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Cover des Podcasts „Deep Dive mit Torsten Koerting“

Folge 004 · 24. Februar 2020

Teil 1: Passion-Trail seit fruehster Kindheit - Carsten Jost

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Carsten Jost, Im zarten Alter von 7 Jahren startete er bereits seine Outdoorkarriere bei den Pfadfindern, in seinem Heimatort Nidderau, in der Nähe von Frankfurt. Zeltaufbau, Feuermachen, mit schwerem Rucksack laufen stand damals schon auf dem Programm.

Zu Beginn erst in Deutschland, später aber auch auf längeren Touren in Großbritannien, Skandinavien. Dazwischen fanden ausgedehnte Kanutouren mit der Familie in Schweden und Frankreich statt.

2004 stand im Zeichen des Appalachian Trail. Sein Thru-Hike führte ihn auf 3500 km Länge durch 14 Bundesstaaten und machte das Weitwandern zu einer Passion und bescherte ihm den Trailnamen ‚Sauerkraut'.

Schon relativ früh wurde ihm bewusst, dass er den Pacific Crest Trail würde laufen müssen.
2006 kam es dann zum tragischen Ende eines Versuchs den 4200km langen Pacific Crest Trail zu laufen. Nach nur 1000km beendete ein schwerer Bandscheibenvorfall Carstens Reise. 2007 stand im Zeichen der Erholung und 2008 war er erfolgreich 4200km auf dem Pacific Crest Trail. Wunderschön von Mexiko nach Kanada.

Heute ist die Leidenschaft groß wie nie und als Programm Manager für die Organisation ‚Outward Bound' kann er nun die junge Generation auf Ihren Wegen begleiten und in der Natur Ihre Fähigkeiten entwickeln.

In diesem Podcast erzählt er uns, wie es damals los ging, von den Herausforderungen auf den schönsten und längsten und herausforderndsten Weitwandertrails, dem Pacific Crest Trail und den Appalachian Trail sowie was ihn heute antreibt, die junge Generation zu inspirieren und neue Wege aufzuzeigen und ihre imaginären Grenzen zu sprengen.

Mehr über Carsten auf:
https://www.fastpacking.de
https://www.outwardbound.de/de

Das Transkript zum Nachlesen

Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 7.706 Wörter, 53 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.

Torsten J. KoertingHallo und ein herzliches Willkommen zum Gamechanger Podcast. Der Podcast für deinen Erfolg. Mit wirksamen Impulsen, spannenden Inspirationen, erkenntnisreichen Interviews und persönlichen Gamechangern, die dich in die Umsetzung bringen. Und das Ganze von und mit Torsten Koerting. Willkommen zu dieser neuen Folge und heute wieder mit einem ganz besonderen Gast, den ich auch diesmal zuerst vorstellen möchte. Denn im zarten Alter von sieben Jahren startete er seine Outdoor-Karriere bei den Pfadfindern in seinem Heimatort Nidderau, nämlich ganz hier in der Nähe von Frankfurt. Zeltaufbau, Feuermachen, mit schwerem Rucksacklaufen stand damals auf dem Programm. Und zu Beginn erst in Deutschland, später aber auch auf längeren Touren in Großbritannien, Skandinavien und Anderorts. Und dazwischen fanden ausgedehnte Kanu-Touren mit der Familie in Schweden und Frankreich statt. Und nach kurzer Outdoor-Abwesenheit stand 2003 der West Coast Trail auf Vancouver Island in Kanada auf dem Programm, der eine Initialzündung für seine nächsten Projekte war. Denn 2004 stand ganz im Zeichen des Appalachien Trail. Sein Through-Hike führte ihn damals auf 3.500 Kilometer Länge durch 14 Bundesstaaten und machte das Weitwandern zu einer seiner Passionen und Leidenschaften. Und schon relativ früh wurde ihm bewusst, dass er den Pacific Crest Trail, in seinem Sinne 4.200 Kilometern, würde laufen müssen. Jeder Weitwanderer auf dem Appalachien Trail bekommt einen Spitznamen und es stand fest, dass ich als Deutscher in Amerika einen irgendwie speziellen Spitznamen bekommen würde, sagt er über sich. Denn seitdem kennt ihn jeder Weitwanderer in der Szene als Sauerkraut. Wer einmal Weitwanderluft geschnuppert hat, wird schnell zum Serientäter. Da solch lange Touren natürlich geplant und finanziert werden müssen, stand 2008 der kürzere GA11 in den spanischen Pyrenäen auf dem Plan. Und 2006 kam es dann zum ganz tragischen Ende eines Versuchs, den 4.200 Kilometer langen Pacific Crest Trail zu laufen. Nach nur 1.000 Kilometern beendete ein schwerer Bandscheibenvorfall Carstens Reise. Und 2007 stand dann im Zeichen der Erholung. Und 2008 war er erfolgreich 4.200 Kilometern auf dem Pacific Crest Trail. Das wunderschön von Mexiko nach Kanada. Ja und später 2009, dann auf ganz unerwartet die schwerste Tour, die er bis dato gemacht hatte. 800 Kilometer in Lappland auf dem durch Schweden, Finnland und Norwegen führenden Nord-Kalotliden. Heute ist er Programmmanager für erlebnispädagogische Programme bei Outward Bound und kreiert Programme für Kinder und Jugendliche und für diese mit intensiven Erlebnissen in der Natur aus der Komfortzone und reflektiert diese Erlebnisse in ganz besonderer Form, sodass diese jungen Persönlichkeiten auch im realen Leben diese integrieren können. Freut euch auf besondere Erlebnisse im Zuge seiner Weitwanderungen, auf besondere Erkenntnisse, die sein Leben verändert haben und auf seine ganz eigene Erfolgsformel und natürlich die Leidenschaft, die ihn heute auszeichnet und mit dem er die junge Generation an seinen Geschichten und Erfahrungen in einem ganz besonderen Rahmen teilhaben lässt. Und jetzt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ein herzliches Willkommen, lieber Carsten Joost.

Torsten J. KoertingEin herzliches Willkommen, lieber Carsten Joost. Freue mich, dass du da bist.

GastJa, danke, dass ich da sein darf, Torsten.

Torsten J. KoertingCarsten, wir kennen uns noch nicht allzu lange. Es war, glaube ich, Mai, Juni letztes Jahr, dass ich dich ausfindig gemacht habe für einer der Vorbereitungsworkshops für unser Nature Leadership Experience Format, wo wir Menschen in die Natur bringen, um dort ganz besondere Erfahrungen zu machen. Und ich dich als jemanden identifizieren durfte, der leicht packt und schnell wandert. Und dadurch eine ganz besondere Verbindung entstanden ist, auch wenn wir uns nicht häufig sehen. Es ist doch jedes Mal dann, wenn wir voneinander hören, ist durch viel Leidenschaft, viel Gemeinsamkeiten und viel Inspiration geprägt, die, glaube ich, wechselseitig wirkt. Von daher freue ich mich ganz besonders, dass du heute hier im Podcast bei mir bist. Vielleicht eine Frage vorab, Carsten, mit der starte ich so immer ganz gerne. Stell dir vor, wir treffen uns auf einer Grillparty oder kommen irgendwo anders ins Gespräch und du von mir gefragt wirst, Mensch, nicht nur wie heißt du, sondern was tust du denn so? Was wäre denn da so seine Antwort? Wie würdest du dich vorstellen, Carsten?

