waren diese Momente, die ich erleben durfte, also überwiegend die Momente, die mich ins Reflektieren gebracht haben und gezwungenermaßen, und gezwungenermaßen mir Raum gegeben haben, um mal stillzuhalten, ja, nicht weil ich wollte, sondern weil ich musste, ich musste stillhalten, wie der Burnout nach, nach, nach diesen, nach dieser, Rollenspielerei, die nicht meine Rolle war, die mich irgendwann krank gemacht hat, ja, das heißt, ich war gezwungen, mal innezuhalten, ich war gezwungen mal, um jetzt mal auch einen meiner Mentoren zu benennen, mal meine Dämonen ins Auge zu schauen, mal wirklich mal in die Fresse zu gucken, mal zu beleuchten, mal reinzugehen, um mir wirklich die Frage zu stellen, vor was habe ich Angst? Und mal angenommen, die Angst ist wirklich da,

Gastdas mal aufzuschreiben, mal wirklich meine gesamten Ängste mal aus dem Kopf zu holen, mal aufzuschreiben und dann auf der anderen Seite zu sagen, okay, mal Worst-Case-Szenario, mal angenommen, die Dinger greifen wirklich, hey, ich habe jetzt Zeit, jetzt kann ich mir Gedanken machen, jetzt kann ich da mal reinfühlen, jetzt kann ich mal schauen, ist die wirklich da, die Angst, oder ist es nur in meinem Kopf? Und mal angenommen, die wären wirklich alle da, was kann ich tun, damit die Angst verschwindet? Und ob du mir, ja, natürlich gehe ich sehr intuitiv und so mit dem Herzen nach vorne, aber genau dann in diesem Moment, wo ich meine Ängste aufgeschrieben habe, mir ganz klar zu sagen, diese Ängste in Priorität zu setzen und dann zu sagen, okay, was könnten Schritte sein, die ich gehen kann, um diese Angst aufzulösen? Und wenn ich vielleicht gerade kein Rezept dafür habe, vielleicht gibt es in meinem Umfeld den einen oder anderen, der diese Angst für sich vielleicht schon aufgelöst hat. und über diesen Weg, ohne zu wissen, was das Ergebnis ist,

Gastlosgelaufen zu sein, diese Fragen zu beantworten, kam irgendwann dieser Moment, TJ, und die kann ich dir gar nicht erklären, es kam irgendwann dieser Moment, wo es so ein, wo es ein Change gab, wo ich nicht mehr über die Ängste nachgedacht habe und über die Auflösung der Ängste nachgedacht habe, sondern es hat sich irgendwann etabliert, dass ich nur noch die Lösung gesehen habe, nur noch die Freude gesehen habe, nur noch die Liebe gesehen habe, nur noch auf einmal gemerkt habe, boah, Alter, umso mehr du dich auf die Angst fokussierst, umso schwerer wird die Scheiße, auch wenn du dir die Lösungen reinholst, aber umso mehr du dich auf das fokussierst, was dir Freude schenkt, was dir Liebe schenkt, Leichtigkeit, Freiheit gib, den Rahmen dafür baust. Ich kann mich erinnern, in einem deiner Formate, wo eine ganz, ganz tolle Frau gesagt hat, wie muss der Rahmen sein, um die Großartigkeit einer Seele zu leben und sie erlebbar zu machen? Ja, Gaby Lassinger. Gaby.

Torsten J. KoertingGenau die Frage.

GastAls Gaby mir diese Frage gestellt hat, das war für mich ein, ein, ein, ein, das war nicht für mich ein Change in meiner, in meiner, in meiner Vorgehensweise. Also sie hatte es geschafft, mich einmal aufzurütteln und so dieses Ganze mal bröckeln zu lassen, dass ich dann wirklich bewusst gesagt habe, okay, um diesen Rahmen zu schaffen, den meine Seele braucht, um diese, um meine, meine Größe leben zu können, darf ich erstmal hingehen, um meiner Seele überhaupt Raum geben, gehört zu werden, gesehen zu werden. Und das hat dann angefangen. Das heißt, ich habe bewusst, ja, vielleicht der eine andere kennt das, Pareto, bewusst angefangen, mich auf die 20 Prozent zu fokussieren, an Menschen, die mir gut tun, an Gedanken, die mir gut tun, an Verhalten, das mir gut tut, habe aussortiert, habe neu geschaffen und immer mit dem Gedanken, das Leben spielt für mich. Das Leben spielt für mich, das spielt immer für mich, das Leben spielt immer die Musik, die ich hören will. Manchmal tut es weh, aber ich darf es als Feedback sehen und manchmal wird es mir Geschenke geben, die ich vielleicht gar nicht so auf dem Order habe. Das heißt, ich habe damit angefangen und irgendwann so ein schleichender Prozess ist zu dem geworden, der ich heute bin. Ich lasse gar nicht mehr zu, dass ich mir scheiß Gedanken mache mit scheiß Menschen, mit doofen Dingern,

