(Teil 3) - Hans Kammerlander - Warum Ziele wichtiger als Erinnerungen sind
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Hans Kammerlander gehört zu den erfolgreichsten Extrem-Bergsteigern unserer Zeit. In Ahornach, einem kleinen Dorf an einem steilen Hang im Tauferer Ahrntal geboren, bestieg er als 8jähriger seinen ersten Dreitausender. Heimlich und hinter zwei Touristen her. Danach entdeckte der Südtiroler die zauberhafte Welt der Berge.
In der Biografie von Hans Kammerlander stehen mehr als 2500 Klettertouren, rund 50 Erstbegehungen und 60 Alleinbegehungen großer Alpenwände. Er bestieg zwölf der vierzehn Achttausender. Sieben davon an der Seite von Reinhold Messner. Er fuhr mit Ski vom Gipfel des Everest ab und durch die steilen Flanken des Nanga Parbat. Mit Reinhold Messner umrundete er auf den Landesgrenzen seine Heimat Südtirol. Er durchstieg die Nordwände von Ortler und Großer Zinne innerhalb von 24 Stunden. In der Zeit gelangen ihm auch alle vier Grate des Matterhorns.
Als erstem Bergsteiger der Welt gelang Hans Kammerlander eine der beiden Versionen der Seven Second Summits, also der jeweils zweithöchsten Berge aller sieben Kontinente. Hans Kammerlander ist Bergführer und Skilehrer. Er lebt im Tauferer Ahrntal und ist Vater einer Tochter.
In dieser Folge erfährst du:
- welches Erlebnis Hans' Karrierehöhepunkt war [01:08]
- wieso große Ziele, Willenskraft und etwas Glück Erfolgsgaranten sind und warum „einfach mal probieren" ein guter Ansatz für Erfolg ist [16:34]
- wieso Hans irgendwann aus dem Wettbewerb ausstieg [19:57]
- warum die Gefahr und Angst keine Motivation sind, wie Hans Angst ablegen konnte und was ihn demütig werden lässt [27:12]
- warum sich Hans keine Abenteuer wünscht und warum Ziele wichtiger sind als Erinnerungen [35:01]
- für was sich Hans einsetzt und warum der Nordpol für Hans langweilig ist [41:15]
- wie Hans die Pandemiezeit erlebt hat [48:41]
Hier findest du Hans:
Website: http://www.kammerlander.com/
Viel Spaß bei dieser Folge.
Das Transkript zum Nachlesen
Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 9.157 Wörter, 62 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.
Torsten J. KoertingUmsetzungsgiganten
GastUnd in that perseverance I found new levels of strength Und dann habe ich angefangen das zu machen
Torsten J. KoertingWehigkeit weitergeben zu dürfen Aber es hat was mit geduldlich sein zu tun Also zu erfahren, was denn die jungen Menschen bewegt
GastYou're really making me think with these questions, it's wonderful
Torsten J. KoertingUnd da gibt es ja auch noch einen ganz weiteren magischen Moment Der dich aus dieser Seilschaft gemeinsam mit Messner Mehr oder weniger hinausgeholt oder herausgeholt hat Als Messner dann gesagt hat, ich gehe jetzt nicht mehr auf die großen Berge Sondern ich widme mich anderen zielen Du dann deinen eigenen Weg in Anführungszeichen Mit all dem, was du an Wissen schon aufgebaut hast Dann gehen konntest, um deine eigene Nische Diesen eigenen Fokuspunkt zu finden
GastJa, das habe ich vorhin ein bisschen angesprochen Das ist mir eben gut gelungen Von innen weg Und meine noch offenen Ziele Ich habe diese offenen Ziele direkt andenken können Mit neuen Ideen Und diese Ziele gemeinsam wären nicht mehr gewesen Weil Messner bereits auf den Gipfeln war Auf dem Everest Ich habe auf dem Everest sowieso geträumt Aber es war kein gemeinsames Ziel Weil Messner war schon zweimal oben Einmal Solo Und einmal die Sensation Erstmals mit Peter Haberler ohne Sauerstoffmasken Und wenn er nicht mehr da war Dann waren die Gedanken sofort bei diesen Zielen Und eben andere Ideen Die Bretter mitnehmen Die Ski und das kombinieren Aber ich habe die Zeit mit ihm gebraucht Unbedingt gebraucht Um auch nur annähernd dann diese Ziele Wirklich mit der gewissen Sicherheit Dass der Erfolg stattfinden kann Zu planen Als Neuling hätte ich da ja überhaupt keine Chance gehabt Da wäre ich ja gescheitert Bevor es losgegangen ist Aber mit der ganzen Erfahrung Als Partner von Messner Habe ich dann die Möglichkeit gehabt Die wirklich noch offenen Ganz großen Ziele durch anzudenken Und die Schnelligkeit auch Die ist ja gewachsen Die ist nicht weniger geworden Weil ich meine Gewisse Sachen Die machen mich dann auch glücklich Als in einem Moment Sportler Weil zum Beispiel Meine Besteigung Meverest von Norden Jetzt habe ich es ja in die Skiabfahrt Aber die Besteigung Allein das Hochsteigen Das ist immer noch Die schnellste Besteigung Ganz klar Und ich glaube Ich beobachte ja Das ist alles genauso Ich glaube Du brauchst noch einmal Minimum 10 Und wenn nicht 20 Jahre Bis vielleicht einer Am schneller sein wird Im Aufstieg 16 Stunden 14 Minuten Nun Stopp Und gleichzeitig Habe ich die Ski ja mitgetragen Ich habe nicht An Scherper Irgendwas eingeschaltet Ich war ganz allein Und solche Geschichten Die machen da Die sind schon Rückblickend Die sind so wertvolle Momente Und ich glaube Und ich glaube auch deswegen Dass sie das nicht So schnell Knacken können Weil ich habe es so taktisch Gut geplant Schon Ich habe damals Natürlich trainiert Wir haben ja schon Über viel über Laufen gesprochen Zu Hause Die Konditionen Und ich war damals Schon so clever Ich habe nicht zu viel Zu Hause trainiert Dass du dich nicht ausbauen Zu sehr Bevor du dich aufbricht Ein ganz gezieltes Training Und dann bin ich nach Nepal Zum Wandern Trekking-Tour Als Bergführer Mit der Gruppe Bis 5000 hoch Aber alles nur Einlaufen Und vor allem Motivation aufdanken Und das kannst du Bei einer Trekking-Tour In oben Und dann bin ich weiter Nach Tivet Und dort Den technisch Leichtesten Und auch von der Höhe her Kleinst nach Tausender Zu besteigen Also technisch leicht Damit ich nicht so gestresst bin Wegen Steilheit und so Einfach nur zum Akklimatisieren Und die Skiwahn dabei Dass du immer in Kontakt Zu den Skiern hältst Und nach sechs Wochen Immer Training Ganz gezielt Zwischen Trekking-Tour Und Shishai-Pang Eben dieser leichte Achtausender Dann bin ich Zum Everest hin Und ich wusste Besser vorbereiten Genau Stufe für Stufe Das geht einfach nicht Und dann kommst du dahin Musst ein paar Tage Im Basislager warten Weil es oben stürmisch war Ganz gut sogar Noch einmal erholen Sauerstoffsättigung Im Blut Aufbauen Und dann kam der Augenblick Der Wind bricht ein Du siehst keine Windfahne mehr oben Und die Entscheidung Wenn du allein bist Kannst du treffen Wie du willst Und um fünf Nachmittag Sagst du Das ist jetzt Mein Augenblick Und Starte schon In die Nacht hinein Die Ausrüstung Mitsamt den Skiern Der Rucksack damals Mitsamt den Skiern Gewogen Weniger als fünf Kilo Als Robo Kein Reservehandschuh Da war nichts dabei Da war nichts zu essen Überhaupt nichts Nicht Weder Schokolade Nichts Ein Liter Tee Und dann alles auf Schnelligkeit Und die Verhältnisse Super Ich bin nie tiefer Eingebrochen Als Fracht Schuh tief Im Schnee Gipsverschnitten Und dadurch Ist es halt auch Möglich geworden Aufgrund der Leichtigkeit Der Akklimatisierung Und so Wahnsinnig schnell Nach oben zu kommen Und ich wusste Ich muss Ganz schnell sein Mit dieser Taktik Schnell hoch In die gefährliche Sogenannte Todeszone Ohne Sauerstoffmaske Natürlich Und bevor die Höhe Zur Gefahr werden kann Muss ich schon wieder weg sein Von oben Und das ist gelungen Und da können sie jetzt Rumknabbern Und vielleicht Wenn einer Restaurant Unterbietet Werde ich ihn auch Gratulieren Und mich für ihn freuen Aber das sind Eben die Geschichten Die so tief Mich befriedigen Auch jetzt Im Nachhinein Noch