GastIch bin Programmmanager bei einem Outdoor-Erlebnis-Pädagogischen Anbieter, der sich Outward Bound nennt. Und da mache ich letzten Endes genau das, was ich mit dir auch gemacht habe. Ich sehe zu, dass ich Leute raus in die Natur bringe, damit die in der Natur an sich oder auch in der Gruppe wachsen können.

Torsten J. KoertingGroßartig. Und Programmmanager, das resoniert natürlich auch mit Teil meiner Audience, weil Projekt- und Programmmanagement natürlich in Organisationen ein durchaus weitgehender Begriff ist. Was du da als Programmmanager tust, Carsten, auch im Bereich von Outdoor-Bound und dort die junge Generation in ganz neue Erfahrungen zu bringen, da kommen wir gleich nochmal drauf. Das, was dich ja auch maßgeblich ausmacht, ist ja diese Naturverliebtheit. Und du hast ja ganz grandiose Trails, Weitwanderwege für dich erschlossen. Wie ist es dazu gekommen? Und vielleicht beschreibst du mal ein bisschen was davon.

GastAlso so ein Stück weit beschäftigt mich das Thema Outdoor schon, seitdem ich irgendwie sechs Jahre bin. Ich bin bei den Fahrtfindern eingetreten und für mich waren die Fahrtfinder bis zum Alter von so 25, 26 so der günstigste und beste Reiseanbieter der Welt, weil die mich einfach auf eine outdoorige Art und Weise in Länder gebracht haben, in die ich immer fahren wollte. Ich war in Skandinavien unterwegs, auf den britischen Inseln unterwegs, Irland unterwegs und alles mit Fahrtfindern und extrem schlechter Ausrüstung. Was bei mir aber immer hängen geblieben ist, ist letzten Endes, dass diese Bewegung draußen in der freien Natur total spannend ist und man da ganz tolle Sachen erlebt und dass auch gerade Abenteuer halt ein ganz wichtiges Element sind, wenn man sich wohlfühlen möchte. Also Abenteuer sind Sachen mit einem ungewissen Ausgang. Und wenn man halt ein Abenteuer dann überstanden hat, das ist einfach was Besonderes, wo man gestärkt aus so einer Aktion rauskommt. Und das habe ich mir von den Fahrtfindern mitgenommen. Ich hatte dann Mitte der 20er, hatte ich eine kurze Phase, wo ich nichts gemacht habe und habe mich dann aber irgendwann wieder darauf besonnen, dass das doch genau meins ist, dieses draußen unterwegs sein, sich Abenteuern stellen und Abenteuer bestehen und bin dann 2003 mit 28 Kilo Gepäck auf eine fünftägige Tour auf dem West Coast Trail auf Vancouver Island in Kanada gegangen und habe da fünf Tage lang gelitten, von morgens bis abends. Das hat mich jetzt allerdings überhaupt nicht abgeschreckt, sondern ich habe gesagt, ich mache das weiter, weil dieses Naturerlebnis in Kanada, das war einfach so intensiv und so anders als das, was wir in Europa haben, weil man da wirklich weg ist von den Straßen, man ist in der Wildnis und Wildnis heißt, dass da auch theoretisch Tiere sind, die einen verspeisen könnten, wenn sie wollten.

Torsten J. KoertingNicht nur die kleinen Moskitos, sondern auch deutlich andere.

GastJa, wobei die Moskitos einem dann meistens mehr auf den Geist gehen als die großen. Dann habe ich geguckt, was könnte ich denn jetzt machen, um mehr von dieser Naturerfahrung zu haben, mehr Wildniserfahrung und bin dann über ein Buch von Bill Bryson gestolpert, das nennt sich Frühstück mit Bären, relativ bekannt. Bill Bryson ist auch ein ganz toller Schriftsteller, der immer Fakten und kleine Anekdoten irgendwie sehr amüsant verpackt und bin da über diesen Appellation Trail gestolpert und habe mir dann gedacht, oh, in dem Buch von Bill Bryson, da läuft dieser dicke Mann mit Bart und Brille, der läuft den Weg, dann werde ich das doch irgendwie als Endzwanziger locker hinkriegen und bin dann in die USA und habe das gemacht. Hat mir genauso viel Spaß gemacht, wie ich das gehofft hatte auch, wenn es auch zwischendurch immer mal ein bisschen schwierig war. In Retrospektive fallen einem schneller die guten Sachen ein und man romantisiert so ein bisschen das Erlebnis. Wenn man zwei Minuten länger sitzen bleibt, fallen einem dann schon Momente ein, wo es dann auch keinen Spaß gemacht hat.

GastAber letzten Endes war es ein sensationelles Erlebnis, dieser erste Weitwanderweg und mir war dann ganz klar, dass ich da aufbauen muss, dass ich da unbedingt was machen möchte, dass das nicht der letzte gewesen sein darf und habe mir dann als nächsten Trail den Pacific Crest Trail rausgesucht, der von Mexiko nach Kanada läuft und zwar auf der Pazifischen Kruste. Also jetzt nicht in den Rocky Mountains, das wäre die kontinentale Wasserscheide, sondern auf der Pazifischen Kruste. Und da läuft man halt so durch Yosemite National Park, durch Kings Canyon, Sequoia, noch ein paar andere Nationalparks und das habe ich 2006 versucht und musste dann nach 1000 Kilometern damit klarkommen, dass ich mich schwer verletzt habe am Rücken und in den USA notoperiert worden bin. Das war rein von der medizinischen Seite, von der OP und so war das nicht ganz einfach für mich. Und was ganz schwierig war, war einfach die Tatsache, dass ich das Ding halt nicht zu Ende gelaufen bin. Und deswegen musste ich dann 2008 nochmal los und bin da auch wieder an der kalifornischen, mexikanischen Grenze gestartet und habe es dann geschafft.

GastGenau, das waren letzten Endes meine drei richtig langen Einsätze beim Weitwandern. Und ich habe dann natürlich zwischendrin oder auch danach nochmal kleinere Sachen gemacht. Kleiner heißt so Geschichten zwischen 400 und 800 Kilometer Länge, aber dann halt in Europa. Und wann immer ich es irgendwie einrichten kann, versuche ich rauszukommen. Jetzt bin ich seit einigen Jahren verheiratet und habe Kinder im Alter von sechs bis sieben. Da setze ich andere Prioritäten. Da ist die Priorität jetzt für mich nicht mehr unbedingt sechs, acht, zehn Wochen weg zu sein, sondern da ist die Priorität halt schon mir ein Projekt rauszusuchen, also ein Trail rauszusuchen, den ich fertig machen will. Also nicht einfach nur, hört sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an, planlos draußen unterwegs zu sein und einfach so Tageswanderungen zu machen, sondern ich möchte schon immer irgendwie so ein Projekt haben, wo ich sage, da laufe ich los, das laufe ich fertig. Dann ist das für mich eine runde Sache und da suche ich mir halt jetzt eher kürzere Sachen.

