Deep Dive mit Torsten Koerting — Folge 019 Teil 1: Der Resultäter - Interview mit Ulrich Georg Strauch 2020-04-27 Automatisch transkribiert (whisper.cpp, large-v3-turbo). Nicht redigiert — Fehler sind möglich. Sprecher automatisch getrennt (pyannote). Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. Quelle: https://torstenkoerting.com/podcast/019-teil-1-der-resultaeter-interview-mit-ulrich-georg-strauch ======================================================================== Torsten J. Koerting: Hallo und ein herzliches Willkommen zum Gamechanger Podcast. Der Podcast für deinen Erfolg. Mit wirksamen Impulsen, spannenden Inspirationen, erkenntnisreichen Interviews und persönlichen Gamechangern, die dich in die Umsetzung bringen. Und das Ganze von und mit Torsten Koerting. Hallo und ein herzliches Willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge mit einem ganz besonderen Gast, auf den ich mich schon auch wiederum seit vielen Monaten freue. Und das liegt daran, dass ich ihn heute endlich im Rahmen dieser Podcast-Folge persönlich kennenlernen darf. Denn wir folgen uns gegenseitig auf den sozialen Medien und dort, wo wir sonst auch noch das ein oder andere übereinander rausfinden können. Denn es vereint uns ganz unfassbare Dinge, wo wir fast schon festgestellt haben, ob wir das ähnliche Leben geführt haben. Denn der heutige Interviewpartner ist eine Sportskanone, ist jemand, der in seinem Leben und erst 41 Jahre in seinem Leben schon heroische sportliche Leistungen gebracht hat, und zwar in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Er war beispielsweise deutscher Bodybuilding-Meister. Er hat einen Ironman im Triathlon gefinisht und war jetzt gerade letztes Jahr in den Lofoten für einen ganz besonderen Triathlon. Und auch er hat seine magischen Momente erlebt und seine ganz besonderen sportlichen Herausforderungen in einer ganz eigenen Art reflektiert und hat natürlich dort auch seine persönlichen Erkenntnisse gewonnen, die ihn in seinem Alltag und in seinem Berufsleben ja ganz maßgeblich bestimmt und weiterentwickelt haben. Denn neben der sportlichen Ausprägung, die er uns heute auch noch mal in den ein oder anderen Momenten näher bringen wird, hat er auch eine berufliche Laufbahn hinter sich, die ja ganz auch Außergewöhnliches geleistet hat. Denn er sich jetzt seit etwas mehr als einem Jahr selbstständig gemacht hat und das mit einer sehr wunderbaren Kundenbasis, die sich sowohl im B2C, also Business-to-Consumer, als auch im Business-to-Business-Bereich widerspiegelt und er dort Menschen und Unternehmen begleitet und ihr werdet es kaum glauben, Resultate zu erreichen und zu erbringen. Und dort natürlich die eigenen Resultate, die er in der Lage war, in den letzten Jahren und fast schon Jahrzehnten zu erbringen, die Methodik, die Herangehensweise und auch die Formeln, die er dort sich zu eigen gemacht hat und an sich erkannt hat, jetzt auf seine Zielgruppe überträgt. Er ist bekannt als der Resultäter. Er ist jemand, der unter Resultäter all seine Formate bedient und er ist jemand bekannt mit einem Riesenherz, mit einer großen Authentizität, mit einer Berliner Stimme, die nicht zu überhören ist. Und jetzt nach vielen Monaten endlich hier bei mir im Podcast und jetzt begrüßt recht herzlich Ulrich Georg Strauch. Gast: Hallöchen, hallo Torsten. Schön, dass ich dabei sein darf. Ich freue mich sehr. Torsten J. Koerting: Das ist großartig. Wir sind ja Seelenverwandte, die erst seit kurzem zueinander gefunden haben, darf ich sagen. Und es ist auch heute im Rahmen dieses Podcasts das erste Mal, dass wir uns auch persönlich ins Auge blicken. Wir nehmen ja diesen Podcast Ende März auf und es gibt ja einige Beschränkungen in der gesellschaftlichen Zusammenkunft und soziale Nähe soll man ja etwas aussparen. Aber wir haben ja Zoom und andere Medien als Möglichkeit, sodass wir uns das erste Mal tief in die Augen blicken. Aber wir folgen uns ja auf den unterschiedlichsten sozialen Medien und anderen Kanälen über die vergangene Zeit. Und es wurde jetzt einfach an der Zeit, dass wir endlich dieses persönliche Gespräch führen dürfen, denn uns verbinden einige Elemente. Und das werden wir gleich im Rahmen dieses Podcasts für meine Zuhörerinnen und Zuhörer dann auch mal rausfinden, was diese verbindenden Elemente sind. Uli, ich würde gerne einsteigen mit einer Frage, die ich sehr häufig in solchen Interviews stelle. Stell dir vor, wir treffen uns auf einer Party. Natürlich