Torsten J. KoertingEs gab ja Einen Moment Oder Einen Teil Des Ganzen Auf den du dich Nicht vorbereiten Konntest Weil es noch keiner Vor dir gemacht hat Das war dann Die Abfahrt Auf Skiern Und dieser Moment Über die Kante Zu gehen Hinein In die Steilwand Und in die Linie Die du dir ausgesucht Hast
GastJa natürlich Die Linie Habe ich schon Sehr genau Mir angeschaut Und ich bin ja vorher Beie Jahre vorher Am Everest Gescheitert Mit einem Schweizer Kollegen Bis 8300 Sind wir in der Not Sind wir in der Notwand Hochgekommen Und sind dann Zurück So eingeschneit Also habe ich Bis 8300 Meter Die Wand Gekannt Das war die Auch positive Voraussetzung Sonst hätte ich mir Jetzt seinen Start Vor der Dunkelheit Nicht zugetraut Aber ich wusste Ich kenne den Berg Und wenn ich da oben bin Und dann in unbekanntes Gelände hineingehen muss Dann ist es schon wieder hell Also das war auch Taktisch Ganz genau durchdacht Und Entschuldigung Aber Das muss ich genauso planen Weil wenn du das nicht 100%ig planst Und Vor allem wenn du aufbrichst Mit voller Überzeugung Und rangehst Dann sonst funktioniert Sowas nicht Und die Skiabfahrt Wusste ich Diese Neigung kann ich fahren Das war mir ganz klar Das geht Aber ich wusste nur nicht Wie wird mein Zustand Da oben sein Ohne Sauerstoff Da oben stehen Weil da hast du einfach Die Reaktion weg Und Die So die Kraft Ist schon Komplett Komplett Du bist schon Gehst schon eher In den roten Bereich rein Nicht in den Orangen Und Aber die Steilheit Wusste ich Ich kann das doch Weil ich bin ja vorher Auch vom Langer Bar Erstmals mit Ski Abgefahren Die 4000 Meter Hohe Diamierbahn Die ist steiler Also mit dem Hinterkopf Hab ich schon Die Sicherheit gehabt Ich kann das Auf jeden Fall machen Aber es ist Trotzdem ein Versuch Sechs Stunden Hat die Abfahrt Die Abfahrt gedauert Das war nicht schnell Aber ich war halt Einfach zu müde Seitlich rutschen Dann wieder verschnaufen Verschnaufen Weil mit Ski Abfahren Und so in den Gipfeln Das ist nicht so Dass man denkt Ja Wir nehmen die Ski Wir nehmen die Ski Haupt oben Und dann ist ja schnell Wieder runden Nein Nein Wenn ich da mit Steigeisen Absteigen kann Bin ich wahrscheinlich Schneller Und vor allem Bin ich da viel sicherer Die Zacken Fressen sich fest Im Eis Im Schnee Und der Ski Ist doch glatt Also die Abfahrt Ist viel anstrengender Mit Ski Als wenn man mit Steigeisen Runter geht Ja das war schon Ein starker Moment Im weniger als 24 Stunden War ich wieder Im Basislager Die Scherber bringen Einen heißen Tee Und ich bin schon Ausgetrocknet Bis zum Geht Nicht mehr Und diese Tasse Tee In die Hand nehmen Und dann einfach Den Mundschnur Rasten Nichts mehr Ausschalten Rasten Rasten Ja und wenn du am nächsten Tag Dann doch Weil im Basislager Kannst du ja schlafen Auf 5000 Da ist Nach so vielen Wochen In der Höhe Da schläfst du Ja wie ein Bär Und wenn du am nächsten Tag Aufwachst In einem ersten Moment Brauchst du einmal Ein paar Sekunden Dich zu orientieren Und dann Auf einmal Kommt der Gedanke Du bist jetzt auch runter Und du kannst jetzt Aus dem Zelt kriechen Wenn du Nicht zu müde bist Noch vom Tag zuvor Und du kriegst schon Heißen Tee Die Scherper Haben alles vorbereitet Oder sie kommen Mit einer Tasse Kaffee Zum Zelt Also da kommen Die Momente Das ist dann Genau der Augenblick Wo die Großen Freuden Kommen Weil solange du In Aktion bist Bist du zu viel Konzentriert Da ist kein Platz Auch am Gipfel Für Weiß Gott Welche Gefühle Aber dann Runden schon Die Gewissheit Jetzt kannst du rasten Jetzt bist du Komplett in Sicherheit Jetzt brauchst du Und gar nichts mehr Kümmern Das sind schöne Momente
Torsten J. KoertingUnd ich glaube Die 24 Stunden Dann Wirklich der Der finale Durchbruch Für dich auch
GastJa schon Es war einfach Also in dem Moment Eine Alpin Eine irgendeine Tat Wo ich ein bisschen Anders reingegangen bin Als alle anderen Vorher Weil ich habe da nicht Mit dieser Geschichte Habe ich nicht Einfach nur Die Alpinisten Versucht In dem Moment Mit dieser Geschichte Reinzuholen Sondern da waren es Auch die Skifahrer Die sich für Alpinismus Normalerweise Sonst ja nicht Interessieren Da waren Zwei Fliegen Mit einer Klappe Da hat eine Ungeschneidige Begeisterung Beim Skifahrer Ausgelöst Und beim Alpinisten Waren es ja Die anderen Geschichten Vorher schon Also das hat Dann also Weltweit Hat das Ziemlich Ein Wirbel Ausgelöst Und für mich War das auch Wichtig Ich war ja Im Wettkampf Dringen Und du bist Auf der Suche Noch etwas Noch nicht Gemachten Und mit dieser Einfaches Skiabfahrt Ist das Sicherlich Das war mein Höhepunkt Ganz klar Vom Alpinistischen Aufgrund der Schnelligkeit Im Aufstieg Und Wieder zurück Und eben Der Skifahrer Den das Beeindruckt hat Dass man Von so einem Hohen Berg Mit Ski Abfahren kann Und das War dann Natürlich Sowas ist Nicht mehr Steigerbar Das war mir Auch klar Und dann Dann habe ich Schon weiter Geracht Und gedacht Wenn jetzt Anangaparwad Das sind Die höchsten Wände Der Welt Die Rupal Und die Diamierwand Wo wir Abgefahren sind Mit meinen Schweizer Freunden Diego Wellig Und Dann haben wir Die höchste Wand und dann Gapawad und das auch erstmals und dann der Höhepunkt der Everest mit Ski und dann kam halt noch der Traum vom schwierigsten nach Tausender vom K2 auf mich abzufahren und ich habe das ein paar Mal probiert, da haben wir K2 mal lang herumprobiert, bis es endlich gelungen ist aber diesen Traum habe ich nicht verwirklichen können, ich habe die Ski mit oben gehabt und war überzeugt, ich fahre jetzt ab, mit mir war Lafayle, ein Franzose der hat keine Ski mit gehabt und ich war ganz sicher, ich kann jetzt abfahren, die Route genau im Kopf, aber vielleicht war es gut so vielleicht 200 Meter unter dem Gipfel kam ein Wolkenpänk rein hat es den Berg eingehüllt in Wolken und das Licht war weg, es war so diffus ich habe nichts mehr gesehen, nur noch weiß und auch sofort gemerkt, dass ich jetzt sofort unterbrechen das geht gar nicht mehr, wenn du nicht siehst die Strukturen, die die leichten Verwehungen und so und haben sie abgebrochen ich bin dann mit Schleireisen abgestiegen aber da war ich dann doch einverstanden mit der ganzen Sache weil ich habe gedacht, die Skiabfahrt ist nicht gelungen aber ich habe in den stärksten Augenblick erleben dürfen, dass es der Start am Gipfel dann war das okay und noch einmal zum K2, um das noch einmal zu probieren das wusste ich genau, da hatte ich keinen Willen das geht nicht, weil wenn du schon einmal am Gipfel oben warst noch einmal dahin, nur um die Skiabfahrt vollständig zu machen war nicht war nicht mehr ein Ziel ich habe mir zwar auch wirklich gedacht als ich die Skiabschnellt habe vielleicht wenn ich jetzt ins Basislager absteige, ein paar Tage rasten vielleicht komme ich noch einmal hoch bis zum Abschnallpunkt und fahre den Rest durch zurück aber wenn ich dann umfahre dann war mir klar ich mache keinen einzigen Schritt wieder nach oben auf dem Berg und es ist sowieso nur ein zusammengeschusterte Geschichte wenn wir mit diesen Unterbrechungen also war das Thema vorbei aber im letzten Jahr haben sie es gemacht da hat ein Pole die erste Skiabfahrt gemacht von K2 auch ohne Sauerstoff und ich habe da einfach nur die höchste Anerkennung und sage bravo richtig gut gemacht