GastHabe aber, um da kurz auf meinen Fetischismus für leichte Ausrüstung zurückzukommen, natürlich auch den Vorteil, dass ich einfach sage, wenn bei mir die Kinder mal Teenager-Alter sind und das verkraften, dass der Papa vielleicht dann doch mal zwei, drei, vier Monate weg ist, auch die Möglichkeit, auch in einem höheren Alter, also einfach aufgrund der leichten Ausrüstung solche Touren überhaupt noch laufen zu können.

Torsten J. KoertingWas für eine grandiose Geschichte, Carsten. Ich glaube, dem einen oder anderen ist überhaupt vielleicht nicht bewusst, was du da gerade alles erzählt hast. Zum einen darf man sagen, dass beide, also der Appalachian Trail und der Pacific Crest Trail, wie viele Kilometer sind ungefähr?

GastJa, ich kann dir das ziemlich genau sagen.

Torsten J. KoertingDavon gehe ich aus.

GastDer Appalachian Trail ist 3.500 Kilometer lang und der Pacific Crest Trail ist 4.200 Kilometer lang.

Torsten J. KoertingVielleicht noch einen Impuls bezüglich der Höhenmeter, gerade beim Pacific Crest Trail. Hast du die auch im Kopf?

GastDie habe ich nicht im Kopf, aber das Interessante ist jetzt, wenn du das ansprichst, dass der Pacific Crest Trail an sich höher geht. Also es gibt da so einen Teilbereich, da bist du ja auch lang gelaufen, auf dem John Neuer Trail, wo du eigentlich eine ganz lange Zeit so zwischen 3.000 und 4.000 Meter Höhe rumläufst. Wenn man jetzt aber sagt, welches ist denn von den Höhenmetern der schlimmste Trail in den USA, dann wäre es tatsächlich der Appalachian Trail. Da wird auch der Stairmaster genannt. Einfach, weil es da dauernd hoch und runter geht. Also du kommst nicht hoch hinaus, du kommst nicht auf 2.000, 3.000 Meter, aber es geht halt verdammt nochmal dauernd hoch und runter, wie so eine Achterbahnfahrt. Und von daher war der Appalachian Trail sogar anspruchsvoller, was das angeht.

Torsten J. KoertingUnd also nicht etwas, das sich irgendwie am Wochenende erledigen lässt, ne?

GastNee, nee, überhaupt nicht. Also weder das Durchführen, also weder das Laufen kriegst du an einem Wochenende hin, noch kriegst du die Planung und Vorbereitung an einem Wochenende hin.

Torsten J. KoertingAlso ich habe es gerade mal parallel gegoogelt. Der Appalachian Trail hat insgesamt 140.000 Höhenmeter. Wenn wir das mal teilen durch die, mache ich auch mal hier live, durch die Höhe des Mount Everest, und zwar vom, wie sagt man, Sea-Level bis auf die Spitze, sind das 140 durch 8, woran jetzt hier mein Rechner scheitert. Was können wir da sagen? 140 durch 8, irgendwie knapp 20 Mal den Mount Everest hoch und runter.

GastJa, und ich weiß nicht, wie es jetzt akut zum jetzigen Zeitpunkt ist, aber als ich den Pacific Crest Trail zum Beispiel gelaufen bin, zu dem Zeitpunkt gab es weniger Leute, die den Pacific Crest Trail zu Ende gelaufen sind, von Anfang bis Ende, als Leute auf dem Everest drauf waren.

Torsten J. KoertingJa, Wahnsinn. Ja, das ist mittlerweile anders. Ich glaube, mittlerweile sind es 1.000, 2.000, die jedes Jahr sich auf dem Pacific Crest Trail aufmachen, der, wie du schon richtig gesagt hast, von der Anzahl Höhenmeter nochmal humaner ist, mit etwas mehr als 111.000 Höhenmetern. Also darf man sagen, beides nicht Dinge, die du mal in einem Wochen- oder zwei Wochen Urlaub machst, sondern wo du dir wahrscheinlich drei bis fünf Monate oder vier bis fünf Monate Zeit nimmst. Ich glaube, fastest known time beim Pacific Crest Trail ist irgendwie 78 Tage oder sowas, oder sogar noch darunter, 54. 46 Tage oder so. 46 Tage. Und da rennt man das Ding durch. Etwas ist, wo man sich Zeit nimmt, wo man sich richtig drauf einlassen darf, was eine gehörige Zeit in einem Jahr, die man nicht in seinem normalen Kontext ist, bedingt. Wie bist du dazu gekommen? Was hat das mit deinem Leben gemacht? Wie hast du dich aus dem rausgenommen, was dein damaliges normales Leben war? Und was würdest du anderen Menschen raten, die vielleicht mal was Ähnliches oder zumindest mal eine kleinere Geschichte irgendwie planen?

GastJa, das Spannende ist ja, dass ich jetzt auch seit zehn Jahren so Vorbereitungskurse gebe, gerade für diese Trails, die ich selber gelaufen bin. Und das Spannende ist, dass das Schwierige letzten Endes nicht die ganze Orga rund um den Trail ist. So, wie komme ich da hin? Oder wie versorge ich mich nach? Oder wie mache ich das mit den Bären? Oder so und so weiter. Sondern das Allerschwierigste, woran es am allermeisten scheitert, wenn es um diese Trails geht, ist, dass die Leute nicht loslaufen. Das heißt, die haben diesen Wunsch oder diesen Traum, so eine Weitwanderung zu machen. Und dann kommt ihnen das normale Leben in die Quere. Das heißt, da fängt es schon an, damit sagt, was mache ich denn jetzt mit meinem Arbeitgeber das nächste halbe Jahr? Was mache ich denn mit meiner Wohnung das nächste halbe Jahr? Was mache ich denn mit meinem familiären Umfeld das nächste halbe Jahr? Und wenn man so etwas Verrücktes macht, das erste Mal, wird man feststellen, dass da auch im eigenen Bekanntenkreis da unter Umständen auch nicht so viel Akzeptanz da ist, weil es halt einfach was Ungewöhnliches ist. Wie kannst du denn jetzt deinen Job kündigen und dich einer beruflichen Unsicherheit irgendwie preisgeben und einfach mal ein halbes Jahr laufen gehen, ohne zu wissen, was danach kommt?

GastUnd das ist das, was ganz, ganz vielen Leuten das Genick bricht. Und da muss ich auch sagen, da hatte ich bei meiner ersten Weitwanderung auch gehörig die Hose voll.

Torsten J. KoertingWie hast du da loslassen können? Wie hast du für dich die Entscheidung getroffen, nicht dich von dem Ja-Abers anziehen zu lassen und stuck zu sein im Ja, ich treffe vielleicht die Entscheidung, aber irgendwie so richtig loslaufen tue ich auch nicht. dahin zu kommen, dass du dann wirklich an der mexikanischen Grenze gestanden hast, wobei das ja schon dein zweiter gewesen ist, aber beim Appalachian Trail, weiß nicht, wo das genau losgeht, irgendwie unten in Florida wahrscheinlich, da in der Ecke Oregon.

