Deep Dive mit Torsten Koerting — Folge 023 Offline ins Online - Meine Schluesselerkenntnisse 2020-05-19 Automatisch transkribiert (whisper.cpp, large-v3-turbo). Nicht redigiert — Fehler sind möglich. Sprecher automatisch getrennt (pyannote). Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. Quelle: https://torstenkoerting.com/podcast/023-offline-ins-online-meine-schluesselerkenntnisse ======================================================================== Torsten J. Koerting: Hallo und ein herzliches Willkommen zum Gamechanger Podcast. Der Podcast für deinen Erfolg. Mit wirksamen Impulsen, spannenden Inspirationen, erkenntnisreichen Interviews und persönlichen Gamechanger, die dich in die Umsetzung bringen. Und das Ganze von und mit Torsten Koerting. In den letzten Wochen sind wir ja etwas durchgeschüttelt worden und der maßgebliche Effekt, den es zumindest auf unser Businessmodell und die Art und Weise, wie wir arbeiten, gehabt hat, war, dass sich unsere Formate vom Offline ins Online verlagert haben. Das heißt, sowohl die Workshop-Formate, die wir ja auch vielerorts im Offline stattgefunden oder stattfinden haben lassen, machen wir mittlerweile im Online. Wir treffen keine Kunden mehr. Ich komme nicht mehr raus zu den Menschen, die ich begleiten darf. Ob die Coaches, die Mentees, meine Kunden im Corporate-Bereich, das passiert alles von hier zu Hause. Und in den letzten acht Wochen, und das ist der Zeitpunkt, wo Corona-Lockdown uns alle maßgeblich in das Homeoffice verdammt hat, die letzten acht Wochen haben einiges an Klarheit darüber gebracht, was die entscheidenden Faktoren sind, im Online-Workshops zu faszinieren, zu moderieren und ähnlich wirksam zu sein. Und das sind genau die Elemente, die ich jetzt hier in diesem Podcast für euch und für dich transparent machen möchte. Torsten J. Koerting: Diese Elemente teilen sich auf in ganz wesentliche Bereiche. Ich werde gleich eingehen auf die Technik, die ja ein kritischer Aspekt sein darf. Ich gehe darauf ein, was die Planung angeht und die Vorbereitung eines solchen Workshops. Auf das Framing, sprich, wie du mit diesen Workshops an der Stelle umgehst und wie du sie einführst. Die Vorbereitung auf das Ganze. Manchmal ist auch weniger mehr und auch einige von den Glaubenssätzen von uns haben sich auch verändert. Und das möchte ich in diesem Podcast näher bringen. Also fangen wir mal an mit der Technik. Was wir gelernt haben, ist, dass die Technik eine grandiose Basis ist, um überhaupt in der Lage zu sein, das, was heute durch Corona passiert, die Auswirkung von Corona, dieser überhaupt zu begegnen. Ich habe mir die Gedanken gemacht, Mensch, was wäre denn gewesen, wenn vor 15 Jahren diese Pandemie ausgebrochen ist oder wäre? Was wäre denn da passiert mit den Geschäftsmodellen? So kannst du Mitarbeiter einfach ins Homeoffice schicken. Und das hat auch noch eine maßgebliche Veränderung in den Organisationen und in den Firmen zur Folge. Weg von Kontrolle hin zu Selbstbestimmung. Weg von dem Bedürfnis, Menschen zu sehen, wenn sie arbeiten, hin zu ich vertraue ihnen auch, wenn sie im Homeoffice sitzen und vieles andere mehr. Und das wird maßgeblich dadurch unterstützt, dass wir in der aktuellen Zeit so eine grandiose Technikgrundlage haben, dass wir ein Internet haben, was vor Bandbreite strotzt und wir die Möglichkeit haben durch unsere Smartphones, durch unsere Laptops und durch die iPads und wie sie alle heißen, die Technologien, wir in der Lage sind, überhaupt von zu Hause zu arbeiten. Was hätten wir denn zum damaligen Zeitpunkt, als ich aufgewachsen bin, mit Münztelefonen gemacht? Ich hätte keine Ahnung gehabt, was ich da hätte machen sollen mit meinem Job damals. Und in der aktuellen Situation sind wir da großartig aufgestellt in der Welt, zumindest in den Breitengraden oder in der westlichen Welt, als auch in der östlichen natürlich, in der wir hier unterwegs sein dürfen. Und dennoch ist die Technik etwas, was wir uns zunutze machen können, ob das jetzt Zoom ist oder Skype oder Microsoft Teams, als die Basis, um überhaupt kommunizieren zu können, sich sehen zu können und auch sprachlich weltweit mit vielen anderen Menschen gleichzeitig zu vernetzen und in den Austausch zu gehen. Und dann gibt es ja die weiteren Bausteine, wie zum Beispiel Miro oder Mural, das ja Plattformen sind, auf denen dich wie im Workshop auf einer weißen Fläche mit Post-its, mit Canvassen und mit allen anderen Möglichkeiten der Interaktion und Kollaboration, Erkenntnisgewinne und Ergebnisse produzieren kann. Und dennoch darf ich sagen, dass diese Technologie, welche da auch immer zum Einsatz kommen darf und soll, dass diese Technologie etwas ist, was nicht im Weg stehen darf. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder festgestellt, manchmal ist weniger mehr, darauf komme ich gleich noch zu sprechen, manchmal ist ein Blatt Papier mit einem Stift deutlich wirksamer als vielleicht die Technologie zu nutzen, die uns heute zur Verfügung steht. Ich habe auch Workshops erlebt, wo es um Emotionen ging, wo es notwendig war, dass Menschen in das Gefühl kommen und wenn dann die Technik im Weg steht und ständig die Frage kommt, wie soll ich das denn jetzt dahin schieben, was ist denn damit und was kann ich hiermit noch machen und und und. Das einfach diesen ganzen Prozess behindert beziehungsweise es verhindert, dass Menschen aus dem Kopf in das Gefühl kommen und ich sag mal die Wirksamkeit hinter der Wirksamkeit für sich entdecken. Also Tipp Nummer eins darf ich sagen, nutzt die Technologien, die dort draußen vorhanden sind. Schaut euch an, was Zoom und andere Tools für grandiose Funktionalitäten bieten, mit Breakout-Rooms, mit Musikeinspielungen, mit Umfragen und und so viel mehr inklusive Aufzeichnung, dass für die, die nicht dabei sein konnten, sich das im Nachgang anschauen können und und und. Als auch mit anderen Technologien wie Miro oder Mural zu arbeiten und überprüft immer, wann macht es Sinn, welche Technologie einzusetzen. Wir sind nicht hier, um zu spielen, sondern immer noch da, um Ergebnisse und eine gewisse Wirksamkeit zu erreichen. Ja, was habe ich noch gelernt? Ich habe gelernt, dass Planung fast schon alles ist. Gerade wenn du in einem Workshop-Kontext bist, wo du ja sehr stringent durch gewisse Inhalte durchgehen darfst, dann bietet sich an, hier beispielsweise mit einem Regieplan zu arbeiten. Auch da gibt es grandiose Tools, wie beispielsweise Session Lab, die es dir ermöglichen, eine minutiöse Planung zu machen, an diesem Plan zu kollaborieren, gemeinsam mit anderen und insoweit zu verfeinern, dass du da wirklich durch kommst. Wir hatten vor einigen Wochen, vor zwei, drei Wochen, hatten wir ein Webinar für die größte internationale Business School, der CIBS. Dort bin ich Gastprofessor und Teil der Fakultät. Und die CIBS, die Chinese European International Business School, da durften wir den Alumni's erzählen und erläutern, welche, wie wir, wie das Offline ins Online zu bringen, ist und wie man Online Meetings richtig faszinieren kann, welche technischen Möglichkeiten es da gibt, welche Abläufe und und und und. Und das war ein Webinar. Das war natürlich mit 30 Beteiligten. Die saßen da alle an ihrem Bildschirm und es war wichtig, dass wir durch den Content durchkommen. Und da haben wir auch solch einen Regieplan aufgebaut und waren in der Lage dafür uns, diese Strukturen zu schaffen. Also schau, dass du das durchplanst. Ich darf auch sagen, einen Plan B darfst du immer in der Tasche haben, gerade wenn es um Mural oder Miro geht, haben wir immer wieder festgestellt, dass sowohl Zugänge, speziell aus dem asiatischen Raum nicht funktionieren, die Internetbandbreite gut sein muss, der Internet Explorer manchmal ein bisschen hakelig ist und am besten Safari oder Chrome nutzt. Also das sind alles so Dinge, die bei der Planung entsprechend berücksichtigt werden. dürfen. Komme ich zu Punkt Nummer drei, das Framing. Das Framing ist, wie führst du in diesen Workshop, in diesen Zeitraum, wie führst du da ein? Und da darfst du am Anfang speziell darauf hinweisen, wie lange das Ding dauert, wie viel Interaktion dabei ist, aber du darfst auch darauf hinweisen, dass eine