Torsten J. Koertingweil das bremst dich aus. Jetzt wissen wir, dass zwischen den 120 geführten Menschen oder 1500 Franchise-Unternehmern und der besagten Frage und des daraus resultierenden magischen Momentes eine gewisse Zeit steht. Und wenn wir uns jetzt mal in die Lage versetzen, derer, die im Hamsterrad sind, die ihrer Rolle nacheifern, wo sie spüren, dass sie das nicht sind, die eine Familie haben, die so wie du ein Kind oder mehrere Kinder großziehen dürfen, die eine Partnerschaft haben, die belebt sein möchte, die nach sich selbst schauen dürfen im Sinne der Ausgewogenheit, der Gesundheit, der Ernährung, der sportlichen Fitness, die vielleicht auch ein Umfeld haben, was sie beleben möchten im Rahmen ihrer, ja, vielleicht jetzt noch Freunde. Wie ist es möglich, in diesem Rahmen, in diesem Kontext, den ich versucht habe gerade zu skizzieren, diese doch sehr tiefgreifenden Prozesse, wie du sie gerade beschreibst, ja, sich der Frage zu stellen, was macht mir Angst oder sich der Frage zu stellen, was braucht es denn in meinem Umfeld, damit ich meine grandiose Seele zur vollen Wirksamkeit entfalten kann. Ja, da ist erstmal die Frage, was ist Wirksamkeit, was ist eine grandiose Seele, was heißt überhaupt Umfeld, ja, und sich dieser aktuellen Situation bewusst zu werden. Wie, wie gelingt es jemandem im Rahmen eines solchen Kontextes durch solche Prozesse zu gehen, ohne das Bestehende völlig ad absurdum zu führen?

GastAlso, in erster Distanz ist die Frage, was brauche ich? Und das ist die Lebenseinstellung, emotional speaking, ja, also einmal mit sich selbst ins Reine zu gehen und ich glaube, das Fatalste, was du machen kannst, ist, nicht die Menschen mitzunehmen. Also, ich nehme dich mal mit in meinen Entscheidungspunkt, wo ich nach 20 Jahren angestellte Führungskraft den Entschluss getroffen habe und gesagt habe, ich mache das nicht mehr, ich mache mein eigenes Ding. Und klar, Häuschen, Familie, Verpflichtungen, Erwartungen, dann hast du noch, ich komme hier aus diesem italienischen Thema, wo auch Familie ganz, ganz wichtig ist und Sicherheit und Rituale und alte Prinzipien und so weiter und so fort. Und ich muss dir sagen, ich habe jeden und alles gegen mich gehabt. Also, ich meine, 20 Jahre, höheres Management, Firmenwagen, anständiges Gehalt, also, was man sich so vorstellt, Häuschen, alles da, alles prima. Und trotzdem war diese Leere da in mir. Also, nach dem Schicksalsschlag noch mehr wie vorher. Also, wirklich, du musst dir vorstellen, nach 20 Jahren ist hier alles weggebrochen. Und jetzt hast du Familie, also, meine Eltern, meine Geschwister, sogar meine Frau Sarah war am Anfang voll gegen.

GastAlso, alle, die irgendwie da waren, sagen, du hast ja nicht mehr alle. Du kannst da nicht so einen geilen Job hinwerfen für das, wo du gar nicht weißt, ob es funktioniert. Und vor allem in dieser aktuellen Zeit, in der wir ja sind, und überhaupt noch da und so. Und ich glaube, das, was du nicht machen darfst, ist diese Passion. Also, Punkt eins, frag die Menschen, die da sind, wo du hin willst. Und frage nicht die Menschen, die kein Schimmer haben, von dem, wo du hin willst. Aber, kläre die Menschen drüber auf. Wenn du möchtest, dass Menschen dir folgen, aus freien Stücken, ohne dass du sie belehren musst, ohne dass du sie von irgendwas überzeugen musst, weil sobald du ins Belehren gehst oder in dieses Gefühl von, ich muss sie davon überzeugen, bist du schon in einer, in einer Überspannung, in einem, in einem Übergeordneten, in einem, ich muss dir sagen, wie die Welt funktioniert. Und mal Hand aufs Herz, sobald du Menschen in der Absicht gehst, ich muss dir sagen, was die bessere Welt ist, wie viele von diesen Menschen werden dir wirklich zuhören?

