Deep Dive mit Torsten Koerting — Folge 065 Ralf Schmitt - Über die Speaker-Szene, hybride Events und Innovationen im Online-Segment 2021-03-19 Automatisch transkribiert (whisper.cpp, large-v3-turbo). Nicht redigiert — Fehler sind möglich. Sprecher automatisch getrennt (pyannote). Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. Laut Folgentitel zu Gast: Ralf Schmitt Quelle: https://torstenkoerting.com/podcast/065-ralf-schmitt-ueber-die-speaker-szene-hybride-events-und-innovationen-im ======================================================================== Torsten J. Koerting: Hallo und ein herzliches Willkommen zu dieser neuen Folge des Umsetzungsgiganten-Podcasts. Und in dieser Folge, in diesem Interview wieder einen ganz besonderen Mensch, den ich seit fünf Jahren in meinem Umfeld und Netzwerk wissen darf. Ein Mensch, dem es gelungen ist, im letzten Jahr wie kaum ein anderer sich selbst zu transformieren und gleichzeitig seine eigene Produktionsfirma, die Impulspiloten, gleich mit. Ralf Schmidt ist Moderator und Speaker und auf den großen Bühnen in Deutschland zu Hause und mit seiner Firma Impulspiloten in der Lage, große Rahmen für Offline-Events zu gestalten. Und dann kam Corona. Und Ralf ist es gelungen, in dieser Zeit direkt nach dem Lockdown die neue Welt nicht nur zu antizipieren, sondern sich zu eigen zu machen und sich selbst als auch seine Firma komplett neu zu erfinden. Und daraus sind 80 Online- und Hybride-Events in den letzten Monaten entstanden. Eine Auslastung, die ihn kaum noch zum Atmen kommen lässt. Und diese Events in ganz besonderer Form und in gesonderer Art und Weise gestaltet wurden durch ihn, als auch seine Mitarbeiter. Und wir werden im Rahmen dieses Interviews die Erfolge und die Erfolgsformel dahinter demaskieren. Und zwar werden wir nicht nur auf den Speaker-Markt in Deutschland schauen, wie er sich in den letzten Jahren verändert hat, beziehungsweise was die Veränderung des letzten Jahres für viele, viele Speaker bedeutet und was möglicherweise Handlungsimpulse sind, sich in dieser Zeit nach vorne und weiter zu bewegen. Wir werden aufschauen auf die Impulspiloten, wie sie entstanden sind, was Events ausmacht im Offline und wie sich Impulspiloten nicht nur selbst neu erfunden hat, sondern wie sie in der Lage sind, Online- und Hybride-Events in einer ganz neuen Form zu gestalten und damit alle, die darin beteiligt sind, und zwar als Beteiligte richtig zu inspirieren, zu energetisieren und nach vorne zu bringen im Rahmen dieser Events. Wir werden auf den Menschen Ralf Schmidt schauen, auf denjenigen, dem es aktuell kaum gelingt, Ausgleich zu bekommen, beziehungsweise wie es ihm gelingt, sich in der Kraft und in der Energie zu halten. Auch Bücher wie beispielsweise digitale Events, die ein Frontrunner waren, ein erstes Buch im deutschsprachigen Markt, was mit letzten Jahres erschienen ist und die Tipps und Tricks zusammenträgt, sodass wir Trainer, Coaches, Berater und Speaker in der Lage sind, diese für unsere Veranstaltungen zu nutzen. Und daraus zieht er den ein oder anderen Tipp hinaus, den wir jetzt auch aktuell immer noch einsetzen können, um auch die Veranstaltungen im kleinen Rahmen, in unseren Zoom-Räumen, maßgeblich zu verändern. Und all das wird dieses Interview treiben mit tiefen Einblicken, auch in die Seele von Ralf und das, was er in der Lage ist zu sehen und was für ihn vielleicht auch eine herausragende Event-Veranstaltung ist, die er ja zum einen demaskieren und vielleicht auch mit seinen Impulspiloten und für sich selbst erreichen darf. Ich kenne Ralf seit ungefähr fünf Jahren und wir sind damals im Rahmen einer Hörbuchaufnahme das erste Mal in Berlin zusammengekommen und er hat mich durch seine ganz inspirierende, authentische, energetisch einfache, wunderbare Art in seinen Bann gezogen. Und wir sind uns seitdem immer wieder begegnet. Und er steht für mich wirklich für eine der Umsetzungsgiganten, gerade weil er sich in dem letzten Jahr und davor auch immer wieder neu erfunden und weiterentwickelt hat. Freut euch auf ein sehr inspirierendes und auch ein sehr klares Interview. Und nun begrüßt recht herzlich mit mir gemeinsam Ralf Schmidt. Torsten J. Koerting: Umsetzungsgiganten. Gast: Und in that perseverance I found new levels of strength. Und dann habe ich angefangen, das zu machen. Wehigkeit weitergeben zu dürfen. Aber es hat was mit Geduldigsein. Also zu erfahren, was denn die jungen Menschen bewegt. Torsten J. Koerting: Ralf, schön, dass du da bist. Freue mich, dass du hier in unserem Umsetzungsgiganten-Podcast bist. Sehr gerne, lieber Torsten. Ralf, wir kennen uns schon eine gewisse Weile. Und dennoch würde ich gerne mit einer Frage beginnen, die ich jedem meiner Interviewgäste stelle. Stell dir vor, auch wenn das für dich, für jemanden, der aus, ich will nicht sagen dem Flachland, aber da, wo andere Menschen Urlaub machen, nämlich der Hamburg und der Ostsee kommt, auch eine etwas weit entfernte Frage sein darf oder entfernte Region sein darf. Stell dir vor, wir treffen uns auf einer Berghütte. Ich komme von der einen Seite hoch, du von der anderen Seite. Wir sind da irgendwie auf dem Trip und sitzen dann abends zusammen zufällig am gleichen Tisch und ich stelle dir so die Frage, was machst denn du so? Was wäre denn mal eine ausführliche Antwort darauf? Gast: Ich glaube, ich hätte dich vorher gefragt, was du so machst und hätte dann sozusagen meine Antwort gesagt. Und zwar entweder hätte ich gesagt, ich habe eine Produktionsfirma oder ich hätte gesagt, ich habe eine Agentur. Das guckt mal drauf an, wie die andere Person ist. Oder ich hätte gesagt, ich bin Unternehmer. Irgend so was in der Richtung, glaube ich, damit hätte ich angefangen. Torsten J. Koerting: Ich darf jetzt hier für diejenigen, die den Podcast schon ein bisschen länger hören. Wir hatten hier vor einigen Wochen Michael Rossier, Vice President der German Speaker Association hier. Und der hat das, ich sehe schon, ihr seid alle so in so einem gleichen Kontext. Der hat nämlich genau das Gleiche gesagt. Er hat gesagt, erst mal würde ich dich fragen, wer du überhaupt bist, um dann meine Antwort auf dich zu tailern und anzupassen. Gast: Ich höre gerne zu, deswegen, wenn wir ins Gespräch kommen, würden wir wahrscheinlich ins Gespräch kommen, Torsten, dass ich dich ausfragen würde. Und dann irgendwann würdest du, weil du auch höflich bist, sagen, hey, was machst du eigentlich? Und dann wird sich das entwickeln. Ich glaube, es würde sehr unwahrscheinlich starten mit, dass ich am Anfang so mehr erzähle. Torsten J. Koerting: Vielleicht können wir uns ja für den jetzt kommenden Podcast darauf einigen, dass wir das umdrehen. Gast: Ja, weil sonst passt das nicht ganz ins Format. Das verstehe ich lieber. Torsten J. Koerting: Also, führ mal ein bisschen aus, Produktionsfirma, Unternehmer, was verbirgt sich dahinter, Ralf? Gast: Also, ich bin Ralf Schmidt von den Impulspiloten und ich habe eine Firma, das heißt Impulspiloten, wir sind die Experten für die hybriden Events. Und ich komme eigentlich wo ganz anders her. Ich bin jetzt seit 2001 selbstständig und war am Anfang Impro-Schauspieler. Und ich habe irgendwie, es gibt diesen wunderbaren Vortrag von Gerrit Danz, das ist ein Kollege, das Netflix-Prinzip, oder da geht es ein bisschen um Netflix, dass sie sich alle fünf Jahre neu erfunden haben. Bei mir war es ein bisschen ähnlich. So, die ersten fünf Jahre meiner Selbstständigkeit war ich hauptsächlich Impro-Schauspieler, Schauspieler. Dann war ich fünf Jahre lang ungefähr von, also von 2001 bis 2006. Von 2006 bis 2010 war ich so ganz viel Thema Moderator. Ich habe Unmengen an Sachen moderiert. Von 2010 bis 2015 war ich Speaker. Also, ich bin auch in der German Speaker Association, bin ich immer noch, aber das war dann so der Hauptschwerpunkt. Und ab 2015 Impulspiloten, wir sind so eine Event-Dramaturgie-Agentur, also keine klassische Full-Service-Agentur für Events, sondern immer nur für Dramaturgie sind wir angefragt worden, da sind wir auch sehr führend in Deutschland. Und seit 2020 sind wir die Experten für digitale, hybride Events. Wir haben irgendwie 80 bis 100 Stück in den letzten zwölf Monaten gemacht, von ganz kleinen bis richtig großen, verrückten Durchgeknallten. Und ich habe da mein Team um mich herum, wir sind so fünf bis zehn Feste und dann Unmengen an Freie und haben einfach ganz viel digitale, hybride Events in den letzten Wochen und Monaten gemacht. Torsten J. Koerting: Und dann jetzt hier auf der Berghütte. Gast: Und dann jetzt hier auf der Berghütte. Also, wahrscheinlich hätte ich nur über hybride. Torsten J. Koerting: Du hast diese grandiose Art, so viel vorwegzunehmen, weil mein ersten Post-it mit den vielen Fragen kann ich jetzt fast schon wegpacken, nämlich die Frage, wie fing alles an bei dir, nämlich aus der Improvisation, aus der Schauspielerei in den Weg, den du gerade beschrieben hast. Und die nächste Frage, die hier bestanden hätte, in welcher Lebensphase befindest du dich jetzt? Du hast jetzt gesagt, die Lebensphase 2020, Ralf. Ist es eine Lebensphase mit den Impulspiloten der hybriden und auch digitalen Events, die antizipiert war von dir? Oder ist die maßgeblich durch das, was jetzt im letzten Jahr 2020 passiert ist, den finalen Durchbruch oder den eigentlichen Durchbruch bedeutet hätte? Sprich, wenn nicht Corona gewesen wäre, wäre dann die Phase, in der du dich jetzt befindest, so immanent, wie du sie jetzt wahrnimmst? Gast: Also, ich glaube, wenn Corona nicht gekommen wäre, wäre es anders gelaufen. Ich glaube, bei den meisten, bei 99 Prozent. Ich glaube, dann hätten wir uns nicht so unglaublich auf digitale oder hybride Events spezialisiert. Also, wir waren schon immer sehr digital, wir haben immer viele Tools schon gearbeitet, aber ich glaube, diese Massivität der digitalen und hybriden Events, die kam erst durch Corona. Weiß ich nicht, was dann gekommen wäre, das kann ich euch gar nicht sagen, aber es passt irgendwie so ins Bild, dass wir uns halt immer wieder wandeln. Und diese Wandlung kam halt letztes Jahr dann sehr radikal, dass für mich das im Februar klar war, dass das so drastisch wird. Das fand ich ganz spannend. Und das haben im Nachhinein immer alle gesagt. Mein Gott, warst du früh dabei. Und wir hatten ja auch im Mitte März schon unser wirklich erstes klassisches hybrides, Teilhybrides Event und waren da echt Vorreiter. Es gab auch andere, die das gemacht haben, aber wir haben dann irgendwie total Gas gegeben und dann haben wir wirklich so viel gemacht von ganz, unser härtestes war 24 Stunden und dann dazwischen echt alles für, irgendwie kamen dann auf einmal alle großen Player auf uns zu. Also ganz viele Firmen haben gesagt, so mit euch machen wir es. Und das ist so, das ist schon Corona geschuldet, dem Positiven wie dem Negativen. Torsten J. Koerting: Ja, und da gucken wir gleich nochmal rein, Ralf, weil das ist nicht nur mit auch ein Antrieb für diesen Podcast, weil dich viele so wahrnehmen und wir uns ja auch schon einige Zeit kennen und genau diese Transformation aus dem letzten Jahr sich einige gefragt haben, was passiert denn jetzt mit den Impulspiloten, was passiert mit Ralf Schmidt, weil als Speaker-Moderator für wirklich viele Live-Events das dein Brot-und-Butter-Geschäft gewesen ist und auch die Impulspiloten natürlich grandiose, grandiose Events gemacht hat, wie die große Veranstaltung in Hannover mit über 300.000 Teilnehmern, die über eine Woche geht mit, ich weiß nicht, paar und 20 Bühnen. Da gucken wir dann nachher nochmal rein, wie das alles entstanden ist. Und ich würde gerne vorher nochmal ein Stück weit anfangen, weil natürlich dich viele kennen, gerade auch als Speaker, als Moderator von vielen, vielen Live-Veranstaltungen, ob jetzt aus dem