Torsten J. Koertingwo du sicherlich auch Vorbild gewesen bist ja und jemand der ich sage mal den Weg zum einen mental bereitet hat
Gaster war schön gelöst er hat keinen Sauerstoff verwendet das war solche Sachen wenn man das hört dann habe ich ganz großen Respekt große Bewunderung und natürlich auch eine Nachricht für ihn persönlich kenne ich ihn nicht dass ich ihn einfach nur gratuliere das gehört sich so weil der Neid und den Alpinismus ist immer da gewesen im Sportbereich allgemein glaube ich und wenn jemand etwas Starkes macht dann wenn du ihn da nicht gratulierst dann warst du selber nie gut drauf weil du musst auch die Stärke haben um jemanden zu sagen ich gratuliere einfach das beeindruckt mich enorm das hätte ich mir nicht zugetraut ich glaube das gehört sich auch einfach dazu das gehört sich und nicht wie halt vielfach auch gemacht wird wenn eine große Leistung oder jemand etwas Schönes macht wo er 99% perfekt sauber war und 10% oder ein paar Prozent auch mit gewissen Tricks gearbeitet hat was ja jeder tut da muss man nicht nur auf den paar Prozenten herumheiern wo er ein bisschen getrickst hat wie man selber ja auch macht sondern einfach den Gesamt ervollziehen
Torsten J. Koertingdu hast jetzt in den Ausführungen immer wieder über Ziele gesprochen du hast über Glück gesprochen was du hattest und diese Willenskraft macht es diese Kombination aus von großen Zielen die einen magisch anziehen dem Glück was man haben darf im Erreichen dieser Ziele als auch der Willenskraft die es braucht um durchzudrücken
Gastwenn es mal hart wird ja sicher die Ideen die sind die ja nicht von heute auf die entstehen ja nicht so spontan so von heute auf morgen also ich heute eine Idee und morgen mache ich das diesen Duft über Jahre im Kopf und müssen reifen und dann kommt wieder plötzlich ein Gedanken dazu ja wie man es vielleicht eventuell machen könnte und dann bleibt man wieder hängen und du denkst nein das geht doch nicht und plötzlich fällt dir wieder eine neue Taktik ein und so entsteht ein Plan und das dauert lang oder wenn dir irgendwas gelingt etwas Großes dann denkst du oh wenn man erst gelungen ist dann habe ich doch auch eine Chance dann kann ich das andere wirklich weiterdenken so unrealistisch ist die Idee nicht und das dauert ganz lang oft richtig lang und plötzlich merke ich schon ich glaube das ist es lohnt sich zu probieren und dann wenn man wirklich so weit ist dann die Überzeugung muss da sein dann kann man es probieren und ich habe mich da immer gefreut wenn ich plötzlich zu meinen war jetzt kannst du das doch probieren dann war ich immer ganz erfreut weil so stark war ich eigentlich in der Jugendzeit vielleicht war ich zu riskant unterwegs aber dann habe ich ja gewusst ich kann es ja nur probieren ich muss es nicht machen ich darf es ja nur probieren wenn es nicht gelingt ist es doch wurscht einfach mit der Einstellung hingehen Freude probieren zu können und nicht ja und wenn ich scheitere das ist doch wurscht wenn man scheitert dann hat man es probiert man hat etwas erlebt wichtig ist nur weil scheitern bedeutet ja nur definitiv wenn du nicht mehr zurückkommst wenn du halt ohne Gipfel zurückkommst das ist doch nicht gescheitert weil im Endeffekt zählt doch auch so Leben und das ist oft bei nicht gelungenen Expeditionen viel intensiver als bei gelungenen aber halt eben als Profi brauchst du halt auch dazwischen die Erfolge das ist halt fast so ein Pflichtprogramm aber meine auch mit gewaltigsten Geschichten waren da waren ziemlich einige dabei wo wir den Gipfel nicht erreicht haben als Erlebnis als Geschichte aber wie gesagt man kann nicht immer scheitern das geht auch nicht man muss schon auch immer wieder mal zurückkommen und es muss der Erfolg da sein weil wenn wenn jemand ein Skirinläufer in seinem ganzen Leben immer die beste Zwischenzeit hat und dann im unteren Teil ausscheidet der ist halt auch gescheitert obwohl dann jeder oder viele sagen würden und müssten das ist der beste Skifahrer der Welt weil bis zur Zwischenzeit ist er schon immer der schnellste aber irgendwann muss halt das Ziel auch auftauchen nicht irgendwie ständig ausscheiden
Torsten J. KoertingDu hast dich ja dann irgendwann aus diesem Wettbewerb verabschiedet ja also der Durchbruch kam danach noch viele andere Abenteuer Expeditionen und auch Erfolge und Ziele die du erreicht hast was hat dich dann aus diesem Wettbewerb aussteigen lassen wie ist dieser Gedanke gereift bis hin zur Entscheidung zu sagen ich verabschiede mich auch aus dem Wettbewerb von den großen Bergen
Gastnatürlich ist es das muss man ganz realistisch sehen es ist ja ab einem gewissen Punkt muss ich sagen du pass auf die Jungen sind jetzt stärker weil ab einem gewissen Alter du hast zwar die Routine aber nicht mehr die schnelle Kraft nicht mehr die Schnelligkeit nicht mehr die Dynamik und dann wenn du so hohe Ziele trotzdem anpeilst aus Sturheit weil du nicht loslassen kannst dann beginnt es gefährlich zu werden und für mich war es so ich habe doch in einem recht hohen Alter bin ich Vater geworden ich habe eine Tochter die ist inzwischen 13 Jahre und wenn die da war war mir das eigentlich klar das war die hilft mir jetzt sowieso beim Aussteigen ich werde jetzt nicht mehr so auf dem Limit und mit so hohem Risiko aufbrechen wie ich es getan habe und ich kann doch auch nicht mehr Grenzen springen das wenn jemand nicht loslassen kann dann macht er sich ja lächerlich weil du musst mal akzeptieren so wie wir als Junge das Feld von hinten aufgerollt haben kommen und die Jungen jetzt sind die Jungen die kommen hinter uns und du musst dann loslassen und sagen pass auf das ist jetzt ein Zeitpunkt jetzt musst du so wie du die Treppe immer steiler nach oben gehst immer nach oben musst du jetzt der Höhepunkt erreicht die Treppe wieder auf der anderen Seite so absteigen wie du sie gekommen bist und dann ist das richtig schöne Ziele suchen auch immer wo du sagen kannst das kann ich machen das wird keine Murkserei das wird klarte Geschichte hat aber mit Spitzenalpinismus nichts mehr zu tun ich bin froh den Ausstieg so locker geschafft zu haben weil ich fühle mich wenn ich gewusst hätte wie schön das im Nachhinein geworden ist dann hätte ich früher aufgehört mit diesem Wecklauf aber im Nachhinein ist das leichter gesagt weil man es ja weiß aber ich habe es nicht gewusst und es waren einfach noch die Ziele die man gedacht hat die kann ich noch erreichen die waren einfach noch da und dann wollte ich die Ziele die sehr wichtigen doch vielleicht wenigstens probieren oder vielleicht das eine oder andere verwirklichen aber eben diese großen Ziele sind Schnee von gestern und ist sehr befreiend