Torsten J. KoertingJa, es ist ein sehr guter Schiff, den du gerade machst. Das ist großartig, nämlich weg von dir und auch deiner Geschichte hin zu den Menschen, die du begleitest, auch in ihrem Rahmen. Und das Spannende gerade ist, dass das, also was ich wahrnehme, dass deine eigenen Lehren und deine eigenen Erkenntnisse aus deinem Prozess nun die Menschen geschenkt bekommen oder du dieses bewusst und unbewusst anwendest für die Menschen, die sich auf dich einlassen und die du begleiten darfst, die sicherlich kommen, weil sie auf Bühnen stehen möchten, weil sie vielleicht inspirieren möchten, emotional mal ihre Maske runterreißen, um die Menschen auch wirklich zu erreichen. Und du sicherlich, und das weiß ich aus, du sicherlich in die Tiefen hineinblickst, weil am Ende geht es nicht um die Oberfläche, es geht nicht um Meilensteine erreichen, um irgendwie, ich möchte jetzt vor tausend Leuten sprechen, sondern spätestens im zweiten Coaching-Gespräch bei dir ist man da, wo die wahre Musik steckt, nämlich im Herz, in der intrinsischen Motivation, im Fundament, in das, was uns ausmacht und vielleicht die Spanngurte, die dich wie ihr zusammenhalten.

Torsten J. Koertingdazu auch die Frage, welche Muster erkennst du bei den Menschen, die du begleiten darfst, die sich auf dich einlassen, welche Muster erkennst du, die zwischen Erfolg und Erfolg unterscheiden, die den Erfolg möglich machen und den Misserfolg beherrschbar, die ihnen ermöglichen, den nächsten Schritt zu gehen. Entweder den nächsten Schritt hin zum Herz, den Schritt weg von den Ängsten, hin zum neuen Gefühl, den Schritt von, ich mache mir was vor, hin zur Wahrheit. Also all diese Schritte, die du auch schon gegangen bist, was kannst du bei den Menschen auslösen, aber viel wichtiger noch, was sind die Muster, die du erkennst, dass sie ihren nächsten Schritt gehen können?

GastJa, also ich glaube, vor allem steht da Selbstzweifel. Also alle Menschen, wirklich, ich würde mal sagen, 90 Prozent der Jungs und Mädels, die zu mir kommen, stecken voller Selbstzweifel. Bin ich gut genug? Will das jemand hören? Ist es groß genug? Der direkte Vergleich, also wirklich mit Menschen in den Vergleich zu gehen, die da sind, wo du hin willst, eben nicht als, boah, was kann ich lernen, sondern in allererster Instanz, ach du Scheiße, so gut wie der werde ich nie. Also wirklich diese ganzen Selbstzweifel in gebündelter Form, die dich gar nicht so wirklich in die Umsetzung bringen und auch bestes Beispiel, eben wirklich sagen, okay, jetzt habe ich meine Botschaft, ich gehe jetzt mal damit raus. Ja, aber was ist, wenn die Leute das nicht wollen? Was ist, wenn die Leute das nicht mögen? Was ist, wenn die Leute da? Also wirklich dieser Selbstzweifel, der da ist, zu wandeln in ein, wie bei Lori damals, in ein Urvertrauen, dass es in allererster Instanz gar nicht darum geht, sondern deiner Seele Raum zu geben. Ja, und weißt du, und ein großes Learning war, gerade in dem Prozess, dass du niemals alle erreichen wirst. Aber was braucht denn Selbstzweifel, um aufgelöst zu werden? Vertrauen. Und ich glaube, Skill Nummer eins jedes Leaders ist zu vertrauen.

Gastja, den ersten Schritt zu machen, den ersten Schritt zu wagen, ohne Vertrauen zu verpflichten, also ohne dem Gegenüber zu sagen, ich vertraue dir nur, wenn du mir vertrauen, oder ich vertraue dir nur, wenn du mir erst mal zeigst, dass ich dir vertrauen darf. Das ist kein Leadership. Das ist kein Leadership. Leadership heißt, ich gehe mit Vertrauen voraus. Auch mit der Erkenntnis, dass ich verletzt werden kann. Auch mit der Erkenntnis oder auch mit der Wahrheit, dass das nicht so ist, wie ich es mir gerne wünsche. Aber darum geht es gar nicht. Den Zweifel löst du in dem Moment auf, wenn du mit Vertrauen vorangehst. Frei vom Ergebnis. Das zweite Muster, was ich immer wieder erkenne, ist Überforderung. Also sobald ich meinen Zweifel aufgelöst habe und jetzt sage, Attacke, jetzt gehe ich raus, jetzt mache ich meine Botschaft groß, jetzt mache ich mich groß. Jetzt will ich Menschen begeistern, inspirieren, motivieren, reflektieren, informieren, was auch immer dein Ziel und Zweck der Botschaft ist, die du nach außen trägst für die Menschen. Also das, was dienlich ist, erkenne ich immer wieder in dem Prozess, wie Menschen,