GastIn Georgia.

Torsten J. KoertingDa steht Georgia, um dann die dreieinhalbtausend Kilometer wirklich auf dich zu nehmen und durchzuziehen.

GastDas ist eine gute Frage. Ich kann mich da gar nicht mehr so genau erinnern, warum ich mir das dann letzten Endes zugetraut habe. Es war vielleicht einfach auch so eine Sache, dass ich das als Projekt verstanden habe und irgendwie gewusst habe, wenn ich das machen will, muss ich ja auch so ein Stück weit einen Schritt nach dem anderen gehen. Und wenn ich jetzt zum Beispiel heute entscheide, dass ich diesen Appalachian Trail laufen möchte, ich war da jung, ich habe in einem Outdoor-Laden gearbeitet, ich hatte jetzt nicht das allerhöchste Einkommen und es hieß einfach für mich, wenn ich das jetzt entscheide, dann fahre ich nicht morgen los, sondern wenn ich das jetzt entscheide, das zu machen, dann weiß ich erst mal, ich brauche 5.000, 6.000 Euro, um diesen Trail laufen zu können. Das heißt, die muss ich jetzt erst mal beiseite schaffen. Damit war schon so ein Stück weit so ein Zeitplan festgelegt. Also ich habe dann einfach realistisch überschlagen, was man braucht und wie lange ich brauchen könnte, um das anzusparen. Ich habe dann einfach gesehen, in meinem Fall waren das irgendwie so zwei Jahre.

GastUnd dann musste ich natürlich jetzt, ich musste nicht mit der Entscheidung anfangen, wirklich in den Flieger zu steigen, sondern ich musste jetzt erst mal damit anfangen, Geld zu sparen. Und das konsequent jeden Monat. Das war ein Schritt, sage ich mal, in diesem Projekt vorwärts. Und dann habe ich mich natürlich mit Ausrüstung beschäftigen müssen und mir die Ausrüstung besorgen müssen. Und irgendwann kam ich aber natürlich dann an einen Punkt, wo ich sagen musste, jetzt muss ich auf die Botschaft gehen, um mir das Visum zu besorgen und jetzt muss ich mal einen Flug buchen. Das war dann letzten Endes die heiße Phase. Und aufgrund dieser langen Planungsphase oder dieser Vorbereitungsphase hatte ich da, hatte ich quasi hinter mir so eine Wand aufgebaut, dass ich nicht mehr zurück konnte. Ich habe das natürlich auch gestreut, dass ich das machen will. Ich habe Leuten gesagt, hey, ich mache das. Und dann gab es, sage ich mal, auf einmal mehr Gründe, es zu machen, als es nicht zu machen. Oder es war vielleicht auch diese Sache, dass ich mir gedacht habe, jetzt hast du da zwei Jahre geplant, du hast das Geld gespart, du hast allen Leuten erzählt, du machst es und jetzt kannst du es ja nicht nicht machen.

GastUnd ich war zu dem Zeitpunkt, war ich auch familiär ungebunden und dann bin ich einfach dieses Risiko mal eingegangen. Also ich habe die Mietswohnung gekündigt, ich habe die Sachen bei einem Freund ins Lager gepackt. Ich hatte eine mündliche Zusage von meinem Arbeitgeber, das sollte eine Stelle frei sein in diesem Outdoor-Laden und ich tatsächlich zurückkomme, dass dann unter Umständen auch was geht. Aber es war keine verbindliche Zusage. Und wie gesagt, ich hatte dann, vielleicht kann man es auch so sagen, ich hatte vielleicht über diese Planung, über diese Projektschritte, vielleicht genügend Momentum aufgebaut, dass ich dieses Projekt nicht mehr stoppen konnte selber.

Torsten J. KoertingJa, das ist ja eine spannende Reflexion, also im Sinne der Entscheidung, die du getroffen hast und dann die Vorbereitung so nachhaltig durchzuziehen und durchzudrücken während der Vorbereitung, dass hinter dir die Wand immer größer wurde, um nicht zurückzugehen, wie du gesagt hast, durch das Commitment anderen gegenüber, ich gehe jetzt, wo es dann wäre, also schmerzhafter gewesen wäre, allen zu erklären, warum du jetzt nicht mehr gehst. Die ganzen Ja-Abers rauszukramen und mit so einem kleinen Safety-Net vielleicht von deinem damaligen Arbeitgeber, von wegen, wenn du zurückkommst, wir finden schon irgendwas. Was glaubst du, was es noch ausgemacht hat, dass du diesen Weg von zwei Jahren, ich treffe die Entscheidung, ich habe eine Vision, die mich von Georgia bis hoch nach Kanada bringt, so durchzuziehen, dass über die zwei Jahre die Mauer eher stärker geworden ist, als die Zweifel und die Zweifel, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.

GastNaja, ich war mir jetzt rein von den Outdoor-Fähigkeiten, die man braucht, um das zu machen, war ich mir relativ sicher, dass ich das auf jeden Fall schaffen würde.

Torsten J. KoertingAlso Fähigkeit war da, diese Ability, die Fähigkeit, sowas überhaupt angehen zu können.

GastJa, also ich wusste, wie man einen Rucksack trägt, wie man ihn einstellt, wie man sich ein Essen auf dem Lagerfeuer kocht, wie man einen Wasserfilter benutzt. Also, da war einfach genug Know-how bei mir da, was es mir leicht gemacht hat. Einfach Ja dazu zu sagen. Jetzt habe ich so ein bisschen den Faden verloren.

Torsten J. KoertingDie Frage war, was hat dich in diesen zwei Jahren weiter dazu angetrieben, durchzudrücken, was diese Mauer hat größer, dicker werden lassen, damit du nicht mehr zurückkommst und nicht in den Zweifel verfällst, war das die richtige Entscheidung oder durch andere Lebensumstände, die sich in zwei Jahren immer verändern, dann doch wieder zurückzuziehen, sondern gerade über so einen langen Zeitraum nachhaltig dran zu bleiben, dich vorzubereiten, Geld zu verdienen, damit du dann später im Süden des Appalachien Trails mit dreieinhalbtausend Kilometer vor dir wirklich stehen kannst.

GastAlso ganz egoistisch wollte ich was Besonderes machen, was auch nicht jeder gemacht hat und was vielleicht auch noch nicht jeder hinkriegt. Wobei man sagen muss, aus der jetzigen Erfahrung kann ich sagen, es kann jeder hinbekommen, wenn er es dann möchte. Aber es war mir schon wichtig, dass ich irgendwie was Besonderes mache. Und für mich war beim Appalachien Trail, das war halt für mich ein besonderes Ding, wo ich einfach gesagt habe, so in dieser Outdoor-Welt hatte das für mich zu dem Zeitpunkt ein Stück weit so Alleinstellungsmerkmal. Bei anderen Leuten kann es ein Marathonlauf sein, dass die einfach sagen, sie wollen mal irgendwie was Besonderes schaffen und nehmen sich dann so einen Marathonlauf als Projekt vor. Und für mich war es dann halt damals einfach der Appalachien Trail, wo ich gesagt habe, ich möchte mal was Besonderes machen. Ich möchte vielleicht auch mal gucken, ob ich das hinkriege. Also jetzt nicht fachlich, outdoor-seitig, sondern auch körperlich, mich da einfach herauszufordern. Ich glaube, das waren schon wichtige Punkte.