ist das in Zeiten wie diesen eine spannende Herausforderung, weil man uns dann möglicherweise ein paar Minuten oder ein paar Stunden später diese Party auflösen würde. Aber wir stehen dort in der Schlange am Grill und kommen irgendwie ins Gespräch, weil am Grill geht es nicht so richtig vorwärts. Und ich sage, Mensch, bist ein cooler Typ, schaust irgendwie aus. Irgendwas resoniert hier. Erzähl doch mal was über dich, Uli. Gast: Ja, gute Frage. Die Grillparty-Frage. Natürlich könnte man jetzt was von Coach und Speaker und Trainer und Mentor sagen. Aber wenn man Trainer sagt, innerhalb von einer Grillparty, denken die meisten, weil wir ja nun alle ein bisschen sportlich aussehen, wir sind jetzt Fußballtrainer oder Tennistrainer. Das bin ich jetzt tatsächlich nicht. Von daher würde ich wahrscheinlich so einleiten, dass ich Menschen begleite, also Menschen aus Unternehmen oder auch Privatpersonen dabei begleite, auf ihrem Weg zu ihrem Erfolg. So hatte ich es tatsächlich auch schon gehandhabt, dass ich einfach sage, ich bin jemand, der Menschen begleitet, auf dem Weg zu ihrem Erfolg. Und dann kamen auch schon komische Blicke. Und ich arbeite dann immer sehr viel mit Beispielen, ja. Also wenn ich... Torsten J. Koerting: Dann sage ich also, oh, das klingt ja spannend, lieber Uli. Mach doch mal ein Beispiel. Gast: Mach doch mal ein Beispiel. Und dann nehme ich tatsächlich, weil ich bin ja Ex-Bodybuilder, manchmal sieht man es noch. Und dann nehme ich diese... Torsten J. Koerting: Für die, die den Podcast gerade nicht sehen, aber ich glaube auf dem YouTube-Jelly von Uli wird das jetzt in Kürze veröffentlicht, der passt kaum ins Bild. Also mit der Eite der Schultern. Ich glaube, der muss so schräg durch die Tür gehen. Immer. Damit der durch die Tür durch kann. Uli, also Ex-Bodybuilder. Gast: Mit Ultradistanz-Triathlet, Torsten. Ultradistanz-Triathlet bin ich. Mit Bodybuilding-Rudimenten. Ja. Tatsächlich nehme ich dann dieses Fitnessbeispiel, weil es den Menschen am handhabbarsten macht, wie es funktioniert. Weil jeder definiert für sich Erfolg. Und wenn ich jetzt mal sage, viele können für sich definieren, diese Ästhetik-Geschichte, diese Gesundheitsgeschichte. Da kann jeder was anfangen. Jeder hat eigentlich irgendwie als Primärziel in seinem Leben gesund zu bleiben. Und wenn ich sage, okay, jetzt bist du jemand, der wirklich proaktiv etwas für seine Gesundheit tun möchte, was wäre denn einer der ersten Schritte? Und viele kommen tatsächlich dann darauf zu sagen, naja, wenn ich es wirklich proaktiv und produktiv machen möchte und möglichst professionell, dann suche ich mir Hilfe. Ja. Das kann ein Trainer sein, das kann eine Personal Trainerin sein, das kann ein Ernährungsberater sein, was auch immer er sich sucht, er sucht sich auf jeden Fall Hilfe. Und dann sage ich, siehste, und genau so, ich bin die Hilfe für Menschen, die in ihrem Leben was erreichen möchten. Und dann kommt von mir auch schon die nächste Frage. Ich sage, wann hast du dich in deinem Leben denn so am glücklichsten gefühlt? Wann waren denn deine Glücksmomente in deinem Leben? Und da kommt dann sehr oft, Antworten, die damit zu tun haben, dass sie in irgendeiner Art und Weise Erfolg haben. Ja, das kann, natürlich, es gibt verschiedene Facetten von Erfolg, das kann beruflich, privat, gesundheitlich, Kinder, also es gibt ja sehr viel, ein Haus, ein Auto, was auch immer. Gast: Da sage ich, siehste, und ich bin derjenige, der Menschen hilft, dass sie zu diesem Erfolg kommen, weil in diesem persönlichen Erfolg auch das persönliche Glück liegt. Das geht Privatpersonen so und das geht genauso Unternehmern oder Angestellten in der Firma so. Und von daher, ich bin der, der dafür sorgt, dass diese Prozesse zum Erfolg erstmal deutlich kürzer dauern und somit deutlich effizienter sind und von vornherein eine deutlich größere Erfolgsaussicht haben als alleine. Und dann komme ich erst um die Ecke damit, dass man das Trainer in Unternehmen oder Coach und Mentor nennt und dass ich halt auch in der Lage bin, also mit Reden verdiene ich Geld, dass ich praktisch Impulse gebe in Vorträgen. Und dann können die Leute mit Motivation, können dann die Leute wieder was anfangen. Und dann, ich sage mal, dann kommt die Bratwurst und bis dahin müsste derjenige die Idee haben, was ich da so mache. Torsten J. Koerting: Gut, aber jetzt dauert das mit der Bratwurst doch noch ein bisschen länger und jetzt würde ich die Frage stellen, welche