Gastalso ich weiß nicht, wie es bei dir ist, TJ, aber ich erkenne immer einen Großteil der Menschen, die Schritt 3 und 4 machen wollen, bevor sie 1 und 2 gemacht haben. Und auf einmal merken so, fuck, ich bin schon bei 3 und 4 und es bröckelt mir gerade irgendwie alles weg und irgendwie die Geschwindigkeit und fallen wieder ins erste Muster. Also Selbstzweifel in Kombination mit der Überforderung und ich glaube, die größte, das größte, die größte Angst, das größte Muster, den ich bekomme und den ich immer wieder wieder projiziert bekomme, ist diese Angst vor dem Versagen. Diese Versagensangst, mein Gesicht zu verlieren, nicht abliefern zu können, aber im klaren Sinne wirklich so diese Angst vor Zurückweisung, diese Angst vor dem Versagen, das ist so, dieses, aber ich will doch dazugehören, ich will doch jemand sein in den Kreisen, aber was ist, wenn ich nicht angenommen werde, was ist, wenn ich nicht akzeptiert werde, was ist, wenn ich nicht geliebt werde.

GastUnd meistens ist es immer ein

Torsten J. Koertingdazugehören wollen. So, was machst du mit denen? Also, ich komme jetzt mit Selbstzweifel zu dir, vielleicht auch aus der Kindheit geprägt, ja, ich habe schon ein paar Menschen auf der Bühne erlebt, weißt du, einmal in der Kindheit in den Eimer gekotzt, ja, Bulimie und jetzt anderen zu erklären, wie sie Bulimie haben, ja, da ist schon die Prägung, die Prägung schon drin, ja, des Selbstzweifels und reicht das und was habe ich da draußen zu sagen? Also, wenn diese Selbstzweifel da sind, wenn die Überforderung da ist, wenn die Angst vor dem Versagen da ist, ja, was ja alles Urängste bedient, wir sind nicht gut genug, wir werden nicht geliebt. Wie bist du in der Lage und was sind die Muster, die diese Menschen in die Kraft bringen, nämlich sich zu vertrauen, wirklich den ersten Schritt zu gehen und selbst sich von Misserfolgen auf dem Weg nicht abhalten zu lassen, sondern das Momentum aufrechterhalten, wie bist du in der Lage, ihnen das Vertrauen in sich selbst zu ermöglichen, der Überforderung Herr zu werden beziehungsweise diese Angst vor dem Versagen zu überwinden?

Ja,

Gastalso in allererster Instanz, was ich mit den Jungs und Mädels mache ist, ich habe vorhin gesagt, den Gimonen ins Auge schauen, wir gehen genau dahin. Das heißt, wir zoomen da rein. In allererster Instanz geht es ja gar nicht darum, dass du mein Ergebnis klar machst, sondern dass du dein eigenes Ergebnis klar machst. Also was willst du? Nicht was glaubt der Lori, das Beste für dich sein zu dürfen, sondern was brauchst du? Was willst du? Wohin willst du? Und dann da hinzugehen und reinzusuchen und zu schauen, was hält dich denn davon ab? Also all diese Geister, Dämonen, die wir uns da aufbauen, damit deine Seele nicht leuchten darf, ist alles Prägung, ist alles zwischen dritten und 25. Lebensjahr. Jegliche Entscheidung, die du heute triffst, jegliche Handlung, die du heute tust, hat das Fundament von damals. Und die Frage ist ja immer, wie gehe ich damit um? Wie gehe ich damit um? Das heißt, wir zoomen da rein, schauen uns an, wo ist das Ding? Und dann lösen wir die Sachen auf.

GastLimitierungen lösen wir auf, Blockaden lösen wir auf. Und das ist, kann und ist ein schmerzhafter Prozess, weil die meisten Menschen eben da nicht hingucken wollen. Ja, dafür können wir auf der einen Seite sagen, danke unserem Geist und Unterbewusstsein, ja, dass er uns ein geiles, ein geiles System aufgebaut hat, damit wir nicht mit tagtäglichen Schmerzen durch die Gegend rennen, weil wir uns immer wieder an diesen Moment erinnern. Auf der anderen Seite ist es aber, mein Papa sagt immer, mal einmal richtig rein, ja, da tut es mal weh, aber dann ist es auch weg.

Torsten J. KoertingEinmal durch die Angst, einmal durch den Schmerz und zwar richtig.

GastEinmal, weißt du, das Ding ist, uns Menschen, TJ, fehlt ja nicht das Wissen. Guck mal, alles das, was wir gerade hier im Podcast sprechen, kannst du googeln. 97% des Wissens kannst du googeln.

Torsten J. KoertingNur intelligent angewandtes Wissen bringt Erfolg.