Corporate-Umfeld, aus offenen Veranstaltungen, du natürlich auch mit der GSA sehr verwoben bist. Und da erst nochmal so einen Blick drauf, du bist ja 2008 zumindest nach deinem Lebenslauf in Richtung der echten, wahren Speaker-Szene gegangen, davor Moderator. Wie hast du die Speaker-Szene erlebt, auch speziell jetzt in den letzten fünf Jahren, parallel zu Impulspiloten? Und was hat dich so sein lassen, wie du immer noch bist und dich nicht in eine Bewegung hast hineinentwickeln lassen oder worden, die vielleicht die Speaker-Szene in den letzten Jahren genommen hat? Gast: Das sind gute Fragen, lieber Torsten. Also, das eine ist, glaube ich, immer noch dieser humorvolle Blick auf den ganzen Wahnsinn. Da habe ich auch mein alter Ego William Wanker entwickelt. Also 2014 kam William Wanker um die Ecke, als ich zum ersten Mal Convention Chair war. Es gibt bei der GSA einmal im Jahr so die große Flaggschiff-Veranstaltung, wo sich die deutsche Speaker-Szene trifft. Es sind immer so 400, 500 Kollegen und Kolleginnen. Und ich war Convention Chair, das heißt, ich musste das Ganze organisieren. Auf der einen Seite eine Ehre, auf der anderen Seite kriegst du keinen Cent dafür. Und habe mir überlegt, okay, wie baue ich dieses Ding, wie entwickle ich das? Das war so die Uhrzeiten der Impulspiloten. Da habe ich gesagt, okay, ich halte denen mal allen den Spiegel vor und habe einen amerikanischen Top-Speaker entwickelt, William Wanker. Und das ist ein bisschen so mein Blick auf die Speaker-Szene, also humorvoll, nicht immer alles ernst zu nehmen. Wir haben aber, wenn du die GSA, also nimmst, einen ganz schönen Turnaround hingekriegt von, sagen wir mal, sehr breitschuldrig, jeder erzählt, er ist der Geilste, bis hin zu einer Community, die wir gerade geworden sind, wo jeder seinen Platz hat, also das ist das eine, was passiert ist, zur Speaker-Szene, die hat sich, also die ist immer irgendwie gleich geblieben, gleich gut, gleich schlecht, das ist so eine Hassliebe. Das Interessante ist, es gab einen Artikel, der kam 2010, 2011 irgendwann raus, sozusagen, hör auf, Trainer zu sein, werde Speaker, da verdienst du einfach mehr. Also als Trainer sind, keine Ahnung, Tagessatz von 1, 8, muss man den ganzen Tag ackern und als Speaker kriegst du 8.000 und stehst eine Stunde auf der Bühne und dann feiern sie dich alle ab. Und das war so, ist immer so dieses Versprechen der Speaker-Szene, dass es heißt, werde Speaker, dann verdienst du mit nichts eigentlich Geld. Und das ist halt der totale Quatsch und das bisschen, wo ich William Wenger immer sozusagen vorne hinstelle und aber auch sage, es ist einfach ein Krampf. Speaker ist halt auch unglaublich viel Arbeit und es gibt in Deutschland ein paar tolle Kollegen und Kolleginnen, du hast Michael Rosier schon erwähnt, die davon gut leben können und die auch viele Speakings machen, aber es gibt ganz viele, nehmen wir mich, also ich lebe nicht nur vom Speaking, das ist ein Teil, also ich habe, keine Ahnung, im Jahr 30 bis 40 Vorträge in Pre-Corona-Zeiten gehabt und das war, glaube ich, ganz okay und dann hatte ich noch 20 Trainings, 30 Moderationen und Impulspiloten. Das waren so grob meine Zahlen. Torsten J. Koerting: Und William Wenger, die Kunstfigur für all die, die sie nicht kennen, die drei Stunden Maske braucht, weil William Wenger hat ja keine Haare und du bist ja mit Haaren gesegnet und nicht, dass die abgesagert werden, sondern William Wenger ist eben auch eine Kunstfigur, die all das, was in der Speaker-Szene, gerade auch in Amerika, er ist ja eine amerikanische, mit einem amerikanischen Akzent, die Kunstfigur, die das wunderbar parodiert. Jetzt hat ja die Speaker-Szene in Deutschland auch durch grandiose Ausbildungsformate, sei das bei Gedankentanken The Key, Hermann Scherer, Tobias Beck und andere, ja auch, könnte man vielleicht von außen sagen, eine Schwämme herbeigeführt in Deutschland, die diesem Ideal, was du gesagt hast, 8000 Euro pro Speaking, also pro Speech und eine Stunde, vergleichbar mit 1800-Tagesatz, wo du dich abarbeiten musst. Wie hast du diese Bewegung erlebt und wie hat sie auf dich gewirkt? Gast: Ich würde als erstes mal das Wort grandiose Ausbildungsformate streichen. Damit werben die Kollegen und Kolleginnen. Ich glaube, es ist einfach, also es ist so ein Versprechen, es ist, was hingehalten wird. Es gibt gute Ausbildungsformate und weniger gute. Also das muss jeder, glaube ich, für sich selber finden. Es gibt so eine Geschichte, die mein Mentor mal mir vor 15 oder 20 Jahren erzählt hat. Er war in Amerika und wurde dort von Leuten gefragt, was macht er denn? Und dann sagt er, er ist Schauspieler. Dann fragt sie, wie wird man denn Schauspieler? Ja, man geht auf die Schauspielschule. Und dann haben die alle gelacht. Und dann hat er gesagt, wie wird man in Amerika Schauspieler? Ja, man macht es einfach. Und das ist, glaube ich, zum Thema Speaking, dass man sich fortbilden kann. Aber ich halte sozusagen dieses Versprechen, du machst eine gewisse Ausbildung und bist nachher Speaker für nicht passend. Also es ist diese Möhre hinhalten. Dieses Versprechen muss nur groß genug sein. Dann zahlen die Leute Geld und jeder hat eine Geschichte, die erzählt werden muss. Und dann hält man immer aus den gewissen Schulen eine Person als Beispiel hin und sagt, der oder die hat es auch geschafft. Und da bin ich immer eher skeptisch. Also, wie jemand bekannt wird und warum? Es ist unglaublich viel Arbeit und nicht weiter bekannt zu werden und berühmt zu werden oder berühmt, was ist denn berühmt? Und sich da eine Marke aufzubauen. Das ist einfach unglaublich viel Arbeit. Und ich glaube nicht, dass es so ein Versprechen über irgendeine Schule gibt, obwohl die natürlich immer wieder Beispiele haben, was ja auch klar ist. Torsten J. Koerting: Was war damals dein Durchbruch? Als... Gast: Durchbruch würde ich gar nicht sagen. Es war einfach... Also Durchbruch finde ich viel zu... Durchbruch ist echt das falsche Wort, was nicht auf einmal war ich berühmt, sondern das war halt... Ich halte mich auch nicht berühmt, das ist halt so ein Weg, den du gegangen bist. Also es ist so... Was wirklich... Also was... Meiner Meinung nach, es gibt so drei Highlight-Veranstaltungen in Deutschland, die man besuchen sollte. Das eine ist die GSA-Convention, die finde ich immer sehr wichtig. Das zweite ist die Petersberger Trainertage von Manager-Seminare. Das ist immer so mein Highlight und der Trainerkongress von Gerd Schilling. Das sind für mich so die drei Trainer-Speaker-Highlights, wobei die GSA-Speaker-lastiger ist. Petersberg ist so dazwischen. Da sind Speaker-Kollegen und Trainer-Kollegen und Kolleginnen. Und der Trainerkongress ist wirklich... Der war gerade der Digitale von Gerd. Der ist sehr Trainer-lastig, aber es ist halt ein tolles Wiedertreffen von Kollegen und Kolleginnen. Und dann ist es, glaube ich, wenn du ein Highlight hast, also wenn der Durchbruch ist, ist es total übertrieben, aber es geht so... Ich hatte Petersberg 2012 den Auftritt mit meinem Vortrag Flexibel im Kopf und da sehen dich dann halt Leute und wenn du gut bist, geht es weiter. Und dann sieht dich da jemand und dann kommt das Nächste und dann kommt das Nächste und das Nächste. Aber es ist nicht so... Ich stehe bei Gedankentanken, was ein toller Kollege ist, Stefan Fräse, ich auf der Bühne und auf einmal... Also ich komme erst mal gar nicht auf die Bühne. Also wenn du die Langtis-Arena hast, wo 15.000 Menschen sind, da erst mal drauf zu kommen, das ist schon... Da musst du schon was geleistet haben, bevor dich Stefan oder Alexander Müller nimmt. Torsten J. Koerting: Also auch Sinnbild, was du sagst, was auch ein Satz ist, den du immer wieder prägst, Bühne kreiert Bühne. Sprich, wenn du mal auf einer Bühne stehst, dort jemand in Anführungszeichen, ob jetzt wichtig oder unwichtig sitzt, der dich sieht, der, mit dem du resonierst, mit dem du in Energiekontext kommst, der dann sagt, den hole ich mir jetzt für meine Veranstaltung beziehungsweise läd dich halt ein für andere Bühnen. Gast: Bei uns ist es gerade, wenn du den Impuls will und siehst, so ein Dreiklang. Ich habe drei Abteilungen, in dem Anführungszeichen, in dieser Firma, die ich habe oder die wir haben. Wir haben die Produktion, den Vertrieb und das Marketing. Und die füllen sich immer wieder selber. Also wir haben Leitung Produktion, macht meine Mitgeschäftsführerin, Maria Dayani, die macht einfach hammergeile Produktionen. Und wenn diese Produktionen gut sind, dann kann unser Marketing, was Melanie Eschle macht, wieder coole Postings machen und coole Blogs schreiben. Und wenn dann die Leute sagen, die füllen ich gut, dann landen sie bei unserer Vertriebsleitung Vaya Visa Weber. Und wenn sie bei Vaya sind, die einen wahnsinnig guten Vertrieb macht, dann befüllt sich das so. Und das ist bei uns der Weg. Wenn wir nur tolle Produktionen machen würden, aber einen Schrottvertrieb und einen Schrottmarketing hätten, dann würden die Leute sagen, war eine tolle Produktion. Aber wenn das andere nicht zusammengreift, funktioniert es nicht. Genauso wäre es total bescheuert, wenn wir ein Hammermarketing hätten, aber wir grottenschlechte Produktionen machen, dann kauft jeder Kunde genau einmal bei uns und dann sind die weg. Gast: Also das müssen für mich, alle drei Bausteine müssen funktionieren. Und ähnlich ist es auch beim Speaking. Du musst als Speaker, als Speakerin einfach gut sein auf der Bühne. Das ist so das A und O. Und dann natürlich das Thema Sichtbarkeit. Also warum buche ich jemanden männlich, weiblich? Weil der für irgendwas steht. Und der muss dann sich gut verkaufen können, am besten extern. Also ich darf das nicht mehr bei mir, mir haben sie es verboten. Und du brauchst natürlich, du musst so eine Legende aufbauen, dass du sagst, für was steht denn Ralf Schmidt? Also du hattest vorhin wirklich Michael erwähnt. Der steht für Rhetorik, grandioser Rhetorik-Trainer. Oder ich habe als Beispiel Stefan Friedrich erwähnt, der am Anfang mit Günther, er ist Arzt, toller Motivationstrainer. Und Sabine Askedom, eine tolle Kollegin. Sabine, wir kennen uns ganz gut, die steht für mich eigentlich wirklich für nichts. Sie ist einfach nur geil. Also ich habe jeden Auftritt, den ich mit Sabine erlebt habe, ich habe sie relativ oft anbauen, bis haben Standing Ovations geendet. Und immer, wenn irgendwelche Kunden fragen, welche Frau in der Krise, dann sage ich immer Sabine Askedom oder Margit Hertlein. Das sind sozusagen die beiden, wo du immer am Ende Standing Ovation hast. Da ist Margit. Die Frage, warum? Ja, weil sie ist einfach geil. Ja, die ist einfach gut. Also es ist so, Sabine Askedom ist einfach nur gut. Also die redet natürlich über Motivation, die redet total viel über sich. Die ist so eine faszinierende Persönlichkeit, die kommt auf die Bühne und du magst sie. Und es gibt so dieses Speaking, Gast: es gibt diese total bescheuerte Übung mit heben Sie mal Ihren rechten Arm, legen Sie Ihren Nachbarn auf die Schulter und sagen Sie toll, dass du da bist. Massieren Sie Ihren Vordermann. Also vor Corona-Zeiten gab es sowas noch mit Berührung. Wenn wir uns dunkelnd daran erinnern. Ja, und das sehen Leute dann bei Gedanken tanken und gucken sich dann Sabine an und sagen, ach, das ist ja geil, das baue ich jetzt auch in meinen Vortrag ein. Und dann stehen die vor 500 Manager und sagen, alle Manager, stehen Sie mal auf, massieren Sie mal Ihren Vordermann und es kommt total scheiße an. Und wenn das Sabine macht, dann macht die das so fließend, dass 15.000 Leute in der Langstags-Arena mitmachen und sagen, das wollte ich schon immer mal machen. Und das kannst du halt nur, wenn du so eine Persönlichkeit bist, wie als Beispiel Sabine, Spaß genommen. Torsten J. Koerting: Jetzt würde man