Menschen kommen denn zu dir, um zu sagen, Mensch Uli, bring mich mal weiter, bring mich zu meinem persönlichen Erfolg. Was haben die für Herausforderungen, wo stehen die gerade, wo wollen die hin und wie kannst du sie auf diesem Weg begleiten? Bevor wir dann mal dazu kommen, was das überhaupt ermöglicht, weil du bist 41 Jahre, hast eine grandiose Vita, wo viele draufblicken und sagen, Mensch, wie hat denn der das alles gemacht? Ist ja auch etwas, was uns so ein bisschen eint, aber bevor wir da hingucken, wer kommt zu dir, wo stehen die, wo wollen die hin und wie kannst du sie begleiten? Gast: Ja, also das ist tatsächlich relativ unterschiedlich, weil ich sozusagen zwei Kanäle fahre. Ich fahre einmal, arbeite ich mit Privatpersonen, die vielleicht optional so eine unternehmerische Seite in sich gefunden haben, aber noch nicht die Klarheit haben, wo die Reise hingehen könnte oder sollte. Wie gesagt, eine Privatperson, wenn es aber auch um persönliche Ziele geht, das ist tatsächlich auch oft noch der Sportkontext und da persönliche Ziele, die schon ein bisschen größer sind, also zum Beispiel einmal im Leben ein Ironman finishen oder einmal im Leben ein Ultradistanz-Triathlon oder ein Ultralauf finishen und schaffen. Also das sind einige Sachen oder einmal im Leben die Grenzerfahrung machen. Können wir vielleicht nachher auch nochmal sagen, ich mache praktisch auch Wandercoachings oder 24 Stunden Outdoor-Coachings, wo ich Menschen versuche, einen psychologischen Anker zu setzen, wozu sie tatsächlich in der Lage sind. Also das ist so praktisch so ein bisschen diese private Schiene und auf der anderen Seite sind es halt tatsächlich Startups, die Klarheit brauchen in strukturellen Prozessen, in Zeit- und Selbstmanagementprozessen, wo wir auch über Positionierung sprechen. Also Klarheit ist ein großes Thema und dann klassische Corporate Training in Unternehmen, wo wir Themen besprechen. Also ich spreche auch viel über Motivation und bringe da ein bisschen Licht ins Dunkel, weil Motivation ist immer so ein Schlagwort, aber wer so ein bisschen mein Content kennt, weiß, dass Motivation so ein zweischneidiges Schwert ist, was tatsächlich nicht immer funktioniert. Die Neujahrsvorsätze sind ja noch nicht so lange her, von daher kann auch jeder nachvollziehen, dass mit der Motivation, dass da noch ein bisschen mehr dazu gehört. Da kommt dann die sogenannte Volition ins Spiel, also die Willenstärke. Also da spreche ich drüber, ich rede über Kommunikation in Firmen, über Teamentwicklungsfragen. Das sind dann so die klassischen Corporate-Unternehmensthemen. Und von daher, also von Privatpersonen über Startups zu Unternehmern, decke ich eigentlich alles sehr gerne ab, weil zum Schluss eint alle das Gleiche. Die Hauptfrage zum Glück ist, setze ich um oder setze ich nicht um? Gast: Ja, und das ist, glaube ich, der Punkt, von daher muss ich mich da oftmals gar nicht so spitz positionieren, weil ich kann so viel Content liefern, wie ich möchte, als in jeglicher Branche und in jeglicher Thematik. Wenn ich zum Schluss nicht die PS auf die Straße bringe, ist jeglicher Content halt nichts wert. Und von daher eint das alle, dass ich tatsächlich und deswegen auch meine Namensgebung, Resultäter, ich möchte die Menschen zu Resultaten verhelfen in ihren jeweiligen Setting. Torsten J. Koerting: Das ist ja schon ein wesentlicher Baustein, der uns beide auch eint. Ja, wenn man mich mittlerweile irgendwo vorstellt, sagt man immer, beim Torsten geht es um Umsetzung. Sprich, dass die ganzen Ziele, die man sich vereinbart, dann auch mal den ersten und auch die weiteren Schritte tut, um sie zum Ergebnis zu führen. Und das ist ja eins, wo ich auch zu dir immer wieder aufschaue, was du alles umsetzt und welche Ergebnisse du lieferst. Du hast die Frage oder eine Antwort schon vorweggenommen einer Frage, die bei mir oben aufliegt, weil das auch eine Parallele ist, nämlich diese breite Substanz, die du hast, die du in den letzten, darf man sagen, 41 Jahren aufgebaut hast, dass du sowohl für B2C, für B2B, als auch über deine ganzen Speaking, Coachings, Mentoring Programme natürlich eine sehr breite Zielgruppe auch ansprechen kannst. Kurze Frage dahin, wie ist es dir gelungen, dass unter einer Positionierung, du hast es eben schon teilweise vorweggenommen, aber dass unter einer Positionierung Resultäter und in diese Umsetzung zu kommen, Ergebnisse zu liefern, wie ist dir das gelungen, das in einer Positionierung