Pause passiert. Wir planen die Workshops aktuell in solch zwei Stunden Häppchen. Manchmal mit einer Stunde dazwischen, manchmal mit einer Viertelstunde dazwischen, manchmal mit einer Viertelstunde dazwischen, manchmal auch mit Minuten dazwischen oder auch mit einem ganzen Tag. Da komme ich auch gleich nochmal drauf, was Asynchronität für eine Riesenchance ist und das möglicherweise im Online ein Riesenvorteil ist gegenüber dem Offline, weil nämlich in der Zeit zwischen den beiden Elementen, Bausteinen, Impulsektionen, genau dazwischen die Magie passiert. Also ich darf sagen, die Planung, ein Plan B und auch Pausen einzuplanen ist das Wichtige, aber das richtige Framing, das du einführst in diesen Workshop, das du auf Pausen hinweist. Und dann ist auch noch eins ganz wichtig, das Thema Vertrauen als auch eine Basis zu schaffen für einen wirksamen Workshop im Rahmen eines Wertesystems. Und dieser Teamkodex, Ehrenkodex, Code of Honor, wie auch immer du ihn nennst, ist ein wesentliches Fundament, was notwendig ist, damit sich Menschen auch in solch einem Online-Rahmen wohlfühlen, sich fallen lassen können, als auch sich fokussieren dürfen. Ja, in diesem Ehrenkodex darf durchaus stehen, fokussier dich, hab Disziplin, hab Respekt vor den anderen und nestel vielleicht nicht an deinem iPhone oder deinem Smartphone rum oder nimm die E-Mail, die gerade reingekommen ist. Du sitzt ja am Rechner, wirst leicht abgelenkt oder kannst leicht abgelenkt werden, dann diese E-Mail zu bearbeiten, sondern nimm dich zurück, fokussier dich auf das, was kommt. Jetzt kommen auch später Pausen und dann darfst du daran arbeiten. Also dieses Framing auch im Rahmen des Kontextes und des Rahmens ist ganz wichtig. Schalt auf Sturm, mach dein Video an, all das sind so Bausteine, die du dort in dieses Framing mit reinpacken kannst. Also, wir haben besprochen die Technik, die Planung, das Framing. Kommen wir jetzt zur Vorbereitung. Die Vorbereitung ist auch ein ganz wesentlicher Aspekt. Also, du darfst dieses Excitement aufbauen, also diese Energie, die dann auf diesen Termin, der im Online stattfindet, ob Workshop, ob Teammeeting, was auch immer es ist für dich, dass du darauf vorbereitest und dass du eine E-Mail schickst, die dann auf alle wesentlichen Teile hinweist, gegebenenfalls noch einen Technik-Check beinhaltet, gerade wenn du artfremde Technologie anwendest, die vielleicht der eine oder andere so noch nicht genutzt hast. Ja, und du darfst dich auch im Vorfeld vertraut machen. Bei diesem eben erwähnten CIBS-Workshop-Webinar haben wir uns eine Stunde vorher eingewählt in den Call, haben alles nochmal geprüft, läuft die Technik, funktioniert alles, sind die Links vorhanden, die man dann in den Chat postet und, und, und. Also, diese Vorbereitung direkt vor dem Termin selber ist eine ganz wichtige, damit du nicht die erste Viertelstunde oder halbe Stunde damit verwendest, dass die Technologie gerade gerückt wird. Also, dieses Eingrooven in die Technologie und du vielleicht auch anderen Menschen die Möglichkeit gibst, sich vorher schon einzuwählen, gerade dann, wenn sie vielleicht die ein oder das andere Technikproblem erwarten, beziehungsweise auf die Links, die du verschickt hast, noch nicht zugreifen können. Also, diese Vorbereitung insofern ganz wichtig. Ja, was wir auch gelernt haben, ist, dass weniger manchmal mehr ist. Wer weiß, oder wer uns kennt, weiß, dass wir die Workshops immer picke, packe, vollplanen, das ein oder andere dann doch hinten rüberfällt und wir ab und zu auch mal über die Zeit gehen. Und gerade im Online-Bereich passiert doch mal das ein oder das andere, was ja Zeit kostet und was du nicht geplant hast, weil gerade die Technik dann doch etwas ist, was dagegen gestanden hat. Und da ist es dann wichtig, einfach mal weniger mit reinzubringen. Das Zweite ist, dass dieses Reflektieren und dieses Integrieren der Impulse. Wir empfehlen sowieso nicht mehr als 15 Minuten für einen Content-Impuls zu machen, ohne dass das Ding energetisch aufgeladen ist. Und du dann in dieser Zeit dazwischen Möglichkeit gibst, des