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Cover des Podcasts „Deep Dive mit Torsten Koerting“

Folge 044 · 20. November 2020

Teil 2: Von Blockaden, Kindheitsträumen und einem Game Changer - Interview mit David Ziegler

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David war Teil einer Mastermind-Gruppe, an der ich teilgenommen habe. Er fiel durch 

seine Energie, Leichtigkeit und Umsetzungskraft auf, die sehr einzigartig und mitreißend sind.

Durch eine längere Krankheit mit 12 und einen schweren Unfall mit 15 begann seine Reise der Reflexion. Er tauchte tief in seine Persönlichkeit, lernte in vielen Aus- und Weiterbildungen Menschen zu helfen in ihre Leichtigkeit zu kommen. Wingwave, NLP, systemisches Coaching, Hypnose und Mentalcoaching sind seine Lieblingsmethoden, um andere in ihrem Wachstum zu unterstützen.

In dieser Folge erfährst du:

  • wie du Klarheit in dir findest, um bei dir anzukommen,
  • warum Reflexion der Schlüssel für dein Wachstum ist,
  • wieso du Verantwortung übernehmen darfst und wie du damit anfangen kannst,
  • wie du dir nicht dienliche Muster ablegen kannst und in Kontakt mit dir selbst kommst,
  • welche Fragen du dir stellen kannst, um deiner Bestimmung näher zu kommen,
  • was du tun kannst, wenn Angst deine Entscheidungen bestimmt,
  • wie uns Dinge im Außen den Weg nach Innen zeigen können.

Hier findest du David:

Website: https://davidziegler.info/

Instagram: https://www.instagram.com/davidzieglerofficial/

Viel Spaß bei dieser Folge.

Das Transkript zum Nachlesen

Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 6.605 Wörter, 39 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.

Torsten J. KoertingDavid, wir schauen jetzt nochmal drauf auf den David, der mit 19 in diese Kraft gekommen ist. Wir haben uns jetzt den David angeschaut, 12 bis 19, über die Prozesse hinein, über das Buch von John Strielecki, das Café am Rande der Welt, über die Inspiration, über das, was daraus entstanden ist. Und du ja heute jemand bist, der hier vor uns sitzt, vor mir sitzt, der im Monat mehr verdient als deine BWL-Kollegen oder als die Mitschüler, die sich entschieden haben, BWL zu studieren, möglicherweise jemals im Jahr nicht verdienen werden. Und diesen Weg, den du jetzt in diesen letzten drei Jahren schon begangen bist oder gegangen bist, wie ist dieser Weg entstanden, sodass er dich so stark gezogen hat mit all dem, was in diesen drei Jahren passiert ist?

GastDas ist tatsächlich für mich ganz, ganz schwer zu beantworten, weil sich genau das ergeben hat, was ich in diesen Büchern gelesen habe mit 12, so im Sinne von irgendwie finde deinen Weg und wenn du den gehst, dann lässt er sich so von ganz alleine gehen. Ich glaube, der große Umwandlungspunkt, also dieser Game-Changer-Point war, also Selbstwirksamkeit, also zu sehen, dass die Entscheidung, die du triffst, dass das, was du tust, dass das einen Unterschied macht, dass das Früchte irgendwo trägt, dass das Resonanz findet und aber auch für mich einfach diese Neugier und diese Begeisterung. Also das ist einfach ein Feld, also ich kann nie aufhören, irgendwelche Ausbildungen in dem Bereich zu machen, weil ich finde es einfach großartig.

Torsten J. KoertingUnd nicht, weil du nicht glaubst, du bist nicht fertig, sondern weil du dich einfach weiterentwickeln willst, um wirksamer zu sein.