ja über dich sagen, Ralf, und ich glaube, du hast es auch mal über dich selbst gesagt. Warum buchen Menschen Ralf Schmidt als Speaker oder auch als Moderator? Hast du mal gesagt, weil sie einfach eine Type wollen oder also eine Type wollen. Was hat dich auch jetzt in Anbetracht mit der in Anführungszeichen Speaker-Schwemme der letzten Jahre und auch der Veränderungen möglicherweise im Speaker-Markt durch diese Schwemme, was hat dich treu bleiben lassen und dir treu bleiben lassen? Gast: Also wir haben vor zwei Jahren unseren Claim entwickelt und der Claim bei den Impulspiloten heißt die Experten für kontrollierte Eskalation. Und es ist, glaube ich, das steht für uns. Es ist immer, also ein Impulspiloten-DNA ist einfach, wir feiern gerne. Und ich feiere gerne und ich habe gerne Spaß und ich liefere gerne Content, aber es ist immer irgendwie spielt auch Party bei uns eine Rolle und spielt auch ein bisschen Schrägsein eine Rolle. Und wir haben jetzt gerade unser neues White Paper rausgebracht bei den Impulspiloten zum Thema Hybride Events und das habe ich heute abgenommen. Und das ist ein bisschen schräg. Da ist irgendwie Neongrün drinnen und dann haben wir heute diskutiert, passt das? Und dann haben wir gesagt, ja, weil wir nicht allen schmecken wollen. Also das finde ich ganz, ich muss nicht, also ich bin jetzt auch schon 45, im Augenblick sehe ich noch älter aus, wahrscheinlich, wenn hier das, die, die das Video sehen, Gast: Heuschnupfen, Frühling, kein Lockdown, Frisur und so weiter und so fort. Ich muss nicht jeden schmecken und ich bin nicht mehr der 30-jährige Moderator, der, oder der 30-jährige Speaker, der blendend aus, ich weiß gar nicht, wie 30 überhaupt blendend aus sah, das zu wissen. Also ich hatte, als ich 30 war und Impro gespielt hat, hatte ich immer die Sorge, oh Gott, wer bucht mich denn noch, wenn ich mal 40 bin, wenn ich dann alt aussehe und dann dachte ich mir, irgendwann, als ich dann 40, nicht 45, die buchen mich dann halt wegen was anderem, die buchen mich jetzt nicht wegen meinem Aussehen, ich glaube, ich bin sowieso nicht wegen meinem Aussehen gebucht worden. Und um dann eine Frage zurückzukommen, dieses leicht schräge Sein, dieses, ich kriege, ich kriege was anderes, nicht das Allglatte, das sind halt die Impulspiloten und das sind wir und trotzdem kriegst du immer also Kontrollierte, wir wissen einfach, was wir tun, wir wissen, was wir tun in dem Rahmen und das macht dann meistens sehr viel Spaß. Torsten J. Koerting: Und selbst wenn es Fuck-Ups gibt, um es mal in so einer Sprache zu sagen, glaube ich, hilft dir deine gesamte Schauspielerei und auch deine Leidenschaft der Improvisation dann auch über die Momente hinweg zu gehen. Gast: Ja, obwohl also in Pre-Corona-Zeiten hatten wir echt wenig Fuck-Ups am Ende, also die gingen am Anfang mit Corona wieder los, also wir hatten so die ersten drei Monate Corona bei den digitalen Events echt viele oder viele für unsere Verhältnisse einige Fuck-Ups, zwei, drei Veranstaltungen, die schwierig liefen. Seitdem läuft es wieder total gut, aber wir hatten schon Bugs am Anfang so wie alle, so wir hatten im Main-Event, wo die ersten 24-Stunden-Event gemacht, We Will Thrive, wo wir mit Peter Brandl zusammen und Thorsten Jägel und den Impulspiloten 24 Stunden aus einem Loft in Berlin und Hollywood gestreamt haben und die ersten zwei Stunden gingen einfach schief, also da waren wir technisch grandios überfordert. Das wird uns heutzutage nie mehr passieren, wenn wir heute mal eine Minute Ausfall haben, ist das schon der Super-GAU, weil das nicht mehr vorkommt, aber damals waren wir zwei Stunden lang nur Chaos und ein Kunde sagte nachher zu Thorsten Jägel, was ich sehr sympathisch fand, was Torsten immer erzählte, Herr Jägel, ich werde Sie weiterhin buchen, weil Sie haben die Fehler schon gemacht, die die anderen noch machen werden. Das ist eine schöne Sache. Torsten J. Koerting: Ja, was dann zu einem Buch geführt hat, digitale Events, auf das wir gleich noch zu sprechen kommen, was du ja mit Thorsten Jägel und auch mit der Melanie Eschle zusammen geschrieben hast, was ja im Gabal Verlag verlegt ist und in 30 Minuten, es ist ja in dieser 30-Minuten-Reihe, glaube ich, ganz wunderbare Tipps gibt, die selbst jetzt ein halbes Jahr, nachdem es, glaube ich, draußen ist, noch bemerkenswerter ist, selbst als vorher, weil vor einem halben Jahr haben sie alle noch geglaubt, ist ja bald vorbei und jetzt, glaube ich, alle merken, irgendwie werden wir alle drei Wochen weise vertröstet, gerade heute wieder. Bevor wir dazu kommen, diese Corona und auch die Veränderung in Richtung, es gibt keine Live-Events mehr oder ganz wenig, also live, offline, real mit vielen Menschen, Hybrid ist ja auch nochmal was anderes, wo eine Live-Komponente mit dabei ist. Glaubst du, dass ich hier oder nimmst du wahr, dass sich so ein bisschen die Spreu vom Weizen wieder trennt im Speaker-Markt? Gast: Du hast echt gute Fragen, lieber Torsten. Das kann ich dir nicht sagen, weil es gerade für mich keinen Speaker-Markt gibt. Also vielleicht bin ich auch falsch, also es kann natürlich auch sein, dass das bei mir falsch ist. Also ich bin in der Sicht, ich habe ja nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Es passiert halt gerade relativ wenig. Also vorher hast du einfach noch mitgekriegt, Kollegen haben gepostet und Kolleginnen waren unterwegs, du hast dich viel getroffen auf Events. Das passiert gerade nicht. Also es ist jetzt nicht so, dass du weißt, alle sind permanent unterwegs. So wie früher, ich habe dich, keine Ahnung, beim PM-Forum getroffen, zwei Jahre hintereinander. Ich habe dich bei der AOK getroffen. Weißt du, da trifft man sich, da plaudert man, dann sagt, wie geht es dir den Torsten? Dann gibt natürlich immer jeder an, sagt, ich habe Bomben, mit mir viel zu tun, bla bla bla, wie das so üblich ist. Ausgebucht bis nächstes Jahr. Ausgebucht, also ich habe 20, 28 wieder frei. Das kriegst du jetzt halt viel weniger mit. Also ich kriege wirklich wenig mit von Kollegen, die irgendwas machen. Also natürlich, die sozialen Medien sind eine Blase, du bist in so einer gewissen Blase, aber ich kann es dir, Spreu vom Weiz, ich glaube, was ich trenne, was ich wahrnehme, wenn ich es vorsichtig sage, ist, die Prominenten trennen sich von den Unprominenten. Wenn du vorher schon Namen hattest, Gast: dann kommst du noch ein bisschen besser durch, als wenn du gerade erst startest. Meiner Meinung nach aber. Auf der anderen Seite gibt es wieder das total andere wie Clubhouse gerade, dass auf einmal Leute, die totale Nobody sind, weil sie unglaublich fleißig sind und Clubhouse sich eine riesen Community aufbauen. Torsten J. Koerting: Ja, da sage ich immer, es ist nicht die Frage, wie viele Hemden du durchschwitzt, sondern wie viele Tore du schießt. Ich glaube, wir alle gerade in Clubhouse feststellen und lernen, was die Plattform hervorbringt und was sie vielleicht auch im Rahmen von Marketing, Vertrieb und Produktion, also in dem Dreiklang, was sie da ermöglicht und auch welche Monetarisierungskonzepte bis auf Selbstdarstellung und ich mache auf mich aufmerksam, mache meine Community größer, eine größere Liste und dadurch vielleicht irgendwann mal den ein oder anderen vertrieblichen Erfolg, sondern auch als Plattform sich entwickelt. Gast: Ich glaube, das hat sich gewaltig geändert im Gegensatz zu früher, obwohl da gibt es noch mehr Experten als mich, ich bin jetzt auch jetzt maximal seit zehn Jahren ein bisschen in der Szene, dass du viel mehr Marketing machen musst, Sichtbarkeit erzählen musst, um überhaupt noch was hinzukriegen. Also Gabi Graupner hat mal am Anfang von Corona einen Satz gesagt, den ich ganz spannend fand, der ist zwar nicht von ihr, aber ich kann jetzt Gabi zitieren, weil sie hat dir gesagt, wenn die Zeiten gut sind, musst du viel Marketing machen und wenn die Zeiten schlecht sind, musst du noch mehr Marketing machen. Und das ist so, dass alle permanent, also Thema Sichtbarkeit ist halt gerade dieses Hauptthema, Sichtbarkeit zu haben, zu kriegen und dann möglicherweise mal einen Job abzuschließen. Darum bin ich ganz glücklich, ich bin dann wirklich glücklich, dass ich die Impulspiloten habe, weil ich mich nicht auf Speaking konzentrieren muss. Also das mache ich gerne nebenher und das kann ich immer noch, das mache ich auch sehr gerne und es kommen auch langsam wieder Anfragen rein, weil gerade bei einem Jahr wirklich so gut wie gar nichts, weil es einfach keine Events gab. Torsten J. Koerting: Wir kommen gleich noch zu den Impulspiloten. Noch ein, zwei Fragen sind wir davor, weil ich glaube, dass du dein Lichter etwas unter den Scheffel stellst, weil... Der Licht ist gut hier in meinem... Genau, dein Lichter nicht unter den Scheffel, sondern über dich drüber hängst, ja, dass die Impulspiloten natürlich noch viel mehr ausmacht, ja, und zwar gerade auch dich als Moderator, jemand, der in der Lage ist, nicht nur einen grandiosen Rahmen zu schaffen, sondern ihn auch zu beleben wie kaum ein anderer, auch auf hybriden Bühnen beziehungsweise den Online-Bühnen du in der Lage bist, Emotionen zu wecken, deine gesamte Erfahrung auch im Online-Bereich wirken zu lassen oder im hybriden Bereich wirken zu lassen und du natürlich durch dein, durch die Menschen, die Impulspiloten zudem machen, nämlich Menschen auch aus der Schauspielerei, aus der Improvisation, immer wieder so ein kleines Golden Nugget, du sie mit reinbringst, ich durfte das bei der AOK erleben, die kleine Impro-Session als auch bei dem PM-Forum, das natürlich Nuggets sind, die Veranstalter aus einer Hand bei dir bekommen können und da natürlich ganz viel drin ist. Da gehen wir gleich drauf rein, Ralf, weil das ist ein mega, mega Aspekt, finde ich, und mega Aspekt, der auch Impulspiloten in Zeiten wie diesen zu mehr macht als einfach nur ein Veranstaltungs-Enabler oder Rahmenschaffer für Veranstaltungen. Um das Speaker-Thema abzuschließen, Ralf, was wäre nicht nur in Zeiten wie diesen, sondern grundsätzlich aus dieser, ja, fast schon, nehmen wir das Moderation noch mit dazu, also fast zwei Jahrzehnte Erfahrung, was wäre als jemand, der die Szene kennt, der sich umtut dort, wie kein anderer vernetzt ist, wie kaum ein anderer in Deutschland in der Speaker-Szene, Was wäre dein Tipp an Menschen, die vielleicht noch nicht die alteingesessenen Hasen sind, die noch nicht die großen Namen haben, in dem Kontext, ihren Footprint zu finden, ihre Fanbase zu finden, ihre Aufträge zu finden, ob im Online-Offline-Hybrid, mal völlig dahingestellt, was wäre dein Tipp? Gast: Also bei uns, oder bei uns wäre immer das Motto, einfach weitermachen, also wirklich anfangen, ich sehe es ja bei dir, ich kenne dich jetzt keine, vier, fünf Jahre, glaube ich, und das ist einfach weitermachen und dann habe ich dich zum ersten Mal wahrgenommen, dann taugst du da auf, dann taugst du da auf, dann taugst du da auf und das war es auch bei mir, also deine Marke da zu bauen und zu sagen, für was stehe ich und dann in alten Zeiten wirklich bei den relevanten Veranstaltungen vorbeizugucken, Leuten die Hand zu schütteln, also jetzt, es geht jetzt, es ist alles digital dann präsent, ich war vorhin in einem lustigen Clubhouse-Talk, den ich sehr lustig fand, von Stefan Ehlers und Stefan Heinrich, Michael Ehlers und Stefan Heinrich, Michael Ehlers, zwei Freunde von mir mit Stefan Heinrich, zusammen mache ich die Sales Hub-Konferenz, in den tollen, und die machen einen Clubhouse-Talk zum Thema, sie stellen jedes Mal zwei Bücher vor und das fand ich total witzig und das ist ein geiler Gedanke, ich stelle jede Woche zwei Bücher vor, die mich beeinflusst haben, das ist ein total simpler Gedanke und zu sagen, okay, das kann ich jetzt machen und hole ich mir einen Gast