Torsten J. KoertingGlaubst du, du hast ja diese Motivation gerade beschrieben, ich will nicht sagen, dir selbst was zu beweisen, aber so ein bisschen dieses Egoistische, ich möchte was machen, was wenige vor mir irgendwie gemacht haben. War das einer der Kernelemente deines Antriebes oder gab es noch etwas, was dieses Warum, also diese intrinsische Motivation, die dich durchdrücken lässt, wenn es mal hart wird oder wenn die Zweifel kommen, was dich darüber hinaus angetrieben hat?

GastJa, ich glaube, da sprichst du jetzt so ein bisschen so eine Kernfrage an, die ganz viele Weitwanderer nicht so wirklich beantworten können. Ich glaube, das ist... Why do you do what you do? Also es gibt einen Weitwanderer, der heißt Nimble Will Nomad. Das ist jemand, der im Alter von über 60 angefangen ist, alles Mögliche zu laufen und der ist ein Appalachian Trail gelaufen, Pacific Crest Trail, Continental Divide. Also frag nicht, wie viele zigtausend Kilometer der gelaufen ist. Und der wurde mal von einer Reporterin gefragt, so warum machen Sie das? Und dann hat er gesagt, because. Das war seine Antwort. Weil. Das kann man... Ich glaube, das ist einfach... Es ist ganz, ganz schwer zu erklären. Ich glaube, das ist, was in uns Menschen einfach drin ist. Ich glaube, dass wir eine ganz starke Natur verbunden haben, und dass die ganz vielen Menschen im Alltag einfach abgeht, weil wir in der Stadt leben, weil wir im Büro sind, weil wir always on sind.

GastUnd ich glaube aber, dass das wirklich in uns drin ist. Und wenn wir die Möglichkeit bekommen, wieder Kontakt aufzunehmen mit diesem Ich, das diese Naturwelt schätzt und diese Verbundenheit braucht, ich glaube, dann wird es ein ganz, ganz natürlicher Prozess. Und ich glaube, dass das bei mir einfach geschlummert ist und irgendwie raus wollte und das dann mit diesem Appellation Trail oder ich würde mal sagen, mit dem West Coast Trail ist da wahrscheinlich irgendwie so ein kleiner Knoten geplatzt, der dann auf dem Appellation Trail komplett geplatzt ist, wo ich einfach gesagt habe, das musste machen.

Torsten J. KoertingDu bist ja jetzt 40, das heißt, das Ganze liegt wie viele Jahre zurück? 13, 14, 10 Jahre zurück. Wenn du jetzt rückblickst, glaubst du, dass es noch eine andere Bewandtnis hatte als die damalige Because oder weil du etwas machen wolltest, was andere nicht getan haben, dass sich jetzt irgendwie rückblickend ein paar Punkte, wie Steve Jobs sagen würde, Dots that need to be connected, wo du gesagt hast, jetzt rückblickend hat sich ein paar Sachen so zusammengefügt, das hätte man gar nicht besser planen können, sodass dieses Warum-Rückblickend

Gastnoch ein viel stärkeres geworden ist als das eigentlich damalige. Ich glaube, was auch, sage ich mal, wenn man das auch anguckt, warum viele Leute das häufiger machen, ist einfach, dass das eine ganz wertvolle Erfahrung ist, sowas zu laufen, also für einen selber. Es hat nicht nur was damit zu tun, dass man was Besonderes macht, sondern es zeigt einem halt auch, zu was man ja in der Lage ist, was man alles schaffen kann. Und das Spannende ist ja gerade beim Weitwandern, es kann, auf dem Papier kann das jeder. Also die Grundvoraussetzungen sind an sich gar nicht schwer. aber es schaffen trotzdem nicht alle und es ist halt einfach, ich glaube, das ist auch im Berufsleben so, wenn man jetzt irgendein Projekt angeht, ein ambitioniertes und man schließt es erfolgreich ab. Super Gefühl, ja, und möchte ich dieses Gefühl nochmal haben? Ja, bitte. Und ich glaube, das ist im Weitwanderbereich noch ein bisschen stärker zu sehen, weil man da auch eine Reduzierung so ein bisschen auf das Wesentliche hat.

GastAlso es ist mal eine ganz körperliche Sache, dass ich natürlich über das Weitwandern, sage ich mal, in die Form meines Lebens komme und mich, sage ich mal, körperlich auch ganz anders spüre, was mir ein ganz anderes Selbstbewusstsein gibt. Also du läufst dann total runtergerockert, fünf Tage nicht geduscht, Klamotten nicht gewaschen, siehst aus wie ein Obdachloser, in Anführungsstrichen, man sagt zu den Weitwanderern nicht ohne Grund, Heike Trash, aber du läufst mit einer ohne das zu merken, mit einer stolz geschwellten Brust halt in den Ort rein und kaufst dir deine Lebensmittel im Supermarkt, um dann den nächsten Stretch zu machen.

Also

Gastdiese körperliche Stärke gibt dir ein unheimliches Selbstbewusstsein. Auf der anderen Seite ist das Mentale natürlich auch da, wenn du dich dann halt durch so viele Situationen durchgebissen hast oder mit so vielen ungeplanten Dingen hast klarkommen müssen und aber gesehen hast, das kriegst du hin. Das ist einfach extrem extrem schön und um nochmal auf diese Simplifizierung zurückzukommen, man muss halt vergleichsweise wenig machen, wenn du irgendwie schaust, dass du in der heutigen Welt weiß ich nicht, wie viele Unterbrechungen kriegst über WhatsApp, über E-Mails, du musst deinen Steuerberater anrufen, darfst bloß das Meeting mit deinem guten Kumpel nicht vergessen, weil der sonst wieder drei Wochen angekäst ist, musst auf so viele Sachen achten und wenn du auf einmal dich ein halbes Jahr rausnimmst und dein Leben aus Laufen, Essen und Schlafen besteht, ist das eine total wertvolle Erfahrung.

Torsten J. KoertingWas glaubst du, Carsten, wäre heute, also bis heute nicht entstanden in deinem Leben, wenn du die damaligen, die drei größeren Trails

Gastnicht gemacht hättest? Also ich weiß definitiv nicht, ob ich jetzt in dieser, in meiner familiären Lage wäre oder auch in meiner beruflichen Lage, weil ich auch einen sehr unsteten Lebenslauf habe, was mein berufliches Leben angeht. Das ist schon ein bisschen sprunghaft und zwar auch bei jedem Wechsel schon von meiner Seite immer ein bisschen Mut erforderlich. Vielleicht gerade diese Art von Mut, die ich auch an den Tag gelegt habe, als ich mich dafür entschieden habe, so einen Trail zu laufen. Ich glaube, das ist so eine Sache, die man auf jeden Fall sagen kann.