GastSo ist es, ich will mir einfach alles angucken. Also ich will mir alles, alles angucken und ich gucke mir auch fast alles an, weil ich es einfach großartig finde. Ich finde es einfach unheimlich spannend, weil ich einfach immer wieder feststelle, dass das eigentlich nichts ist, was irgendwie von außen kommt, sondern dass das eigentlich was ist, was von uns kommt. Gerade so die Persönlichkeitsentwicklung oder zumindest vieles, was du da findest oder auch die Art und Weise, wie ich Coaching verstehe und wie ich auch Coaching mache, stelle ich immer fest. Das ist eigentlich, klar ist das was, was du lernst. Ich habe das auch gelernt, das kam auch von außen. Aber ich habe immer festgestellt während so dieses Prozesses, das ist eigentlich gar nichts, was von außen kommt, sondern das ist eigentlich was, was von außen kommt und dir was erklärt, was eigentlich in dir ist. Und das ist so das, was mich immer wieder fasziniert und was mich in diesen drei Jahren auch immer wieder gestärkt hat, dass ich festgestellt habe, das ist einfach was, was für mich so starken Sinn macht, weil ich einfach merke, so ist es einfach. Also so bin ich, so sind andere, so funktionieren wir irgendwie und das macht einfach irgendwo Sinn. Und das hat mir in diesen drei Jahren gemeinsam mit diesen unfassbaren Erlebnissen mit Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, zu sehen, dass das wirklich einen riesen Impact hat. Das war so das, was mich in den letzten drei Jahren am meisten gestärkt hat, gemeinsam mit vielleicht auch ein bisschen einem jugendlichen Leichtsinn, als ich gegründet habe. Also ganz am Anfang, als ich dann wirklich die Entscheidung getroffen habe, habe ich gedacht, komm, gründest du ein Unternehmen und dann machst du eine Webseite und dann kommen die Leute und dann ist das alles super. Und so da auch mal auf die Fresse zu fliegen und festzustellen, okay, nur weil du eine Webseite hast, kommt noch niemand.

GastDas waren auch mit Sicherheit Aspekte, die mir sehr, sehr viel Schubkraft nochmal gegeben haben, ein anderes Gefühl für Dinge zu kriegen, wie man sie sich vielleicht auch vorgestellt hat vorher.

Torsten J. KoertingIch glaube, was man dazu sagen darf, ist spannend, wie du das reflektierst. Ich glaube, dass diese Leichtsinnigkeit nach oben, also im späteren Alter für Menschen, die aus dem Angestellten-Dasein ausbrechen, um endlich mal nicht nur das zu tun, was sie lieben, sondern eine Liebe dafür zu entdecken, was sie tun, eine deutlich größere Leichtsinnigkeit möglicherweise in Kauf nehmen oder leichtsinniger sind, als du es möglicherweise damals gewesen bist. Deine Eltern waren, sind jetzt Anfang 50, hätten dich sicherlich aufgefangen. Es gab noch keine Kinder oder Partnerin oder ein Haus, was abzubezahlen ist. Ja, Lebensversicherung. Das stimmt. Gemäß Riester oder was weiß ich, was es da draußen alles gab und gibt die Monatsscheibe, die du verdienen musst, ja, gar nicht hat so darstellen lassen. So ist es. Ja, und wir sagen ja, dieser Generation, ich weiß nicht, ob das XYZ ist, keine Ahnung, also so die, die von Simon Sinek ja auch bezeichnet werden, Ich will mal sagen, als sehr impulsiv, ausprobierend, schwer zu kontrollieren, in Unternehmen, ein Umfeld brauchen, was Kreativität, Freiraum ermöglicht, Mut der Führungspersonen, diese Menschen zu lassen, Weil sie sonst auch wieder von dannen ziehen. Und die sagen, nee, also so wie meine Eltern und so gefangen da zu sein. Und du halt sehr früh schon bezeichnend für diese Generation und auch teilweise außergewöhnlich für die Generation sehr früh die Entscheidung getroffen hast, ich gehe jetzt den Weg, auch wenn es für dich leichtsinnig gewesen ist, sicherlich eine mit doppelten, dreifachen, vielleicht auch vierfachen Boden und Netz, wo der Aufprall sicherlich weniger hart ist, als für Menschen, die jetzt möglicherweise auch in diesem Podcast zuhören, die sagen, naja, der sagt das so einfach. Aber ich habe ja Familie, ich habe zwei Kinder und ich würde auch gern so was Geiles machen, was mir schon immer vorschwebt, bin aber gefangen in meinen, in meinen Systemen. Was würdest du, ohne jetzt schon da durchgegangen zu sein, du hast noch keine gescheiterte Ehe, da sind noch keine Kinder, was würdest du, ich sage es mal ganz platt und provokant, aus deinem jugendlichen Leichtsinn heraus, der schon Großes erreicht hat, dieser jugendliche Leichtsinn, was würdest du den Menschen raten, die nicht diesen doppelten Boden haben und auch spüren, da ist was, die auch mal ein Buch aus dem Regal genommen haben und gesagt haben, boah, das klingt geil, aber noch nicht jetzt, ich muss warten, bis ich irgendwie in Rente bin.