dazu, finde ich ein sehr cooles Konzept und da ist das Thema, Gast: also dieser Dreiklang ist Sichtbarkeit, ein gutes Produkt, also du musst als Speaker oder Speakerin gut sein, um einen guten Vertrieb zu haben, im besten Fall lagerst du den aus, weil dann kannst du besser verhandeln, wenn es gar nicht geht, verhandeln selber, aber ich habe den irgendwann, mir wurde es wirklich verboten, weil ich kein guter Verhandler bin. Ja. Und da, wenn es wieder losgeht, ich bin wirklich GSA-Fan, lasse dich auf den Veranstaltungen der GSA blicken, lerne Leute kennen, bewahrt dir aber immer eine kritische Distanz, also wie viel ist Wahrheit, also ich glaube, es wird nirgendwo so viel gelogen wie in der Speaker-Szene, weil natürlich leben wir davon, wenn es Motivationstrainer und Trainer sind, dass wir immer so tun müssen, als hätten wir Bombe viel zu tun und das war in dieser Lockdown-Zeit so interessant, dass alle immer, ich habe Heuschnupfen, das ist echt, darum habe ich hier so, darum schnupfe ich manchmal, dass du auf der einen Seite, ich bin Motivationstrainer und auf der anderen Seite hast du nichts zu tun und musst aber immer die Motivation hochhalten und das ist so eine lustige Bruchstelle, die wir gerade auch haben. Ich glaube, die ganz viele Speaker und Speakerinnen haben und offiziell tun immer ganz viele so, ja, läuft Bombe und ich habe total viel zu tun und online ist der Hammer und wenn du einmal mit Kollegen oder Kolleginnen und du sie besser kennst, sprichst, sagen auch viele, ja, ist echt scheiße, ich bin total genervt, aber es gibt natürlich offiziell auch keiner so wirklich zu. Torsten J. Koerting: So, das McDonalds-Phänomen, alle schimpfen drüber, aber jeder hat schon mal da gegessen. Gast: Ja. Torsten J. Koerting: Vielleicht noch eine Frage zu dir persönlich, lieber Ralf. Du bist ja jetzt schon sehr lange auch als Moderator und Speaker unterwegs und heute hört man bei den Speakern immer häufiger, weil es Teil der Trainingsprogramme ist, warum tust du, was du tust? Was treibt dich an, auf der Bühne zu stehen? Und dann kommt die Welt verbessern, andere Menschen ermöglichen, dass sie nicht in dieselbe Situation kommen wie ich. Ich sage immer, das sind dann die, die mit 14 mal in den Eimer gekotzt haben und jetzt anderen erzählen, wie man durch die Bulimie durchkommt. Und du dich ja da auch klar, ich will nicht sagen von abgrenzt, aber ich glaube, du eine ganz andere Motivation hast. Was ist deine Motivation gewesen? Was ist sie heute noch oder wäre sie heute noch, auf den Bühnen zu stehen und deinen Content zu liefern und deine Botschaften nach außen zu bringen? Gast: Ich komme ja vom Impro-Theater. Ich habe 93 mit Impro-Theater angefangen. Am Anfang war es einfach Unterhaltung. Also ich weiß auch, Melja Rajani, die mich jetzt wunderbar seit zehn Jahren begleitet, die irgendwann mal sagte, wenn die Leute zwei Minuten nicht lachen, drehst du durch. Also so ging es los. Also so waren meine ersten Auftritte. Wenn irgendwie nach drei Sekunden nicht ein Lacher kam, dachte ich, das Publikum ist kaputt. Und das hat sich schon ein Tick gebäschert, dass ich jetzt auch mal Ruhe aushalte, also dass ich auch wirklich mal aushalte, mal eine Zeit lang, dass niemand lacht. Also es gibt auch in meinem Vortrag eine Fünf-Minuten-Nummer, wo keiner lacht. Eine Nummer ist aber eine längere Geschichte, wo dann eher Ruhe ist. Das auszuhalten, finde ich ganz gut. Und ja, da, ja, das. Torsten J. Koerting: Und da bist du dir schön treu geblieben. Das ist großartig. Gast: Also da, ja, in dem Sinn, dieses TN, ich will unterhalten, also ich will in gewisser Weise schon auch unterhalten und in gewisser Weise, dass die Leute eine Leidenschaft mitnehmen für das Leben. Also dass sie alles nicht so ernst nehmen. Also es sind ja grundsätzlich die Impro-Regeln. Ich glaube, deswegen waren wir auch so schnell mit dem Thema Ja sagen. Also die grundsätzlichen Impro-Ringe sind Ja sagen, im Moment sein und Fehler zulassen. und es passt halt letztendlich ganz gut auf Corona, dass wir ein ziemlich schnell Ja gesagt haben zu dieser Situation. Ich saß letztes Jahr, es war ganz spannend, ich saß letztes Jahr im April, da wurde ich, glaube ich, als Freak zu einem Treffen der norddeutschen Eventszene eingeladen. Da waren lauter große Agenturen durch die großen Namen und ich, der kleine von den Pulspiloten. Und ich war, glaube ich, nur eingeladen, weil sie die Quoten digitalen brauchten. Und bei diesem Termin saßen wir alle nett zusammen und ich glaube, die haben mich am Ende alle für bescheuert erklärt oder gesagt, was ist das für ein blöder Depp? Weil ich immer gesagt habe, es wird, das dauert, das geht jetzt ewig so und alle sagten, nee, im Sommer ist das alles wieder vorbei, digitale Events, das ist ja totale Quatsch. Und ich radikal gesagt habe, nein, wir ziehen das jetzt durch und die haben mich damals zwar verrückt erklärt. Also, wie spinnst du? Es dauert zwei Monate, dann machen wir alle hier wieder Events und ihr kleinen Pulspiloten seid weg vom Markt. Und jetzt sehe ich teilweise diese Agenturen und denke mir, also weil sie die nie umgestellt haben, weil die immer gesagt haben, ja, das kommt schon wieder zurück. Ich hoffe auch, dass es wieder zurückkommt. Aber das ist halt so eine Inputregel, ja zu sagen, Fehler zu machen, also Produktion am Anfang zu machen, die wir jetzt so nie mehr machen würden und im Moment zu sein und zu gucken, Gast: was können wir besser machen. Torsten J. Koerting: Und das ist ein toller Übergang, Ralf, weil das was ganz Maßgebliches ist, was mich ganz persönlich beeindruckt hat, zum einen im letzten Jahr und ganz besonders auch aktuell, wo du nämlich über all diese Erfolge, die in dem letzten Jahr auch durch die Impulspiloten und Erfolge, heißt die über 80 Events, die ihr im Hybriden und auch im Online-Format ermöglicht habt für andere Auftraggeber, wie wandelbar die Impulspiloten waren und mit dir gemeinsam, was daraus entstanden ist. Und die Impulspiloten gehen ja zurück auf 2015. 2015 hast du sie gegründet. Was hat dich damals bewegt, die Impulspiloten zu initiieren, zu gründen? Was war so das, so der Funke, der entstanden ist, der das Feuer dann zum Lodern gebracht hat? Gast: Also die Gründung der GmbH geht auf 2015 zurück. Impulspiloten gibt es in dem Sinne schon länger oder den Gedanken gibt es schon länger. Das eine war Mirja, also meine Senior-Projektleitung. Es war halt immer mehr, dass wir Anfragen kriegten. Ich habe moderiert und Kunden wollten immer, dass wir noch mitberaten. Also dass wir sagen, könnt ihr uns eigentlich auch mitberaten, wie wir dieses Event cool gestalten. Und dann haben wir immer so eine kleine Beratungsleistung mitverkauft und die wurde dann immer größer und größer. Das Nächste ist, dass wir einen Mantel brauchten. Also ich habe 2013 die Ideen-Expo zum ersten Mal moderiert, eine der Bühnen. Und dann kam die Ideen-Expo 2015 um die Ecke oder eine Agentur, C3 damals noch, die sagten, hey, wir wollen euch mit dabei haben. Und das ging nur als GmbH. Also die Ideen-Expo ist nur so ein paar Zahlen korrigieren. Also die geht über neun Tage, die Ideen-Expo. hat 400.000 Besucher und nur sechs Bühnen, für die wir zuständig sind. Also nicht 20 Bühnen, aber sechs. Gast: Und wir waren für alle Innenbühnen zuständig. Und das war einfach dann so eine große Nummer, dass das so ein kleiner Ralf Schmidt als GbR machen kann und dann einfach eine GmbH gebraucht. Und dann sind wir immer noch in Deutschland und da ist es natürlich als GmbH viel besser mit großen Kunden. Wir haben dann einfach mit ganz großen Kunden zu tun. Deutsche Bank, Deutsche Bahn, Obi, bla bla bla, die großen Namen. Und die brauchen natürlich eine GmbH und da wollte ich dann auch einen Mantel haben. Dann ist es nicht mehr Ralf Schmidt die Personenmarke, sondern dann ist es eben Impulspiloten, unter der einfach dann verschiedene Firmen hängen. Und ich habe es immer sehr projektleitung vielleicht nicht gedacht. Also das war, glaube ich, so dieser eine Switch, den wir hatten, dass ich dann mich nicht als Künstler gesehen habe, sondern als Projekt. Also wir waren immer, wir wollten immer B2B. Also wir hatten auf B2B Lust. Wir machen ja auch B2C, aber es ist eher B2B und da musst du anders denken. Dann darfst du nicht, da kommt der Künstler Ralf Schmidt, der hat seinen Traum verwirklicht, sondern da gibt es einen Kunden, der Geld zahlt und du musst funktionieren. Und das funktioniert nur mit einer guten Projektleitung. Torsten J. Koerting: Und die Impulspiloten ja über diese vielen Jahre die Rahmen und auch die Bühnen gestaltet für viele Kunden. Ja, also ob es das PM-Forum ist oder viele andere. Du hast gerade von der Ideen-Expo gesprochen in Hannover, sicherlich eines der Leuchtturm-Veranstaltungen auch in eurer Referenzliste. Und ich vergleiche mal meinen Eindruck aus dem letzten Jahr, also 2020, Februar, März, Ausbruch von Corona, Lockdown, glaube ich, irgendwie Mitte Februar, Mitte März, keine Ahnung, ist auch nicht so relevant. ich auf so zwei Bereiche geschaut habe. Ja, zum einen Tony Robbins, ja, der als einer der, ich sag mal, derjenige, der die größten Bühnen füllt als Motivationstrainer, Coach, wie auch immer er sich ab und zu mal bezeichnet, der von den großen Bühnen ja mitunter auch lebt. Ja, und die großen Bühnen sowohl für sich braucht, die Live-Events, wir, meine Frau und ich, durch viele dieser Formate auch durchgegangen sind, sie lieben gelernt haben, schätzen gelernt haben, die Energie, 3.000, 10.000, 15.000, bis zu 25.000 Menschen in einem Saal, die durch eine Person auf der Bühne in so eine krasse Energie gebracht werden und dann lebenstransformierende Prozesse ermöglicht werden. Wir uns damals gefragt haben, was passiert jetzt mit Tony Robbins? Was macht der jetzt zu Zeiten von Corona, zu Zeiten des Lockdowns, Live-Events nicht mehr möglich? Und der war dann drei Monate weg von der Bühne, drei Monate weg von der Bildfläche und hat dann aus Fidschi heraus, aus seinem Apartment, vier Fernseher vor sich und eine Kamera, in die er so, gibt es ein Foto, wo er da so in seiner krasse Energie reinbrüllt, er seine Comeback-Challenge gemacht hat mit, ich glaube, ich weiß nicht, 20.000 Teilnehmern weltweit und alle gesagt haben, oh, ist krass, Mensch, vier Monitore und Zoom mit 400 Leuten, wie macht der, wie steuert der Zoom mit vier Screens an und dann drei Kameras und dann aus Fidschi raus, dann hat er, glaube ich, mit UPW, sein Unleash the Power Within, ich glaube, das war Juni ungefähr, das war dann nach der Comeback-Challenge, das war Sales-Event zum UPW, hat er dann 20.000, 40.000 Leute im Online gehabt und mit diesem Rondell, glaube ich, alles weggeblasen, was bis dato im Online, und da bist du sicherlich noch näher dran, was alles sonst so passiert ist in der Zeit, alles weggeblasen und Vorbild gewesen ist für den Online-Großformatigen, also Online-Event-Charakter und dann jetzt im Dezember, da durfte ich live dabei sein als Crew Backstage, als Senior Leader für die Teilnehmer, 5.000 Leute, sein Leuchtturmprojekt oder seine Leuchtturmveranstaltung Date with Destiny, wo er mit Suicidals arbeitet, wo eine krasse, transformative Energie auch drin ist und nicht nur Chaka-Chaka, sondern wirklich lebensverändernde Dinge passieren und alle gedacht haben, der macht wieder Rondell und das Ding wieder aufs Next Level gepackt hat, nachdem andere große Größen in Deutschland sich diesem Rondell auch zu eigen gemacht haben, teilweise, ich glaube, in Hagen oder in anderen Studios, wo das dann aufgebaut wurde und ein ähnliches Gefühl hatte ich bei dir, Ralf, bei dir mit Impulspiloten. Von außen betrachtet, März, April, wo ist jetzt Ralf mit seinen Impulspiloten und was macht Ralf als Speaker, als Moderator für Live-Events, Impulspiloten für