GastJa, und bevor die Anwendung kommt, darf erst mal das Verstehen stattfinden. Weißt du, ich darf das Wissen mir aneignen, aber nur Wissen, ohne es verstanden zu haben, ist Bullshit. Das heißt, ich darf es erst mal verstehen. Ich darf verstehen, wo kommen die Ängste her. Ich darf verstehen, was macht das mit mir. Ich darf verstehen, wo ist es für mich dienlich und wo nicht. Wo brauche ich es und wo brauche ich es nicht. Weil ich sage ja nur, weil der Angst und der Schmerz da ist, heißt es ja noch lange nicht, dass es nicht dienlich ist. Es kann ja auch dienlich sein. Es kann dienlich sein, auch den Respekt vor der Bühne zu haben. Es kann dienlich sein, weil ich genau mit der Souveränität auf die Bühne gehe. Genauso kann aber auch, wenn ich sage, Angst nicht dienlich sein, der Moment sein, so fuck, was ist denn, ich singe, was ist denn, dann stehst du auf der Bühne und fuck, blackout. Pum, jetzt fuck. Ich habe es gewusst. Das heißt, ich darf verstehen. Punkt Nummer eins. Nachdem ich es verstanden habe, kommt der zweite Schritt. Also was ist meine Botschaft? Für was stehe ich? Wie will ich gesehen werden? Was ist mein Kern? Was sagt meine Seele? Wie kann das draußen aussehen? Wie kann ich eine Supervision bauen, die den Rahmen schafft, damit meine Großartigkeit leben kann und es erlebbar machen kann für andere? In zweiter Instanz kommt das emotionale und wirkungsvolle Transportieren und dafür, das klingt jetzt ein bisschen komisch aus meinem Mund, brauchst du einen Plan.

GastWeißt du, der erste Impuls, der darf vom Herzen kommen. Der muss sogar vom Herzen kommen. Dieser, jetzt rede ich mich gerade in Rage, weißt du, der darf dir so, bam, dass du losrennst, dass du dir denkst, fuck, Alter, das ist wie Weihnachten und da drin stehen 20 Geschenke und ich darf jetzt alle zerreißen, das Papier und ich darf reingucken. Boah, da muss dich doch keiner zwingen, oder? Das machst du noch aus beiden Stücken. Und dieser Impuls darf erstmal da sein, zu sagen, boah, geil, ich renne los. Ich mache Musik, weil ich es Musik machen will. Jetzt renne ich los. Aber du darfst auf dem Weg lernen, was es heißt, einen D-Akkord zu spielen oder einen E-Moll-Akkord zu spielen. Du weißt, okay, die Finger muss ich so platzieren auf der Gitarre, auf dem Mund im Bund. Okay, wenn ich es so mache, klingt irgendwie kacke, das heißt, es muss so irgendwie gespielt werden. Die Akkorde passen besser zu denen. In der Reihenfolge, ah, okay, in welche Richtung möchte ich denn Musik machen? Soll es ein Rockding werden? Soll es eine Ballade werden? Das heißt, ich darf mir jetzt hier erstmal einen Plan aufbauen und wenn ich nicht weiß, wie dieser Plan aussieht, dann werde ich irgendwann an den Punkt kommen, dass ich überfordert sein werde, weil ich vielleicht zehn Sachen auf einmal machen will und irgendwie die Angst habe, fuck, wenn ich mich nur auf ein Ding fokussiere, verliere, verliere ich die neun anderen.

GastAlso, wie kriege ich das hin? Wie kriege ich das Step by Step by Step in meiner Geschwindigkeit, in meinem Beat, in meinem Tempo, in meiner Musik? Weil, ich glaube, wir sind alle in diesem Hasseln und diesem rastlos sein, weißt du, dieses immer wieder, weil wir immer wieder uns in den Vergleich bringen. Und ach, guck mal, der hat jetzt schon da, aber der hat doch mit mir gleichzeitig angefangen und der ist, ach du Kacke, ja na klar, hey, du kannst gerne sein Tempo nehmen, aber du weißt doch gar nicht, ob der die Akkorde schon spielen kann.

Torsten J. KoertingIch habe doch letzte Nacht die Idee gehabt und jetzt macht der das. Wie kann das sein? Genau. Und ich habe schon

Gastvor zwei Jahren, vor zwei Jahren wusste ich das doch schon. Mega, dass du es vor zwei Jahren wusstest. Aber hey, solange du den Plan nicht aufgestellt hast, die Akkorde nicht spielen gelernt hast, deine Musik nicht hörst, das Stück nicht komponiert, genau. die Hymne nicht kreierst, wird es keine Sau hören und sehen und vor allem erleben. So, und die Versagensangst, die Angst zu scheitern, ob du mir glaubst oder nicht, hör jedes Wort, glaub mir kein Wort, mach deine eigene Erfahrung. Aber solange du weißt, für was du angetreten bist, warum du angetreten bist, wofür du angetreten bist, es jetzt für dich entdeckst, es transportieren zu können, in deinem Tempo, in deiner Geschwindigkeit, in deinem Plan, jetzt bist du in der Lage, durch den Prozess, diese Angst zu scheitern, aufzulösen. Weil in meiner Welt, die Ängste und die Schmerzen, die wir haben, sind ja ein Teil von uns. Und ich kotze, TJ, sorry, wenn ich so Real Talk jetzt mache. Darfst du. Ich kotze, wenn ich draußen in die Welt gucke und ich sehe nur noch diese selbsternannten Messias,