GastIch glaube, das wären zwei Punkte. Punkt Nummer eins, bin ich fest der Überzeugung, dass wir, zumindest jetzt für die, die in Deutschland leben, dass wir eigentlich alle gar nicht so tief fallen können. Also auch, sage ich mal, wenn man jetzt Familie hat und alles Mögliche, was man da beachten muss und ein großes Risiko, in Anführungszeichen, trägt, wenn man gerade jetzt irgendwie aus dem Angestelltenverhältnis kommt und sagt, ich mache mich jetzt selbstständig, was man ja auch nicht leugnen kann, das Risiko. Ich glaube, dass wir erstens in Deutschland immer weich fallen im Vergleich zu anderen Ländern.

Torsten J. KoertingAlso im Sinne von, zieh mal die Virtual Reality-Brille aus und du wirst sehen, dass die Planke, auf der du läufst, fünf Zentimeter hoch ist und nicht das Hochhaus, auf dem du glaubst, zu stehen.

GastGenau, also im Sinne von wieder Kontaktaufnahme, was ist eigentlich los? Also was ist eigentlich wirklich los? Also jetzt nehmen wir mal an, das klappt vielleicht, was passiert denn eigentlich dann? Also wir werden hier in Deutschland nie auf der Straße landen, also fast nicht.

Torsten J. KoertingAlso so die Frage, was ist das Schlimmste, was passieren kann?

GastUnd das wird nicht so richtig schlimm sein, vermutlich. Das wird vielleicht ein bisschen komisch, ein bisschen eklig, eine kurze Zeit, kann alles sein. Aber auch das geht vorbei und das ist noch lange nicht so schlimm und eklig, wie das woanders vielleicht der Fall ist. Und zum anderen die Frage, wofür zahle ich gerade welchen Preis? Also ist der Preis, den ich jetzt vielleicht für eine Ungewissheit, dieses unangenehme Gefühl, was ich da habe, ist der Preis höher oder niedriger für dieses Gefühl, was ich jetzt die nächsten 20, 30 Jahre vielleicht habe oder die nächsten 10, 20 Jahre, wo ich eigentlich jeden Tag was mache, wo ich sage, muss eigentlich nicht. Ich würde eigentlich viel lieber, nachdem ich das Buch aus dem Regal genommen habe, dies und das tun. Also wofür möchte ich gerne einen Preis bezahlen und wie hoch ist dieser Preis? Und wie kann ich eigentlich damit leben, diesen Verlust zu sehen? Also wenn man das in so einem Geldbeutel sieht, ich zahle jetzt jeden Tag irgendwo einen Preis, wie lebe ich damit? Lebe ich damit gut, lebe ich damit nicht gut? Wenn ja, wenn ich damit nicht gut lebe, wie kann ich damit besser leben? Was kann ich damit machen?

GastDas ist so der Punkt, den ich, glaube ich, aus der jetzigen Perspektive da raten würde oder da sagen würde. Also inwiefern bist du bereit, wann welchen Preis zu zahlen?

Torsten J. KoertingUnd jetzt stellen die fest, der Preis ist doch nicht so hoch. Das Schlimmste, was passieren kann, es wird mal ein bisschen eklig, wie du so schön sagst. Aber weder die Family ist at risk, noch mein eigenes Leben. Und es gibt einen Plan B, Plan C, es gibt irgendwelche, wir sagen so Fallback-Szenarien. Jetzt springen die trotzdem nicht.

