Deep Dive mit Torsten Koerting — Folge 010 Was hat der Krankheitsverlauf von Krebs mit Corona gemeinsam - Christian Schreiner 2020-03-22 Automatisch transkribiert (whisper.cpp, large-v3-turbo). Nicht redigiert — Fehler sind möglich. Sprecher automatisch getrennt (pyannote). Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. Quelle: https://torstenkoerting.com/podcast/010-was-hat-der-krankheitsverlauf-von-krebs-mit-corona-gemeinsam-christian ======================================================================== Torsten J. Koerting: Hallo und ein herzliches Willkommen zum Gamechanger Podcast. Der Podcast für deinen Erfolg. Mit wirksamen Impulsen, spannenden Inspirationen, erkenntnisreichen Interviews und persönlichen Gamechangern, die dich in die Umsetzung bringen. Und das Ganze von und mit Torsten Koerting. Der heutige Podcast ist eine Sonderfolge. Eine Sonderfolge aus aktuellem Anlass, nämlich der Corona-Krise. Und zwar aus der Inspiration heraus, dass ich heute Christian Schreiner bei mir zu Besuch hatte, der sein Herzensthema, nämlich Menschen, die mit einer schweren Krankheit diagnostiziert wurden, auf ihrem Weg zu begleiten. Und zwar nicht nur die, die davon betroffen sind, sondern auch die Beteiligten, nämlich der Partner, die Familie, das enge Umfeld, der Freundeskreis und alle, die sonst in diesem Umfeld der Person stehen. Und Christian war heute hier den ganzen Tag. Wir haben sein Thema strukturiert. Wir sind durch die einzelnen Elemente, durch seine Erfahrungen hindurchgegangen, als auch die Inspirationen, die er ganz wunderbar im Innen, im Außen und dann mit einem SIK-Modell reflektiert hat, nämlich Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und Klarheit. Und was uns dort im Rahmen dieses Hörbuches klar geworden ist, dass es große Parallelen gibt zwischen dem Krankheitsverlauf von Krebs und anderen schweren Krankheiten und dem Verlauf von Corona, und zwar derjenigen, die mit Corona diagnostiziert wurden oder werden und die dann möglicherweise ärztliche Behandlung am Lungengerät oder in anderen Konstellationen benötigen. Und das hat uns dazu bewogen, ein Sonderkapitel aufzunehmen, ein Sonderkapitel, was die wesentlichen Bereiche zusammenfasst des dreistündigen Hörbuchs und dort in einer Stunde komprimiert in den Kontext von Corona stellt. Und das möchte ich heute zugänglich machen, das möchte ich heute mit euch teilen und nicht nur den Inhalt, sondern diesen ganz besonderen Menschen, der mit einer Leidenschaft und einem großen Herz ausgestattet ist. Und dieser Mensch heißt Christian Schreiner und ich darf euch jetzt diese Podcast-Folge nahe bringen. Viel Spaß damit, tolle Erkenntnisse und eine Podcast-Folge die Mut macht. Bis dahin, euer Torsten. Torsten J. Koerting: Ja, lieber Christian, wir sitzen jetzt hier seit ungefähr vier Stunden bei mir im Keller und haben ein grandioses Hörbuch aufgenommen, welches du im Arbeitstitel nennst, Raus aus der Überforderung und Vertrau dir und deinem Leben. Du bist ein Mensch, den ich in den letzten Stunden, aber auch in den letzten Tagen und Wochen kennenlernen durfte als jemand, der sehr empathisch ist, mit einem grandiosen Riesenherz ausgestattet, der eine sehr bewegende Lebensgeschichte hinter sich hat. Und zwar nicht, weil du der Betroffene gewesen bist, sondern maßgeblich auch der Beteiligte, nämlich deine Frau, die durch eine Krebsdiagnose sowohl dich als auch ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt hat. Und dieses Hörbuch ganz wesentliche Elemente aufgreift, nämlich deine Geschichte, das, was dich aktuell antreibt, nämlich andere Menschen zu inspirieren, zu bereichern und zu begleiten auf ihrem Weg einer potenziellen Überforderung, die durch solch ein einschneidendes Erlebnis hervorgerufen wurde, als auch die Bereiche im Innen und im Außen, die es immer wieder im Blick zu halten gibt. Das heißt, die sieben Phasen der Erkenntnisse, wie wir es genannt haben, das heißt, die Phasen, die entstehen oder die du durchleben darfst im Rahmen eines solchen Krankheitsbildes und natürlich auch ein ganz spezielles Modell, was du mitgebracht hast, das SEK-Modell, was steht für Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und Klarheit. Und wir uns dazu entschieden haben, heute einen Sonderkapitel aufzunehmen und das erste Mal auch das ganze live in Facebook ins Internet zu übertragen, weil die aktuelle Situation in Deutschland und in der Welt durchaus eine Situation ist, wo es eine Schnittmenge gibt zwischen dem, was du vor einigen Jahren erleben durftest, erlebt hast. Und den Impulsen, die wir jetzt in den letzten vier Stunden hier reflektiert haben, durchaus einen Impact hat, eine Wirksamkeit hat und Erkenntnisse hervorbringt, die uns im Rahmen von Corona sicherlich die ein oder andere Erkenntnis zuteilwerden lässt, die uns möglicherweise wirksamer und auch ganz anders diese Phase durchleben lässt. Ich darf erstmal sagen, herzlich willkommen, lieber Christian und auch willkommen dafür, danke dafür, dass wir dieses Sonderkapitel für dein Hörbuch, was wir gerade fertiggestellt haben, hiermit ergänzen. Vielleicht erstmal ein paar einleitende Worte zu dir, wer bist du, was treibt dich um, was ist deine Vergangenheit? Gib uns mal einen kurzen Blick darauf, wer du bist, damit die Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich jetzt nur dieses Sonderkapitel zugänglich machen, die jetzt vielleicht im Facebook sind, dich auch nochmal kennenlernen dürfen, lieber Christian. Gast: Ja, vielen Dank, Torsten. Ja, ich bin Christian, ich habe irgendwo so ein ganz, ganz normales Leben gehabt, bin jetzt mittlerweile fast 20 Jahre mit meiner Frau zusammen, ich bin darunter 15 Jahre verheiratet. Und irgendwo so vor fast sieben Jahren, wie du es angerissen hast, ein doch prägsames Ereignis, meine Frau ist irgendwo so am Pfingsten 2013 von einer Vorsorguntersuchung nach Hause gekommen und es wurde was abgetastet. Und über, sagen wir mal, vier prägsame Tage der Unsicherheit wurde letztendlich dann nach Pfingsten 2013 Brustkrebs diagnostiziert. Und diese Diagnose hat uns natürlich den Boden unter den Füßen weh gezogen, also vor allem bei meiner Frau, auch bei mir. Ja, und irgendwo hat sich das dann über die Jahre einfach so eingependelt. Ich bin heute dankbar, dass wir die Situation irgendwie überstanden haben, mit ganz vielen Learnings, mit ganz viel Reflexion. Und ich die Entscheidung getroffen habe, mit dem Wissen, was ich die letzten sieben Jahre quasi mitgenommen habe, die ganz, ganz große Learnings, möchte ich natürlich auch Leuten helfen, aus so einer Überforderungssituation rauszukommen. Torsten J. Koerting: Und vielleicht mal, danke Christian, diesen magischen Moment, der sich ja Pfingsten 2013 auch ereignet