Live-Formate, wo ihr herkommt, krasse Bühnen zu bauen, was passiert jetzt mit denen? Gehen die um? Was ist mit Mitarbeitern? Was ist mit Events? Und dann, ich sage mal, euer, ich will schon fast sagen, euer Comeback, zumindest in der Sichtbarkeit, du hast gesagt, im März ist das dann groß geworden, also im März waren schon die ersten Veranstaltungen. Torsten J. Koerting: Wie hast du diese Zeit für dich mit den Impulspiloten, wie hast du diesen transformativen Wandel hin zu 80 Hybrid-Online-Events gestaltet, du stellst die aktuell gerade auch auf deiner, naja, Xing-Roadshow kann man fast sagen, vor, alle zwei Wochen machst du eine Veranstaltung, letztes Mal waren es, glaube ich, 260 Teilnehmer, die dir eine Stunde gelauscht haben, vier Projekte vorgestellt, mega, mega geile Sachen, die du da auf die Beine gestellt hast, gerade die Roboterfirma, das hat mich sehr beeindruckt, wie die ihr Event gestaltet haben, wo du mit deinen Impulspiloten den Rahmen gehalten hast und auch geschaffen hast und da immer wieder die Standards versetzt, also die, das, wo wir glauben, das war es jetzt, vier Monitore und krass und eine hybride Bühne in irgendeinem Pop-Up-Studio, du es immer diese Grenzen, das wollte ich sagen, diese Grenzen verschiebst. Ralf, wie hast du das wahrgenommen? Gast: Ich bin rot geworden. Hast du diese Zeit, Torsten J. Koerting: ist nicht sichtbar, Ralf. Wie hast du diese Zeit erlebt? Wie ist es dir da ergangen und wie war diese Wandelbarkeit, wie hast du dir das ermöglicht? Fragen über Fragen, Ralf. Gast: Nein, also erst mal ganz kurz zu Tony Robbins, das, was er gemacht hat, war genial. Das Einzige, wo ich gerade, also da ist er wirklich Vorreiter, ich weiß nicht, ob er der Allererste war oder die amerikanischen Wrestler. Weil wenn du im Augenblick nachts man mit euch Fernsehprogramm zappst, siehst du die amerikanischen Wrestler und die haben ein ähnliches Konzept. Falls es Tony war, der Hammer, das ist ein Hammer-Konzept, was er da hatte. Ich habe das zum ersten Mal im Juli wahrgenommen oder Juni und habe gesagt, ich will das. Wir hatten so ein Event im November zum ersten Mal, genauso, wo wir vier Zuschaltungen hatten. Er habe mich damals mit seinem technischen Leiter geredet und gesagt, das will ich auch, weil die Idee von ihm war wirklich genial. Es ist kein klassisches Streaming, es ist Zoom. Da gibt es technisch gesehen noch Unterschiede, weil Streaming immer Delay hat, aber es ist der Hammer, was er da macht. Also ich bin tot neidisch, der neidisch ist zu viel, es ist ein Antreiber für geilen Scheiß, was er da macht. In Bezug auf uns ist es, Gast: ich glaube, wenn wir es psychologisch betrachten, das Erste war so, ich habe an dieses digitale Ding geglaubt und gesagt, das machen wir jetzt und dann haben alle meinem Team gesagt, ja, dann mache ich jetzt mal mit. Also sie haben alle gesagt, okay, wir glauben auch an dich und dann sind die alle mitgegangen. Also das ist, glaube ich, was passiert ist, dass sie alle gesagt haben, okay, Palf hat eine Idee, wir bauen die jetzt um, los geht's. Und dann hatten wir wirklich die Sales Hub-Konferenz mit Stefan Heinrich, wo Stefan damals sagte, ich will einen Zoom-Call. ich habe gesagt, Stefan, wir machen keinen Zoom-Call, ich will einen geilen Scheiß und habe damals rumtelefoniert und zwei Tage später hatten wir den geilen Scheiß, das weiß ich noch nicht. Also heutzutage ist es Kindergeburtstag, was wir damals gemacht haben und damals war es echt für uns weltbewegend. Und dann haben wir alles, was wir an Marketing und Vertrieb haben, reingeschmissen. Wir machen jetzt alles, was irgendwie geht. Dann haben wir zwei Monate nur Hardcore-Marketing und Vertrieb gemacht und dann ging es so langsam los. Also dann ging es und dann haben wir uns total schnell www.hybride-events.de gesichert. Das war so ein genialer Sachzug. Da kam Vaja irgendwann um die Ecke und rief mich abends an und sagte, ist eigentlich hybride-events.de gesichert? Ich gucke mal nach und eine Minute später hatte ich es, weil sich keiner gesichert hat. Das ist ja wirklich. Und dann haben wir die Webseite aufgebaut. Und zum Thema Fragekreativität, ich spinne halt immer rum und dann komme ich um die Ecke mit irgendwelchen Ideen und dann, aber nicht nur ich, also wir alle, wir hatten heute ein Brainstorming für einen Kunden, wo wir da sitzen und sagen, okay, also ich kann nicht so viel verraten, weil ein Kunde, der kommt auf uns zu und dann sitzen wir zu viert zusammen und überlegen uns, was kann man denn da machen und dann spinnen wir einfach erst mal rum. Und dann ist bei uns klassisch Kreativität erst mal alles erlaubt. Also hoffe ich mal, wenn ich mir meine Mitarbeiter und Mitarbeiter zu entdecke, nee, der Reif, und dann spinnen wir erst mal alle rum und dann schmeißen wir Sachen auch raus und dann sagt unser Techniker, nee, das geht definitiv gar nicht oder er sagt, ja, kann ich mal denken. Und dann habe ich auch immer Bock auf geilen Scheiß. also das ist so, ich habe Lust auf durchgekleide Dinge. Gast: Wir haben gerade ein Event, also Ende März für einen Kunden, wo wir komplett Loft umbauen und da ganz viele Spielflächen haben. Ich bin halt kein Fan von Greenscreen. Ich will es immer irgendwie real haben und anfassbar und das eher wie Netflix denken. Also für mich ist das gerade alles wie Netflix. Dass ich will, also mein Bild ist immer, ich will, dass der Zuschauer in seinem Wohnzimmer sitzt, das auf dem Screen anguckt und alles mit seinem Smartphone steuert, da will ich hin. Und das haben wir jetzt auch bei unserem ganzen Event schon. Also es ist jetzt schon so, dass wir der Zuschauer, dass du nicht vor dem Rechner sitzt, sondern dass du vor diesem, dass du mit deiner Frau in deinem Wohnzimmer sitzt, vor deinem großen Flatscreen, da läuft die Show der Impulspiloten mit dem Kunden und alles, wo du kommunizierst, läuft über dein Smartphone. Und das haben wir jetzt alles schon gebaut. Dann setze ich immer unsere ITler dran und lasse sie entwickeln oder unsere Techniker und dann bauen wir das zusammen. Torsten J. Koerting: Also auch wie Tony, der seine Tony Robbins Event App hat, wo du dann klatschen kannst und if you're with me on that, say aye. Und dann alle so aye, indem sie da auf den Knopf drücken und dann das so aus dem Smartphone. Gast: Mit den Jungs arbeiten wir zusammen. Das ist My Applause. Mit denen haben wir auch schon zwei, drei Sachen gemacht. Genau, sowas basteln wir dann auch. Also dann rufen unser technischer Leiter, sagt ja immer, den Satz finde ich gut und schlecht zugleich. Er sagt immer, das Bessere ist der Feind, des Guten. Und bei uns ist halt, wahrscheinlich sagt das jede Firma über sich, wir versuchen, eine gute Feedback-Kultur zu haben. Dass wir uns halt nach jedem Event hinsetzen und sagen, was lief gut, was können wir besser machen, ohne Leute fortzuführen. Also ohne zu sagen, das war scheiße oder das war blöd, sondern das war jetzt gut und das machen wir manchmal noch besser und was lief gut und was können wir besser machen, weil natürlich unsere Kollegen und Kolleginnen und Mitbewerber auch nicht schlafen. Torsten J. Koerting: Wenn man das jetzt mal so ein bisschen demaskiert, also euer Erfolgsrezept mit dir auch als der kreative Kopf, ohne die anderen jetzt irgendwie im Status nach unten zu bringen, aber jemand, der einfach diese Energie hat und diesen geilen Scheiß machen möchte, gibt es ja die Speaker da draußen, die beispielsweise sagen, in jeder Keynote mache ich nochmal so einen Knitz, den ich schon immer ausprobieren wollte. Irgendeine kleine Komponente rein, um mich selbst weiterzuentwickeln und zu gucken, wie es beim Publikum ankommt. Der DJ, du ja auch DJ bist, du mischst ja, machst ja da auch grandiose Geschichten in deiner Freizeit. Immer mal wieder nochmal ein neues Lied mit einbaust in seine Sequenz, um zu gucken, was macht das mit der Audience zu dem gewissen Zeitpunkt. Ja, wir in unserem Menti-Programm unsere Selbstständigen immer dahin bringen, versuch jedes Angebot mit dem Kunden, mit einer Komponente anzureichern, die den Kunden weiterbringt und vielleicht auch überrascht, ob er sie bezahlt oder nicht mal dahingestellt, der den Kunden überrascht und der dich auch wachsen lässt. Also die Möglichkeit gibt, dich selbst zu innovieren, zu wachsen und zu lernen und nicht eben dich auf 75 Ausbildungen zu setzen, sondern deine Kundenprojekte und bei dir deine Bühnen dafür zu nutzen, dich weiterzuentwickeln. Ist das so ein Ansatz, so ein Baustein, so ein Puzzlestück, der euch auch immer wieder weiterbringt, auch jetzt über das letzte Jahr? Gast: Wir nennen das ein bisschen anders. Grundsätzlich ist bei uns immer, wir wollen immer ein X haben. Eine Sache, die neu und überraschend ist. Und am Anfang von Corona gab es total viele Xe und dann haben wir angefangen, diese ganzen Xe und jetzt sozusagen, jetzt gibt es immer nur noch ein X. Das ist so der einen Gedanke oder die eine Idee, die wir haben und mit der zu arbeiten. Das ist gerade bei uns Thema, dass wir ein cooles X für den Kunden haben. Für den Kunden sind ja digitale Events oder hybride Events gerade noch ganz viele Xe. Für uns sind es schon deutlich weniger Xe. Also es gab, ich weiß noch, letztes Jahr im September, wir hatten im September acht Veranstaltungen oder neun. Wir haben im Rahmen des G20 gibt es vier Tage gestreamt. Das war alles sehr strange. Und meine Ansage für September war nur, Hauptsache stabil. Ich will einfach nur stabil sein. Weil damals, also jetzt gehe ich in kein Event mehr rein, wo ich weiß, irgendwie Technik fliegt was zusammen. Aber am Anfang, so die ersten drei, vier Monate ist bei ganz vielen Kollegen und Kolleginnen und auch bei uns einfach manchmal die Technik um die Ohren geflogen. Und das passiert jetzt einfach nicht mehr. Also wem das jetzt noch passiert, der digitale Events nicht verstanden. Torsten J. Koerting: Ich glaube, Peter Brandl ja seinen Speaker, die er ausbildet, beibringt, wenn du etwas Neues tust, tu das, was du kannst. Ich glaube, mit den vielen Xen, die du so in der Anfangszeit hattest, da machst du halt bei dir das eine, was du kannst, aber ganz vieles auch nicht, was du noch nicht kannst. Wo glaubst du, geht die Welt hin? Du bist ja jemand, der das sehr früh auch antizipiert hat und nicht gesagt hat, naja, im April geht es schon wieder los. Du bist jemand, der mit dem Buch Digitale Events, da gucken wir gleich nochmal drauf, glaube ich, fast schon international, kann man sagen, sicherlich durch Zugang zum Karballverlag, du hast schon ein paar Bücher publiziert, du weißt, wie es geht, Menschen zusammenzubringen, deine zwei Co-Autoren, das Buch zu schreiben, glaube ich, einer der Ersten, der ein Buch zu digitalen Events und zu dem, was die Welt jetzt braucht, im Rahmen der Veränderung letzten Jahr, da auch ja etwas gesehen hat und sofort all in gegangen ist, das Buch geschrieben hat mit den anderen Zweien. Wo siehst du, dass es hingeht, auch mit Events im Offline, im Online, im Hybriden, im Asynchronen, im Multimedialen? Gast: Das ist der Blick in die Glaskugel, das weiß ich, also, es gibt so mehrere Theorien, das eine ist, glaube ich, wir hoffen, dass es bald irgendwie wieder richtig live wird und es wird natürlich irgendwie zurückkommen, ich weiß nur noch nicht wann, dass es gerade wirklich Blick in die Glaskugel, das kann ich nicht sagen, ich glaube, dass es immer hybride, teilhybride und digitale Veranstaltungen geben wird, gerade im Marketing, also Sie merken es gerade im Marketingbereich, dass die Kunden einfach mit gut gemachten, es geht, ich denke immer, um gut gemachte digitale Events viel mehr Leute erreichen und auch mal coole andere Sachen machen können, also weil wir alle auch Bock haben, cooles Fernsemprogramm, coole Netflix-Sachen zu gucken und