so zusammenzufassen, dass du in der Lage bist, diese unterschiedlichen Zielgruppen auch zu adressieren? Gast: Ja, ich habe es eben schon angedeutet, also mein Learning, ich habe ja auch gerade eine laufende Promotion zu Verhaltenskompetenzen und da geht es halt auch viel um dieses Thema, dass alle Zielgruppen, die ich unter diesen Dach vereine, tatsächlich, aus meiner Sicht einer der größten Erfolgsfaktoren ist tatsächlich das Erschaffen konkreter Resultate und zwar durch proaktives, zielgerichtetes Handeln. Das ist eine Sache, wo egal ob eine Privatperson, eine Führungskraft oder ein Angestellter am meisten scheitert, weil einfach keine Resultate geschaffen werden, die mir auf meinem Weg dienen. Und von daher kann ich das unter dem Dach so vereinen, weil wie gesagt, diese reine Content-Vermittlung ist die eine Schiene, aber wie gesagt, eigentlich sollte dem vorgeschaltet werden, wie ich überhaupt in der Lage bin, Resultate zu schaffen. Und du wirst das aus deinen Jobs kennen, wenn du dich mit Menschen zusammensetzt und die ganz konkret nach ihren Zielen fragst, dann wirkt es immer wie eine Phrase. Ja, was sind denn deine konkreten Ziele in den bestimmten Zeiträumen XYZ, kann ich ja kurz, mittel, langfristig erfragen. Und wenn man dann mal wirklich spezifische Fragen hinterherstellt, sind die wenigsten in der Lage, zum Beispiel ihre konkreten Ziele zu definieren. Ja, obwohl eigentlich jeder Unternehmer schon tausendmal smart gehört hat, in die Anwendung kommt es im seltensten Fall. Und da geht es ja schon mal los. Und ob das nur eine Privatperson ist, die fünf Kilo abnehmen möchte oder ob es ein Unternehmensriese ist, der sagt, ich habe hier pro Jahr einen Verlust von 50 Millionen, weil meine Abteilungen ineffizient miteinander kommunizieren. Zum Schluss ist es nichts anderes, dass ich zum Schluss eine klare Zieldefinition exemplarisch brauche, um vorwärts zu kommen, um den richtigen Weg zu gehen. Und deswegen habe ich da festgestellt, dass die Parallelen da extremst groß sind. Und zum Schluss geht es darum, Resultate zu erschaffen. Und es gibt ja da Tools, es gibt ja Strukturierungs-, methodische Herangehensweisen. Es gibt diese Sachen, ja, die müssen bloß angewendet werden. Und deswegen habe ich auch zu Eingang von Begleitung gesprochen. Es geht nicht darum, mich hinzustellen und den Leuten ein Smart-Modell um die Ohren zu hauen und zu sagen, so, jetzt zieht mal durch. Sondern es geht darum, dass die Leute tatsächlich verstehen und dass ich dieses Verstandene in ihrem jeweiligen Setting wirklich anpasse. Und dann, dass die Leute wirklich dann damit arbeiten können und das tatsächlich umsetzen. Und ich dieses Umsetzen auch dann erfrage und auch darauf basierend weiterzuarbeiten. Torsten J. Koerting: Jetzt darf es, also ich finde das mega, wie du in der Lage bist, das unter ein Dach zusammenzufassen. Und was du dir da jetzt auch in deiner noch sehr kurzen Zeit der Selbstständigkeit, auf die kommen wir gleich auch nochmal zu sprechen, schon aufgebaut hast. Und dieser Brand Resultäter oder Resultäter, dann auch unter www.resultäter mit AE.de, kann man das wunderbar erlebbar machen. Die Frage ist natürlich, wie warst du in der Lage, das in 41 Jahren und da solch eine Substanz aufzubauen, sag mal vom Smart-Modell über Bodybuilding hin zum 24-Stunden-Fahrradrennen, wo du dieses Jahr noch das große Ziel hast, die 500 Kilometer zu knacken, bis hin in den Lofoten dich zu quälen. Gib uns doch da mal ein bisschen einen Einblick, wie du das in der Lage gewesen bist, dir in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu erarbeiten und was daraus entstanden ist, wo du im Kontext von Resultäter den richtigen Rahmen für dich gefunden hast. Gast: Oh ja, komplexe, komplexe Geschichte. Also grundsätzlich, wie du schon sagst, kommen eigentlich mal aus einem Fitness-Kampfsport-Level und ich bin halt schon immer ein sehr ehrgeiziger Typ und ich bin schon immer jemand, das habe ich von meinem Vater, der war Offizier, jemand, der sehr ziel- und ergebnisorientiert arbeitet. Das heißt, ich habe mich immer sehr, sehr klare Ziele gesetzt und habe schon relativ früh gelernt, dass ich, wenn ich so ein Ziel konsequent verfolge, dass ich das Ziel auch erreiche, dass es dann gar nicht darum geht, erreiche ich ein Ziel, ja oder nein, sondern dass sich in dem Moment, wo ich alles dafür gebe, sich nur noch die Frage stellt, wann erreiche ich dieses Ziel. Das ist eine Sache, die ich in meiner