hat. Dieser magische Moment, wo du die Entscheidung getroffen hast, diese Geschichte nicht nur für sich stehen zu lassen. Nicht nur für mich nicht nur für mich, nicht nur für mich, sondern für mich, dass diese Erfahrung, die ihr gemeinsam jetzt schon seit einigen Jahren hinter euch liegend gemacht habt, diese Erfahrung zu nutzen und nach außen zu bringen und andere Menschen auf diesem Weg zu begleiten, andere Menschen zu inspirieren, die in ähnlichen Situationen sein werden oder sind, wie ihr sie damals durchlebt habt. Und was war dieser magische Moment, Christian? Gast: Der magische Moment war eigentlich definitiv die Diagnoseverkündung. Es ist so, du bist in einer Situation, die für dich neu ist, die ist extrem, das ist mit Ängsten verbunden und letztendlich, ach, so noch, du weißt nicht, wie es weitergeht. Das ist ein Moment, der zieht dir den Boden unter den Füßen weg. Du bist überfordert und dementsprechend bist du überhaupt nicht handlungsfähig. Und um in die Handlungsfähigkeit wieder zu kommen, das war so mein allergrößtes Learning, zu sagen, wie komme ich denn in so einer extrem krassen Situation wieder in die Handlungsfähigkeit. Sondern das ist auch der Grund, warum ich heute auch hier bin, weil ich zukünftig noch stärker die Überforderungssituation nutzen möchte, sozusagen um Menschen zu helfen, die einfach in so einer krassen Situation gerade sind. Torsten J. Koerting: Und was uns ja dazu bewegt hat, nicht nur dieses Hörbuch aufzunehmen, sondern dieses Sonderkapitel, dieses für sich stehende, was erlebst du gerade in der Welt dort draußen? Wir schreiben den 19. März 2020. Wir haben in Deutschland 12.000, nach Stand heute Morgen 8 Uhr, 12.000 Corona-Infizierte. Heute gestern Abend hat die Bundeskanzlerin eine sehr bewegende, aber auch eine sehr klare, bedeutsame Rede gehalten, eine Rede an die Nation gerichtet. Was erlebst du gerade in der Welt und was macht das mit dir im Kontext dessen, was du vor sieben Jahren erleben musstest? Gast: Also ich entnehme derzeit natürlich eine krasse Ausnahmesituation. So eine Situation, jetzt auch gestern Abend mit der Ansprache, haben wir meines Erachtens schon ewig nicht mehr gehabt. Das ist eine extreme Situation, die auch extreme Maßnahmen momentan gerade nach sich ziehen. Also in Nachbarländern ist schon die Ausgangssperre, wir sind so weit noch nicht. Aber die einschneidenden Maßnahmen sind für uns momentan ja überall spürbar. Und das ist, finde ich, eine krasse Situation. Und auf der einen Seite haben wir die viele Informationsflut. Und auf der anderen Seite, was das mit uns macht und was es mit mir macht, das ist, ich sehe irgendwo Parallele. Ich sehe Parallele derzeit zu der Situation, was vor sieben Jahren da passiert ist. Und die Aktualität holt uns da auf jeden Fall und vor allem jetzt auch mich ein. Torsten J. Koerting: Erlebst du diese Situation im Großen in der Welt und in Deutschland, vielleicht im etwas Kleineren? Welche Verwandtheit, welche Schnittmenge siehst du da in dem großen Kontext Corona zu dem, was du damals in der Krebsdiagnose erleben musstest, gemeinsam mit deiner Frau? Gast: Also ich sehe, ich sehe doch schon eine unheimliche Schnittmenge. Ich würde es jetzt mal teilen zwischen dem, was außen passiert und dem, was innen passiert. Und der Punkt, der für uns unheimlich spürbar ist, das ist das Mediale, also ich spreche gerade jetzt gestern Abend, und Frau Merkel, das ist die Informationsflut, das ist auch die Informationsverbreitung. Und mittlerweile muss man leider auch schon feststellen, dass die ersten Fake News oder zumindest extreme Warnungen bei Fake News sind. Und das führt mich an einen Punkt zurück, wo ich dann sage, okay, ich war vor sieben Jahren auch an einem Punkt, da hatte ich überhaupt keine Informationen, auch als Partner nicht, also weder jetzt über die Krankheiten, weil man sich damit nicht beschäftigt, noch über die Informationen, wie man beispielsweise als Angehöriger in der Situation helfen kann. Und da ist es natürlich auch ratsam, auf der einen Seite mal einen kühlen Kopf zu bewahren, vielleicht auch so ein bisschen den gesunden Menschenverstand, sind wirklich die Quellen, die jetzt derzeit überall medial sichtbar sind, wirklich die Quellen, die vertrauenswürdig sind, um einfach hier gewisse Rückschlüsse zu ziehen. Und der andere Punkt ist natürlich, was im Inneren mit uns passiert. Das ist eine Situation, die ja sehr viel Unsicherheit mit sich bringt. Wie geht es weiter? Also können wir schon absehen, wie es weitergeht? Und es ist für mich also wahrnehmbar, es ist zum Teil Angst. Die Angst spiegelt sich dann vielleicht auch in mancher Tätigkeit, wie alle rennen zum Supermarkt, alle rennen das Gleiche und dass dann Grundversorgung überhaupt ausgesprochen werden muss. Das ist vielleicht Angst, das ist vielleicht auch Panik und das ist auf jeden Fall vergleichbar mit der Situation damals. Torsten J. Koerting: Halt damals, was ihr im Kleinen erlebt habt, was wir jetzt im Großen erleben. Was ich halt wahrnehme, ist, dass diese Einschläge, die kommen näher. Weißt du, wir kommen ja, wir wohnen in Hessen, wir sind jetzt auch gerade hier in Hessen. Vor ein paar Tagen waren es 200 Infizierte, natürlich nur die offizielle Zahl. Jetzt sind es deutlich über 600, wenn nicht schon 700 oder 800, die allein in Hessen infiziert sind. Und was früher, also vor einigen Tagen darf man sagen, Einschläge waren, also Corona-Infizierte, die man kannte, ja, aus der Presse vielleicht, ja, Herr Merz oder Jim Özdemir heute, als die, die bekannten Beispiele oder mit, mit Tom Hanks als einem der Schauspieler, der ja einer der Ersten gewesen ist, die wir wahrnehmen durften als jemand, der, glaube ich, in Australien oder Neuseeland jetzt in Quarantäne sitzt, wenn ich es richtig entsinne. Da waren das, das war noch so weit weg. Und jetzt kommen die Einschläge immer näher. Wir hatten vor einer Woche hier in Bad Homburg den ersten Fall und mittlerweile gibt es Fälle von Menschen, die wir kennen, in deren Umfeld. So, und das macht einen natürlich irgendwie auch immer mehr zu einem Beteiligten und möglicherweise auch zu jemanden, der bald betroffen sein wird. Weil möglicherweise im nahen Freundeskreis oder im Familienkreis diejenigen, die jetzt hier mit mir auch gemeinsam im Haus sind, meine Frau und meine zwei Kinder, kommen diese Einschläge näher. Und auch das wird möglicherweise dann ein einschneidendes Erlebnis sein. Wenn wir überlegen, dass in Deutschland man davon ausgeht, dass bis zu 45 Millionen sich an Corona infizieren werden, dass in den in der nächsten Zeit, also in den nächsten Monaten, aber Tausende intensiv behandelt werden müssen. Und das natürlich auch vergleichbar ist, wenn ich das von außen