GastWas machst du dann? Gucken, woran es liegt. Also entweder kann es ja sein, dass tatsächlich das Richtige noch nicht gefunden ist. Also das ist wirklich nicht so. Das eine ist, wo die wirklich sagen, okay, es muss jetzt losgehen, sonst werde ich verrückt. Oder ist da eine Angst, die zurückhält, wo man einfach ganz klar sagt, ich kann diesen Schritt nicht gehen, weil ich unsicher bin. Oder weil mir Wissen fehlt, weil mir Klarheit fehlt. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Kann ganz, ganz verschiedene Ursachen haben. Ich glaube aber, dass es in dem Fall immer wichtig und spannend ist, mal ein Gefühl dafür zu kriegen, wie das denn aussehen könnte. Also mal mit Leuten zu sprechen, die vielleicht einen ähnlichen Punkt schon mal durchlebt haben. Weil gerade im Unternehmertum merke ich immer, oder merke ich auch für mich, hat man oft kein Gefühl für den nächsten Schritt. Also was heißt das eigentlich jetzt, jemanden anzustellen? Also wie fühlt sich das eigentlich an, zu sagen, okay, ich stelle dich jetzt an. Das sind alles Dinge, die abstrakt erstmal sind, wo wir kein Referenzerlebnis für haben. Und klar, wir können uns kein Referenzerlebnis schaffen, ohne dieses Referenzerlebnis durchlebt zu haben. Aber wir können von anderen profitieren, die so ein Erlebnis gemacht haben. Und können mal von denen hören, wie fühlt sich das eigentlich an? Und was haben die eigentlich durchgemacht? Und das ist, glaube ich, in so einer Situation immer am wertvollsten. Ohne sich davon aber auch zu arg beirren zu lassen. Also ich finde, so von außen sich Einschätzung und sich Berichte einzuholen und Wahrnehmung sich einzuholen, ist unheimlich wertvoll. Aber man darf auch immer achtsam sein, wann schadet mir das. Also wann fange ich an, dann von mir abzurücken oder mich zu stark zu hinterfragen oder in mir den Wert nicht mehr zu sehen, nur weil irgendwie jemand anderes irgendwie schon zehn Mitarbeiter hat und ich den irgendwie gefragt habe und der mir gesagt hat, das hätte so nicht funktioniert. Da so einen guten Mix zu finden aus, ich hole mir von außen eine Einschätzung ein und bleibe trotzdem bei mir und schaue trotzdem, wo kann ich vielleicht was rausziehen und was verwerten und wo passt aber auch was nicht in meine Bedeutungswerte ein.

Torsten J. KoertingAlso mal zu überprüfen, was ist eigentlich los? Genau. Sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, den Mut zu haben, dann auch einfach mal einen Schritt zu gehen und das zu überprüfen. Jetzt war es bei dir, das klingt so zwischen zwölf und heute, als wäre das ein Walk in the Park, weil du, also wie die Huberburmen sagen würden, a gemarte Wiesen. Also sechs Minus an der Wand ist für die eine gemarte Wiesen, da laufen die einfach, klettern die einfach so hoch und du bist natürlich auch einfach so drüber hinweggegangen. Dann war ich da mal ein halbes Jahr krank, dann war ich damals noch mal ein halbes Jahr krank und dann habe ich mich da mal rausgezogen. Gab es irgendwie auf dem Weg, also jetzt speziell auch in den letzten drei Jahren, wo du für dich mal in ein Loch gefallen bist, wo du das absolut kritisch gesehen hast, wo du auch mal selbst gesagt hast, ey fuck, ist das der richtige Weg, den ich da jetzt gehe? Gab es solche Momente bei dir? Ständig, auch heute noch.

GastJetzt gerade, wo du hier sitzt? Nee, jetzt gerade nicht. Nee, aber nee, klar. Also es gibt immer wieder Momente, wo ich, also ich habe auch dazu, muss man auch sagen, diese Entscheidung, na klar habe ich dann gegründet und na klar habe ich das dann angefangen, aber bis ich wirklich angekommen bin irgendwo in diesem Berufsbild, sage ich mal, und auch getraut habe, das auch anzubieten und dafür auch Geld zu nehmen und da wirklich ein Business aufzubauen draus, da musste auch ich erst mal damit klarkommen, dass ich so jung bin, weil alle immer gesagt haben, ja wie soll das gehen, irgendein Coach mit 19 und so, das geht nicht, kann so nicht sein. Und irgendwann fängst du dann auch an zu fragen, ja stimmt das vielleicht, kann das vielleicht echt sein, dass das gar nicht geht, so. Und dann gab es natürlich auch.