Kindheit lernen durfte, manchmal ein bisschen schmerzhaft lernen durfte, aber lernen durfte. Und zum Schluss hat sich das in erster Linie dahin kanalisiert, dass ich so ein Leistungssport gemacht habe. Ich habe dann angefangen, Sport zu studieren. Dadurch war ich früher am Thai-Boxen. Ich war leider sehr oft verletzt. In Thai-Boxen ist man sehr oft verletzt, weil da sehr viel Vollkontakt stattfindet. Und da habe ich mich damals entschlossen, okay, Bodybuilding ist eine Sache, die für mich körperlich ganz gut funktioniert, ist sehr komplex, setzt sehr komplexes strategisches Wissen voraus in Ernährungsdingen, in Trainingsdingen, in Regenerationsdingen, in Nahrungsergänzungen und so weiter. Und bin dann, stand dann zehn Jahre auf Bodybuilding-Bühnen und war da auch relativ erfolgreich unterwegs. Und das ist eine Zeit, die extrem geprägt ist von Selbstdisziplin. Also wer schon mal versucht hat, einen Körperfettwert von 5% zu erreichen, mit diätischen Maßnahmen und über Monate auf Kohlenhydrate zu verzichten und in letzten Phasen zu entbessern, also auf Trinken zu verzichten, über 48 Stunden und so, da lernt man sehr, sehr viel über sich selbst. Da lernt man sehr, sehr viel über das Thema Selbstdisziplin und Willen. Und dadurch parallel, dass ich da noch Sportwissenschaften studiert habe, mit einem sportmedizinischen Hintergrund und Schwerpunkt, wurde das für mich auch so eine Symbiose, das zu verstehen. Und mir die Fragen zu stellen, okay, was steht dahinter? Und damals habe ich schon relativ, mit Anfang 20, habe ich schon relativ deutlich gemerkt, dass man das sehr gut auf Alltags- oder auf Unternehmeraspekte transferieren kann. Dass das sehr gut funktioniert und dass das sehr nah beieinander ist. Und dann, nach zehn Jahren Bodybuilding, ich war einerseits auch Kampfrichter und so weiter, gab es da so, einerseits, ich wurde, habe mich entschlossen, Vater werden zu wollen, sozusagen. Und dann kam noch so eine Verband... Torsten J. Koerting: Ein smartes Ergebnis, was du dir gesetzt und erreicht hast. Gast: Absolut, ja. Und zwar so smart, dass ich immer ein Jungen und ein Mädchen wollte. Und ich habe ein Mädchen und ein Jungen, so rum, ja, in der Chronologie, tatsächlich auch smart gesetzt und smart erreicht. Den Rubicon überschritten nach der Abwegefase und alles dann funktioniert. Ja, und dass ich tatsächlich gemerkt habe, irgendwann, okay, da gab es Verbandstreitigkeiten. Und ich bin halt jemand, der, wenn es darum geht, dass mir dann andere erzählen möchten, wie, wo ich meinen Sport ausübe, da ist bei mir dann Schluss. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch. Und, ja, und dann bin ich halt auch jemand, der neue Ziele braucht. Und deswegen hat es mich dann in den anderen Extremast verschlagen, weil ich bin halt auch ein sehr Freund von großen Zielen. Also, wenn es um Sport geht, ist es tatsächlich so, dass für mich, okay, Triathlon hat mich interessiert. Da war Studium dann schon vorbei. Da habe ich schon, also selbstständig war ich schon immer, also freiberuflich war ich schon immer parallel. Aber dann hatte ich auch einen Angestelltenjob an der Humboldt-Uni. Ich war jetzt fast zehn Jahre an der Humboldt-Uni angestellt als Dozent und Führungskraft und habe da auch meine Forschungsarbeit begonnen. Gast: Und, ja, und dann habe ich halt mal so einen Halbmarathon halt gemacht. Dann habe ich ein halbes Jahr später einen Marathon gemacht. Da dachte ich, okay, Fahrradfahren bist du auch und ich schwamm bist du auch schon mal. Dann habe ich einen Mitteldistanz Triathlon gemacht und dann habe ich gesagt, okay, also wenn du einen Triathlon hochschaffst, dann kannst du auch einen Ironman machen. Und innerhalb von zwei Jahren habe ich dann meinen Ironman gefinished. Also mit der Entscheidung, mit Ausdauersport anzufangen und zwei Jahre später habe ich den Ironman gefinished. Ja, und dann habe ich den Ironman gefinished und dachte, okay, Jan so schlimm war es jetzt doch nicht. Und habe mich dann entschieden, mal wirklich ein Ultradistanz Triathlon zu machen in einem besonderen Setting und bin dann wirklich mal in Rennen gegangen oder Ultralauf, den Eiger Ultra wirst du kennen wahrscheinlich in der Schweiz. Das war so mein Einstieg, dann die Tour de Mont Blanc. Das sind 8000 Höhenmeter und 330 Kilometer ums Mont Blanc massiv. Gast: Na ja, und dann habe ich zum ersten Mal mich an so einen Ultra Triathlon gewagt und habe halt wiederum feststellen dürfen, dass es zum Schluss, wenn