betrachte, was jetzt Corona gerade mit mir macht und was ich bei dir jetzt hören durfte in den letzten Stunden, dass natürlich da ist eine gewisse Verwandtheit gibt. Im Sinne von, wow, einschneidendes Erlebnis, lebensverändernd möglicherweise und dadurch auch dieses Krankheitsbild und die Phasen, die du durchgemacht hast, jetzt übertragen werden können und dürfen und möglicherweise auch müssen auf das eigene Leben. In dem Hörbuch sind wir auf sieben Phasen eingegangen, sieben Phasen der Erkenntnis, weil jede Phase auch eine Erkenntnis im Ursprung hat und eine Erkenntnis im Kern hat. Und vielleicht, Christian, führst du uns mal durch die Phasen dieser Erkenntnis, diese sieben Phasen, auch gerne am Beispiel deiner eigenen Geschichte, weil wir dadurch auch die Analogie ziehen können zu das, was wir möglicherweise gerade erleben oder erleben werden, Christian. Gast: Ja, sehr gerne. Also die erste Phase, das ist so das, was man eigentlich im Hirn jetzt, das ist so happy life, es geht jedem gut, wir haben unseren Alltag, jeder hat seine kleine Herausforderungen, aber letztendlich sind wir hier und alles ist gut. Happy life. Ja, das kann sich, wie wir jetzt auch schon angesprochen haben, in die Phase 2, in diesem Einschlag relativ schnell, also vor allem, ach, völlig unerwartet, ohne Vorbereitung kann einen das treffen. Das heißt, wie das bei uns eigentlich war, Routineuntersuchung und dann, auch bei Ihnen ist irgendwas, was in dem Moment noch gar nicht so richtig zu greifen war, weil es kann in dem Moment alles sein, aber natürlich schon eine unheimliche Unsicherheit mit sich führt. Und bei uns waren es immerhin jetzt vier Tage, um überhaupt festzustellen, was ist es denn überhaupt. Und dann kommen wir natürlich dann in die Phase 3, dass man dann sagt, so, das ist jetzt die Diagnose. Und das war bei uns natürlich das Thema Brustkrebs. Und das ist der Moment, der eigentlich immer noch so am prägnantsten war, ach, jetzt sieben Jahre rückblickend, in dem Moment, wo die Ärztin dieses Wort bösartig ausspricht, in dem Moment, ja, gehst du durch die Hölle. Und das ist so wie Ohnmacht. Und dann stehst du eigentlich da und meine Frau neben mir dran, ist sofort ihrem Mundrein ausgebrochen, war total fix und fertig. Und das ist ja, das ist der richtige krasse Moment. Und ja, dann geht es halt um die Phase 4, Phase 4 ist dann natürlich auch, wie geht es jetzt in der Situation weiter? Wie wird es behandelt? Was sind denn die Behandlungsmaßnahmen? Wie intensiv ist es beispielsweise bei uns? Sehr, sehr aggressiv. Das heißt, diese fertige Umsetzung der Maßnahmen war an vorderster Front gestanden. Das heißt, alle Termine, alle Maßnahmen sind auf eine ganz, ganz schnelle Umsetzung quasi ausgerichtet gewesen. Und das hat sich immerhin über einen Zeitraum von einem halben Jahr letztendlich dann gestreckt. Gehst du schon später in die Phase 5, da ist es ein bisschen abgeebbt. Du hast viele Up und Downs gehabt, aber irgendwo ist ein Zeitpunkt da, da sind vielleicht auch noch Maßnahmen getroffen worden, die beispielsweise mit einer Operation beendet wurden. Und dann geht es schon ein bisschen in die Reha rein, wo man dann natürlich auch ganz andere Aspekte noch Rolle spielt. Da ist viel mehr, ja, das Leben ist da schon ein Tick leichter geworden, wenn du aus dieser Talsohle dann raus bist. Und, ja, irgendwann hast du wieder deinen Alltag und aber natürlich die Vorsorge. Und wie geht man mit dem Thema um, gerade wenn junge Leute das trifft, ist natürlich eine relativ straffe Taktung von Überprüfungen notwendig, die immer wieder vielleicht Ängste hervorrufen, was bedeutet jetzt diese Untersuchung, ist es alles okay oder wir gehen wieder auf Anfang. Und das ist auch natürlich relativ einschneidend, aber das ist im Endeffekt vor dem Termin. Da hast du schon eine Leichtigkeit wieder erreicht. Ja, und der Abschluss ist es natürlich dann der Status Quo, den Status Quo, den wir erreicht haben, jetzt mit dem Thema Krebs eine Leichtigkeit gefunden zu haben, um unseren Alltag zu meistern und natürlich auch jetzt über so Sachen sprechen zu können. Torsten J. Koerting: Danke erstmal für diese Einblicke im Rahmen deiner persönlichen Geschichte und die daraus abgeleiteten sieben Phasen der Erkenntnis. Und wie ich versucht habe eben zu vermitteln, sind wir ja in den Bereichen dieser Diagnose, also sprich des Einschlags und der Diagnose am Nächsten. Sprich im Kontext von Corona werden die Einschläge kommen näher und es wird den Moment geben, wo jemand aus unserem engen Umfeld beziehungsweise aus unserer Familie möglicherweise diesen Einschlag hat, diese lebensverändernde Erkenntnis. Ich habe Corona beziehungsweise sogar so lebensverändernd, dass ich zu einer Risikogruppe gehöre, beziehungsweise die Symptome so stark ausgeprägt werden, dass daraus dann auch eine Diagnose und Behandlung stattfinden muss, die möglicherweise deutlich intensiver ist, als wir es aktuell antizipieren. Diese Schnittmenge und diese Phasen sehen wir ja als etwas, was sich durchaus deckt im Rahmen von einer Krebsdiagnose und dessen, was du dann im Anschluss durchmachen darfst und das, was möglicherweise mit Corona auch auf uns zukommt. Was sind für dich diese drei wesentlichen Bausteine, die wir jetzt auch im Kontext des Hörbuches demaskiert haben, nämlich im Innen der Kontext der emotionalen Unterstützung, die vielleicht die Betroffenen als auch die Beteiligten benötigen, beziehungsweise die Entlastung für Angehörige, wenn solch ein Fall eintritt. Nimm uns da mal mit auf die Reise und geh mal speziell auch darauf ein, wo du die Analogien siehst, die Schnittmengen jetzt hinein in das, was in Corona sicherlich kommen wird, wo wir alle hoffen, dass der Kelch an der einen oder anderen Stelle an uns vorüber geht. Aber ihr ja auch damals geglaubt habt, 2013, wie soll das denn jemals uns treffen und warum jetzt wir? Gast: Ja, das ist natürlich schon so, dass gerade, wenn wir jetzt den Bereich nehmen, den du angesprochen hast, mit der emotionalen Unterstützung, das ist natürlich schon relativ einschneidend. Weil diese Wucht, die jemanden trifft, wenn er die Diagnose erhält, Krebs oder Corona, ist schon so einwirkend in die Persönlichkeit, die im ersten Moment im Tunnelblick ist. Die Fragen stellen sich immer, warum kriege ich das? Also der Betroffene ist eigentlich momentan im ersten Moment in seiner Welt. Deswegen ist es eigentlich so wichtig, dass die Begleitung, also sprich jetzt die Angehörigen, eigentlich einen klaren Kopf behalten. Und vor allem auch viel, was die eigene Person trifft, dann auch beherzigen. Da geht es beispielsweise natürlich auch darum, die Leute zu unterstützen. Da geht es um Themen wie Kommunikation. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt und Stellschrauber in dem ganzen Thema. Auch dem Betroffenen zu übermitteln, wie geht es denn mir eigentlich? Wir sprechen da über Kommunikation, über Ängste. Wir wissen alle, dass das ein einfaches Thema ist, über seine eigene Angst zu sprechen. Aber letztendlich ist es ein Thema, wo man auch mal hinschauen muss. Auch wenn es schmerzhaft ist. Du hast vielleicht in dem Moment Angst, die Person vielleicht zu verlieren. Weil das so gravierend ist, der Verlauf, dass man einfach zu diesem Zeitpunkt nicht weiß. Und da ist es natürlich auch angebracht, mal zu schauen, okay, wie ist es denn wirklich mit der Angst? Und da habe ich die Erfahrung gemacht bei meinem Thema, da einfach mal hinzuschauen und auch einfach zu vertrauen, Gast: dass die Situation gemeistert werden kann. Ich finde es unheimlich wichtig, dass nicht nur bei dem Betroffenen dieses Vertrauen da ist, sondern auch bei dem Beteiligten, Familie, Umfeld, dass die Situation gemeistert werden kann. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ja, und dann ansonsten, klar, so Empathie, wir haben auch drüber gesprochen die ganze Zeit. Einfach es an sich ranlassen und nicht sagen, ich bin da überhaupt nicht davon betroffen. Das ist schon ein wichtiger Punkt. Torsten J. Koerting: Also nicht das Abwenden mit mir hat das ohnehin nichts zu tun, sondern gerade jetzt, wo die Einschläge näher kommen, das auch anzunehmen, ohne jetzt die Angst in den Vordergrund zu schieben, aber es anzunehmen, zu reflektieren und zu überprüfen, was wir selbst tun können, uns auf diesem Weg zu begleiten. Absolut, ja. Du hast aber auch neben der emotionalen Unterstützung im Innen natürlich auch die Entlastung der Angehörigen. Wo siehst du das speziell kommen und wo wird das im Kontext von Corona eine wesentliche Rolle spielen aus deiner Sicht und aus deiner Perspektive? Gast: Ich denke, dass der wesentliche Teil natürlich hier auch ist, Entlastungssituationen zu identifizieren und auch anzunehmen. Auch die Bereitschaft dafür, nicht nur ich helfe immer anderen, sondern dass ich auch bereit bin, diese Hilfe anzunehmen. Beispielsweise Quarantäne, Isolation etc. Ich bin plötzlich auf das Außen angewiesen, vielleicht nicht im näheren Umfeld, aber plötzlich vielleicht auf Nachbarn, auf irgendwelche Dienste sozusagen. Und dann ist es halt ganz wichtig, dass ich das Bewusstsein habe, die Unterstützungsangebote beispielsweise in dem Sinn auch anzunehmen, um mich in der Situation auch zu entlasten. Das finde ich zum Beispiel auch ganz wichtig. Wobei man da ja schon Bewegungen momentan mit Nachbarschaftszene von sowas auch schon erkennen. Torsten J. Koerting: Wie glaubst du, dass wir speziell im Innen unser Mindset, unsere Einstellung, unsere Geisteshaltung zu dem, was da draußen gerade passiert, adjustieren können und verändern können hin von dem Negativen, von dem Schock, von der Angst, die du auch eben angesprochen hast, hin zu etwas, was uns sich einlassen lässt auf diese Situation und möglicherweise auch diese Chance, die ja jetzt langsam auch in den sozialen Medien schon durchdringt, also die Chance, die uns das ermöglicht, diese Krise und diese Situation, die ja gerade erst am Anfang befindlich ist, zu durchstehen beziehungsweise auch als Chance zu betrachten, dass wir gestärkt hinten rausgehen? Gast: Also ich denke, dass gerade durch die sozialen Medien momentan sich herauskristallisiert, dass das Wort Verantwortung wieder ein bisschen mehr zum Tragen kommt. Vor allem die Eigenverantwortung. Jetzt in der Phase, die wir gestern Abend auch durch Frau Merkel nochmal sehr eindringlich aufgezeigt bekommen haben, dass jeder auch diese Verantwortung für sich auch wahrnimmt. Also nicht die sogenannten Corona-Partys oder keine Ahnung, aber das ist ein wichtiger Aspekt. Also einfach mal zu schauen, was kann ich auch dafür tun, um letztendlich meinen Beitrag zu leisten, dass sowas nicht passiert. Was kann ich dazu beitragen und diese Verantwortung anzunehmen? Ich bin jetzt in meinem öffentlichen und privaten Leben vielleicht momentan eingeschränkt. Aber nur, wenn ich das für mich auch erkenne und dann vielleicht irgendwelche egoistische Maßnahmen unterlasse, vielleicht dazu beitrage, dann anderen zu helfen. Und das finde ich ein ganz, ganz wichtiger Aspekt. Natürlich auch noch das Selbstvertrauen dazu, dass wir, jeder für sich, die Situation meistern und in den Griff kriegen. Torsten J. Koerting: Also gerade auch, was ja aktuell der Hauptfokus ist, diese Kurve der Infizierten abflachen zu lassen, sodass wir nicht exponentiell nach oben gehen und diesen Kerzeneffekt aktuell haben und wir jetzt in den nächsten Tagen erleben dürfen, ob dieser Effekt eintritt, sondern darüber zu schauen, dass wir alles dafür tun, dass das Ziel, was aktuell im Fokus steht, nämlich diese Kurve abzuflachen, auch erreicht wird. Und sicherlich werden sich die Ziele ja verändern, wenn jetzt diese Kurve abflacht und die Einschläge nicht mehr nur näher kommen, sondern auch in unserem Umfeld passieren, Diagnosen in Richtung Corona, auch in unseren Freundeskreisen und in unserer Familie sicherlich vorkommen werden. Ich glaube, da darf sich jeder drauf einstellen. Auch dann dieses Mindset, wie gehe ich damit um, ein entscheidendes ist. Was kannst du an Impulsen mitgeben im Innen, wenn wir jetzt mal ein, zwei, drei, vielleicht auch vier Wochen vorausdenken und dann die Kurve vielleicht am abflachen ist und die Einschläge näher kommen bzw. da sind? Gast: Ich denke einfach das Vertrauen, dass wir aus der Situation wieder gestärkt rausgehen, dass auch dieser Einschlag eine Chance bietet, ach, wenn man das momentan noch nicht greifen kann, aber eine Chance bietet, was zu verändern. Einfach das Mindset, dass diese Krise Türe öffnet, die man momentan noch gar nicht sieht. Und ich finde, das ist mit dieser Krise eine unheimische Chance, auch was zu verändern. Und das finde ich eigentlich auch wertvoll, wenn man das vielleicht momentan gar nicht spürt. Aber das ist auch eine Parallele. Durch die Diagnose, jetzt durch die Krise, öffnen sich Türe. Ich denke, das wird uns stärker rausbringen. Torsten J. Koerting: Also dieser Glaubenssatz, die Dinge passieren für uns, auch zu integrieren, anzunehmen und zwar aus Menschen, die Erfahrungen gemacht haben, wie du und deine Frau sie hinter sich haben bzw. die Menschen, die du in den letzten Monaten und Jahren begleiten durftest auf diesem Weg, die, wie du vorhin reflektiert hast, viele in der Rückbetrachtung feststellen, Mensch, das hat unser Leben massiv verändert. Wir sind durch diese Phase durch, der Krebs ist besiegt, HIV ist nicht durchgebrochen und andere einschlagende Erlebnisse, die du ja begleiten durftest. Und wir sind