wenn digitales Event die Qualität eines Netflix hat, gucke ich mir das auch ein, zwei Stunden an und kaufe dann auch Produkte, da müssen, in die Richtung müssen wir denken und dann ist es nicht dieses schlecht gemachte Zooms oder Teams mit einer schlechten Qualität und hässlichen Menschen, also hässlichen Menschen heißt nicht, dass Menschen hässlich sind, sondern schlecht ausgeleuchtet, schlechter Ton und so weiter und so fort, sondern wirklich eine geile Optik und da gucke ich gerne hin und habe ich auch Bock drauf, also ich glaube, digitale Events ist so ein bisschen wie, Gast: was früher, also vor zehn Jahren sagten alle, ja was brauche ich denn YouTube und wenn du jetzt einen gut gepflegten YouTube-Channel hast, dann bist du ganz weit vorne, weil die Leute dich bei YouTube suchen und ähnlich wird es glaube ich mit digitalen Events, dass Firmen, die sagen, ich mache ein gutes digitales Event, um meine Kunden zu erreichen, dass der Kunde sagt, ja, also wir kriegen es einfach manchmal mit dazu, also es gibt so zwei Richtungen, die einen Kunden, die sagen, ein digitales Event will ich auf keinen Fall, dann fragen wir ganz oft, warum, sagen sie, ja weil sie noch Schrott gesehen haben, dann sagen sie, ah, sie haben also noch kein gutes gesehen oder die sagen, ja wir haben Schrott gesehen, aber wir wollen jetzt was richtig cooles, macht ihr das mal bitte, also wir hatten vor kurzem, wir machen ganz viel Consulting-Days mit einem Kunden und dann ist so eine klassische Frage, nennt mir mal Beispiele eines guten digitalen Events und dann sitzen die immer echt alle davor und sagen, nee, ja und dann zeigen wir denen so Sachen, die wir gemacht haben, ja das ist cool, weil die einfach, für viele sind digitales Eventen, Zoom oder Teams-Meeting, wo alle vor ihrem Laptop sitzen und das meine ich damit nicht und wo geht es hin, Gast: also was ich spannend finde, was ich einfach noch nicht einschätzen kann, ist wie wird richtig hybrid, also bis jetzt hat noch keiner so wirklich hybrid gemacht, meiner Meinung nach, also wir haben so ein Stuttgarter Wissensforum, wo 500 Leute im Raum waren und 2000 zugeguckt haben, aber es ist so, wie verbindest du diese beiden Welten, das wird noch sehr spannend, weil du zwei, zwei Geschichten, erzählen musst, weil die Zuschauer vor Ort was anderes erleben als die Zuschauer digital und die zu connecten wird spannend. Torsten J. Koerting: Ist das mehr eine kreative Frage oder eine technologische Frage, wo es einfach diese Zwischenschichten oder diese verbindenden Elemente noch nicht weit genug entwickelt sind? Gast: Es ist also auf der einen Seite natürlich eine technische Frage, weil ich sozusagen, wenn ich auf einem digitalen Event bin, will ich mich mit der Person, die neben mir sitzt oder steht unterhalten und nicht mit der, die irgendwo im Netz ist, glaube ich. Also da suche ich andere Kontakte. Ich gehe auf ein Event, um mich mit den Leuten, die auf dem Event sind, zu unterhalten. Und wenn ich digital unterwegs bin und dann kann ich vielleicht, dann sehe ich irgendwie die Zuschauer und sehe im Zuschauerraum dich sitzen. Dann kann ich dir eine WhatsApp schreiben oder dann gibt es vielleicht noch ein Tool und sage, hey Torsten, ich sehe dich gerade auf dem Bildschirm. Aber du würdest, dann würdest du vielleicht mit mir kommunizieren. Aber bei einem Event geht es ja darum, neue Leute kennenzulernen. Und dann musst du entweder, also wo du schon hindenkst, dass dann alle wirklich so eine Smartphone Zeit haben. Also, dass wir sagen, holt jetzt alle euer Smartphone raus, so wie ich, ich habe meine Earpods im Ohr. Die nächsten fünf Minuten verbinden wir dich mit Zufall. Und dann verbindest du die Leute digital und nicht digital. Das weiß ich nur noch nicht, wie es technisch geht. Torsten J. Koerting: Das bin ich in diesen zwei Welten unterwegs, bis die 500, die im Raum sitzen, die dann miteinander und die 1500, die in Breakout-Rooms, in irgendwelchen... Das kriegst du heutzutage alle schon hin, das machen wir auch. Aber so beide, die beiden zusammen. Ja, das wird spannend. Siehst du, also wenn wir so auf das schauen, was so im letzten Jahr passiert ist, was uns umgetrieben hat, war, bist du in der Lage, in Online- und hybriden Formaten die Emotionen so hervorzubringen und auch zu ermöglichen bei den Teilnehmern, die ja irgendwo in ihren Wohnzimmern, am Arbeitsplatz oder was weiß ich sitzen, wie wenn du es im Offline machst, also in der realen Welt. Das andere, was uns umgetrieben hat, war, ist ein wir-nehmen-uns-mal-zwei-Tage-raus-Setting im Rahmen von einem Workshop, Firmenveranstaltung, was zu bestimmten Ergebnissen führt. Wie kriegt man diese Wirksamkeit auch im Online hin? Und was wir lernen durften, war das, dass diese limitierenden Glaubenssätze, also im Sinne von die Emotionalität kriegst du im Online nicht so gut hin, wir komplett gecrushed haben und selbst überrascht waren von dem, was im Online möglich ist, auch emotional und teilweise diese Asynchronität von Events, also du machst nicht mehr zwei Tage am Stück, sondern drei Stunden, drei Tage Pause, drei Stunden, drei Tage Pause nochmal eine ganz andere transformative Möglichkeit haben und damit mehr Wirksamkeit. Hast du erlebt, dass, oder welche Bereiche würdest du sagen, haben, also es ist nicht ein Hinterherrennen des Onlines in Richtung wir brauchen, wir wollen das gleich erreichen wie im Offline, sondern hast du erlebt, dass es Online und Hybrid teilweise deutlich mehr Wirksamkeit ermöglicht wurde als im Offline? Gast: Das sind jetzt mehrere Fragen, Torsten. Also das erste ist, wir haben in alten Zeiten schon Event anders gedacht. Also dieses, ein Event ist drei Tage und du machst drei Tage Druckbetankung, ist ein Quatsch. Wir waren als Impulspiloten schon immer ein Fan davon, da total viel Methodenwechsel, und was ich total geil fand, war ein Event zum Beispiel auch mal drei Stunden Freiarbeit einzubauen. Also das haben wir für Automobilkonzerne, du machst drei Tage mit dem Event, Führungskräfte, aber zwischendrin haben sie mal zwei Stunden, wo sie E-Mails beantworten dürfen. Manche Kunden waren da noch nicht reif dafür, das war ganz witzig. Also das ist ja, nee, wir holen alle Führungskräfte zusammen und die sollen dann auch drei Tage arbeiten. Das ist doch Quatsch, lass sie doch mal zwei Stunden lang ihre E-Mails beantworten, das machen sie doch sowieso, nee, das wollen wir nicht. Also manche Kunden waren da ganz offen und andere waren da, da sowieso Events anders zu denken und nicht drei Tage Druckbetankung zu machen. Das zur alten Welt. Zur neuen Welt oder zur übergreifenden Welt, man darf, glaube ich, Events nicht so denken wie in der alten Welt, dass man sagt, ich kopiere jetzt einfach einen alten Workshop in die neue Welt, sondern muss ganz andere Methoden angehen, Gast: Methoden für sich finden und dann bin ich echt ein Fan von Abwechslung. Also da, ja, es fehlt der körperliche Kontakt, dass jemand neben mir steht, sitzt, liegt oder wie auch immer und ich mit dem Mittagessen gehe. Gleichzeitig kannst du intensiver als anderes Arbeiten haben. Und das ist schon, also wir haben schon coole Trainings auch gemacht für 10, 15, 20 Leute mit ganz viel, mit ihrem Haus, also ihr Leben anders erleben, das geht schon. Also auch, bring Sachen mit rein. Also ich weiß nicht, was ihr bei Tony Robbins gemacht habt, aber so Spiele wie holen Gegenstand, der für dich, für diese Firma steht, das hat schon was, das hat schon eine ganz andere Energie, die auf einmal passiert. Und wir gehen immer ganz stark von so Menschen wie du und ich aus, ich kenne ja auch ein bisschen, die natürlich sehr nach außen getrieben sind, also die gerne im Rampenlicht stehen, aber wir vergessen ganz oft und dem geht es möglicherweise so zu einer binnige Theorie von mir in diesem Lockdown gar nicht so schlecht, weil die sagen, ich kann abarbeiten, ohne mich immer mit Kollegen und Kolleginnen zu messen. Torsten J. Koerting: Jetzt hast du das Buch Digitale Events, ja, mit zwei grandiosen Co-Autoren im Gabal Verlag veröffentlicht, dem Thorsten Jägel und der Melanie Eschle, was sich ja auch und speziell auch an Menschen wie, ich sag mal, weniger dich, mehr mich richtet. Diese 70.000 Trainer, von denen Hermann Scherer immer spricht, ja, die Tausende von Coaches, die natürlich jetzt auch im Online unterwegs sind und du ganz wunderbare Tipps dort auch gibst, eine Veranstaltung neu zu denken oder ein Format neu zu denken und auch entsprechend zu beleben. Wenn du mal so eine, so eine Mini-Essenz auch im Sinne von jetzt mal nicht die großen B2B, ja, die Unternehmen, die, eine Großveranstaltung, eine Bühne, Hybrid, Pop-Up-Bühne und so weiter, sondern diejenigen, die vielleicht mal mit zehn Menschen einen Workshop haben, den sie im Online machen, diejenigen, die sagen, mein Gott, Online ist nichts für mich, das mit dem Zoom, Breakout-Rooms, das kotzt mich gerade alles an und wann geht es denn endlich wieder auf? Du aber sagst, das wird the new normal, es wird bleiben und in einer gewissen Form immer einen Anteil haben. Was würdest du ihnen zurufen, was sind deine Tipps, wie man auch im Kleinen aus deinem Büro, aus deinem Verschlag, wo auch immer du sitzt, als Trainer, als Coach, das neu zu denken und auch neu zu beleben? Gast: Es sind so viele, also das eine ist, mach jede Stunde eine Pause. Ich finde sozusagen, eine Stunde ist immer gut, dann machen wir immer Pause, das mache ich. Wenn wir was machen, haben wir jede Stunde fünf Minuten Pause, das finde ich ganz cool. Was ich zu Teilchen gelernt habe, ist das Thema, ich habe mir mobile Earpods gekauft, also das kann jeder sein. Ich habe die, da kann ich mich frei bewegen, das mache ich total viel, dass ich meinen Laptop irgendwo hinstelle und durch den Raum laufe, das finde ich total cool. Grund für sich, gutes Bild und guter Ton, also Bild, man sagt immer Ton vor Bild, also dein Ton muss besser sein als dein Bild. Bei mir ist gerade, Gott sei Dank, ist es ein Podcast, mein Bild ganz schlimm, Torsten Koerting hat am Anfang gesagt, ich sehe schrecklich aus, wahrscheinlich, weil mit Licht von oben etwas mitgenommen habe ich glaube ich gesagt. Torsten J. Koerting: Wie bitte? Etwas mitgenommen habe ich glaube ich gesagt. Gast: Ja, mitgenommen, genau. Also Corona nimmt mich ganz schön mit, ja, ich sehe echt ein bisschen mitgenommen. Vor allem, da hat man so komisches Licht, dann sieht man da rot aus, ich sehe ganz schlimm aus. Also gut, dass Sie, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, mich hier nicht sehen, würden hier ein Wrack sehen, ein Wrack, also wir gehen zu Tipps zurück. Und dann zu gucken, was, also für mich ist wirklich Abwechslung, wenn ich so einen Plan mache, alle fünf bis zehn Minuten irgendwas anderes, nicht dauernd reden. Das ist wirklich, das ist das Schlimmste. Also was wir gerade mit einem Podcast machen, kannst du mit Leuten machen, die du magst und die du kennst. Wenn du sowas halten musst, alle 15 Minuten irgendwas Neues, baut Tools mit ein, Padlet, Mentimeter, den Chat, lass die Leute bewegen. Wir haben einmal eine Veranstaltung gemacht, da haben wir zwischendrin die Leute telefonieren lassen und spazieren gehen, was sehr cool war. Also das war so nach der Mittagspause mit Telefonnummern verteilt. Also vorher schon haben gesagt, so ihr telefoniert jetzt. Und dann waren die sozusagen eine Stunde lang unterwegs und haben telefoniert. Und das war total cool, weil es der totale Bruch auf einmal war. Torsten J. Koerting: Und das, glaube ich, nur so die the surface scratchend, also die Oberfläche ankratzend dessen, was in dem Buch und wenn man es durchliest in 30 Minuten, dafür ist es ja gedacht, ja auch nochmal all deine Erfahrungen zumindest aus den ersten Monaten des Lockdowns mit beschreibt. Was