Torsten J. Koertingder Ausstieg aus dem Wettbewerb ist ja das eine und trotzdem noch die hohen Berge du hast von den Second Seven Summits gesprochen die auch noch zu erreichen und auch vor vier Jahren ich glaube 2017 als du nochmal in deinem Schicksalsberg den Mannerslu zurückgekehrt bist um ihn doch noch zu summiten wie man sagt und dann aber auf 6200 6300 Meter mit deiner Expedition zu sagen komm lasst uns umdrehen das wird so nichts mehr und wir erklären die Expedition und auch das Nacheifern nach dem Gipfel als beendet hat da deine damals neunjährige Tochter auch eine Rolle gespielt
Gastdas glaube ich nicht da war von vornherein so klar in diesen tiefen Schnee wenn du nicht bis zu den Knie bis zum Bauch da steckst die Hänge sind viel zu lawinen gefährlich und das war ganz klar das war sowas von klar dass wir eigentlich nicht weiter probieren können auch in meiner besten Zeit hätten wir auch ja nicht einmal einen Versuch probiert das war überhaupt kein Problem aber nur zum Beispiel so ein Berg der einzige Tausende oder Mannerslu der immer noch fehlt das ist so das ist immer noch nicht das ist nicht weg ich denke man muss da auch nicht hin aber plötzlich denke vielleicht gehe ich doch hin und mache das so wie sie es alle machen mit zwei Hochlagern in meiner Topzeit werde ich da hin und hätte den sportlichen Ehrgeiz gehabt in 24 Stunden hoch runter weg und jetzt würde ich es ja ganz entspannt machen die Routine ist ja da aber ich weiß ich kann da keine Grenzen sprengen aber auf dem Gipfel nur vom Berg her da waren Ältere oben als ich selber bin und ich habe doch die ganze Routine und Erfahrung also daher ist das schon auch noch so ein Ziel wo ich vielleicht ganz stressfrei andenke wahrscheinlich sogar aber ich sage ganz ob ich dann da länger brauche oder weniger lang bei dieser Beschreibung ist mir ganz scheißegal einfach nur dahin um vielleicht irgendwie so einen Abschluss zu machen aber er ist noch nicht wichtig der Gipfel diese Sammel Aktionen 14 mal nach 1000 habe ich nie gehabt mir war die Linie wichtig und auch wenn ich unterwegs war als glaube ich schon Top Höhenbergsteiger dann waren ja schon ein paar die das halt gemacht haben also ich wäre ja nur ein Wiederholer gewesen mit der Maximum Chance vielleicht als Vierter alle 8000 zu besteigen weil Messner war der Erste ein Pole ein ganz starker war der Zweite ein Schweizer ganz dichter hinter der Dritte und mir war die Chance geblieben als Vierter und das war mir als Ziel nicht so wichtig Vierter zu sein da war mir viel wichtiger eben so Skiaktionen und das und nicht die Zahl 14 nein und auch jetzt wenn ich da hingehen würde die Zahl 14 wenn es dann ganz aufs Genaue gehen würde dann wäre ich doch noch auf 13 ich habe auf dem Leichtessen auf dem Shishapangma war ich allein da war Nebel am Gipfeltag und Wind das waren schon noch ein paar Expeditionen da die haben alle umgedreht umgedreht und ich bin hin und habe ein Gipfelbild gemacht da war ein Eiswickel und ein paar theoretische Gebetsfahnen rumgewickelt ein Gipfelbild gemacht und bin zurück das war eine Blitzaktion am Gipfeltagen nach in einer als ich herausstelle ich war auf dem Mittelgipfel und der ist 7 8 Meter tiefer als ein bisschen links der Hauptgipfel das habe ich nicht gesehen also er wird zwar jetzt auch gewertet wenn man ganz genau ist wenn man die 14 wollte dann müsste ich eigentlich wegen den paar Metern noch mal zum Shishokan gehen und das habe ich schon gar kein Interesse Stacey
Torsten J. KoertingTaniguchi den ich auch im Rahmen des Umsetzungsgiganten Podcast interviewen durfte auch jemand der auf dem Everest stand der Hilfe von Sherpas durch den Kumbo Eisgletscher überhaupt wieder ins Basislager gekommen ist der hatte eine schöne Metapher im Interview skizziert die diese Überschreitung der Gletscherspalten und mit den zusammengeknoteten Leitern als Bild hatte und er immer wieder gesagt hat oder darauf referenziert was lässt dich über die Leiter gehen die Leiter über so eine Gletscherspalte zusammengeknotet wackelig leicht angeseilt an einem labberigen Seil in Anführungszeichen und darunter eine Gletscherspalte deren Boden du nicht sehen kannst und er sagt es ist entweder sind diese vier P's im Englischen eine Person es ist vielleicht ein Prinzip was auf der anderen Seite auf dich wartet der Purpose also deine Berufung oder die Passion deine Leidenschaft was treibt dich an was hat dich über die Leitern gehen lassen und immer wieder über diese Gefahrenpunkte hinaus was ist das was da drüben auf dich wartet was dich angezogen hat
Gastja natürlich wenn ich jetzt die so die Geschichte höre das regt mich gar nicht an weil wenn so Leiter die federt ein bisschen das ist reine Routine aber ich muss sagen ich bin diesen Trampel Vater mehr was die Leitern machen alles präparieren ich war auf der Notzeit und da war ich komplett allein da war keine Leiter da war gar nichts da gehst du über die Spalten und schaust wo du am besten rüber kommst also die Sachen die sehe ich als komplett normal da wird der Puls keinen Schlag nach oben auch wenn ich über so Leiter drüber gehen würde ich weiß Kletterseil soll der Leiter brechen die brechen nicht die wackeln nur ein bisschen weise federn und die tieferer Spalt ist mir komplett egal weil ob ich jetzt auch beim Klettern bin viel solo gegangen ob ich jetzt auch ohne Seil 10 Meter oben bin oder 500 Meter oben bin das verändert nicht viel und ich weiß wenn ich 10 Meter runter fall dann kann ich vielleicht noch halbe Stunde leben aber wahrscheinlich bist du auch tot nur ein bisschen langsamer wenn ich von ganz oben runter fliege geht es schneller aber ich nehme einfach an ich fliege hundertprozentig nicht runter das traue ich mir einfach zu mit dieser Einstellung musst du gehen sonst hast du eigentlich in solchen Wänden nichts verloren weil wenn du anfst zu denken zu viel dann blockiert es den Körper dann sollst du nicht weiter gehen du musst umdrehen und da kann ich ganz entspannt denken so mir um die Berge eigentlich die Freude am Leben gegeben und mir auch die Angst vom Tod genommen war einige Mal dran wo ich sicher war das war es jetzt es ist vorbei wenn ein K2 eine Eislawine auf dich zukommt und sich im letzten Moment doch seitlich vorbeischiebt zwei Eislawine mit einer Wucht und dann ist das Getöse vorbei und du lebst noch dann wird auch klar wenn es die jetzt getroffen hätte das wäre überhaupt nicht fürchterlich gewesen keine Angst überhaupt nicht der Schock der nimmt die jegliche Angst komplett und nur du bist da und stellst fest du bist noch am Leben aber es wäre jetzt wunderschön wie leicht es gewesen wäre wenn es dich getroffen hätte also in der Hinsicht vom Tod habe ich die Angst verloren ich lebe jeden Tag unwahrscheinlich gern aber ich weiß und das für mich auch ein Prost dass die Kollegen die leider nicht mehr auf der Welt sind die verunglückt sind am Berger sie in dem Moment nicht leiden müssen wenn sie abstürzen also weil der Schock diese große Hilfe ist dass keine Angst und keine Schmerzen jemand verspürt es geht zu schnell die Hinterbliebenen haben es schwer aber der Betreffende für den ist das nicht so in das geht alles zu schnell und deswegen habe ich in der Hinsicht ein bisschen die Angst verloren vom Ableben allgemein irgendwann ist es für jeden mal vorbei und ich lasse mir doch nicht das ganze Leben schwer machen indem ich mich mit den Gedanken ständig beschäftige oder praktisch dem Tod entgegen zittere nein wenn es kommen muss dann soll es kommen dann nehme ich das an und hoffe dass es extrem lang dauert bis es so weit ist