gestärkt daraus hervorgegangen. Das Happy Life, was wir vorher geführt haben, ist ein noch viel happierer Life, als wir jemals für möglich gehalten hatten, weil wir viel bewusster leben. Gast: Absolut, absolut. Also diese Chance, durch die momentane Situation total gestärkt rauszugehen, diese innere und dann diese äußere Stärke einfach zu nutzen für die Aufgaben, für die Herausforderungen, die wir ja jetzt durch diese Krise danach tatsächlich haben. Torsten J. Koerting: Also wir haben über das Innen gesprochen, über die emotionale Unterstützung, Empathie, Mut, das ganze Thema der Kommunikation, die dort eine Rolle spielt, Rituale und Muster und Routinen und möglicherweise auch die kleinen erreichbaren Ziele, die wir uns jetzt hier in der häuslichen Anführungszeichen Quarantäne zugänglich machen dürfen, aber auch über die Entlastung der Angehörigen in einer jetzigen Phase, als auch vielleicht dann später der Nachbarn und anderen, die Hilfe brauchen und Unterstützung brauchen und das Ganze mit einem sehr, wie darf ich das sagen, konstruktiven, zukunftschancengerichteten Mindset anzureichern und rauszugehen aus der Ecke, wo wir vielleicht jetzt noch heulen, aus dieser Schockstarre, aus dem Kampf- und Fluchtmodus in etwas, was ein Aktionsmodus ist, der zukunftsgerichtet ist. Wenn wir jetzt darauf schauen, was im Außen passiert. Im Außen hast du ja zwei wesentliche Elemente, zum einen das ganze Thema der Information als auch des Alltages. Wenn wir jetzt mal auf Information schauen, können wir ja täglich erleben, wie die Informationsflut deutlich zunimmt. Was hast du damals, als du dir Informationen über Krebs, über Behandlungsformen, über Krebsformen, über Rehabilitationsvorgehensweisen zugänglich machen musstest? Was kannst du daraus ableiten, was jetzt für Menschen, die im Kontext von Corona auch mit Informationsflut massiv, ja, ich will nicht sagen beeinträchtigt, aber überschüttet werden und sich aus dieser ganzen Informationsflut das rausziehen dürfen, was für sie vielleicht eine Erkenntnis bringt, beziehungsweise eine Relevanz ist? Was kannst du diesen Menschen mitgeben? Gast: Ich denke, ein gesunder Menschenverstand im ersten Sinne waldet zu lassen, ich denke, das ist das A und O. Das heißt, ach, vertrauenswürdige Quelle. Das ist klar, dass wir gerade durch die sozialen Medien momentan echt zugeschüttet werden, bombardiert werden, natürlich, ach, wenn wir schon festgestanden haben, vielleicht die ein oder andere Falschmeldung. Aber dass tatsächlich, ach, die Meldungen sich von Tag zu Tag verändern. Und da ist es aus meiner Sicht unheimlich wichtig, vertrauenswürdige Quelle heranzuziehen. Und das ist eigentlich jetzt im aktuellen Fall gar nicht so schwierig, weil über die Bundesregierung, über sämtliche Gesundheitsministerien der Bundesländer, über RKI, ich glaube, also allein die Seiten, die haben schon so viel Substanz drin, so viel Handlungsanweisungen, Richtlinien und ach, ja, für den Hintergrund, dass das schon ausreicht, um sich irgendwo so zu versorgen. Und dann gibt es natürlich nach einer ganz anderen Stelle, dass, ach, im örtlichen Bereich, egal ob jetzt Stadtverwaltung, alles, was im öffentlichen Bereich notwendig ist, derzeit schon massiv in die Informationsverbreitung reingeht. Und das sind aus meiner Sicht die Quelle, die jetzt tatsächlich auch heranzuziehen sind. Torsten J. Koerting: Du hast damals in dem, also damals, vorhin in dem Interview und zu dem Hörbuch gesagt, dass man sich auch schützen darf und schützen muss vor Informationen, die für einen selber toxisch sind. Vielleicht im Internetkontext würde man heute sagen Fake News. Wie hast du dich damals geschützt und wie lässt sich das übertragen auf das, was wir heute als Gesellschaft durchmachen dürfen im Rahmen der Kommunikationsflut im Kontext von Corona? Gast: Ich denke, zum einen ist es wichtig, dass man eine gewisse Schutzzone einfach aufbaut. Was ist jetzt an dem Thema, an der Diagnose individuell? Das heißt also, was ist individuell an dem Fall? Und wo haben wir die Abgrenzungen zur Pauschalisierung? Ich denke, das ist ganz wichtig, dass man hier vielleicht einen kühlen Kopf bewahrt, um einfach mal zu erkennen, dass nicht jedes Detail, was momentan vielleicht pauschalisiert oder verallgemeinert wird, auf den Betreffenden zutrifft. Das sind individuelle Faktoren, das Alter beispielsweise, was wir jetzt haben. Also auch die schützenswerte Zielgruppe, die unterscheidet sich ja auch. Und ich finde, dass ein gewisser Abstand von vielen Außeneinflüssen recht gut tut, um einfach mal sich vor diesem massiven Einfluss ein bisschen zu schützen. Torsten J. Koerting: Was ist dein konkreter Tipp? Einfach nicht mehr auf die einschlägigen Nachrichtenseites zu gehen, die Tagesschau zu meiden und die Tagesthemen nicht mehr zu gucken? Oder wie schützt du dich da ganz konkret? Gast: Ich denke, das ist ein gesundes Mittelmaß der Informationszufuhr. Ich denke, dass wir nicht drumherum kommen, uns im Internet diese Informationen zu holen. Es ist natürlich schon so, dass diese Zunahme natürlich dazu führen, dass über diese Masse an Informationen irgendwann die Verarbeitung unsererseits ja gar nicht mehr gewährleistet werden kann. Und da ist vielleicht eine gewisse Einschränkung, was an Aufnahmeinformationen jetzt gerade aktuell passiert, vielleicht gar nicht so verkehrt. Einfach mal einen gewissen Abstand dazu aufzubauen. Finde ich extrem wichtig. Torsten J. Koerting: Jetzt sind ja ganz viele Experten, die wir vorher gar nicht kannten. Im Rahmen von Corona kommen da wie Pilze aus dem Boden geschossen. Jeder möchte seinen Beitrag dazu leisten, uns zu informieren, ausgewogen zu informieren, umfänglich zu informieren, klar zu informieren. Du hast vorhin auch darüber gesprochen, die Experten zugänglich zu machen und zwar aktiv. Gerade im Rahmen der Krebsdiagnose ist das ja ganz entscheidend, sich nicht nur auf redaktionelle Beiträge von windigen Internetportalen, die SEO-mäßig hoch ranken, würde man sagen, im Google-Sprachgebrauch, sondern sich auch selbst ein Bild zu machen durch die Menschen, die einem empfohlen werden, die einem einen guten Rat geben können, die eine Erfahrung gesammelt haben oder auch Menschen, die darin ausgebildet wurden, dieses Krankheitsbild zu reflektieren. Was würdest du uns und den Menschen mitgeben, welche Experten wir uns aktiv zugänglich machen und nicht durch passives Internetsurfen? Gast: Ich denke schon, dass dieses, beispielsweise das Robert-Koch-Institut, die absolute verlässliche Quelle ist. Es wird unabhängig davon im Unternehmenskontext derzeit, wenn diskutiert wird, was mache ich denn mit den Arbeitnehmern etc. daran, das erlebe ich dann auch, dass immer auf die einen und gleichen Quellen