Deep Dive mit Torsten Koerting — Folge 040 Wie du den Rahmen deines Projekts kontinuierlich halten kannst 2020-10-30 Automatisch transkribiert (whisper.cpp, large-v3-turbo). Nicht redigiert — Fehler sind möglich. Sprecher automatisch getrennt (pyannote). Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. Quelle: https://torstenkoerting.com/podcast/040-wie-du-den-rahmen-deines-projekts-kontinuierlich-halten-kannst ======================================================================== Torsten J. Koerting: Hallo und ein herzliches Willkommen zum Game Changer Podcast, der Podcast für deinen Erfolg. Mit wirksamen Impulsen, spannenden Inspirationen, erkenntnisreichen Interviews und persönlichen Game Changer, die dich in die Umsetzung bringen. Und das Ganze von und mit Torsten Koerting. Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe Zuschauer. Und auch in dieser Folge geht es um eine weitere Erfahrung, die wir im Kontext der nicht allzu vergangenen Alpenüberquerung der Alpen X im Rahmen der Nature Leadership Experience gemacht haben. Denn wie wir immer sagen, die Alpen Cross ist ein Projekt on Speed. Dort erlebst du an einem Tag das, was du möglicherweise in Projekten in der gesamten Projektlaufzeit nur einmal erlebst. Und das, was ich mit euch teilen möchte, ist eine ganz bestimmte Erkenntnis, nämlich die, dass der Rahmen in einem Projekt unheimlich schwierig zu halten ist, speziell über die Laufzeit. Ich habe das häufig erlebt, dass auch in eigenen Projekten, die ich verantwortet habe, dass es unheimlich anspruchsvoll ist und viel Energiebedarf, einen Rahmen zu halten. Ein Rahmen ist das Umfeld, in dem dein Projekt eintritt, um dann erfolgreich zu sein. Das sind deine Meetingroutinen. Das sind Werte wie Pünktlichkeit, respektvoller Umgang, Vertrauen, Offenheit, Transparenz und welche Werte auch in deinen Projekten eine Rolle spielen. Und warum es so schwierig ist und herausfordernd ist, diesen Rahmen zu halten. Da schauen wir heute drauf, was die Alpen Cross damit zu tun hat und wie du dem Ganzen begegnen kannst. Viel Spaß bei dieser Folge. Torsten J. Koerting: Ja, wie ich eingangs schon sagte, ist auch diese Folge wieder eine Reflexion der nicht und der kürzlich vergangenen Alpen Cross, der Alpenüberquerung im Rahmen unserer Nature Leadership Experience. In diesen Formaten erleben wir Projekte on Speed. Wir haben jeden Tag andere Lieder. Wir sind jeden Tag neuen Herausforderungen, denen wir begegnen dürfen. Neue Situationen, die entstehen, die wir wahrnehmen und erkennen dürfen und im Abend im Rahmen des Debriefings und der Reflexion analysieren dürfen. Was ist da passiert? Wo sind möglicherweise die Ursachen begraben und was kann ich tun, um in Zukunft mein Handeln zu verändern als Führungsperson oder als jemand, der im Team unterwegs ist? Und eine dieser Situationen möchte ich hier mit dir teilen, nämlich eine Situation, die auch im Kontext dieser Alpen X so spürbar war, wie sie in Projekten vielleicht gar nicht über den Weg hinweg spürbar sind, sondern wo du dann zurückblickst und sagst, das war doch irgendwie schon mal anders. Denn es sind diese schleichenden Prozesse, diese Gewohnheiten, die sich rausschleifen und durch andere, durch vielleicht toxische Gewohnheiten ersetzt werden. Und was ich mit dir teilen möchte, ist, dass in Projekten, ich es häufig erlebt habe, dass es schwierig und herausfordernd ist, über einen längeren Zeitraum den Rahmen zu halten, aufrecht zu erhalten und sogar, wenn du gut bist, auch noch weiterzuentwickeln. Und dieses Rahmen halten und diesen Rahmen überhaupt erst mal kreieren, um ihn dann zu halten und dann weiterzuentwickeln, ist so ein entscheidender Erfolgsfaktor im Rahmen eines Projektes, als auch, um aus einem Team von Außergewöhnlichen, ein außergewöhnliches Team zu schmieden. Denn du als Führungsperson, als jemand, der der Leader oder der Host ist eines Projektes, beziehungsweise natürlich auch als jemand, der im Team arbeitet, bist du in der Verantwortung, diesen Rahmen mitunter zu unterstützen, zu kreieren, zu unterstützen, als auch dann vielleicht dafür zu sorgen, dass er sich weiterentwickelt und der Rahmen besteht aus