Austausches, Möglichkeit gibst, des Reflektierens. Vielleicht auch noch ein Debriefing einbaust, um zu reflektieren, was bei dem einen oder anderen oben aufgelegen hat. Ja, und vielleicht den ein oder anderen Prozessschritt, das eine oder andere inhaltliche Elemente rausnimmst, um den Workshop nicht zu überfrachten, weil die Aufmerksamkeitsspanne im Online doch eine andere ist und es auch anstrengender ist, über einen gewissen Zeitraum auf den Laptop, auf den Monitor zu schauen und das zu berücksichtigen ist. Ja, letzter Punkt sind die Glaubenssätze. Ein Glaubenssatz, den wir gelernt haben und auch integriert haben mittlerweile ist, weniger ist mehr, wie ich schon gesagt hatte, aus den genannten Gründen. Und der zweite Glaubenssatz, und den möchte ich jedem Einzelnen von euch mitgeben, den möchte ich dir mitgeben, nämlich speziell dann, wenn du zum ersten Mal solch einen Online-Workshop moderierst oder facilitierst, Torsten J. Koerting: gibt es einen ganz wesentlichen Glaubenssatz, der durch einer meiner Mentees geprägt wurde, der lautet, wenn du etwas zum ersten Mal machst, dann mach das, was du kannst. Das heißt konkret, wenn du das erste Mal ein Live-Video-Webinar-Workshop abhältst, dann mach genau in dieser Zeit, in diesem Workshop das, was du kannst und probiere nicht noch fünf andere Sachen aus. Denn das Online-Fazilitieren und damit zu dealen, wenn neue Leute reinkommen, wieder rausfallen, der eine sich meldet, dann musst du alle auf Stumm schalten, den Chat zu überwachen und, und, und. All das sind Elemente und Bausteine, die gerade im Online zum Tragen kommen, die du in einem Offline-Workshop mittlerweile integriert hast. Wenn da einer später kommt, begrüße den, lässt ihn hinsetzen und fertig und machst weiter, im Online hat das doch nochmal einen größeren Effekt, der dich leicht aus der Fassung bringt. Das heißt, bleib bei dem, was du kannst, tu das, was du kannst und erweiter deinen Kontext, deinen Rahmen, deine Inhalte und auch die Technologie, die du nutzt, Stück für Stück. Verschaff dir Übungsbühnen, in denen du in der Lage bist, genau das zu überprüfen und besser zu werden und zu dem Menschen zu werden, der in der Lage ist, auch solche große oder erweiterte Online-Formate zu facilitieren. Das erst mal so die Learnings von uns aus den letzten Wochen. Wir haben einiges an Online-Formaten mittlerweile hier facilitiert. Wir waren ja vorher schon viel im Online unterwegs. Zoom und Miro und Mural waren uns durchaus vorher schon bekannt. Nur die Intensität, mit der wir aktuell in der Lage sind bzw. gezwungen sind, im Online zu arbeiten, hat natürlich nochmal einiges an Erkenntnissen gebracht. Und ich hoffe, dass ich dir hier ein paar Einblicke und ein paar Impulse und ein wenig Inspiration geben konnte, der dir hilft, in deinem Offline, dein Offline zum Online werden zu lassen. Viel Spaß damit, viel Erfolg und bei Fragen gerne melden. Der Torsten. Und nun, wenn du als Trainer, Coach, Berater, Speaker, Experte, dein nächstes Level erreichen möchtest und in die Umsetzung kommen möchtest, wenn du deine Strategie entwickeln, deine Vision entstehen, deine Ziele erreichen möchtest, Dann lade ich dich ein auf www.torstenkörting.com/termin, einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir zu vereinbaren. Wir können uns dort kennenlernen, wir können dort deine aktuelle Situation analysieren, wir können besprechen, wo du hin möchtest, wir können betrachten, wie du dort hinkommst, wir analysieren, was dich davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, damit du deine Ziele erreichst. Gleiches gilt für Organisationen, die ihre Teams entwickeln möchten, die Workshops fasziniert haben möchten und die Projekte aus der Schieflage wieder auf die gerade Bahn und Teams dazu bringen möchten, ihre Projekte zu liefern. Auch sie und dich lade ich ein, diesen Termin zu vereinbaren, damit wir genau die aktuelle Situation, das Zielbild und wie kommt ihr dahin, besprechen können unter www.torstenkörting.com/termin. Ich freue mich auf deine Anfrage und das persönliche Gespräch mit dir. Bis dahin, der Torsten. Ciao.