Torsten J. Koertingdie rumrennen und sagen,

Gastdu musst leuchten und das Leben ist Licht und alles ist super und alles ist prima und alles ist geil und alles ist toll. Ja, wusstest du, dass wenn du zum Licht läufst, jeden Tag, immer zum Licht läufst, also nimm mal als Lichtmetapher die Sonne. Und man verbrennt es. Und du läufst immer, nee, muss nicht sein, aber du läufst immer Richtung Sonne. Was wird größer? Die Sonne. Ja, und was noch? Die Hitze. Und was noch? Ja, und das finde ich so geil, weil darauf hat keiner das Auge. Dein Schatten. Ja. umso näher du mich länger. Dankeschön. Ja. Lass du dich damit sagen? Ja. Es gehören beide Welten dazu. Ja. Es gibt nicht nur Licht, es gibt auch Schatten und das, was du heute bist, ist beides. Und das Lebensmotiv, das, was dir die Angst vom Scheitern nimmt, das, was dir die Angst vom Versagen nimmt, das steckt genau zwischen beiden Welten. Die Seele steckt zwischen beiden Welten und das darf erst mal gegründet werden. Das heißt, das, was wir machen, ist genau das. Wir lösen Selbstzweifel auf, indem du Vertrauen gewinnst. Du hast einen Plan, der die Überforderung löst. Das heißt, du weißt ganz genau, in deinem Tempo, individuell, nicht im Vergleich, weil das, was wir machen, ist nicht vergleichbar. Es ist ein Original. Die geilsten Songs waren immer Originale. Die wurden mehrmals gecovert in verschiedenen Richtungen, aber Hand aufs Herz. Soweit du heute ein Cover hörst, das ist der erste Gedanke, der kommt.

GastDas ist doch die Vision von dem.

Torsten J. KoertingJa, da bist du der Experte. Ich denke jetzt gerade nur an das Lied Hubert von Gäusern, der Herst es nicht. Hörst du es nicht? Herst es nicht. Ist ein altes, steirisches Volkslied, was wahrscheinlich schon, aber ja nicht nur Dekaden, sondern selbst darüber hinaus schon geschrieben wurde und seine Interpretation, sie in unser Herz spült, weil sie veredelt ist um sein Gefühl, um seine Perspektive auf das Ganze und maßgeblich natürlich auch mit seiner Seele, so wie du auch deine Botschaft mit einer grandiosen Seele in die Welt trägst. Danke, dass du uns, ist krass, dass du das demaskierst, diesen Prozess des Auflösens auf der einen Seite, des Kreierens, des persönlichen Plans und des ganz persönlichen Liedes oder wie du sagst, der Hymne, um dann wirklich den Weg in der eigenen Geschwindigkeit ohne Überforderung, mit Selbstvertrauen, der entsteht durch das Auflösen der Prägung hin zu dem nicht mehr Versagen, sondern zum Erfolg, um es mal in meinen Worten zu sagen. Jetzt weiß ich langsam, warum Tim Ferriss seinen Podcast einen Raum gibt, der keine zeitliche Begrenzung hat. und wir mit ihm einen Podcast haben, der in den ersten sechs Wochen über eine Million Mal gehört hat und zwar jede einzelne Folge, ob schon sie jeglichen Konstrukt, den wir von draußen, von den Podcast-Gurus lernen, mach ihn kurz, mach ihn knapp, mach ihn fokussiert, jeder seiner Podcast-Interviews mindestens anderthalb Stunden dauert, weil ich könnte jetzt auch noch Millionen von Fragen stellen und ich überlege gerade dieses Format, um der Umsetzungsgiganten auch diese Offenheit zu ermöglichen. Das haben wir aber vorher nicht besprochen. Deswegen komme ich jetzt zu den letzten Fragen, Lorie.

Torsten J. KoertingVorletzte Frage. Jetzt hast du uns erklärt, hier auflösen, Weg gehen, eigene Geschwindigkeit, guck, dass du Erfolge machst, dass du nicht in den Vergleich, na, na, na, na, na. Jetzt hat nicht jeder so einen Menschen wie dich in der Begleitung. Ja, und ich weiß, dass du natürlich auch grandiosen Mentoren in deinem Umfeld hast, aber was hält dich in der Umsetzung? Was hält dich auf dem Weg hin zu deinen Meilensteinen, zu deinen Zwischenerfolgen? Was hält dich auf dem Weg, dein Buch wirklich fertigzustellen? Weil ein Buch zu schreiben ist eine Idee, die eine krasse, ich habe auch ein paar Bücher geschrieben, und du ja mittlerweile auch krasse Umsetzungs-Power brauche, um es wirklich zum Ziel zu führen. Natürlich gibt es ein paar da draußen, die sagen, schreib dein Buch in drei Tagen, schreib dein Buch in vier Wochen. Ja, auch das sind Wege, die man sich eröffnen darf. Manchmal braucht es halt ein bisschen länger. Und das Buch ist jetzt nur ein Beispiel, auch, dass du auf der Greater-Bühne gewesen bist, hin zu den 120 Menschen, die du geführt hast. Auch da ist immer wieder ein Weg. Was sind deine Muster, was hält dich in der Umsetzung, wenn es mal hart ist? Was macht diese Perseverance, also dieses Durchdrücken bei dir aus, wenn du auch spürst, ja, es ist zwar geil, und es ist auch ein bisschen leicht, und ich will da unbedingt hin. Und dennoch ist der Weg auf den Mont Blanc einer, der auch mal, wo du mal ein paar Atemzüge mehr machen darfst, als du dir gewünscht hast.