Werten, aus Rollen, die gelebt werden dürfen, aus Gewohnheiten, die positiv oder konstruktiv auf das Projekt wirken, wie beispielsweise deine Meetingkultur oder die Meetingstruktur, die du in Projekten etabliert hast, beziehungsweise Werte, die auf diese Meetingkultur zahlen, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, respektvoller Umgang, Transparenz und Offenheit und Vertrauen in dem, was geteilt und auch gesagt wird und auch umgesetzt wird. Und so hat jedes Projekt sein eigenes Wertesystem und das auch nur als Beispiel dafür, was Teil eines Rahmens sein sollte und auch in vielen Fällen ist. Und diesen Rahmen zu halten, fangen wir an bei der Pünktlichkeit, ist etwas, was einen großen Energiebedarf hat. Du hast es sicherlich auch schon mal erlebt, dass in Projekten sich irgendwann dann so der Schlendrian einzieht, dass Teilnehmer oder, wie sagt man, ja Teilnehmer eines Meetings zu spät kommen und dann sich über die Wochen hinweg sich das irgendwie so einschleift. Dann kommt mal einer zu spät, dann kommen zwei zu spät, dann waren es erst zwei Minuten, dann fünf, dann eine Viertelstunde, irgendwann kommen sie gar nicht mehr. Und sowohl die Teammitglieder, die auch im Rahmen dieses Teams da sind, als auch speziell der Leader, die Führungsperson, der Projektmanager, der Projektsponsor dafür verantwortlich sind, unter anderem diesen Rahmen zu halten. Und genau das durften wir in der Alpenüberquerung jeden Tag immer wieder erleben. Denn wenn du als Führung oder Führer dieses Tages, als der Guide, als jemand, der verantwortlich ist, die 13 Personen, die wir jetzt waren, über die Etappe zu führen des Tages. Natürlich gibt es einen Rahmen dort. Es gibt Hosts wie uns, die diesen gesamten Rahmen geschaltet haben. Es gibt einen Bergführer, der auch für die Sicherheit mitunter verantwortlich ist und dafür sorgt, dass alles auch in einem sicheren Rahmen stattfindet. Und dennoch nominieren wir jeden Tag per Losverfahren jemand, der dort das Team führt. Und es ist so spannend zu erleben, dass natürlich solch ein Tag lang ist. Wir haben zum Teil 20, 25, auch mal mehr Kilometer. Es sind Höhenmeter, die zu absolvieren sind. Ja, wir haben am Tag sieben, gehen wir über den Alpen Hauptkamm. Der ist auf 2930 Meter, haben dort über 1000 Meter im Aufstieg und das, nachdem wir schon fünf, sechs Tage in den Beinen haben und natürlich die Führungsperson dafür verantwortlich ist, den Rahmen zu halten, dafür zu sorgen, dass das Team beisammen bleibt, dafür zu sorgen, dass wir Pausen machen, dafür zu sorgen, dass die Pausen wieder pünktlich beendet werden, dafür zu sorgen, dass die Navigation gut läuft, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass Konflikte angesprochen oder auch vermieden werden, dass den Bedürfnissen der Teilnehmer gerecht wird und und und. Also ein riesen Paket an Aufgaben, die solch einer Führungsperson zuteil wird. Und natürlich ist auch für diese Führungsperson solch ein Tag herausfordernd. Solch ein Tag, der darf gestaltet werden. Da darfst du voll präsent sein und wenn du dann auch 20 Kilometer in den Beinen hast, bist jetzt über den höchsten Punkt hinweg, da kannst du zusehen, im Rahmen der Alpenüberquerung, wie in Anführungszeichen der Rahmen zerfällt, wie auf einmal der Führungsperson, ich will nicht sagen, das Team entgleitet, aber du spürst, alle wollen jetzt nur noch zur Hütte, wollen ins Hotel, müssen zur Seilbahn, weil wir dort um 17 Uhr sein müssen, um auf den nächsten Berg noch rauf zu fahren, weil dort unsere Übernachtungslokation ist. Dann gibt es auf einmal unterschiedliche Geschwindigkeiten und das, was vorher zusammengehalten wurde über fünf, sechs Stunden, ja, dass die 13 Leute wirklich über eine gewisse Meter Anzahl nur verteilt sind. Auf einmal zieht sich das Ganze in die Länge. Und der Leader, der Verantwortliche für diesen Tag, ist selbst auch, ich will nicht sagen am Ende, aber auch mittlerweile geschafft. Und die Energie ist vielleicht nicht mehr so da, diesen Rahmen aufrecht zu erhalten und dafür zu sorgen, dass das Team beisammen bleibt und das, was an Wertesystem und an Rahmenbedingungen im Vorfeld vereinbart wurde, beziehungsweise