verwiesen wird. Und das ist ja auch ein Merkmal, das man spürt einfach, das sagt das Vertrauen, wenn man unterwegs ist im Internet und irgendwo immer die gleiche Quelle genannt wird. Also ich würde darauf vertrauen. Und ich würde auch nicht zu viele, ich würde mir das Fenster nicht zu weit öffnen, einfach für Informationen, weil doch vielleicht immer wichtige Teile bei der Weiterleitung vielleicht danach verschüttet gehen oder wie auch immer. Torsten J. Koerting: Also ausgewogen informieren, sich ein eigenes Bild machen, welches intellektuell natürlich auch reflektiert ist mit einem gehörigen Maß an Vertrauen, speziell für die Quellen, die man als vertrauenswürdig ansieht und die ein gutes Maß auch an Information und Vertrauen entgegenbringen. Wenn wir jetzt den Alltag betrachten, was ja für dich auch ein wesentliches Element des Außen ist an der Stelle, habt ihr damals ja, du und deine Frau, auch im Alltag ganz wesentliche Einschnitte als auch Veränderungen erfahren. Wie sind deine Erkenntnisse aus damals übertragbar auf die heutige Zeit im Kontext von Corona? Was siehst du schon an Alltagsveränderung? Ich glaube, es ist ja auch schon extrem spürbar, der Lockdown und die Ausgangssperre, denke ich, stehen kurz bevor in anderen Ländern, hinter denen wir ein paar Tage hinterher hinken, sind da ja die Vorreiter auch mit diesen harten, sehr stringenten und auch einschneidenden Maßnahmen. Aber was siehst du auch speziell im Rahmen dann einer Krankheit oder Corona, wenn sie dann die Einschläge näher kommen und möglicherweise auch uns selbst im familiären als auch im Freundeskontext beeinträchtigen? Welche Veränderungen siehst du da, Analogien und welche Learnings kannst du da übertragen? Gast: Der Alltag ist natürlich schon irgendwo sehr, sehr einschneidend. Das heißt, wenn ich jetzt in meinem direkten Umfeld jemanden habe, der von dem betroffen ist, dann werden natürlich andere Tätigkeiten, sage ich jetzt mal, die die Person wahrgenommen hat, die werden irgendwo auf uns, je nachdem, was am Feld wir uns noch bewegen dürfen, und dann auf uns übertragen werden, sage ich. Und da ist es natürlich schon so, aufzupassen, dass wir uns damit natürlich auch nicht überlasten. Also, dass hier auch die Unterstützungsangebote, die also aus Solidarität gerade sich entwickeln, finde ich auch mega gut, dass man sowas natürlich auch in Anspruch nimmt. Und die Betroffenen sowas auch sich dann einfach entlastet, um auch auszuschließen, dass man dann selber in eine Situation reinkommt, die durch die Überlastung dazu führt, dass ich vielleicht dann als Unterstützer dann auch Ausfall oder krank werde. Torsten J. Koerting: Das heißt also durchaus auch jemand, der das spürt, dass die Einschläge näher kommen oder jetzt im nahen Umfeld vorhanden sind, auch auf sich selbst zu achten, sich selbst zu schützen und achtsam zu sein, dass man selbst nicht von einem Beteiligten zu einem Betroffenen wird. Was waren denn damals deine Key Learnings im Bereich des Außen und wie lassen die sich übertragen auf die heutige Zeit? Gast: Im Außen ist es natürlich schon so, dass man zum einen mal auf die Informationsflut sich irgendwo schon ein bisschen abgrenzen muss, dass man das Vertrauen in die Ärzte in dem Sinn tatsächlich auch einfach auslebt, dass man nicht irgendwo jetzt anfängt, Rückschlüsse zu ziehen auf Verallgemeinerungen. Das finde ich, also das ist etwas, was ich sehr, sehr kritisch sehe, wenn die Außenmeinung da rankommt. Und ja, die Alltagssituation zeigt doch immer wieder, dass man auch bereit ist, auch mal abzugeben und einfach sich hier mit ein bisschen entlastet, dass eine Außensituation auch dazu führen kann, dass man selber dann irgendwas ein bisschen unter Druck gerät und das ist dann halt sinnvoll. Torsten J. Koerting: Also achtsam zu sein, zu kommunizieren, andere zu unterstützen, ohne sich selbst aufzugeben und somit die vier Bereiche, also die zwei Kernbereiche innen und außen reflektiert, als auch dann die zwei jeweiligen, die emotionale Unterstützung, Entlastung für Angehörige, Informationsbeschaffung und Reflexion, als auch der Alltag. Kommen wir jetzt noch mal zu dem SEK-Modell und wie sich das auf die aktuelle Situation übertragen lässt. Führ uns doch noch mal ganz kurz mit rein in das SEK-Modell und dann vielleicht darauf, was es für dich bedeutet im Kontext der aktuellen Corona-Situation. Gast: Ja, also das SEK-Modell ist eigentlich eine Konsequenz oder eine Zusammenfassung über die Themen, die ich festgestellt habe, was so prägnant ist in so einer Überforderungssituation. Es ist pyramidenähnlich aufgebaut und für mich ist an unterster Stelle einfach das Thema Klarheit. Also wenn ich über meine Ängste, über meine Gefühle spreche, dann kriege ich eher irgendwo ein Bild, dass der Gegenüber auch weiß, wie es mir geht. Das ist irgendwo auch ein bisschen Orientierung und das führt auch dann zur Klarheit und das denke ich, es ist hier. Ach, ganz wichtig, dass ich über die Problematik, die vielleicht bevorsteht, die uns vielleicht treffen kann, momentan noch alles happy life, aber das, was kommen kann, dass das jetzt schon quasi genutzt werden kann, um darüber zu sprechen, um eventuell sogar schon Vorbereitungen zu treffen, wie das auch immer dann quasi dann aussieht. Das ist für mich so ein bisschen das Fundament, das ist Kommunikation, das ist im Endeffekt auch die Empathie, über das wir gesprochen haben, sich da reinzufühlen, was dann quasi dann kommen wird. Was ich draufgesetzt habe, das ist im Endeffekt das Thema Eigenverantwortung. Man sieht momentan, wie wichtig das ist, Eigenverantwortung zu übernehmen, in dieser Corona-Situation. Wir haben jetzt momentan den Luxus, dass wir noch sozusagen hier irgendwo noch halbwegs frei sind, aber die anderen Länder haben das noch nicht. Und nur wenn ich einen Beitrag dazu leiste, indem ich mich daran halte, übernehme ich nicht nur für mich die Eigenverantwortung, das Ganze zu verlangsamen, sondern im Endeffekt auch für die anderen. Und das finde ich wichtig, sich in der Situation vielleicht auch mal zurückzunehmen und zu sagen, ich renne jetzt nicht dahin, dahin, dahin, dahin, sondern zu sagen, ich bleibe jetzt einfach mal zu Hause und achte da mehr auf mich. Und darüber hinaus als Spitze meiner Pyramide ist halt einfach das Selbstvertrauen. Gast: Wir haben in der Situation vielleicht mit Ängsten zu tun. Wir haben vielleicht, wie man die Hamsterkäufe sieht, auch mit Panik zu tun, wenn gewisse Personenkreise jetzt den Supermarkt leer kaufen, weil sie denken, wir müssen jetzt alles bevorraten, weil es vielleicht ausgeht. Und da ist es einfach ganz wichtig, dass man einfach da mal überlegt, was macht die Angst in dem Moment eigentlich mit uns und auf der