Torsten J. Koertingdu machst wenn ich das sagen darf so in den letzten ein zwei Tagen wo wir dich ja auch ein bisschen persönlicher erleben durften einen sehr nachdenklichen und auch teilweise demütigen Eindruck du bist jemand der wie du auch reflektiert hast jemand der die Jahre oder Jahrzehnte überlebt hat ganz im Gegensatz zu Menschen die mit dir Expeditionen geteilt haben oder die auch Teil des Wettbewerbs gewesen sind ja um Uli Steck mal zu nennen der ja auch vor einigen Jahren im Rahmen seiner Vorbereitung auf sicherlich auch wieder einem Wettbewerb stehenden nennen wir das Expedition oder eigenes Ziel war David Lama der von der Lawine in Kanada beim Abstieg in der seilfreien Zone überrascht wurde und du jemand bist der immer noch hier ist und unter uns ist was hat das glaubst du Nebenglück ermöglicht und ist diese Nachdenklichkeit wie gesagt meine Interpretation und auch Demut etwas was daraus resultiert
Gastdas kann ich jetzt natürlich ganz schwer über mich selber sagen nur natürlich eben wenn man das so wenn ich zurückdenke an die doch vielen die den Weg ähnlich gegangen sind aber das nicht zu Ende geschafft haben dann wird mir halt klar ich habe halt einfach in gewisser Hinsicht ein bisschen mehr Glück gehabt wie die anderen weil das war oft ganz knapp aber ganz oft nicht nur einzelne Male wo ein Stein hautnah am Schädel vorbeigeflogen ist ein paar Zentimeter und es war vorbei gewesen und so und das Glück haben halt die anderen zum Teil leider nicht gehabt und ich muss auch sagen es waren schon sehr viele Expeditionen wo ich umgedreht habe wenn ich im Laufe der Jahre hat sich das immer mehr in die Richtung hin entwickelt zum Glück dass wenn ich eine Gefahr gesehen habe dann habe ich reagiert dann habe ich gesagt hau mal ab gehen wir zurück was mir als ganz junger kletterer schwer gefallen ist da war es einfach kipfelorientiert aber ich habe oft umgedreht vielleicht war das auch ein Grund warum ich eigentlich da bin das kann schon sein aber Glück war dabei also nur den Können allein habe ich das sicher nicht zu verdanken den ganzen den so langen alpinen Weg als ich es überstanden habe da war ganz viel Glück dabei absolut weil die Fehler die oft immer die ich gemacht habe die sind eine große Summe wo ich wirklich in den Nachhinein feststelle so eine Blödsinn ich habe wirklich einen Fehler gemacht aber halt das Glück war halt trotzdem auf meiner Seite ich war nicht fehlerfrei das wäre ja komplett ein Wahnsinn so etwas zu behaupten habe ich aber natürlich auch viel probiert und wenn man etwas probiert dann ist man halt nie sicher im Vorfeld ja wie das weil du probierst wirklich wenn ich weiß da ist eine Route eine Linie die schon jemand gemacht hat dann ist das natürlich dann weiß ich da war schon immer jemand und die Wahrscheinlichkeit dass du das auch schaffen kannst ist da aber wenn du einen neuen Weg probierst dann ist es was anderes dann kannst du im Vorfeld durch Beobachtungen und studieren von solchen Wänden mit Fernglas und so das ist schon wichtig weil du kannst ja wirklich tagelang wenn du die Wand beobachtest die Lawinen Abgänge erforschen wo kommen die Lawinen am Nachmittag bei Sonneneinstrahlung und das alles genau durchdenken das ist eine wichtige Aufgabe im Vorfeld aber trotz allem wenn du daran unterwegs bist dann zeigt sich das doch wieder anders und dann kommst du in Gefahrenzonen die du einfach von unten mit den Hochschalen mitziehst und was ich immer glücklich war oder bin wenn ich aufbreche dann denke ich mir jetzt mal hoffentlich entsteht kein den Abenteuer weil das Abenteuer das Wort ist oft so schnell verwendet ich habe in einem Katalog muss ich flachen gelesen von einem Reiseanbieter höchst was sie da anbieten höchstes Abenteuer ohne Risiko wo ist nur das Abenteuer ohne Risiko für mich beginnt das Abenteuer wenn alles entgleitet bis dahin ist für mich Aktion und Erlebnis aber die Abenteuer die wünsche ich mir nicht wenn man das Wort wirklich so stehen lässt wie es eigentlich richtig wäre und leider bin ich oft auch in Abenteuer hineingeschlittert aber ungewollt das Abenteuer wie man oft sagt ich suche das Abenteuer finde ich ist ein bisschen falsch ich bin eher der Meinung wenn man sagt man sollte sagen ich suche das Erlebnis weil direkt das Abenteuer suche ich mir einen Schritt zu weit schon nach vorne
Torsten J. Koertingwenn du so zurückblickst du bist heute 64 gibt es so den einen Moment an den du dich immer wieder gerne erinnerst wo du die Augen schließt und dich dann nochmal in diese Situation hinein begibst
Gastja sind aber ganz viel wenn ich jetzt so Momente anspreche sind ganz viel so Jugendgeschichten die Jugenderinnerungen weil die bleiben ganz tief das sind so Augenblicke glaube ich wo ich erlebt habe an die ich immer wieder zurückdenke wenn ich so einen Berg sehe oder wenn ich unterwegs bin dann fällt mein oh damals das war doch so schön diese Momente aber natürlich wo ich halt auch nie vergessen werde ist einfach der Start am Everest mit Ski der Moment da oben das Losfahren das Sich-Entscheiden die sicheren Steiereisen weg die glatten Bretter an die Füße das sind die Momente und das denke ich absolut gern zurück ein bisschen auch das Ankommen erstmals auf einen erst nach Tausendern weil das ja ein Traumziel war als junger glaube ich guter Kletterer und auf einmal kommst du da an und warst auch auf einem der hohen höchsten Berge der Welt dieser erste Achttausender oder der Start mit Ski vom Everest das sind so ein paar so Momente an die ich ganz oft und gern zurückdenke aber es gibt ganz viele tolle Erinnerungen die sind schon schön die sind wunderbar wenn man plötzlich wieder andenkt aber bei so vielen Bergtouren gibt es viele aber die paar Intensiven richtig Intensiven sind schon wie gesagt gerade der Start am Everest ja der erste Gipfel als Kind und so Sachen aber da sind viele und diese Erinnerungen direkt so rausfischen ist schwer aber die sind immer wieder schön wenn du in der Gegend bist oder wenn du auf so einem Berg unterwegs bist wo du einmal irgendwas tolles erlebt hast dann kommen die Erinnerungen wieder rein und das ist sehr verschieden kann in Nepal sein kann in den Dolomiten sein oder hier im Tauferer Amtal oder wenn du eine Person siehst plötzlich wird man nach Jahren und dann kommt eine Erinnerung was du mit denen erlebt hast ganz tief zurück und da gibt es ganz viele tolle Erinnerungen sind wirklich sind wertvoll aber ich habe immer gesagt die Ziele sind wichtiger als die Erinnerungen und wenn beides da ist dann ist es halt natürlich sehr ausgefüllt
Torsten J. KoertingWas sind die heutigen Ziele eines Hans Kammerlander?