Torsten J. KoertingAlso durch das Misstrauen und die Unsicherheit deiner Klientel oder potenziellen Klientel, hat die dein Selbstvertrauen und deine Sicherheit auch beeinträchtigt.

GastGenau, eigentlich gar nicht, es war eigentlich gar nicht so das Klientel, weil die Leute, die dann irgendwie in Kontakt mit mir gekommen sind, für die war das nie ein Thema. Also für die war das gar kein Problem oder war gar nicht im Raum, so. Aber gerade halt, wenn du irgendwo bist, Leute dich fragen, was machst du so? Und du erzählst, ja, ich mache dies und das, meine Akademie. Aber gut, da war es noch keine Akademie, da war es noch eine ganz, ganz kleine Geschichte. Aber da habe ich schon unfassbar stark dann auch gezweifelt und habe dann auch Phasen gehabt, wo ich eigentlich diesen Traum, den ich hatte, schon eigentlich habe gehen sehen. Ich dachte schon, okay, das ist klar, die Leute haben recht, die das sagen. Ich kann das erst in 15, 20 Jahren machen. Aber was ist denn eigentlich jetzt dann? Also, und das war schon eklig. Also, da waren schon eklige Momente dabei, wo ich dann gedacht habe, okay, wenn du jetzt weißt, du möchtest das und du hast eigentlich auch schon angefangen, da dran zu arbeiten. Aber ich glaube, ich muss das jetzt abbrechen, muss das zurückschieben und muss jetzt aber irgendwie 15 Jahre lang irgendwie was anderes machen.

Torsten J. KoertingAlso, unser Speaker-Kollege, Kerim Kakmachi, mit dem ich gemeinsam auch schon ein Hörbuch aufnehmen durfte und Podcast und was weiß ich aufgenommen habe, der würde sagen, das Fickmännchen hat dich mal richtig wieder zurecht. So ist es. Hat dich mal richtig klein gemacht. Ja, genau so ist es. mit diesem Mindfuck. Ja, gibt es, glaube ich, auch ein Buch, Mindfuck, was das ja auch sehr, sehr groß und sehr wunderbar beschreibt. Jetzt ist das schön, dass das auch bei dir passiert. Ja, ständig, selbst du mit 21 da nicht einfach nur so durchrauschst und the sky is the limit, sondern du auch wunderbar für dich reflektierst, dass es bei dir genauso durchkommt, dass Fickmännchen da reinkommt, der Mindfuck stattfindet. Wie ist es dir immer wieder gelungen, da rauszukommen und trotzdem durchzuziehen, durchzuhalten? Also im Englischen, Amerikanischen würde man sagen Perseverance, also dieses nachhaltige Durchdrücken, Willenskraft, das Momentum aufrecht zu erhalten. Wie gelingt dir das, dich da aus den Momenten rauszukommen?

GastEs waren zwei Dinge. Also zum einen war es tatsächlich auch Unterstützung von außen, von Kollegenkreisen. Also ich habe, als ich dann die Entscheidung getroffen habe, okay, du ziehst das jetzt durch, habe ich in eigentlich rückblickend gesehen, recht kurzer Zeit, einfach ein sehr, sehr großes Netzwerk aus Kollegen aufgebaut, wo übrigens Kerim auch dazu gehört, den du gerade benannt hattest. Und da habe ich so viel Rückhalt erfahren, dass ich eigentlich gar nicht anders gekonnt habe, als zu sagen, okay, ne, passt schon, ich mache das jetzt so. Und zum anderen aber auch immer wieder diese Erkenntnis, wenn du jetzt nachlässt, oder wenn du dem jetzt nachgibst und wenn du diesem Fickmännchen sozusagen jetzt Position Nummer eins gibst, also ich konnte mir nicht vorstellen, damit zu leben. Also da habe ich mir überlegt, okay, dann stehst du morgens auf und dann guckst du in den Spiegel und dann siehst du eigentlich jemanden, der eigentlich weiß, was er will und der auch weiß, was er ist und trotzdem nicht dahin guckt und trotzdem eigentlich sich, sage ich mal, eine Maske aufzieht, die eigentlich nicht er ist. Und das ist immer was, da kann ich immer schwer mit leben. Da konnte ich schon immer schwer mit leben. Und diese beiden Dinge haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ich dann gesagt habe, okay, ich gebe dem keinen Raum, verbunden auch mit einem Autounfall, mit einem schweren Autounfall, den ich mit 15 hatte. Genau. Wo ich so zum ersten Mal also wirklich ein Gefühl für Vergänglichkeit bekommen habe. Also es war wirklich ein Moment, ich rede eigentlich immer gar nicht so gern drüber, weil ich möchte es immer gar nicht so aufblasen, weil das klingt immer so wahnsinnig spektakulär. Aber das war wirklich ein Moment, wo für mich eigentlich klar war, okay, jetzt geht gleich Pflicht aus. Und das war in dem Moment auch klar. Es war auch gar keine Panik, gar keine Angst. Aber so dieses Gefühl, dann danach aus diesem Auto auszusteigen und festzustellen, okay, ist noch alles dran, ist alles gut.