anderen Seite dann sagt, okay, ich vertraue mir einfach die Situation, die jetzt da ist, zu meistern. Und wenn du dir vertraust, dann ist das Ganze vielleicht, ach, dann ist es einfach nicht mehr so schlimm. Das ist halt so ein bisschen diese Pyramide, Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und die entsprechende Klarheit. Torsten J. Koerting: Großartig. Und ich glaube, ein grandioses Hilfsmittel, gerade in Situationen wie aktuell, dass genau diese Klarheit ein wesentlicher Baustein, ein wesentliches Fundament ist darüber, was darauf aufbaut, nämlich die Eigenverantwortung und das Selbstvertrauen. Wenn du dir vertraust, dann wirst du auch diese Krise durchleben. Und diese Klarheit natürlich jetzt immer mehr reift. Die Informationen sind da, die Transparenz entsteht und Klarheit auch darüber, dass es eben nicht nur so ein kleines Ding in China gewesen ist, sondern etwas, was die Welt so nach dem Zweiten Weltkrieg, wie auch die Kanzlerin das gestern formuliert hat, noch nicht gesehen hat und auch solche Krisensituationen sehr klare und auch deutliche Entscheidungen notwendig macht, die möglicherweise auch unser Leben und unsere Freiheit in einer gewissen Form einschränkt, aber auch notwendig ist, damit wir nicht, ich sage mal, dass massiven Einschnitte haben, die dann auch sehr stark auf Menschenleben sich auswirken werden. Du hast ja in den sieben Phasen der Erkenntnisse auch Muster erkannt, und zwar Muster, die dich, die deine Frau haben, gestärkt daraus hervorgehen lassen. Vielleicht nimmst du uns nochmal ein bisschen mit, auch auf die Muster, die du erkannt hast, die kleineren Botschaften, die dich dann aber auch zu einer sehr kraftvollen und auch sehr bedeutsamen Botschaft haben hinführen lassen. Gast: Ja, ich glaube, so eines der prägsamsten Punkte ist einfach, dass nur die Diagnose nicht zum Tod führt. Das finde ich unheimlich wichtig, weil mit der Diagnose auf der anderen Seite, wie bei uns, auch ganz viel Chancen bestehen. Und die Diagnose auch vielleicht in einem anderen Moment auch eine gewisse Klarheit darstellt. Und man kann im Endeffekt daraus, wie ich vorhin schon gesagt habe, es öffnen sich Türen, an die man momentan vielleicht noch gar nicht denkt. Aber man merkt, dass sich was bewegt und aus dieser Krise so viel Wertvolles mitgenommen werden kann. Und vielleicht in dem Moment auch, was man vielleicht von einem ganz anderen Kontext her, ich nenne es mal Schwachstellen, die jetzt aufgelegt werden, aber eine unheimliche Chance haben, die in Zukunft zu verändern. Also auch eine unheimische Veränderungsbereitschaft dann umgesetzt werden kann, wenn man das auch als Chance anerkennen kann. Und dann auch mit so einem Thema dann später auch leichter umgehen kann oder leicht. Torsten J. Koerting: Also du hast ja daraus eine Botschaft abgeleitet, dass du durch die Diagnose, also durch diese Erkenntnis und auch der Bedeutsamkeit dessen, was da gerade vorgeht, auch eine gewisse Klarheit entsteht. Und aus dieser Klarheit sich möglicherweise neue Chancen auch für das Leben ermöglichen und aus diesen Phasen, die jetzt zum Teil ja auch noch vor uns stehen, wir mit einer ja deutlich gestärkteren inneren und äußeren Stärke möglicherweise hervorgehen werden. Und du hast damals diesen Satz geprägt, wenn du den Krebs besiegst, kannst du alles erreichen. Ich weiß nicht, ob wir sagen dürfen, wenn du Corona besiegst, kannst du alles erreichen. Aber wenn wir als Gesellschaft durch diese Phase gehen, die sicherlich noch Wochen, wenn nicht Monate dauern wird, wenn wir diese Phase besiegen oder durch diese Phasen durchgehen, können wir alles erreichen beziehungsweise entstehen möglicherweise ganz andere Chancen, die wir uns heute noch gar nicht ausmalen. Gast: Absolut, gerade im Bereich der Solidarität. Also gerade, wenn wir das nehmen, dann habe ich so das Gefühl, es wächst auch was zusammen. Wenn auf der anderen Seite nicht die Leute unnötige Dinge machen, ist das, was mit Sicherheit Deutschland als Gesellschaft weiterbringen wird. Torsten J. Koerting: Also ich glaube, gerade jetzt auch im Arbeitsleben erleben wir ja einen massiven Shift weg von Kontrolle hin zu Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Manager, die vorher gesagt haben, ich will dich hier als Arbeitnehmer vor Ort sitzen sehen, weil ich dir nicht traue, haben die nie gesagt, aber weil ich dir nicht traue, dass du zu Hause nichts machst. Ich will dich hier haben, weil nur dann kann ich dich überwachen. Es gibt jetzt gar keine andere Möglichkeit mehr, als Eigenverantwortung zu übertragen, als in das Selbstorganisierende hineinzugehen und auch Grundlagen, also auch technische Grundlagen zu schaffen, die überhaupt das Arbeiten von zu Hause ermöglichen, die jetzt geschaffen werden müssen, weil sonst die Mitarbeiter komplett abgeschnitten sind. Und wie viele Unternehmen haben diese Grundlage da draußen noch nicht geschaffen, die jetzt innerhalb von sehr kurzer Zeit auch zu etablieren sind und somit auch diese Gesellschaft, wie du sagst, aus dieser Phase der Krise sicherlich gestärkt hervorgehen wird. Wir haben das in allen Kriegssituationen erlebt, also speziell auch jetzt hier in Europa, das speziell nach dem Zweiten Weltkrieg, wo ja viele Städte auch zerbombt waren, ob jetzt durch die alliierten Kräfte oder durch Hitler, dass aus diesem Kontext die gesamte Gesellschaft, das gesamte Land und auch Europa deutlich gestärkter heraus hervorgegangen ist, als sie hineingegangen sind. Gast: Ja, definitiv. Also gerade im Bereich der Unternehmen oder auch Verwaltungen, also wenn man sich vielleicht momentan nicht so mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt hat, wird das mit Sicherheit ja als Anstoßgeber wesentliche Punkte zu verändern. Und ich würde mir persönlich wünschen, dass das von dir angesprochene Führungsverhalten sich auch dahingehend entwickelt, dass mehr Delegation, mehr Freiraum und vor allem auch mehr Vertrauen in die Mitarbeiter reingegeben wird, sodass mobiles Arbeiten in ein paar Jahren vielleicht überhaupt nicht mehr thematisiert wird oder Vertrauen in die Arbeitszeit überhaupt über Dokumentation von der Arbeitszeit hin bis zur Erledigung von gewissen Paketen. Das würde ich mir wünschen, dass das auch in den Köpfen der Führungskräfte dann so jetzt durch diese Krise ein Umdenker stattfindet. Torsten J. Koerting: Ja, und was vielleicht möglicherweise vorher Jahre gedauert hat, jetzt innerhalb von, will nicht sagen Tagen, aber zumindest Wochen eine große Veränderung hervorbringt. Und ich glaube, aus meinem Teil, ich stehe ja für den Kontext Umsetzung und Massive Action und wirklich Ergebnisse, Ziele und Visionen und Projekte Wirklichkeit werden zu lassen, dass genau jetzt der