GastIch habe eben keine so wilden Ziele aber ich habe noch ein paar Länder wo ich unbedingt hin möchte wo ich noch nicht war aber so richtig so umwerfende Ziele habe ich eigentlich gar nicht mehr die entstehen oft schnell und ich kann auch schnell entscheiden die Freiheit aufzubrechen wohin ich will die habe ich aber ich habe jetzt momentan jetzt gerade spontan habe ich nicht so ein besonderes Ziel was für die nächste Zeit angedacht ist auch aufgrund von Corona muss ich alles reduzieren weil man nie wusste darf man weg darf man nicht weg ich habe aber auch noch ein paar Dolomitenwände die ich unbedingt so angedacht habe jetzt schon eine Weile wo ich gerne mal gemacht hätte aber in meiner starken Zeit hat es sich nicht ergeben und jetzt natürlich wenn ich solche Ziele andenke dann ist es automatisch dann nehme ich einen jungen Kollegen mit die jetzt so viel besser klettern wie ich und sage du mal ich würde mich freuen geh doch mit mir einmal die Route und die Aufgabe die Schlüssel stellen kletterst du aber ich weiß wenn ich dann und die anderen jungen Kollegen das ist eine tiefe Freundschaft wenn die jungen nachkommen die freuen sich so hast du ja Freizeit immer und dass ich da praktisch diese Unterstützung natürlich in Anspruch nehme sonst kann ich das nicht mehr vielleicht würde ich es auch können aber das ist mir vom Vorfeld schon zu viel von Gedanken her dann fange ich an da herumzumurksen und habe keine Freude mehr dann nehme ich lieber einen starken richtig guten Burschen mit und ich kann entspannt aufbrechen weil jetzt kann ich einmal das machen was jetzt macht er das was ich viele Jahre selber gemacht habe
Torsten J. KoertingDu hast eben Nepal erwähnt als ein Land in dem du natürlich viel Zeit verbracht hast und die Menschen und die Begegnungen ja etwas sehr Wichtiges sind was Nepal immer wieder auch für dich in einem speziellen Kontext rutschen lässt du ja selbst dort auch viele Projekte gefördert hast unter anderem eine Schule die mit entstanden ist wie würdest du dein Engagement heute bezeichnen für Nepal und auch wie nah ist es an deinem Herzen und bei dir ja eben
Gastdas Volk weil ich bin wirklich wegen dem Bern nach Nepal gefahren aber ich glaube so oft dorthin zurückgekehrt wegen dem Menschen und im Laufe der Jahre die ganzen Bekanntschaften und du kennst die Mentalität von diesen Leuten besser und kannst damit besser umgehen die Sprache auch natürlich dort und ja wir haben viele Jahre die so Kinder Sachen unterstützt Schulen Kinderheime und wir sind eine Gruppe Freunde eine kleine Gruppe hauptsächlich Alpinisten und wir haben jetzt inzwischen lokt deshalb bin ich hier auch sehr stolz 26 Schulen in Nepal und drei Kinder Waisenheime wobei ein paar Schulen meine sind direkt oben zusammen haben wir das alles gemacht und jetzt wenn ich rüber gehe habe ich viel mehr Zeit vor allem auf Eisenheim zu besuchen und das das macht nichts anderes wie richtig Freude oft und das Gefühl wo ich jetzt Zeit habe weil die Jahre wo ich nur unterstützt habe da war ich durch den Wettlauf nicht so im Stande das zu sehen wie es entsteht und wenn ich jetzt ein Kinderheim sehe und funktioniert alles gut die Kinder singen und haben eine Familie gefunden die sind ja ohne Eltern zum Teil oder Großteils und dann gehe ich zurück wieder ins Hotel und denke das war jetzt schönerer Nachmittag als die ganze Nacht draußen alle zusammen also das gibt mir jetzt viel zurück und das kann ich anschauen und auch deswegen so im Gesamten ist das Leben wie ich es jetzt so leben kann vor allem Nepal reisen und so ist aber nichts anderes wie einfach Vorfreude und richtig schön und ich mache das jetzt im Rahmen auch als Bergführer recht viel und gern wobei ich nicht so gern bei so einer Trekking Tour so eher hoheren Gipfel mit ein fließen lasse weil dann ist die Gruppe anders weil da sind Leute die nur wegen dem Gipfel mitfahren und andere die Nepal kennenlernen möchten die gerne einfach ein bisschen beobachten und schauen und sagen der Gipfel wenn es geht ist okay und sonst ist ja egal sind die Gruppe oft verschieden und wenn ich eine eher leichtere Trekking Tour mache dann ist das von der Harmonie besser weil die kommen hin um das Land zu entdecken und nicht eben wegen den einen Tag wo der Berg dazwischen ist und das andere wie weit müssen wir noch gehen wie viele Tage dauert es noch bis wir beim Berg sind also diese Tage sind wertvoll wo man ins Land geht und da sehen und manche ich verstehe das ich habe auch so gedacht immer in der Zeit wo ich so im Ding war aber die gehen wirklich nur wegen Berge und deswegen mache ich es selber eher lieber wenn wir nicht Steiereisen im Gepäck haben sondern über hohe Pässe drüber gehen wo wir nicht klettern müssen und diese Reisen machen Spaß mache ich jedes Jahr ein paar und gleichzeitig eben das Wiedersehen dieser Leute und Nepal gerade so ein Land ist freundlich und braucht uns die haben viel jetzt auf Trekking Tourismus aufgebaut leider durch Corona jetzt alles verloren ist sehr ist sehr schwer für die weil die haben nicht staatliche Unterstützung und jetzt hoffen was bald wieder wird dass sie wieder Leute empfangen können und als Begleiter mit den Gruppen mitgehen können Scherperhütten all das hängt zusammen die haben dann wieder ein bisschen Arbeit weil es ist ein sehr sehr ein sehr wunderschönes Land freundlicher Leute wo es ist ein armes Land den oben ganz enorm haben und eben diese Reisen die bleiben und da kann ich wieder Gebiete an denken wo ich in Nepal noch nicht war und da war ich noch nie möchte ich auch mal gern durch marschieren also es gibt ganz viele Möglichkeiten viel zu tun und ich möchte ganz gerne noch einmal in Jandarktis war ich nur einmal weil da ist so eine schöne wahnsinnige Berglandschaft so sauber so so toll 24 Stunden hell kannst du viel machen was ich nie angedacht habe ich habe es zwar auch gemacht auf dem Notpol war ich ja auch ich war eigentlich überall auf der Welt fast und das sowas ist mir viel zu langweilig weil das heißt manche die gehen ein paar Monate mit den Schlitten hintran und sind irgendwo am Notpol und für mich war am Notpol als wir ankamen ein Platz wie die ganzen Tage zuvor genau gleich du hast keinen Höhepunkt nichts so wie auf dem Gipfel und nach ein paar Wochen den Schlitten und das Gehen dann habe ich alles gesehen alles erlebt das wäre nicht so mein da bin ich nicht mehr motiviert genug immer das Gleiche immer das Gleiche und immer das Gleiche es war auch vielleicht ganz früher aber für die Pionierer in Abenteuer aber inzwischen sowas würde mich gar nicht reizen obwohl die Kondition wäre da aber es ist mir zu langweilig da brauche ich wieder hügeliges Berggebiet das ist ganz was anderes aber jeder wie er das eigentlich für sich möchte aber das ist nicht so meine meine Welt auch für die Zukunft na gar nicht