Torsten J. KoertingAlso du hast einen Aspekt angesprochen, deine berufliche Situation, auf die kommen wir gleich nochmal zu sprechen. Meine starke Hypothese wäre oder ist, dass ohne diese grandiosen Erfahrungen und damit meine ich nicht nur die Substanz, die du aufgebaut hast, zu wissen, was es ausmacht, in der Wildnis zu überleben, auch in herausfordernden Situationen, sondern die Geschichten und die persönliche Transformation, die du erlebt hast, also die Geschichten, die du in dir trägst und die Transformation, die du erlebt hast, dich nicht in die Wirksamkeit gebracht hätte, die du heute in deiner seit Juni neuen beruflichen Ausrichtung wirksam beleben darfst.

GastJa, ist wahrscheinlich ganz genauso.

Torsten J. KoertingDa gucken wir dann gleich nochmal drauf. Also, ist ein bisschen aus eigener Erfahrung. Wir haben ja dieses Jahr zum ersten Mal unsere Nature Leadership Experience Formate gegründet, sozusagen, wo wir Menschen über die Alpen führen, beziehungsweise um den Late Tahoe oder als Sonderexperience dieses Jahr den John Muir Trail. und als Menschen aus meinem Umfeld, also auch Kunden speziell erlebt oder verstanden haben, gesehen haben, was da entsteht, haben sie mir reflektiert, Torsten, das ist das, was ohne die letzten 30 Jahre so nicht möglich gewesen wäre, beziehungsweise diese letzten 30 Jahre meiner gesamten Substanz sich kumulieren in diesem Format. Und so ein Zitat von Albert Einstein, ich habe 18 Jahre gebraucht, um über Nacht den Durchbruch zu haben.

GastJa.

Torsten J. KoertingUnd da dürfen wir, glaube ich, also wenn wir nach hinten gucken, wird uns vieles klar, du hast es jetzt so in Ansätzen mal skizziert, wir demaskieren das gleich nochmal, was du da jetzt Grandioses machst, auch in der Ausrichtung, die all diese Substanz der letzten 40 Jahre oder vielleicht 35 Jahre des bewussten Lebens überhaupt haben zutage fördern lassen, das rückblickend betrachtet, sich so viel verbindet in etwas, was Neues geschaffen werden kann, was ohne diese Peak Experience, diese außergewöhnlichen Erfahrungen, die wir machen und die du gemacht hast, uns nicht zu den Menschen hätten werden oder haben werden lassen, wie wir heute sind, mit der Wirksamkeit. Und das war bei mir die Nature Leadership Experience unter anderem und ist bei dir möglicherweise die aktuelle berufliche Ausrichtung, die in der Qualität und in der Wirksamkeit, wie du sie heute ausübst, wahrscheinlich ohne diese Erfahrung gar nicht möglich wäre.

GastDas definitiv. Also ich wäre definitiv ohne diese Trails, hätte ich nicht die Möglichkeit bekommen, jetzt bei Outward Bound auch diese Stelle zu bekommen, ganz klar.

Torsten J. KoertingDa gucken wir gleich noch mal drauf. Was glaubst du hat das Weidwandern bei dir persönlich als Mensch verändert? Du hast uns so ein bisschen mitgenommen auf die Reise, ein halbes Jahr, Wildnis, fünf Tage nicht waschen, schauen, wie kriegt man das mit den Bären hin, essen, überleben, all das. Was hat es mit dir als Mensch gemacht und was hat sich da bei dir verändert über die Jahre des Weidwanderns?

GastAlso es hat sich auf jeden Fall eine recht große Gelassenheit aufgebaut, was alle möglichsten Szenarien angeht, was einfach daher kommt, dass man auf so langen Touren immer mal mit Szenarien irgendwie in Berührung kommt, die man so nicht geplant hat, die man so auch nicht haben wollte, aber mit denen man dann klarkommen muss. Und die Erkenntnis halt, dass man, auch wenn das so weder geplant noch gewünscht war, dass man da irgendwie durchkommt und dann trotzdem ein ordentliches Ergebnis hinten bei rauskommt, hat einfach dann dazu geführt, dass ich in ganz vielen Sachen gelassener geworden bin und ganz häufig, auch wenn es mal nicht optimal läuft, halt lösungsorientiert denke. Also ich verzweifle relativ selten, wenn irgendeine Situation kommt, sondern ich habe dann relativ schnell irgendwie ein, zwei Optionen, die dann unter Umständen möglich sind. da weiß ich dann zwar auch wieder nicht genau, wenn ich jetzt Option A oder B nehme, was davon jetzt besser sein wird oder ob es letztendlich besser ist als die Grundsituation, aber ich habe wenigstens Schritte, die ich weitergehen kann. Und ich verharre nicht in so einer, ich verharre nicht in der Position, in der ich irgendwie verzweifle und dann überhaupt nicht mehr weiterkomme.

Torsten J. Koertingdas heißt also die Ruhe in dir selbst und Gelassenheit, auch Situationen anders zu begegnen, wissentlich, dass man es schafft, der Kopf bleibt dran, das Leben geht weiter und dass man durch die Situation durchkommt, als auch den Unsicherheiten und den Herausforderungen des Lebens anders zu begegnen.

GastJa, definitiv. Ich habe auch jetzt im Alter hin und wieder mal eine schlaflose Nacht, wenn was nicht so läuft, wie ich das haben möchte. Aber grundsätzlich hat mich das in dem Bereich schon brutal gestärkt.

Torsten J. KoertingJetzt ist das das letzte intensive Format oder Format, also Wanderung zehn Jahre her. Du hast ja noch einige kleinere gemacht. Zieht es dich immer noch in Richtung der Natur auch mal wieder so was Längeres zu machen und nicht nur in fünf Tagen mal schnell über die Alpen zu laufen?

GastNee, das zieht mich immer noch wie Sau.

Torsten J. KoertingDanke, dass du so ehrlich bist und authentisch.

GastEs ist ja ganz lustig, es gibt ja in den USA diese drei Wanderwege, den Appalachian Trail, den Pacific Crest Trail und den Continental Levite Trail. An einer

Torsten J. Koertingfehlt noch.

GastJa, an einer fehlt noch. Ich habe mir eigentlich direkt nach dem Pacific Crest Trail seinerzeit auch das Vorbereitungshandbuch für den Continental Devite Trail, das von einer Hikerin geschrieben wurde, habe ich mir bestellt. Und da steht ganz klipp und klar drin im Vorwort, und das verstehen wirklich nur Leute, die sowas schon gelaufen sind, und da steht drin, man läuft einen Trail oder drei. Zwei geht nicht. Von daher der Satz

Torsten J. Koertingträgt, weil Carsten arbeitet, richtig?