Zeitpunkt ist zum Inhalten auf der einen Seite und achtsamer mal auf sich und sein Leben und auf die Mitmenschen zu schauen und auf der anderen Seite es jetzt die Zeit ist, die Dinge zu tun, die möglicherweise in der Vergangenheit liegen geblieben sind, weil wir keine Zeit hatten und weil irgendwelche anderen vermeintlichen Ausreden dazwischen gestanden haben, jetzt die Zeit der Umsetzung ist, jetzt die Zeit ist, die Hörbücher zu machen, wie wir heute, die Hörbücher zu machen, die schon immer gemacht werden sollten, den Podcast zu starten und nachhaltig zu besprechen, der schon die ganze Zeit geplant war, das Online-Training, was wir schon immer umsetzen wollten, jetzt mal abzudrehen und die Zeit zu nutzen im Homeoffice, es zur Reife zu bringen und auch die Live-Formate, die ja jetzt alle abgesagt wurden, in die Online-Welt zu überführen und zwar mit einem ähnlichen Erlebnis, mit einem emotionalen und auch fühlbaren Rahmen, wie wir ihn möglicherweise im Live- und im Offline erlebt hätten, ihn in die Online-Welt zu übertragen. Wir haben das gerade vor einer Woche gesehen mit James Blunt, der auf seiner Konzerttour in der Elbphilharmonie Station gemacht hat und im Kontext von Corona diese Veranstaltung ja nicht abgesagt wurde, sondern vor leeren Rängen stattgefunden hat und live ins Internet übertragen wurde. und genau das in meiner Welt sind die Maßnahmen, die jetzt notwendig sind, um diese gesellschaftliche Entwicklung nach vorne zu treiben und die Gesellschaft in Gänze wachsen zu lassen, um sie somit, wie du so schön gesagt hast, im Innen und im Außen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen zu lassen. Wenn du jetzt nochmal ein paar Impulse für die Zuhörerinnen und Zuhörer, für die Zuseherinnen und Zuseher, die wir jetzt ja hier auch live haben, dass jetzt diese Zeit zu nutzen ist, auch im Kontext dessen, was du noch kommen siehst im Rahmen von Corona. Was sagst du, wo darf man sich jetzt noch drum kümmern, dass wenn die Einschläge näher kommen beziehungsweise dann auch im nahen Kontext ja ihre Bedeutsamkeit haben, um sich darauf vorzubereiten, ob als Betroffener, Beteiligter, als Angehöriger, als Freund, als Familienmitglied, was würdest du den Menschen da mitgeben, auch aus deiner Erfahrung heraus, die ihr durchgemacht habt? Gast: Ja, genau, die Erfahrung ist eigentlich der Knackpunkt, dass von heute auf morgen innerhalb einer Stunde sich komplett alles verändern kann. Und aus meiner Sicht ist das schon wichtig, dass man jetzt vielleicht die Zeit nutzt, mal ein bisschen reflektiert und dann vielleicht auch ein paar Vorsorge-Dinge regelt, die gar nicht viel Aufwand sind. Also beispielsweise Vollmachten, vielleicht auch Patientenverfügung, vielleicht ist es aber auch so Themen wie Erbschaft oder vielleicht einfach so ein bisschen das Bewusstsein zu schaffen, das jetzt so eine Phase ist, die uns alle von jetzt auf nachher aus dem Happy Life rausziehen kann und uns vor Herausforderungen stellt, an die wir jetzt noch nicht denken können. Also einfach hier mal ein bisschen auch in sich gehen und dann die notwendigen Maßnahmen dann auch tatsächlich zu tun und vielleicht ein bisschen weniger Drama, wenn man es momentan vielleicht ab und zu mal wahrnimmt und ja, einfach die Chance nutzt. Torsten J. Koerting: Also wirklich die Zeit jetzt nutzen, die Dinge umzusetzen, die vielleicht schon immer getan werden durften und das halt in einem ganz speziellen Kontext, sodass wenn uns das eine oder das andere trifft, wir vorbereitet sind, wir handlungsfähig sind für die Menschen, die dann möglicherweise auf der Intensivstation am Lungengerät hängen und sich nicht mehr aktiv an der Umsetzung von gewissen Maßnahmen beteiligen können, sondern auf die Beteiligten, auf die Familienmitglieder, auf die Freunde angewiesen sind, das in ihrem Sinne zu lösen und umzusetzen. Gast: Ja, klar. Torsten J. Koerting: Dankeschön, lieber Christian. Das war ein sehr wertvolles und wie ich meine auch ein sehr wichtiger Beitrag von dir in der aktuellen Phase, um das, was du im Rahmen deiner Geschichte erlebt hast und auch die Phasen, durch die du durchgegangen bist, von dem lebensverändernden Moment über die Diagnose und auch die Behandlung und Therapie bis hin zur Rehabilitierung und der klaren Heilung, jetzt bis hin zur Nachsorge und so ein bisschen auf diesem Weg mit deinen Erkenntnissen, mit deinen Erfahrungen zu bereichern und auch Kraft zu schenken, die richtigen Impulse mitzugeben, damit wir uns jetzt ja richtig verhalten, damit wir die Spreu vom Weizen trennen können im Rahmen der Information, dass wir unseren Alltag annehmen dürfen, die Ängste annehmen dürfen und dennoch wissentlich agieren können im Rahmen eines Mindset Change und einer Geisteshaltung, einer klaren Haltung, die notwendig ist, dass wir gestärkt und mit einer inneren, äußeren Stärke gepaart aus dieser Situation herauskommen werden, solange sie denn auch dauert oder dauern muss. Torsten J. Koerting: Vielen Dank für deine Offenheit, für dein Vertrauen, für deine Empathie, für deine Nahbarkeit, für alle die, die diesen Sonderbeitrag im Rahmen deines Hörbuchs, im Rahmen eines Podcasts, im Rahmen des Facebook Lives oder der späteren Aufzeichnung, die wir teilen werden, zugänglich zu machen. Vielen Dank dafür. Sehr gerne. Es war großartig mit dir, Christian. Und bleib gesund und mach deine Delle im Universum noch weiter und größer. Wir sind bereit, dich dabei zu unterstützen. Danke dir. Vielen Dank, Christian. Und nun, wenn du als Trainer, Coach, Berater, Speaker, Experte dein nächstes Level erreichen möchtest und in die Umsetzung kommen möchtest, wenn du deine Strategie entwickeln, deine Vision entstehen, deine Ziele erreichen möchtest, dann lade ich dich ein auf www.torstenkörting.com slash Termin, einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir zu vereinbaren. Wir können uns dort kennenlernen, wir können dort deine aktuelle Situation analysieren, wir können besprechen, wo du hin möchtest, wir können betrachten, wie du dort hinkommst, wir analysieren, was dich davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, damit du deine Ziele erreichst. Gleiches gilt für Organisationen, die ihre Teams entwickeln möchten, die Workshops facilitiert haben möchten und die Projekte aus der Schieflage wieder auf die gerade Bahn und Teams dazu bringen möchten, ihre Projekte zu liefern. Auch sie und dich lade ich ein, diesen Termin zu vereinbaren, damit wir genau die aktuelle Situation, das Zielbild und wie kommt ihr dahin besprechen können unter www.torstenkörting.com slash Termin. Ich freue mich auf deine Anfrage und das persönliche Gespräch mit dir. Bis dahin, der Torsten. Ciao. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!