Torsten J. Koertingsondern die Abwechslung die sie
Gastja ja
Torsten J. KoertingNepal sicherlich bietet
Gastja die bietet sich und du hast weil gerade in solchen Gegenden wie gesagt von wegen Notpol siehst du nichts da ist immer nur flach weiß und sonst gar nichts und bei so Reisen in gewisse Länder hast du jeden Tag immer wieder neue Erlebnisse du siehst das und staunst und das ist ja jeder Tag etwas Besonderes und sowas mache ich dann schon gern und im Sommer bin ich halt immer gern noch in den Dolomiten unterwegs weil das sind für mich die schönsten Berge der Welt und ich habe viele Berggebiete gesehen aber keine schöneren mit Sicherheit nicht als diese bizarren Türme und da unten das schöne Grün und die Möglichkeiten so wie du gerade beieinander bist wenn du Lust hast kannst du mal steiler durchgehen und sonst auch immer gemütlich durch es ist schon ein wahnsinniges Geschenk wenn du die Berge magst und wirklich dich hingezogen fühlst und du hast so nahe diese gigantische Bergwelt der Dolomiten also das ist ein Riesengeschenk ich weiß es natürlich zu schätzen
Torsten J. Koertingjetzt bist du jemand der viele Touren anbietet auch für Menschen wie uns wir waren ja die letzten zwei Tage mit dir auf einer kleinen Tour hier im Arntal und jemand der davon auch zehrt und ein Stück weit lebt wie waren die letzten anderthalb Jahre wir sind jetzt im August 2021 viele geradeaus aus unseren Bereichen des Business können sich an den 13. 14. März 2020 erinnern der Tag des Lockdowns und in unserer Generation etwas was wir noch nie vorher so in der Form erlebt haben wie waren für dich die letzten anderthalb Jahre was hast du daraus gelernt was ist für dich daraus entstanden wie hast du die Zeit wahrgenommen
Gastja ich habe es natürlich auch gespürt für mich waren halt einfach diese sehr begehrten Reisen alle weg speziell Nepal natürlich die öffentlichen Veranstaltungen auch das musste geblockt werden ganz schnell obwohl schon ziemlich voraus als der Lockdown kam Veranstaltungen fix waren und so auch schon ausverkauft waren das alles weg hat man für einen Veranstalt dann natürlich ganz in erster Linie Leid getan und wenn man das alles so zurückgeschraubt hat wo ich war auch im letzten Jahr viel unterwegs in den Bergen und nie und niemals das Gefühl gehabt wenn man in einem Moment den Parkplatz verlässt dann war das Leben normal dann schon ein bisschen gemerkt da kommen wieder Einzelne die das die sehr ängstlich sind die kommen irgendwo vom Wanderweg daher und um die Maske drauf und so oder ich wundere und denke liebe Leute was hat denn das welchen Sinn ich habe im Sinn oft ist mir schwer gefallen zu verstehen aber wenn ich da so allgemein über diese Zeiten auch denke selber ist mir zum Teil einfach schwer gefallen weil immer wieder habe ich es nicht verstanden weil aus jedem Loch bald schon ein Experte rausgekrochen ist und die Widersprüche waren einfach da finde ich doch nicht die gleiche Ausbildung haben aber ganz verschiedene Meinungen haben und da habe ich ein bisschen gestaunt aber wenn ich gerade über das Corona denke vielleicht bin ich nicht richtig Ansprechpartner weil ich habe ganz andere Einstellungen zum Risiko als dieses Corona und frage mich da auch in meinen Aussagen zu leicht sind kann sein weil ich habe das Corona Ding das hat mir überhaupt keine Sorgen gemacht überhaupt keine dazu bin ich viel zu viele andere Risiken gewohnt und ich hoffe einfach nur dass es langsam besser wird man hat sich ein bisschen verlaufen und ich habe gemerkt die Menschheit habe ich auch in der Hinsicht gemerkt so was belastbar anbelangt da lässt es manchmal schon sehr zu wünschen übrig die sind nicht belastbar das ist ganz schnell eine riesen Angst zu erzeugen und das wird ich weiß nicht was der Grund ist aber mir war da viel zu viel Angst im Spiel im Verhältnis zum Risiko und es ist so nicht so dass ich das erfinde ich habe so viele Bekannte und Gäste auch Mediziner die das auch anders sehen als manche andere da machen es ein bisschen zu viel aber in meinen Augen haben wir uns jetzt ein bisschen zu viel verstrickt sind Regelungen da und die Regelungen wieder aufzuheben fällt auch schwer ich möchte aber auch nicht in einer führenden Position sein in so einer Krise das ist nicht leicht aber eben die Hoffnung bleibt dass es bald wieder normal wird und ja diesen wieder normal werden den sehe ich natürlich sehr entgegen
Torsten J. Koertingdas heißt würdest du sagen dass sich jetzt für dich gar nicht so viel verändert hat über die anderthalb jahre sondern dann wenn ich sag mal die die zeit ein stückweit sich wieder normalisiert wie du sagst dann so weiter zu machen wie früher wie
Gastallzu viel verändert hat sich in dem Moment nicht es waren nur die verschiebungen halt recht da und ich denke immer positiv ich denke das wird auch jetzt bald einmal ins normale übergehen müssen weil Auslöschen kommen sowas ja nicht so ein Virus der wird bleiben wir werden uns daran gewöhnen so wie verschiedene andere Viren auch Krankheiten und als wieder normal wird aber hat man sich brutal verschossen in dieses Thema weil ich glaube es hat andere Krankheiten gegeben auch nicht aber es war eigenartig es war für alle eine sehr mühsame und für manche natürlich eine brutal schwere Zeit meine Gedanken waren ganz viel bei den Leuten die nicht wie wir hier in der freien Natur leben in Stadtwohnungen um sein müssen noch kein Balkon mit Kindern also jeder Tag wo das alles verlängert wird der Lockdown ich meine da muss man schon auch auf diese Leute denken ich kenne ja auch einige die dort leben in solchen Anlagen in den Städten die zu mir kommen um den Berg zu erleben und so und wenn du mit denen gesprochen hast dann denke ich mir Mensch die Leute tun mir einfach leid weil es ist dann wirklich Gefängnis pur das ist dann ganz hart und ob es verhältnismäßig war das zu machen ist meine Aufgabe gar nicht zu beurteilen und ich bezweifle es natürlich sehr also da glaube ich hat man oft schon weit übers Ziel raus geschossen weil wie man alle einsperrt und ich hätte da mehr empfohlen geht raus bewegt euch geht in die Natur raus ist besser als vielleicht sie einfach in den Anlagen einzusperren aber die Verantwortlichen so leicht haben sie es auch nicht gehabt wenn es die Fachleute dann dementsprechend bringen die müssen auf die hören die können es nur steuern aber manchmal hätte man ein bisschen mutigere Entscheidungen