GastJa, ja, und also nimmt jetzt allmählich sogar verzweifelnde Züge an. Es ist nicht realistisch, dass ich den Continental Levite Trail in den nächsten fünf, sechs Jahren laufe, in der Familiensituation, in der ich gerade bin, weil ich auch meine Kinder und meine Frau, ich mag die jetzt nicht fünf, sechs Monate nicht sehen. Bei den Kindern, die sind sechs und sieben, da passiert so viel, wenn man da mal eine Woche nicht nach Hause kommt und dann sind schon wieder Sachen passiert, wo einem als Papa einfach das Herz aufgeht und das mag ich nicht vermissen, also das mag ich nicht verlieren, aber was dann unweigerlich passiert, ist natürlich, sind so Sachen, kann man das auch mit dem Fahrrad fahren? Und zumindest beim Continental Divide Trail gibt es eine offizielle Bike-Route, die heißt dann ein bisschen anders, die Streckenführung ist ein bisschen anders, aber das kann man dann als Normalmensch so zwischen 40 und 50 Tagen fahren. Und wo ich dann natürlich wieder sage, mit dem

Torsten J. KoertingE-Motor passt das in die Sommerferien.

GastNee, das würde ich nicht machen wollen. Das würde ich nicht machen wollen. Genau, und das Schöne ist, ich habe eine Frau, die grundsätzlich der Sache sehr offen gegenüber ist. Wir haben, gerade als die Kinder neu geboren waren, also die sind bei uns nah zusammen. Wollte ich eine zweiwöchige Wanderung in Schweden machen über 400 Kilometer und das war aber so in der Hauptbuchungsphase, meine Frau hat auch ein erlebnispädagogisches Unternehmen, wo sie Kindern Englisch vermittelt in den Ferien, mit draußen sein in der Natur und Sachen erleben und sie hat mich dann ganz einfach nur angeguckt und hat gesagt, also ich habe hier zwei Babys, wir haben die Hauptbuchungsphase von der Firma und du gehst jetzt zwei Wochen nach Schweden.

Gut,

Gastsagst du mir, wie wir das machen, dann kannst du das gerne tun. Und das hat dann wirklich dazu geführt, dass ich mich kurz hingesetzt habe und erst mal realisieren musste, kacke, sie hat ja recht, so eine gute Idee ist es vielleicht nicht, aber sie hatte mir die Tür aufgemacht und gesagt, wenn du mit einer Lösung kommst. Und das war eine Tour in Südschweden, da gibt es gute Handyabdeckungen und ich habe sie dann gefragt, sag mal, wenn ich morgens und abends den Anrufbeantworter abhöre und die Kunden zurückrufe, die angerufen haben und wenn ich morgens und abends einmal über ein Tablet, das ich dann mitschleppe, ins Internet gehe, weil da ist gute Verbindung da unten, die E-Mails runterhole und die beantworte. Kann ich dann gehen? Und dann sagt sie, naja, dann sind die Kunden ja gut bedient. Und genauso habe ich es dann in zwei aufeinander folgenden Jahren gemacht, 2012 und 2013, als die Kinder eins und zwei waren und das hat kundenseitig niemand mitbekommen. Ich hatte eine tolle Zeit in Südschweden und meine Frau hat, sag ich mal, den Rest zu Hause geschmissen.

GastUnd von daher, wenn ich dann sagen würde, hey, finanzieller Rahmen passt, Zeit passt und ich helfe dir noch, dass du ohne mich klarkommst, dann lässt die mich auch wieder mal 40, 50 Tage weg.

Torsten J. KoertingIch glaube, könntest du dir vorstellen, den Continental Divide, also nochmal knapp 4000 Kilometer wahrscheinlich, auch in Etappen zu laufen, also jedes Jahr dir irgendwie 20, 30 Tage zu nehmen und das dann in, weiß ich nicht, 5, 6, auch 5, 6 Jahre zu verteilen oder wäre das nicht der Real Deal?

GastFür diesen Gedanken bin ich noch nicht bereit.

Torsten J. KoertingSehr schön ausgedrückt.

GastMan muss aber sagen, dass das ein ganz krasses Commitment ist, wenn man das genauso macht. Also ich bin schon mit jemandem gelaufen auf dem Appellation Trail, der hat mit mir den Trail gefinished. Also ich bin als Thruhiker in einer Saison durch und er war im 12. Jahr und ist das Ding im 12. Jahr zu Ende gelaufen. Das Commitment ist enorm, wenn ich einfach sage, ich mache so eine Weitwanderung und haue da einfach jetzt nicht eine Saison rein, sondern letzten Endes meinen Jahresurlaub die nächsten zehn Jahre.

Torsten J. KoertingUnd jetzt nimm uns doch mal mit für alle diejenigen, die sich sowas noch nicht ermöglicht haben, beziehungsweise vielleicht auch noch nicht mal kleinere Sachen wie eine Alpenüberquerung oder ein Wochenende in den Alpen sich ermöglicht haben. Nimm uns mal mit auf vielleicht zwei emotionale Momente, so einen der schönsten Momente, die du hattest während dieser drei größeren Trails und vielleicht auch den herausforderndsten, schlimmsten, schmerzvollsten, wie auch immer man das sagen möchte, Moment, sodass sich die ein oder der andere mal vorstellen kann, was passieren kann auf so einem Trail und auf diesen drei, vier tausend Kilometern.

GastJa, ich glaube, dass ich deine Pacific Crest Trail gut hernehmen kann und beide Fragen zu beantworten und da ist es vielleicht praktisch, wenn ich mit einem schlechten anfange. Ich habe mir 2006 einen schweren Bandscheibenvorfall geholt auf den Pacific Crest Trail und der kam schleichend.

Torsten J. Koertingwas dann auch zum Abbruch geführt hat nach 1.000 Kilometern. Es hat

Gastzum Abbruch geführt und zwar an einem ganz bestimmten Ort hat es zu einem Abbruch geführt. Es war ein kleiner Campingplatz in der Nähe von Lake Isabella, wo auch Leute da waren, die so ein bisschen Trailmagic gemacht haben. Die haben also ein paar Würstel gebraten für die Wanderer, die da waren und ich bin da letzten Endes reingehumpelt und konnte vor Schmerzen kaum nicht mehr. Da habe ich den Trail abbrechen müssen. Das hat sich noch ein bisschen gezogen, bis dann irgendwann mal klar war, dass ich wirklich einen schweren Bandscheibenvorfall habe mit Verdacht auf permanente Nervenschädigung im rechten Fuß. Also es stand im Raum, dass ich meinen rechten Fuß nie wieder würde heben können vom Boden. Das war das war und da war das härteste das härteste Erlebnis war dann für mich tatsächlich, als die Ärztin gesagt hat, your season is over. Also das war für mich der schlimmste Moment und überhaupt in meiner Trail-Karriere, dass er mir gesagt hat, hey, du hast einen schweren Bandscheibenvorfall, du fliegst nicht nach Hause, wir operieren dich hier und du kannst das Ding nicht fertig laufen, vergiss es. Das war einer der schlimmsten Momente, die ich hatte, generell in meiner Trail-Karriere oder in meiner Outdoor-Karriere und zwei Jahre später kam dann der schönste Moment und das war der Moment, wo ich auf zwei Beinen energetisch fit wie ein Turnschuh genau auf diesen Campingplatz gelaufen bin.

GastUnd ich kriege auch gerade Gänsehaut, wo ich das erzähle und einfach gewusst habe, hey, ich bin nicht im Arsch, sondern ich kann weiterlaufen und ich werde weiterlaufen und super war das. Super.