du jetzt auf so eine Formel hinaus möchtest, die du ja auch, du hast ja eine klasse Formel zum Erfolg für dich definiert. Und zum Schluss ist es tatsächlich auch so, dass es bei mir sehr viel mit Struktur, Strategie und Erfahrung und Kompetenz zu tun hat. Und dann ist es ja immer nur Training, ja, und das ist ja auch eine Form von strategischer Aufstellung. Ja, und parallel läuft es halt so, dass ich in diesem Kontext auch die Promotion habe zu Verhaltenskompetenzen. Also welche Verhaltenskompetenzen müssen Trainer und Trainerinnen, Schrägstrich Führungskräfte, Lieder an den Tag legen, um Leute zu bestimmten Dingen motivieren zu können? Was müssen sie dafür mitbringen? Ich habe da ein Modell entwickelt, habe da internationale Publikationen, die man auch gerne lesen kann. Und das im Kontext mit der Erfahrung aus dem Bodybuilding, aus dem Ultradistanzsport, aus der Promotion plus mein Studium, bildet halt ein sehr schönes Paket jetzt, um Leute da in diesem Prozess zu begleiten. Torsten J. Koerting: Ja, also finde ich grandios, wie du das gerade geschildert hast. Ich glaube, da ist dem einen oder anderen sicherlich die Kinnlade runtergefallen, was man in einem ja relativ noch kurzen und jungen Leben mit 41 Jahren alles erreichen kann, durch Disziplin, durch klare Zielsetzung und strategische Planung. Und diese Planung dann auch entsprechend umzusetzen. Sicherlich auch mit dem einen oder anderen Quäntchen Glück dabei. Oder, wie sagt man, also nicht zu stark verletzt zu sein, aus den Thai-Sportarten zu lernen, um sich vielleicht auf eine andere Sportart zu fokussieren, wo man nicht durch diese Qualen durchgehen muss oder dann durch die Verletzungen auf der anderen Seite, sondern sich eben Sportarten dann auch zu suchen für dich, die einen Entwicklungsprozess auch ermöglichen, ohne dass der Körper kollabiert oder dann an gewisse Grenzen gerät. Wenn du jetzt mal zurückblickst auf diese Entwicklungsstufe, ja, also dieses, ich will nicht sagen schneller, höher, weiter, sondern für mich sind das auch Entwicklungsstufen, vom Halbmarathon hin bis zum Ultra-Ironman. Also für diejenigen, die Ironman nicht kennen, Triathlon, Langdistanz mit vier Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann am Schluss noch einen Marathon so zum Auslaufen und ein Ultra-Ironman toppt das ja nochmal. Und wie, was hast du aus dieser Erfahrung des persönlichen sportlichen Wachstums rausgezogen an Erkenntnis, was du heute deinen ganz unterschiedlichen und sehr breit aufgestellten Kundenbasis vermittelst? Was sind so diese Kernessenzen aus diesem sportlichen Lebensweg? Gast: Ja, also ich denke, ein ganz, ganz großes Thema ist, erst mal, es hört sich immer so ein bisschen an wie so eine Floskel, aber grundsätzlich erst mal die Erkenntnis, dass jeder von uns die Power dazu hat, das zu machen. Ja, das hört sich immer für viele so an, naja, Mensch, der Strauch oder der Uli, der ist ja eh schon ein Freak, ja, der hatte irgendwie, du, ich habe gestartet als Ultra-Ausdauerathlet, da wog ich über 100 Kilo, weil ich ein Bodybuilder war und ich bin auf einer 25-Meter-Bahn abgesoffen. Ja, mich haben Omas mit Badekappen überholt, die haben nicht mal ihre Brille nass gemacht beim Spinnen, ja, und ich bin abgesoffen. Ich konnte nicht Fahrrad fahren lange, weil mir der Hintern weh getan hat und für das Laufen war ich viel zu schwer. Ja, also ich war alles andere als talentiert. Das Einzige, was ich hatte, war das Wissen in meinem Kopf aus dem Bodybuilding, Wenn ich möchte, dass ich so ein Ding finische, dann ist es nur eine Frage der Vorbereitung und des Willens, dass ich es schaffe. Ich habe damals auch mit Bodybuilding gestartet und habe 65 Kilo gewogen. Ich bin kein Großer, ich war nie schwer und habe es dann trotzdem geschafft, Titel zu gewinnen. Und das war das Einzige, was ich mitbekommen habe, als Ultra-Distanz-Triathlet zu starten. Genauso muss ich dazu sagen, ich war in meiner Zeit im Studium, war ich in der Einlasserszene, war in der Motorradclub-Szene in Berlin unterwegs. Ich sage mal, das sind jetzt auch nicht die Settings, wo ich sage, ich starte jetzt eine Promotion an der Uni. Ja, und es war für mich eine Entscheidung zu sagen, okay, das ist hier ein Punkt, das funktioniert nicht, das passt nicht mit dem zusammen, was ich mir für mein Leben und für mich persönlich vorgenommen habe. Ich wollte eine Familie, das passt nicht zusammen. Ich muss mir jetzt eine Entscheidung fällen und muss was