würdest du, wenn du dieses Buch betrachtest, was würdest du jetzt nach deutlich mehr Monaten Erfahrung dort noch mit reinpacken, wo du sagst, wenn ich es nochmal schreiben könnte, würde ich dieses Zusatzkapitel mit aufnehmen oder diesen Zusatzpunkt mit aufnehmen? Gast: Ich würde über Optik, also ich bin Fan davon, skurrile Locations zu haben, coole Optik, also darauf zu achten, dass du sagst, wie sieht es bei dir im Hintergrund aus, wenn jetzt sozusagen hier im Podcast habt ihr die Optik von mir und die Optik von Torsten. Ich muss neidlos zugestehen, die Optik von Torsten ist besser als meine. Also erstens hat er ein Ringlicht von vorne, glaube ich, schätze ich mal, das sieht wenigstens so aus. Das erkenne ich als Profi, während ich hier eine billige Nikea-Lampe habe. Torsten sieht von vorne blendend ausgeleuchtet aus, während Herr Schmidt Schatten hat. Dann hat man im Hintergrund, sieht man den Fernseher bei ihm und Mauerwerk, was farblich spannend beleuchtet ist und da habe ich dann Bock hinzugucken. Torsten sieht ein bisschen aus, als hätte er einen Heiligenschein. Okay, so kenne ich ihn halt. Was ein bisschen stört, ist dieses rote Ding da, diese Maus, die er da hinter sich hat. Das weiß ich nicht. Ein Meditationskissen. Gast: Ein Meditationskissen. Genau, ein Meditationskissen. Das würde ich wegnehmen. Aber zu gucken, was, also die Veranstaltungen, die wir gerade hatten, waren, wir hatten vor kurzem in einer Großwäscherei gestreamt für DBL. Es ist Marktführer in Deutschland für Mietkleidung und die beliefern alle großen deutschen Supermarktketten und Feuerwehren, Polizei, eine ganz, ganz, ganz tolle Firma und aus deren Großwäscherei haben wir gestreamt und es war eine hammergeile Optik. Wir haben gerade, ich darf es auch nicht verraten, neun Kunden, mit denen wir im April ein Event haben, wo wir gerade die Location angeguckt haben und es wird der Hammer. Es ist eine Fabrikhalle und es wird einfach nur cool. Ich freue mich schon total auf dieses Event, weil es eine riesige Fabrikhalle ist mit der neuen Produkten und es wird so cool, sowas in sowas reinzunehmen, zu gehen oder Steinert für die Firma haben wir im September gestreamt. Die haben eine riesige Maschine vorgestellt und dann macht es Bock, da reinzugucken. Oder im Dezember haben wir viel für Obi gemacht, aus einem Obi-Baumarkt gestreamt. Das war einfach cool. Also es war, da bin ich emotional connected, das kenne ich, da sehe ich das Logo, da bin ich zu Hause, sowas. Torsten J. Koerting: Wie können das die Trainer, die Berater, die Speaker da draußen machen, die Coaches, die nicht eine Steinert haben und dort eine Riesenhalle speziell auch sehr hochwertig und speziell ausstatten, um so ein hybrides Event zu gestalten. Was würdest du solchen Menschen raten, mal rauszukommen aus ihrem Dachgeschoss, aus dem Keller, aus dem Wohnzimmer, wo sie teilweise sitzen und dann mit virtuellen Hintergründen das Chaos hinter sich auszublenden versuchen? Was ist da so ein einfacher Schritt, um einen ähnlichen Aha, ich nenne das immer Augen auf Emoji, bei deinen Teilnehmern, bei deinen Zuschauern zu ermöglichen? Gast: Also wenn du die Möglichkeit hast, das hat natürlich nicht jeder, einen Raum, aus dem du streamen kannst, dir den Raum in deinem Stil einzurichten, dass du dein Footprint machst, wie sieht der Raum aus? Also, dass der ein bisschen cool ist, dass der ein bisschen für dich steht. Vielleicht, ich sehe jetzt bei Torsten im Hintergrund, so eine Farbe, der hat so ein Ankerlicht, das ist pink. Also vielleicht hast du ein Ankerlicht, was du sagst, dafür steht es bei uns, wir arbeiten viel mit Signature Songs, vielleicht hast du ein Signature Licht, also mit sowas zu arbeiten. Bei uns gibt es wirklich den blöden Gag, wir haben immer irgendwie, es gab, wir haben immer irgendwie eine Pflanze im Bild. So blöd es klingt, das ist ein Running Gag, bei uns klappt natürlich nicht immer, aber das geht auf einen Kunden zurück, mit dem wir gearbeitet haben und der Kunde kam und das Erste, was der Kunde sagte, die Pflanze, da sieht scheiße aus, die muss aus dem Bild. Und dann haben wir die Pflanze weg und am Ende haben wir sie immer wieder ins Bild geschmuggelt, weil wir sie doch brauchten, um irgendwas zu verdecken. Und seitdem ist die Pflanze sozusagen unser Running Gag. Wir haben immer irgendwie eine Pflanze im Bild, wenn es irgendwie geht. Gast: Und es da ein bisschen Freude zu machen. Was ich bei Martin Senger, als ein Kollege, ein Speaker-Kollege von mir gesehen habe, das fand ich total witzig, der hat aus seinem Garten irgendwann mal gestreamt. Und das fand ich total schön. Also der war in seinem Garten und hat die Kamera aufgebaut, was natürlich im Winter nicht geht, aber da, und das fand ich echt witzig, also das fand ich, der wohnt in Oberbayern, vor einem Apfelbaum, einem blühenden, hat er da einen Stream gemacht und das fand ich ganz cool, sowas hinzukriegen. Torsten J. Koerting: Also durchaus auch da mal einen Location-Wechsel zu machen, eine schöne Bandbreite. Wenn du sagst, Streamen ist das natürlich in unserer Welt sowas wie ein Zoom-Call oder ein Teams-Call, eine gute Kamera zu haben und dann einfach auch den Hintergrund vielleicht mal ein bisschen anders zu gestalten durch ein Licht, durch eine Pflanze und durch einen abwechslungsreichen, naja, Hintergrund, der eben auch mal was anderes ist, um da einfach auch mal mit zu überraschen. Ja. Jetzt haben wir viel über deine Wandelbarkeit gesprochen. Und auch über die mittlerweile vierte, fünfte, wie auch immer geartete Phase deines Lebens, die sich in diese fünf Jahresscheiben jetzt auch wieder bestätigt, 2020 aufteilen. Wenn du da jetzt mal auf diese Phasen schaust und auch, nennen wir es ruhig mal Erfolg, wie auch immer wir Erfolg definieren, was ist deine ganz persönliche Erfolgsformel, die immer wieder dir den Erfolg auch in den einzelnen Lebensphasen ermöglicht? Gast: Ich finde, das Witzige ist, man findet sich immer gar nicht so erfolgreich. Das ist interessant, weil man sich immer nach oben vergleicht zum Thema Erfolg. Torsten J. Koerting: Jeder hat einen anderen Facebook-Stream, Gast: eine Facebook-Timeline. Ich glaube, ich sage jetzt das, was glaube ich alle sagen oder viele sagen, es sind wirklich die Menschen um einen herum, das Team, mit dem man arbeitet und die immer wieder für sich zu gewinnen. Also das versuche ich immer wieder. Das klappt mir auch nicht immer. Wir haben auch Streit und wir haben während des Corona-Lockdowns auch Menschen verloren, die mir wichtig waren, aber das ging dann irgendwann auch nicht mehr. Man hat ja leider auch Trennungen hinter sich, aber grundsätzlich gucke ich schon irgendwie, dass es meinem Team immer gut geht. Und dass man die, das ist so eine Mischung aus Schmidt als Treiber oder Innovator, obwohl alle anderen genauso kreativ sind, das Team irgendwie zusammenzuhalten, diesen Haufen, den man da hat und jeden in seiner Einzigartigkeit zu schätzen. das ist mehr wichtig und dann geht es weiter. Also weil, ich suche immer, ich glaube es gibt, ich suche immer Menschen, die besser sind als ich. Das ist echt witzig. Ich suche immer nur, jeder kann irgendwas besser als ich. Eine Sache kann ich ganz gut und ansonsten sucht ihr immer Leute, die besser sind als du. Das ist so ein Ding, was ich ganz gut finde bei uns. Torsten J. Koerting: Das steht, glaube ich, in jedem Management-Buch auf der Seite 7. Also wenn du A-Typen einstellst, dann werden die A-Typen nachziehen und viele Manager ja mit dem Duktus zumindest nach außen hin immer wieder beschrieben werden, dass sie nur B- oder C-Kandidaten einstellen, damit sie sich selbst besser fühlen. Und du sicherlich jemand, so wer deine Mannschaft kennt, weiß, dass da wirkliche Koryphäen drin sind in ihren Spezialgebieten. Was ist deine intrinsische Motivation? Was ist dieser, eine extrinsische Motivation? Ist ja jemand sagt dir, komm jetzt, mach mal und jetzt gib Gas und jetzt tu irgendwas. Aber du bist ja von so einer unfassbaren, auch innerlichen Energie nicht getrieben, sondern belebt. Was macht die aus? Gast: Es gibt ja bei Surfern diesen Satz, die reiten, bis sie die beste Welle sozusagen gefunden haben. Und ich bin, glaube ich, immer auf der Suche nach der perfekten Veranstaltung. Also da ist eine Veranstaltung, die so cool ist oder wo ich so viel Spaß habe. Also ich feiere einfach grundsätzlich gerne und ich bin gerne auf Veranstaltungen und suche sozusagen die, die aber auch nicht nur sinnlos Partyabends total eskalieren, sondern der Lateiner sagt, ich arbeite und bete. Das ist es für uns natürlich auch nicht, aber play hard, work hard vielleicht eher. Also irgendwie eine coole Business-Veranstaltung zu haben, wo alle nachher rausgehen und sagen, ich arbeite gerne, aber ich lebe auch gerne. Ich arbeite einfach, ich arbeite grundsätzlich gerne und ich lebe gerne. Und das ist, glaube ich, das zu suchen. Und da sozusagen, wie kann, wie schön kann zusammenleben oder zusammenarbeiten sein? Also dass man sich da nicht, Kollegen sind manchmal schon ganz cool oder meistens schon ganz cool und sich mit denen nicht in die Haare zu kriegen und einen kleinen Krieg zu enden und Leuten zu sagen, so kann Zusammenarbeit sein, weil einfach, wir verbringen mit Arbeit schon irgendwie alle ziemlich viel Zeit. Torsten J. Koerting: Glaubst du, dass die Suche jemals aufhört nach der perfekten Veranstaltung? Gast: Das weiß ich nicht. Also das ist ja das Spannende bei mir, dass sich das alles immer irgendwie ändert. Also wie lange habe ich noch Lust, irgendwas zu machen? Also ein Jahr Corona ist schon gerade echt anstrengend. Also du hast das klug ausgedrückt, Torsten. Also um einmal zu schreifst, du siehst ein bisschen zerschossen aus oder demoliert oder wie du es formuliert hast. Es ist schon gerade auch schlauchend. Also es ist mitgenommen. Es ist gerade schon seit einem Jahr echt anstrengend. Ich habe auch, die Laune ist jetzt nicht immer Bombe. Also es ist Annika, meine Frau sagt es immer, seit einem Jahr bist du sehr oft schlecht gelaunt, weil du natürlich, wir sitzen jetzt einfach, heute kam es ja wahrscheinlich raus, dieser Lockdown geht bis zum 28. März. Das Witzige ist, als der zum ersten Mal Anfang 1. November ausgerufen wurde, habe ich zu meinen Mitarbeitern gesagt, das geht jetzt bis Ostern. Und alle sagten, Ralf, du spinnst. Und beim nächsten Satz sagten sie, aber wahrscheinlich hast du recht, weil du ganz oft recht hast. Und wir haben jetzt seit fünf Monaten Lockdown. Also das ist mal zu sehen, jetzt seit vier Monaten, aber der geht noch einen Monat. Das ist einfach Wahnsinn. Und gerade für so Menschen, die mich, die gerne draußen sind, ist das gerade schon, wir arbeiten gerade schon echt viel. Das ist so, also das ist so die Kehrseite des ganzen Wahnsinns, gerade auch Thema Speakers. Es ist gerade schon einfach viel. Es ist halt anstrengend, wenn du früher 10, 100 Veranstaltungen in der Woche hattest. Also allgemein gibt es jetzt noch 10 und um die 10 kloppen sich gerade alle Firmen. Und ich bin ganz glücklich, dass wir da relativ weit vorne sind, aber es ist schon herausfordernd gerade. Ich habe von Kollegen gehört, die 90 Prozent ihres Speakings ist eingebrochen. Es gibt natürlich immer keiner zu, aber es gibt halt gerade auch nicht wirklich viel. Gast: Oder es gibt weniger. Oder es kommt nicht bei mir an. Also vielleicht ist es auch meine subjektive Ralfsicht. Aber es ist jetzt nicht so, dass wie früher, ich war früher 180 Tage im Jahr im Hotel und ich habe es geliebt. Und letztes Jahr war es bis hochkommt, 40 Tage im Hotel, bis hochkommt. Torsten J. Koerting: Und das fehlt mir schon. Wenn ihr auf Instagram folgt oder auch auf Facebook, sieht ab und zu mal den Ralf auf einem Stand-up-Board an der Ostsee oder auf der Alster