erwartet
Torsten J. Koertingja und umso schöner ist es ja dass wir so zwei Tage wie jetzt die letzten beiden schon wieder gemeinsam genießen konnten ich weiß dass du einen sehr ambitionierten auch Veranstaltungs und Erlebniskalender im letzten Jahr hattest wo nicht viel stattfinden konnte und auch dieses Jahr genauso aber umso schöner war es mit dir gemeinsam die Zeit zu verbringen
Gastja das sind so nette Tage mir jetzt leider immer das Wetter nicht so schön gehabt weil sonst man oben in dieser Bergwelt bei Sonnenschein unterwegs sein kann auf den 3000 und das ist schon schön aber ja es ist die Natur manchmal lockt es einfach ein bisschen und manchmal natürlich hat man halt Tage wo man denkt wenn man unten ist mensch war das jetzt etwas Gewaltiges und umso schöner
Torsten J. Koertingwaren dann die Momente auf der Hütte das war ganz toll Matthias 21
GastJa ganz genau das gehört eigentlich auch dazu aber ich finde auch jetzt haben wir da hoch gehören aber da oben gerade auf der Hütte ich bin ja selten da oben aber da hat man auch gemerkt dass da wahrscheinlich schon genau die richtigen Leute am richtigen Platz sind mit Herzblut bewirken sie so eine Hütte sind fröhlich sind fast freundlich und wenn jemand wie es bei uns passiert ist die Schuhsohlen weggebrochen sind oder nichts dafür konnte es war einmal eine Zeit lang haben sie raus eine Sohle verwendet die Topfirmen die einfach das nicht gehalten haben die gebrochen sind zur Dämpfsohlen und der Wirt kommt mit der Bohrmaschine und mit Schrauben und Schraubt da der Frau die beiden Sohlen drauf also das sind so Beobachtungen die sind schön du merkst du tolle Menschen da oben auf so einer Berghütte also das macht sie auch ganz ganz rund auch wenn das Wetter auch nicht schön ist diese netten Erlebnisse für die lustigen ich habe das Glück gehabt in meinem Leben ein paar Mal zweimal sogar mit Dalai Lama Mittag zu essen ganz ausführlich geschätzte ihn ja ungemein und der hat mir gesagt der Mensch soll zehnmal am Tag Minimum richtig lachen und hat mir noch hat er noch gesagt das werde ich nie vergessen aber nicht so lachen wie wenn man fotografiert wird richtig lachen von innen heraus dann bleibt man gesund und das haben wir hier oben auf der Hütte gemacht also haben wir ein bisschen was für die Gesundheit getan auch wenn das Wetter am nächsten Tag nicht so schön war
Torsten J. Koertingja und die Musik die uns Matthias geschenkt hat
Gastseinem Akkordeon also ein junger Bursche und so perfekt großartig mit Herzblut also mit Freude und sowas von perfekt das habe ich alles nicht gewusst ja und ich habe das um eine Stunde aufgenommen
Torsten J. Koertingwährend er gespielt hat aber richtig gut in das Gespräch in den Podcast immer wieder einmischen
Gastaber das ist ja echt schön mit welchem Herz mit Herzblut mit welcher Freude auch sowas von gut gespielt dieses Akkordeon hat er unter Kontrolle gehabt ja voll Profi
Torsten J. Koertingund das sind die magischen Momente die kannst du nicht planen mit der besten Expedition nein das kann ich nicht planen kann ich nicht planen sondern die entstehen ja und dann erlebst du sowas wie wir am nächsten Tag das Wetter
Gastja das ist auch nicht mehr so
Torsten J. KoertingHans so zum Abschluss des Interviews erstmal schon vielen Dank für die Einblicke die auch ein Stück weit natürlich reflektieren was überall über dich zu lesen ist aber auch nochmal ganz andere Perspektiven und Sichtweisen ermöglicht hat wenn Menschen in deine Nähe eintauchen wollen mit dir mal auch zwei Tage oder einen Tag oder auch länger mit dir durch Länder durch Gebiete deines Herzens mit dir gemeinsam stapfen und diese erleben wollen wie kann man an dich ankommen wie kann man darüber erfahren wie kommt man mit dir zusammen
Gastmir ist ja heutzutage eigentlich relativ leicht im Internet sind ja eigentlich die ganzen höra großteils die die Tages oder die die Bergwochen oder Trekkingtouren drin und natürlich auch was mir persönlich auch Freude macht wenn ich mit verschiedenen Vorträgen unterwegs sein kann ich möchte auch ja nur den Leuten die zum Teil weit weg von den Bergen leben einmal eine Stunde und eine Stunde die Berge näher bringen sieht man ja auch sieht man ja auch alles inzwischen so leicht im Netz also ich hoffe vielleicht ganz in die Nähe herkommen wenn jemand Freude daran hat natürlich freut es mich auch aber im Internet ist es heute alles ganz leicht rauszufinden und ich mache das gern diese Bergwochen sowieso Trekkingtouren und auch die Vorträge wenn ich nicht an ganz schönen Sommertagen aufbrechen muss und da mache ich es auch nicht gern oder kaum sondern Herbst wenn die Abende länger werden es ist auch schön Leuten von Eindrücken zu erzählen wenn du merkst die sind Bergbegeisterte und das ist ja auch ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten so Veranstaltungen Vorträge und wenn du rund siehst wie sich Leute unterhalten und Gespräche haben und das ist ein Teil ich bin ja nur ein Teil mit meinem Vortrag aber auch das Zusammenkommen dieser Bergfreunde das ist für mich auch eine schöne Arbeit ich mache eigentlich nur noch Sachen die ich gern mache weil sonst glaube ich ist man nicht gut genug wenn man etwas machen muss wenn das Herz nicht dabei ist dann ist die Arbeit nicht gut
Torsten J. Koertingja und das spürt man von ganzem Herzen dass du mit Herzen dabei bist Hans ja nicht nur in den letzten zwei Tagen sondern mit all dem wie Menschen über dich sprechen und mit welcher Nahbarkeit du auf Menschen zugehst wenn du jetzt auf deine letzten 64 Jahre zurückblickst lieber Hans und das ist so ein Ritual auch in diesem Podcast dass das letzte Wort dem Gast gehört also dir lieber Hans was würdest du aus all den 64 Jahren zusammenfassend in einer Botschaft in einem Satz in einem Gedanken in einer kleinen Geschichte was würdest du den Zuhörern und Zuhörern gerne zurufen
Gastich glaube einfach wenn das Leben nicht ganz genau ausgeht wenn ein Hindernis auf jemanden zukommt dass er einfach die Kraft hat nach vorne weg zu gehen nur nicht den Kopf in den Sand stecken und die Frage noch um den Brunnen stellen und mit dem Jammern anfangen dann wird es schwer einfach nach vorne weg rief auf auf einen Punkt wo ich nicht mehr wusste wie geht es nach vorne weiter Verlust von Freunden und das Ding und ich habe jetzt gelernt viel vor Ort von den Leuten in Nepal wenn was ist raus dem Kopf aus dem Sand nach vorne weg dann kann man jegliches Schicksal soweit es überhaupt möglich ist super betaufen Musik
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