notwendig ist, solch eine Torsten J. Koerting: Alpenüberquerung, solch eine Tagesetappe zu gestalten, sich dann auf einmal so ein bisschen auflöst. Und das wurde während der Alpenüberquerung so richtig transparent und sichtbar, so wie viele andere Dinge auch, die wir hier nicht demaskieren werden, aber viele andere Dinge auch. Und was wir dort erkennen durften, ist, dass das etwas ist, was in sechs bis acht Stunden passiert, was in Projekten, wie gesagt, über einen gewissen Zeitraum passiert. Am Anfang sind alle, haben Bock, sind zu den Meetings da, dann denkt einer, das Meeting hier, das habe ich jetzt schon und irgendwie ist das jetzt nicht mehr so das, was ich mir gewünscht habe und dann komme ich jetzt später oder komme gar nicht mehr. Und wenn du nicht von Anfang an, und das sage ich dir als Turnaround-Manager, der ein bisschen Erfahrung hat in Projekten in Schieflage, wenn du nicht von Anfang an diesen kleinen Schlendrians, diesen kleinen Wellen, Frühwarn-Indikatoren Rechnung trägst, sie würdigst und reflektierst und entsprechende Maßnahmen umsetzt. Eine Maßnahme kann sein, ich mache nichts, ist okay, wenn der zu spät kommt. Oder ich setze eine Maßnahme um und sage, pass mal auf, ich rede jetzt mal mit dem unter vier Augen, sag das nächste Mal, wäre toll, wenn du pünktlich kommst. Oder ich adressiere das in der Gruppe, wir haben vereinbart, dass wir immer pünktlich zu Meetings kommen und es wäre großartig, wenn ihr das beibehaltet. Dass die Energie aufgebracht wird, diesen Rahmen, den du geschaffen hast. Und die Meeting-Kultur und Meeting-Struktur ist nur ein prägnantes Beispiel. Das zieht sich über alle Knowledge Areas, über alle Bereiche eines Projektes hinweg. Es notwendig ist, einen Rahmen nicht nur zu schaffen, in dem das Team eintritt, um erfolgreich zu sein. Es zusätzlich hinaus notwendig ist, diesen Rahmen zu halten. Deine Energie dazu haben, dass du in der Lage bist, dass das Umfeld weiter stimmt. Dass sich solche toxischen Gewohnheiten nicht einschleifen. Dass das Wertesystem, das etabliert ist, weiterhin auch lebt und Bestand hat. Und sogar, darauf darf ich dich ganz besonders hinweisen, darüber hinaus die Verantwortung da ist, dass sich der Rahmen auch weiter entwickelt. Denn eine Meeting-Struktur, um bei dem Beispiel zu bleiben, die du in den ersten Wochen oder Monaten etablierst, wenn du das Projekt übernommen hast oder initiiert hast, ist möglicherweise nicht mehr die wirksame Meeting-Kultur, die dann in drei, sechs oder neun Monaten auch noch Relevanz hat. Ist natürlich immer abhängig auch vom Projekttyp, ob du in einem Agilenprojekt arbeitest, Wasserfall, Hybrid, was auch immer. Ist nur als Beispiel hier gedacht, dass du reflektierst, was ist jetzt notwendig, um den Rahmen, den du mal geschaffen hast, um den du bemüht bist, ihn zu halten, in welchen Teilen du diesen Rahmen anpassen darfst. Und dafür ist diese Alpenüberquerung Sinnbild gewesen, die Erfahrungen, die wir dort gesammelt haben, was in solch einem Projekt on Speed alles passiert, was sich in wahren Projekten nur schleichend, Stück für Stück, sich einschleift bzw. ausschleift. Vielleicht noch eine andere Metapher, wenn du Kinder hast und mit den Kindern tagtäglich im Umgang bist, was ich dir wünsche mit deinen Kindern, dann wirst du vielleicht nicht so wahrnehmen, dass das Kind ständig größer wird. Du wirst es vielleicht nicht wahrnehmen in der Form, dass es irgendwie Kilos oder Gramms zulegt, wo sie vielleicht nicht hingehören, sondern wenn du dir dann mal ein Bild von vor einem Jahr oder zwei Jahren anschaust, denkst du dir, was ist denn aus dem Kerl oder aus meiner Tochter geworden? Und dieser Rückblick, das passiert auch in den Projekten, aber halt zu einem Zeitpunkt, wo häufig, ich will sagen, das Kind vielleicht schon in den Brunnen gefallen ist bzw. sich so viele Dinge eingeschliffen oder ausgeschliffen haben, dass du richtig wieder Energie ranbringen darfst, um es auf den Punkt zu bringen, wo es wieder hingehört. Und um auch bei der Kindermetapher zu bleiben, den Großeltern, die haben immer wieder diesen Effekt, speziell dann, wenn du zu den Großeltern immer nur alle paar Monate, alle