oder auf anderen doch auch ruhigen Gewässern. Ist das etwas, was du in dein Leben geholt hast, im Rahmen von Corona, das Hobby? War das schon vorher da? Und wie gelingt es dir in Zeiten wie diesen, jetzt ohne die Hotelbesuche und ohne das Feiern und auch natürlich mit deiner wunderbaren Familie diesen Ausgleich hinzubekommen? Gast: Wunderbarer Familie ist nach einem Jahr Corona nicht mehr der richtige Ausdruck. Torsten J. Koerting: Wunderbarer diesen Podcast besonders in der Minute 80 mal deiner Frau zuspielen. Nein, Spaß. Wie gelingt dir der Ausgleich? Gast: Das ist schwierig. Also ich bin viel paddeln. Also ich bin echt viel paddeln. Ich war vorher auch schon paddeln. Ich paddel jetzt seit 2017, glaube ich. Ich habe irgendwann mein Stand-up-Board gekauft. Paddel rund ums Jahr. Ich habe so eine Winterausrüstung auch, so einen Hardcore-Neoprenanzug. Das mache ich viel. Das habe ich im Lockdown dauernd gemacht. Also ich war irgendwie, glaube ich, einmal die Woche mindestens paddeln. Es gab so Wochen, da war ich drei, vier Mal die Woche paddeln, weil ich so genervt war. Ansonsten fahre ich viel Fahrrad. Ich wohne im Speckgürtel und fahre mit dem Fahrrad immer ins Büro. Das habe ich noch viel gemacht. Ansonsten darf ich, ich liebe schwimmen. Das ist ja leider zu seit fünf Monaten. Ich mache EMS. Das ist irgendwie auch zu. Und ich bin unglaublich viel spazieren. Also ich telefoniere halt total viel beim Spazieren. Ich war vorher vor unserem Podcast drei Stunden spazieren. Und ich habe drei Stunden lang nur mit Menschen telefoniert bei den Spaziergängen und hatte sogar einen halbstündigen Zoom-Call. Da ist das Netz dann doch einigermaßen gut teilweise in Deutschland. Also dass du auch wirklich mit richtigen Zoom-Calls, ich habe keinen Kunden-Zoom-Call, es war der Kreativität-Zoom-Call zu einem Projekt, was wir gerade haben. Das geht, Torsten J. Koerting: aber sowas mache ich dann ganz viel. Also raus, gerade jetzt, wo die Sonne da ist. Ich glaube auch, wo im Norden die Sonne da ist. Ich würde gerne noch mal auf einen Punkt zurückkommen. Letzte Frage, bevor wir das Ganze dann abbinden. Du hast von dieser idealen Veranstaltung gesprochen. Und wenn du jetzt mal so die letzten ein, zwei Jahre Revue passieren lässt, welche Veranstaltung hast du erlebt, die du nicht selbst belebt hast, also auch durch die Impulspiloten? Vielleicht als Moderator und Speaker dort einen Anteil hattest, die in deiner Welt schon ziemlich nah dran war, wo du gesagt hast, puh, sowas, das ist schon krass. Gast: Die Problematik ist, dass man hauptsächlich zu 95 Prozent auf eigenen Veranstaltungen ist. Und ich erzähle jetzt vier Veranstaltungen, wovon bei dreien war ich sehr dran beteiligt. Das ist so ein bisschen das Problem. Kannst du mich nachher schimpfen. Also eine sehr ideale Veranstaltung war für mich die GSA Convention 2018, die wir gemacht haben als Impulspiloten. Die war für mich ziemlich nah dran an einer ziemlich geilen Veranstaltung. Da haben wir am ersten Tag, also das war die Idee meiner von, naja, die um die Ecke kam, als wir die für die Veranstaltung gebrainstormt haben und gesagt, lass uns mal alles drehen. Lass uns mal, sozusagen die Veranstaltung geht immer mal zwei, drei Tage. Lass uns mal mit der Party am Ende anfangen. Und dann sagte ich am Anfang, ich denke, spinnst du, das ist so totaler Quatsch. Lass uns mit dem Galaabend. Also die Veranstaltung geht immer Freitag, eigentlich Donnerstag bis Sonntag, aber der Hauptteil ist Freitag, Samstag. Und es ist so üblich, Freitag geht's los, dann hast du Reden, bla bla bla bla, Speaker, bla bla bla, abends ist immer die William-Banker-Party, Samstag ist wieder Speaking, Samstagabend ist die Verleihung des Deutschen Rednerpreises, 400, 500 Kollegen. Und Möller sagte, lass uns doch mal mit der Gala Freitagmorgen anfangen. Gast: Und dann habe ich gedacht, die Idee ist gleich gar nicht so schlecht. Und dann haben wir Freitagmorgen, kamen dann alle rein, es war in Berlin im Handelshotel und der Raum war komplett leer, es legte ein DJ auf, es war Bodennebel und 400 Speaker und Speakerinnen kamen rein und waren erst mal nur von Wirt. Und dann hat ein DJ aufgelegt und dann hatten wir zwei Bühnen reingebaut. Und dann standen erst mal alle Kollegen im Raum verteilt und ich bin immer zwischen diesen beiden Bühnen hin und her gelaufen und habe von beiden Bühnen aus moderiert, weil das Thema war damals Disruption. Und das war total geil und irgendwann haben die dann, dann haben wir so eine riesen Soziometrie mit 400 Kollegen gemacht, so mit Aufstellen und so in diesem riesen Raum und es lief Bombe. Und dann haben die Speaker dann immer abwechselnd auf den beiden Bühnen aufgetrieben, die Zuschauer hatten freie Spüle und durften sich dann immer umdrehen. Das war total geil. Dann haben wir lauter so abgefahrenen Scheiß gemacht, da hätten Fake-Reden eingebaut. Ich habe das geliebt. Gast: Wir hatten damals, eine Freundin von mir war damals bei Wattenfall, sehr hohe, auch an einer sehr hohen Ebene und die hatten wir eingekauft. Da habe ich gesagt, kannst du auftreten? Und sie sagt, ja, aber es war schon von vornherein geplant, dass sie nie auftreten wird. Und dann hat sie am Tag vorher abgesagt, weil sie nach Stockholm musste. Das war aber alles geplant, und dann haben wir einen Freund von mir, der Schauspieler, war eingeschmuggelt als ihren Assistenten oder ihr Einuntergebener, auch ganz hohe Führungskraft und haben ihn auf die Bühne gestellt als Führungskraft von einem großen Energiekonzern und haben dann den 30-Minuten-Redner gegen die Speaker-Szene halten lassen. Also wie sinnlos Speaker sind aus der Sicht eines Großkonzerns. Und es ist total eskaliert. Das war total geil. Da gab es irgendwie zehn Minuten Standing Ovations am Ende, weil der so gut ankam. Es war echt geliebt, diese Nummer, weil irgendwie alle Kollegen und Kolleginnen wirklich drauf reingefallen sind. Es gab so zwei, drei, sozusagen wirklich, die sozusagen nicht drauf, aber der Rest ist alle drauf reingefallen. Sowas zum Beispiel. Die Veranstaltung war perfekt. Also die war ziemlich perfekt. Und die zweite, wo ich mit drin hänge, ist die Ideen Expo. Was du vorhin gesagt hast, ist einfach wirklich eine tolle Veranstaltung. Die geht über neun Tage. Da hängen wir nur zum Teil mit drinnen. Also das ist so außenstehend, da ist die Ideen Expo GmbH organisiert. Eine wahnsinnig tolle Science-Messe. Also wo deutschlandweit die Besucher und Besucherinnen kommen mit Konzerten abends. Wir hatten Crow, wir hatten Deichkind, wir hatten Jan Delay. Wir tagsüber, also das ist wirklich, das ist genau mein Style. Du hast Content, du hast Business, du hast zwar auch Partys, war wirklich gut. Das hat er dann irgendwann so ein bisschen die CeBIT kopiert, South by Southwest. Also es ist so das Konzept. Und eine wirkliche Veranstaltung, die ich nicht, Gast: wo ich immer relativ wenig, wo ich immer nur als Gast oder als, ob er sein darf, ist der Trainerkongress in Berlin von Gerd Schilling. Das Einzige, an was Gerd noch arbeiten muss, das weiß er aber, ist abends eine Party zu machen, sage ich ihm immer. Der geht Freitag und Samstag, aber ich finde, der Trainerkongress in Berlin ist echt eine tolle Veranstaltung. Das ist in meinem Café Moskau. Und wenn du Trainer oder Trainerin bist, finde ich total cool. Also Gerd macht das mit so viel Liebe und so viel Herzblut. Es sind tolle Kollegen da. weil du guckst dir, du hast zwei Tage lang Unmengen an Workshops, die du besuchen kannst. Das Essen ist immer der Hammer. Das ist mit Gerd total nett. Er moderiert immer mit seiner Frau, was zauberhaft ist. Es passiert zweimal das Gleiche, also Freitag gab es mir genau das Gleiche mit unterschiedlichem Publikum. Ich darf da immer Workshops geben. Falls es nächstes Jahr real ist, geh da hin. Wenn du Trainer oder Trainerin bist, Trainerkongress Gerd Schilling, meine absolute Empfehlung. Ganz, ganz, ganz cool. Torsten J. Koerting: Um dann nochmal zu erleben, eins der Events GSA, darfst du GSA-Mitglied sein, bei der Ideen Expo. Mal gucken, wann sie wieder in der Form stattfindet, wie ihr sie damals auch beleben durftet. Gast: Ich weiß schon, ich sage es dir aber noch nicht, das ist noch geheim. Nein, das ist noch geheim, ja. Torsten J. Koerting: Der Podcast hat keinen MDA nach außen. Und da sicherlich der Trainerkongress eine Möglichkeit, in dem wir dann alle mal eintreten dürfen und mal gucken, wenn es nächstes Jahr dann hybrid oder dann vielleicht auch wieder offline wird, das mal live zu erleben, was für dich sehr nah dran ist an der perfekten Veranstaltung. Ralf, danke für diese wunderbaren Einblicke in deine Welt, in deine Welt der Entwicklung vom Schauspieler hin zu dem, wie wir dich heute wahrnehmen durften und auch mit den ganz vielen Einblicken in wie du die Speaker-Welt siehst, in Einblicke in die hybriden Events, in die digitalen Events, in die Zukunft, was dich ja auszeichnet, das zu sehen. Wenn man mit dir oder den Impulspiloten in Kontakt treten möchte, Ralf, wie macht man das am besten? Wie kann man mit dir in Kontakt treten? Wie kann man dich kontaktieren? Wie am besten? Gast: www.impulspiloten.de Also das ist unsere Impulspiloten-Webseite, einfach, da findet man mich, da findet man mich bei LinkedIn unter Ralf Schmidt, man kann Ralf Schmidt auch googeln, Ralf Schmidt mit TT, bin ich der Erste, www.hybride-events.de, wer in der Richtung was gucken will, findet uns da auch, da sind wir auch relativ weit oben. Torsten J. Koerting: Genau. Ja, packen wir alles in die Shownotes, wie das hier immer so üblich heißt. Sehr gerne. Podcast-Moderation. Gast: Connectet mich bei LinkedIn, bei Xing, bei Facebook, bei Twitter, bei Tinder, whatever. Torsten J. Koerting: Ich habe gehört, bloß keine WhatsApp-Gruppe machen mit Ralf. Das hat er damals schon gesehen, dass das die Relation ist. Gast: sind WhatsApp-Sprachnachrichten. Also es gibt da so Hongs, die mir, also wenn ich dich nicht kenne und du schickst mir eine WhatsApp-Sprachnachricht, höre ich die nicht ab. Also da bin ich relativ radikal. Wenn ich dich kenne, oh Gott, weil du es warst, Torsten, deiner habe ich abgehört, aber ich brauche dann immer drei Tage, bis ich die Nerven habe, eine WhatsApp-Sprachnachricht abzuhören. Ich hasse WhatsApp-Sprachnachrichten. Torsten J. Koerting: Wenn es per Text zurück und dann weiß man genau dem Ralf am besten nur Texte schicken. Gast: Meine Töchter schicken mir das schon immer. Ja, das ist schon schlimm genug, wenn meine Töchter toll sind, aber WhatsApp-Sprachnachrichten ist so das Schlimmste. Torsten J. Koerting: Ralf, das letzte Wort gehört immer dem Gast in meinem Podcast. Und zwar nicht jetzt in Richtung von mir und irgendwas, was dir bezüglich jetzt dieses Interviews oben aufliegt, sondern in Richtung der Zuhörer. Was ist deine Botschaft? Was ist dein letztes Wort in Anführungszeichen in Richtung derer, die diesen Podcast hören werden dürfen? Gast: Also ihr hört dem richtigen Mann zu, Torsten Koerting. Den habe ich kennengelernt vor fünf, sechs Jahren und was faszinierend an Torsten ist, ist, dass er immer weitermacht und immer weiter wächst. Und das ist die Botschaft, die ich euch mitgeben möchte, einfach weitermachen. Und zwar auch in diesen verrückten Zeiten. Das ist sozusagen, was die Impulspiloten am Leben hält, weiterzumachen. Dann fällt man mal hin, dann steht man wieder auf, dann macht man wieder weiter und glaubt grundsätzlich an seine Sache. Das ist das, was uns immer wieder ausmacht und auch immer wieder austauschen, Feedback einholen mit Leuten reden, die man schätzt. Bei uns ist gerade einfach erstmal durchhalten und durch diese Zeiten kommen mit unserem Konzept der hybriden Events. Torsten J. Koerting: Ralf, lieben Dank. Auf bald. Ciao, ciao. Gast: Ciao, ciao.