ändern. Und einfach nur diese Learnings zu sagen, es braucht eine starke Entscheidung und es braucht dann einfach einen zielorientierten, strategisch aufgestellten Weg. Und dann geht das alles. Es ist halt keine Floskel. Und das ist genau das, was ich im Ersten allen mitgebe, die mit mir zusammenarbeiten. Es hat diese Volitionsprozesse, diese Willensstärke-Prozesse sind tatsächlich unter 30% genetisch determiniert. Wenn alle sagen, das hat nichts mit Talent zu tun, dann ist es die Logen. Aber 70% sind sozusagen für alle frei. Und jeder kann, also der Mensch ist ein Erobia, jeder kann einen Iron Man finischen. Es stellt sich nur die Frage, wie lange braucht er dafür, um sich vorzubereiten, wenn er es möchte. Aber grundsätzlich kann es jeder und jede. Das muss man mal so ernst klar sagen. Es muss nicht jeder wollen, aber es könnte jeder machen. Und es, wenn mit meinem Wissen jetzt, was so eine Promotion, so eine Promotion ist zum Schluss, einfach auch nur jahrelange Arbeit. Es ist kein Zauberwerk, kein Hexenwerk. Natürlich, es braucht eine gewisse Ausdauer. Und das ist halt auch die Erfahrung, die du auch durchgemacht hast in dem Leben. Die meisten Themen sind halt nicht der Sprint. Die meisten Themen sind halt die Marathons. Ob im Unternehmenskontext oder im privaten Kontext. Es ist nun mal so. Genauso wie eine Beziehung ein Marathon ist. Dass eine Beziehung glücklich bleibt. Dass meine Kinder vernünftig erzogen werden. Und von daher, um auf die Frage zurückzukommen, erst mal das Vertrauen in dir selbst, dass du zu sehr, sehr viel in der Lage bist, wenn du es auch nur möchtest. Und das ist ganz wichtig. Ich versuche den Leuten dieses Vertrauen, diese Kraft zu geben mit meinem eigenen Beispiel. Wo ich auch sagen kann, du, ich hatte eigentlich auch einen ganz, ganz beschissenen Start. Ja, und es geht alles. Und zum Schluss ist es tatsächlich, dass diese wichtigen Learnings zum Schluss immer darauf hinauslaufen, dass du dir relativ klar machst, wo die Reise hingeht. Und wenn du den Weg kennst, kannst du dir die Teilabschnitte des Weges relativ gut definieren und kannst dann auch relativ gut definieren, was ist jetzt in diesem Teilabschnitt nötig, nötig, um mich da hinzubringen. Ja, und das sind Sachen, also da sind wir wieder bei einer Struktur und da sind wir auch wieder bei Selbstmanagement-Tools. Also es ist zum Schluss, Gast: Ich möchte immer nicht von diesem Chakka-Rufen reden. Ich versuche das tatsächlich absichtlich zu rationalisieren. Ja, also diese Themen werden ja von den meisten emotionalisiert, was auch in Ordnung ist, weil das hat viel mit Gefühlswelt zu tun. Aber zum Schluss möchte ich es absichtlich auch mal rationalisieren, weil ich der Meinung bin, dass jeder mit den richtigen Tools diese Wege gehen kann, wenn er es natürlich möchte. Und deswegen bin ich, ich habe mir auch immer Coaches und Mentoren gesucht auf meinen Wegen, Leute, die da sind, wo ich hin wollte oder die Leute, die nachweislich durch ihr Proof wissen, wie ich dahin komme. Das war auch ein Learning. Ich habe nicht eine deutsche Meisterschaft im Bodybuilding gewonnen, weil ich alleine mal einen Podcast gehört habe oder eine Zeitung gelesen habe, sondern ich habe mir einen Mentor genommen, der deutscher Meister im Bodybuilding war. Und ich habe mit Leuten gesprochen, die einen Iron Man gefinisht haben und ich habe mit Leuten gesprochen, die die Ultrawettkämpfe gemacht haben und ich habe mit Leuten gesprochen, die promoviert sind. Ansonsten, es reicht halt manchmal autodidaktisch nicht und es kommt auch auf die Wichtigen, es kommt auf die Dinge dazwischen an, jetzt nicht nur um Inhalte, sondern auch, was muss ich in meiner Gedanken und meiner Emotionswelt machen, damit ich da hinkomme. Also ich bin auch ein großer Verfechter von Gedankenmanagement und sozusagen dem daraus resultierenden Emotionsmanagement. Das sind so Sachen, die meine Mentees sich jedes Mal anhören müssen, weil das ist natürlich die Basis dafür, dass das Motivationale und Volitionale funktioniert. Torsten J. Koerting: Also das heißt, du sagst, Ziele machen, Ziele groß machen, sie dir zu eigen machen, um dann den strategischen Plan auszuarbeiten. Wie komme ich von da, wo ich heute stehe, zum Ziel? Jetzt bist du ein bisschen mit dem Glück gesegnet, dass du dieses analytische und auch strukturierte Denken hast und auch diesen Weg siehst und gehen kannst. Was rätst du Menschen? Zwei Fragen. Was rätst du Menschen, die diese Abschnitte, die