halbe Jahr oder im schlimmsten Fall sogar nur einmal im Jahr kommst zu Weihnachten, die dann sagen, mein Gott, bist du groß geworden. Und genau das, diese Reflexion, diesen Sprung von du warst mal so kleiner und bist jetzt so größer, den nimmst du im schleichenden Prozess. Dann, wenn du ständig mit deinem Projekt oder in dem Fall mit deinen Kindern zu tun hast, gar nicht wahr, dann braucht es erst jemand anderes, der von außen mal drauf guckt. Aber ich darf dir sagen, durch die kontinuierliche Wahrnehmung, das Erkennen von dem, was passiert, die Reflexion, was hat das jetzt zu bedeuten, dass das passiert ist, wo liegen vielleicht die Ursachen und was muss ich tun, um das, was da entstanden ist, wieder zu korrigieren. Wenn du häufig genug durch diesen Prozess läufst und das mit dem Fokus auf den Kontext des Rahmens, dann darf ich dir sagen, dann werden dir solche Veränderungen auch bewusst und du brauchst nicht erst die Großeltern oder dich mit einem Stimmungsbild, was vielleicht vor ein paar Monaten entstanden ist, um dann wahrzunehmen, wow, hat sich ein bisschen was verändert, sondern durch das kontinuierliche Wahrnehmen, Erkennen, Reflektieren und Handeln, du durch diesen Prozess gehst, um das wahrzunehmen. Und die Alpencross hat das so nochmal uns auch wunderbar gezeigt, was da alles passieren kann und dieses Projekt on Speed, jeden Tag eine Etappe, jeden Tag in Anführungszeichen ein Projekt, hat das nochmal richtig zu Tage gefördert. Und uns und mir war es wichtig, das im Rahmen dieses Formates nochmal transparent zu machen, sodass du auf deinen Rahmen achtest, dass du auf deine Verantwortung achtest, was mit deinem Energielevel ist, wo dein Fokus hingeht und wo du ihn gerne haben möchtest, nämlich deinen Fokus, um daraus den entsprechenden Rahmen so aufrecht zu erhalten bzw. wenn du es kannst, das ist die Königsdisziplin, kontinuierlich weiterzuentwickeln, sodass das Team, das darin arbeitet, weiterhin erfolgreich sein kann. Und das gilt nicht nur für Projekte, das gilt für dein privates Umfeld genauso wie für deine Ehrenämter, wie für deine Communities oder für dich als Selbstständiger und deinem Unternehmen, auch dort kontinuierlich darauf zu achten, dass deine Energie hoch ist, dass dein Fokus da ist, wo er hingehört. Und speziell was den Rahmen, was deine Führungspersönlichkeit angeht, du immer als Vorbild auch agierst und in der Lage bist, den Rahmen so zu halten, wie es notwendig ist und wie es die Situation gebührt bzw. weiterzuentwickeln. Und jetzt überprüf mal, wo du vielleicht nochmal genau hinschauen darfst, wo vielleicht der Rahmen ein bisschen zerfallen ist, wo es etwas braucht, um ihn zu justieren. Und dann treff eine bewusste Entscheidung, nachdem du die Situation analysiert und reflektiert hast, um die Veränderungen entsprechend herbeizuführen. Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung, komm gut hin und wir sehen und hören uns in einer der nächsten Folgen. Bis dahin, der Torsten. Ciao, ciao. Torsten J. Koerting: Und nun, wenn du als Trainer, Coach, Berater, Speaker, Experte dein nächstes Level erreichen möchtest und in die Umsetzung kommen möchtest, wenn du deine Strategie entwickeln, deine Vision entstehen, deine Ziele erreichen möchtest, dann lade ich dich ein auf www.torstenkörting.com slash Termin, einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir zu vereinbaren. Wir können uns dort kennenlernen, wir können dort deine aktuelle Situation analysieren, wir können besprechen, wo du hin möchtest, wir können betrachten, wie du dorthin kommst, wir analysieren, was dich davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, damit du deine Ziele erreichst. Gleiches gilt für Organisationen, die ihre Teams entwickeln möchten, die Workshops facilitiert haben möchten und die Projekte aus der Schieflage wieder auf die gerade Bahn und Teams dazu bringen möchten, ihre Projekte zu liefern. Auch sie und dich lade ich ein, diesen Termin zu vereinbaren, damit wir genau die aktuelle Situation, das Zielbild und wie kommt ihr dahin besprechen können Ich freue mich auf deine Anfrage und das persönliche Gespräch mit dir. Bis dahin, der Torsten. Ciao.