Torsten J. KoertingWas hast du aus der Situation 2006 für dich gelernt, was danach möglicherweise wesentliche Entscheidungen oder Glaubenssätze deines Lebens verändert haben? Gerade auch im

GastZusammenspiel mit 2008, wo du es dann erleben durftest. Also ich habe natürlich nach diesem Unfall, wenn man das so nennen will, halt schon hinterfragt, wie das dazu gekommen ist und es gab da keine ganz klare Antwort. Weil ich habe jetzt, mein Rucksack war jetzt nicht brutal schwer. Und die Ärzte haben dann auch gesagt, hey, vielleicht hat es das schon eine Vorwölbung, die da halt einfach mit reingespielt hat. Aber letzten Endes, was ich so ein bisschen mitgenommen habe, dann auch für meine Trail-Karriere war, den Rucksack bewusst noch ein bisschen leichter zu packen. Und das hört sich jetzt erstmal ganz einfach an, so nach dem Motto, das ist ja ganz klar, wenn er vorher zu schwer war und du einen Bandscheibenvorfall kriegst, natürlich gehst du dann das nächste Mal leichter. Aber die Frage ist ja natürlich, warum war der schwerer? Oder warum konnte er jetzt leichter sein? Und das hat nicht unbedingt was damit zu tun, dass es halt noch leichtere Rucksäcke auf dem Markt gibt, die man sich nicht hat leisten können, sondern es liegt vielleicht daran, dass wir manchmal einfach unsere Ängste mitschleppen.

GastÄngste mit bestimmten Situationen nicht klarzukommen und und dann in der Ausrüstung quasi die Lösung für diese Ängste suchen. So nach dem Motto, ich weiß nicht, wie ich mit dem Regen klarkommen werde, dann kaufe ich mir die beste, teuerste Regenjacke, die es überhaupt im Geschäft gibt. Und sich dann einfach so ein Stück weit sage ich mal, wir streben so ein bisschen nach Kontrolle immer. Also wenn wir was kontrollieren können, wenn es in meiner Komfortzone ist, dann fühle ich mich natürlich wohl. Und im Rahmen von so einem Weitwanderprojekt sind ganz viele Sachen außerhalb dieser Komfortzone. Und wenn mir das bewusst wird, dass dieses Komfortdenken dann zum Beispiel dazu führt, dass ich einfach Sachen mitnehme, die ich da nicht mitnehmen muss, dann stelle ich mich vielleicht diesem Areal, das außerhalb meiner Komfortzone ist ein bisschen bewusster und trage da nicht meine Ängste mit, sondern stelle mich einfach ganz bewusst dieser Herausforderung Situation. Beim Komfortzonen Modell, ich denke, das kennen genug Leute draußen, die das jetzt hören, haben wir ja diesen Kreis mit der Komfortzone und in ganz vielen Bildern und in ganz vielen Flipcharts haben wir dann außerhalb dieser Komfortzone einen Pfeil und da steht immer dran, this is where the magic happens.

GastUnd ich glaube, das war eine ganz, ganz große Sache, die ich da gelernt habe. Also auch seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich auch einfach mal Dingen zu stellen, auch wenn man vielleicht ein bisschen sich gechallenged fühlt, wenn man ein bisschen die Hosen voll hat.

Torsten J. Koertingund hat das in Situationen im realen Leben dein Handeln verändert? Vielleicht hast du da ein Beispiel, wo du ohne diese Erfahrung 2006, 2008 vielleicht

Gastanders entschieden, anders gehandelt hättest? Naja, also ich meine, ich habe ja zehn Jahre lang im Outdoor-Einzelhandel als Verkäufer gearbeitet und habe da letzten Endes meine Passion für das Draußensein so an den Mann gebracht und habe dann stand ja aber dann irgendwann nach diesen Trails gab es für mich dann irgendwie die Phase, wo ich mich beruflich umorientieren wollte oder wo ich einfach wieder auch einen neuen Job gebraucht habe und dann einfach den Mut zu haben und ich bin dann irgendwann ab einem bestimmten Zeitpunkt bin ich nicht wieder in den Einzelhandel zurückgegangen was eine ganz einfache Nummer gewesen wäre ich war ein gut ausgebildeter Verkäufer gut geschulter Verkäufer mit einer Menge Outdoor Know-how aus der Praxis also mich hätte man überall genommen problemlos habe mir dann aber einfach auch mal was anderes zugetraut oder habe einfach mal woanders geguckt ja also ich bin da natürlich auch so ein bisschen reingefallen meine Frau hat damals natürlich dann als sie zwei Kinder bekommen hat die Firma nicht mehr weitermachen können selber wollte die natürlich aber nicht aufgeben und hat dann einfach gesagt Carsten willst du das nicht machen und dann habe ich das übernommen und das war natürlich vom Aufgabengebiet her schon nochmal ein Stück weit anders als jetzt einen Rucksack zu verkaufen wenn du auf einmal für so erlebnispädagogische Programme Mitarbeiter sag ich mal einstellen musst das Programm ausarbeiten musst mit den Kunden Rücksprache halten musst schauen Jugendhäuser buchen musst und alles es war auf einmal dann wieder so ein Projekt mit extrem vielen Unwägbarkeiten und es war am Anfang ich glaube meine erste Saison bei meiner Frau war vergleichsweise wie der Appellation Trail

Torsten J. Koertingähnliche Erfahrung mit ähnlichen Herausforderungen also mit Herausforderungen denen man ähnlich begegnen darf wie denen auf dem Pacific Crest Trail oder Appellation Trail

Gastgenau und aus dieser Erfahrung heraus dass man halt wenn man sich so ein Projekt vornimmt und es machen möchte und man einen Schritt nach dem anderen geht dann mit einer ganz guten Wahrscheinlichkeit auch ein gutes Ergebnis rauskommen kann so wie es beim Appellation Trail war so wie es bei der Firma bei meiner Frau war genau bin ich dann später auch mit Freunden in der Selbstständigkeit reingegangen auch in ein Projekt das ein bisschen abenteuerlich war weil der Ausgang ungewiss war und da ist dann nicht zu einem perfekten Ergebnis gekommen also die Firma die wir gegründet haben die haben wir mittlerweile abgewickelt aber ich habe mich dann wieder auf das sag ich mal berufen was ich gern mache was ich gut mache ich bin gern draußen unterwegs und ich zeige Leuten gern was das tolles bewirken kann wenn man draußen unterwegs ist und wie man das für sich nutzen kann und das hatte ich jetzt die letzten zehn Jahre immer so nebenher so quasi als als Kleingewerbe hobbymäßig mit meinen Weitwanderkursen aber letzten Endes mache ich bei Outward Bound als Programmmanager im erlebnispädagogischen Bereich nichts anderes ich nehme Jugendliche mit oder ich nehme Azubis mit raus in die freie Natur lasse sie dort Sachen erleben und reflektiere dann mit denen drüber was das bei ihnen bewirkt oder was für Prozesse in der Gruppe hochkommen und versuche dann Parallelen zum Berufsleben herzustellen so wie ich das gerade bei mir selber gemacht habe mit dem Appellation Trail und der Übernahme der Stelle bei meiner Frau

Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!