Ja.

GastIch hatte mal vor einigen Monaten ein Gespräch mit einem echt geilen Typen, und der hat mal zu mir gesagt, was ist das Ende deiner Geschichte? Was willst du erzählen? Möchtest du erzählen, dass du mitten auf dem Weg gekniffen hast, und versagt hast, und dich zurückgezogen hast, oder möchtest du am Ende deiner Geschichte ein Happy End haben, von dem Menschen profitieren können? Und ja, es gibt Momente, und die sind nicht wenig. Ja, es gibt auch Momente, wo ich morgens aufwache und sage, ihr könnt mich alle mal, heute mal nicht. Ja, gibt es auch, natürlich. Aber du weißt, dass mein größter Wert Familie ist. Das ist mein größter Wert. Und ich werde immer wieder daran erinnert, wenn ich morgens aufstehe, die Treppe runterlaufe, und ein paar Minuten später meine Tochter die Treppe runterläuft. Und in dem Moment, wenn ich erlässe, in die Augen gucke, sage ich, ja nicht heute, nicht daran, wenn ich heute keine weitere Seite in meinem Buch schreibe, wenn ich heute nicht die Formate ins Leben hole, wenn ich heute kein Das und kein Dies mache, fehlt mir ein Tag in diesem Prozess.

GastUnd ich möchte nicht, um jetzt in den Schmerz zu gehen, ich möchte nicht irgendwann an dem Punkt sein, wo meine Tochter mich anguckt, DJ, und sagt, Papa, du hast dein Versprechen nicht wahrgemacht. Das möchte ich nicht. Und das ist das, was mich immer wieder, immer wieder motiviert, immer wieder aufzustehen, immer wieder. Und du weißt, am Anfang des Jahres gab es so eine Phase, wo ich echt kurz davor war, alles hinzuschmeißen. Und dann im nächsten Morgen stehe ich auf, Alessi kommt die Treppe runter, gerannt, springt mir in den Arm, knutscht mich überall ab und sagt, Papa, schön, dass du da bist. Und ich gucke es dir an und sage, hä, wo kommt das jetzt gerade her? Wo kommt das jetzt gerade her? Weißt du, wenn du es in erster Instanz nicht für dich tust, dann tust du die Menschen, die dich lieb haben und die auf dich vertrauen. Wenn dir das hilft, dich immer wieder aufzubauen, dich von innen heraus immer wieder, wie soll ich denn sagen, dich zu füllen, damit du Fülle weitergeben kannst. Und du es schon, vielleicht mal Tage hast, wo du es nicht für dich tust, dann erinnere dich daran, warum du losgelaufen bist.

Torsten J. KoertingErinnere dich daran, warum du losgelaufen bist. Erinnert mich gerade an ein Zitat von Simon Sinek aus den letzten Monaten. Ist er ja durchaus mal präsent in LinkedIn, Facebook und so weiter. Und ein kleines Videoschnipsel ging es da drum, was macht den außergewöhnlichen Lieder aus in der heutigen Zeit, in Zeiten von Corona, in Zeiten von Covid. Was ist das Element, was jetzt am bedeutsamsten ist? Und er hat reflektiert auf viele andere Charaktereigenschaften und Parameter und kam dann zu dem wahrlichen, zu dem wahrlichen Element. Und er sagte, you need courage. Courage is Mut. Ja, also Mut, den nächsten Schritt zu gehen, Mut, dich auf den Weg zu machen, Mut, Wege zu gehen, die vielleicht andere nicht gehen, Wege zu gehen, die gerade in Zeiten wie diesen außergewöhnlich, ungewöhnlich, unkohaft und auch unsicher sind. Und er sagte aber, dass die größte Herausforderung ist die, in the moments when your courage is not as present, also in den Momenten, wo der Mut von dem äußeren Umfeld nicht mehr spürbar ist. Ja, und du sagst, ey, nee, wie soll ich das denn jetzt noch? Sagt er, dann brauchst du Menschen in deinem Umfeld, die an dich glauben,