du eben erwähnt hast, noch nicht so klar vor sich sehen, sondern die den ersten Schritt vielleicht gehen und dann Angst haben, was dann kommt. Wenn du auf den Mount Everest drauf gehst, ich war da noch nicht, oder den Grand to Grand läuft, den ich ja schon gelaufen bin, dann läufst du die erste Etappe und weißt nie, was die nachfolgenden Etappen alles noch an Überraschungen bringen. Das heißt, du kannst diesen Weg manchmal nicht so ganz planen. Frage eins, was du den Menschen rätst. Und Frage zwei, wenn der Sturm kommt und dich von dem Weg versucht abzubringen, du hast eine Verletzung, du bekommst ein Kind und kannst vielleicht doch nicht so trainieren, wie du möchtest, weil deine Familie jetzt erst mal im Vordergrund steht. Wie gehst du damit um und was rätst du deinen Kunden dann durchzudrücken, wenn es mal hart wird? Gast: Also die erste Frage, wie, also diese Klarheit, also Klarheit ist ein großes Thema mit den Unternehmen, aber auch mit den Coaches. Tatsächlich bin ich Freund davon, wenn es um das Thema Klarheit geht, sich Hilfe zu suchen. Das muss jetzt nicht immer gleich der große Mentor oder Coach sein. Es ist natürlich hilfreich, aber einfach sein Netzwerk zu bedienen, sich mit Menschen zu unterhalten, im Freundeskreis oder einfach auch mal in Zeiten von Social Media gibt es so viele Menschen, mit denen ich mich austauschen kann, die da eine Idee haben. Also Klarheit alleine zu erlangen, erachte ich als sehr schwierig. Von daher wäre da mein Haupttipp, vernetzt dich am besten mit Menschen, wo du ganz klar nachvollziehen kannst, aufgrund von Proof und Vita, dass sie dir wirklich helfen können und nicht von Leuten, die erst mal laut rausschreien. Das wäre das zum Ersten. Zum Zweiten, also diesen Gegenwind, von dem du sprachst, den haben wir alle immer. Ja, also es ist, ich würde, also es ist ja niemals eine Gerade. Es ist nie, also das sollte jeder wissen, es wird nicht immer alles Spaß machen. Ich glaube, das ist auch, was ich in meinen Impulsvorträgen sehr deutlich sage, es kann und wird nicht immer alles Spaß machen auf so einem Weg, aber das weiß jeder, der erwachsen ist. Und es gibt immer Stolpersteine, die im Weg gelegt werden. Jetzt ist es aber auch so, dass diese Stolpersteine, also ich sage mal, wenn du den Grand-to-Grand läufst oder wenn du auf den Everest gehst, ist es nicht so, dass du die meisten Stolpersteine im Vorrang nicht auch schon planen kannst und dass du nicht Wenn-Dann-Strategien erstellen kannst. Ja, also eine Wenn-Dann-Strategie ist ja dafür da, wenn das und das passiert, was mache ich dann? Wir nehmen dein Beispiel, du möchtest einen Ironman machen und du wirst Vater und merkst, deine Trainingszeit haut nicht hin. Dann habe ich genau zwei Möglichkeiten. Entweder ich sage, okay, ich verschiebe das Projekt um ein Jahr und bin jetzt Vater und versuche ein Stand-by-Training zu erhalten, dass ich nächstes Jahr gestärkt mit einer gewissen Athletik wie auch immer besser starten kann. Oder ich versuche zu recherchieren und mich mit Fachleuten auseinanderzusetzen, welcher Mindestumfang an Training muss denn stattfinden, dass ich so einen Ironman finishen kann und verlasse vielleicht so ein bisschen meine Zielparameter, dass ich sage, ich möchte einen Ironman unter 12 Stunden oder unter 10 Stunden machen. Dann sage, okay, ich nehme in Kauf, dass ich den Ironman in 13 Stunden finische, aber ich möchte ihn finishen. Und dann kann ich sagen, okay, dann ist ein Trainingsumfang von XY ausreichend und ich kann mir Erfahrung, also ich hatte auch zwei kleine Kinder und habe einen Ironman gefinisht und ich habe praktisch nachts mit der Kopflampe trainiert, wenn alle geschlafen haben. Das ist eine Entscheidung und ich war mir aber klar, ich werde einen Ironman nicht unter 12 Stunden finishen können, weil mit sechs bis acht Stunden Trainingsumfang wird das nicht möglich sein. Punkt. So. Und dann kann ich entscheiden, entweder ich entscheide mich dann dagegen und sage, dann möchte ich es nicht, dann verschiebe ich das Ganze und mache so einen Standby-Plan oder ich sage, okay, das ist für mich in Ordnung, dann suche ich mir aber wiederum Leute, die genau das gemacht haben. Ich bin ja meist nicht der Erste, der in dieser Situation ist. Und selbst für die Leute gibt es einen Handlungsplan. Definitiv. Und den müssen sie natürlich dann abrufen und recherchieren, aber dafür gibt es Menschen, die mir helfen können. Und den müssen sie natürlich dann abrufen.