Torsten J. Koertingdie dir die Kraft geben und die Zuversicht, dass du auf dem richtigen Weg bist. Und die letzten fünf Minuten bei dir, Lorenzo, die werde ich mir noch ein paar Mal anhören, gerade in Zeiten, wo mich vielleicht der Mut verlässt, wo die Zeiten mal wieder hart werden und das Jahr 2020, glaube ich, hat uns alle geprägt, wo es mal wieder hart wird, sich den Menschen zuzuwenden und sich daran zu erinnern, wer in deinem Umfeld ist und an dich glaubt. Danke, Lorenzo. Letzte Frage. Lorenzo, what's next? Was sind die underpinning concepts für das Jahr 2021? Im Vorgespräch hast du mir genannt, deswegen komme ich drauf zu sprechen. Was steht, und kurze Antwort, weil wir sind zum Ende auch für dich, was gleich deinem nächsten Termin, was sind die, was sind die underpinning concepts für 2021? Was ist für dich, was steht für dich dieses Jahr?

GastIch glaube, so über den Deckmantel, Professionalisierung, Automatisierung, Skalierung, ja, also wesentlich mehr Bedeutsamkeit schaffen hier in deutschsprachigen Raum, um wesentlich mehr Menschen zu erreichen, damit die wieder mehr Bedeutung nach draußen bringen, positive Wirkung nachhaltig manifestieren. Das ist so für 2021 unsere Wichte.

Torsten J. KoertingUnd damit hast du im Jahr 2020 und mit deiner Lebensgeschichte, die du mit uns hier geteilt hast, vielen Dank dafür, auch für die Offenheit und für dein Vertrauen, Lorenzo, die Grundlagen geschaffen, dass jetzt die Zeit dafür ist, dem Ganzen noch ein Fundament zu geben, was deine Wirksamkeit nach außen nochmal deutlich großartiger werden lässt und du in der Lage bist, noch viel mehr Menschen zu inspirieren als diejenigen, die jetzt heute schon in deinem Kosmos sind und mehr Menschen zu erreichen und ihnen die Bedeutsamkeit zu schenken. Lorenzo, lieben Dank, dass du heute bei uns gewesen bist. Wo kann man dich finden? Wie wird man auf dich aufmerksam? Wir könnten jetzt deinen Nachnamen buchstabieren, aber wie kann man mit dir in Kontakt treten, Lohi?

GastJa, also ich glaube auch, einfach auf Google gehen, Lorenzo Schiwetter eingeben, Citrix, wieder Bertha, Emil, Doppeltier oder Anton. Ich nenne es jetzt einfach mal als Einladung. Ich schreibe es in die Shownotes. Aber ich glaube in die Shownotes. Einfach Google eingeben, Lorenzo Schiwetter. Ich glaube, die ersten 10, 15 Seiten sind voll. Seiten wohlgemerkt, nicht Eintricken, Seiten, ich sage es nochmal. Krass. Sind voll mit meinem Namen. Das hast du jetzt in den letzten Jahren auf die Welt gelebt. Du wirst wahrscheinlich das eine oder andere finden. Was Resonanz zu dir hat und alles andere, sage ich auch ganz bewusst, alles das, was keine Resonanz zu dir hat, einfach wegklicken und gar nicht mehr meinen Namen googeln, sondern einfach mal dir die anderen Menschen da draußen eingucken.

Torsten J. KoertingGroßartiger Impuls. Danke dafür und auch eine versteckte Resonanz. Das finde ich großartig bei dir. Auch hier in diesem Podcast ist es üblich, dass das letzte Wort dem Gast gehört. Und zwar ausschließlich. Wir haben viel über Botschaften gesprochen. Und zwar Botschaften, die du in die Welt trägst beziehungsweise die du ermöglichst, anderen Menschen in die Welt zu tragen. Und wir sind ja hier im Rahmen der Umsetzungsgiganten. Und du bist einer, der mit sehr viel Herz in die Umsetzung kommt, in der Umsetzung bleibt und andere Menschen darin inspiriert, in die Umsetzung zu kommen, indem sie selbst mal sich wieder selbstbewusst werden, ins Gefühl kommen, um daraus die wahre intrinsische Motivation zu ermöglichen. Was ist dein letztes Wort? Was ist deine Botschaft an die Zuhörerinnen und Zuhörer hier? Danke schön für die Einladung.

GastMach dein Leben zu deinem Lieblingssong und du wirst jeden Tag tanzen und singen. Und sobald du diesen Lieblingssong tanzt und singst, lad alle Menschen ein, die mit ihrem Lieblingssong gemeinsam mit Party feiern. Ich glaube, und dann werden wir diesen ganzen Rotz, den wir haben, der wird gar keine Daseinsberechtigung mehr haben. Also mach dein Leben zu deinem Lieblingssong und du wirst jeden Tag tanzen und singen.

Untertitelung des ZDF für funk, 2017