GastIch habe danach ein anderes Gefühl für Wertigkeit und für Zeit und für Vergänglichkeit gekriegt. Und seitdem bin ich noch weniger ein Freund von Aufschieben. Vor allem dann, wenn Aufschieben mit Selbstbedruck einhergeht, um es so ganz krass zu sagen. Und das war so, sich das deutlich zu machen, das war das, was mir dabei geholfen hat oder nach wie vor hilft, diesen Kampf gegen das Fickmännchen zu gewinnen.

Torsten J. KoertingAlso es gibt ja diese viele, auch wir gehören dazu, die sagen, du darfst eine Vision haben, die größer ist als du selbst. Du darfst sie dir zu eigen machen und das ist dann etwas, auf das du hinstrebst, was dich vielleicht auch in Teilen magisch anzieht, gepaart dann mit dieser intrinsischen Motivation, dem Warum, an das du dich erinnern darfst, wenn es mal wieder hart wird. Du hast dann einen ganz anderen Ansatz und der, glaube ich, so wie du das skizzierst, auch nicht minder wirksam ist. Und deswegen möchte ich dir nochmal kurz demaskieren, auch für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Von dir ist es ja etwas nicht hinzu, sondern von weg. Also wenn du wieder in so alte Muster zurückfällst oder das Fickmännchen überhand genimmt, dass der Mindfuck so präsent ist, der dich dann aus der Bahn kugelt und du für dich dann das Bild zeichnest, da möchte ich nicht hin, um davon dann wieder wegzustreben und zu sagen, bloß nicht dahin zurück oder bloß nicht in die Ecke, wo ich andere Menschen, die du sicherlich coachen darfst, wo ich andere Menschen immer wieder sehe, wo sie gefangen sind, gefasst sind und davon wegzustreben. Ist das so eine Beschreibung, die stimmig ist

Gastund die resoniert? Ja, aber es hat, also das Hinzu ist auch da. Ich glaube, ich habe da so eine ganz schöne Mischung. Aber du hast vollkommen recht, insbesondere am Anfang, weil dieser Weg-von-Aspekt definitiv der Stärke auf jeden Fall.

Torsten J. KoertingWeil das Hinzu noch nicht so präsent war bei dir? Ebenso aus dem Gefühl heraus eine Entscheidung zu treffen, die damals mit 19 Jahren gefallen ist und gesagt hast, das möchte ich nicht wie die Mitschüler, so auf die Frage des Warums keine Antwort zu haben. Und dann etwas entstanden ist, wo vielleicht der Weg eher schon noch das Ziel war, als das Ziel, was den Weg bestimmt hat.

GastJa, also ich hatte schon immer ein klares Bild auch des Ziels. Also ich konnte schon immer auch so eine Hinzu-Motivation aufbauen, weil das für mich schon immer klar war und das eigentlich auch immer, ich will eigentlich gar nicht sagen, klarer wird, aber das immer mehr fühlbar für mich wird und immer greifbarer für mich wird. Aber die Ursprungs-Motivation war glaube ich, Motivation will ich eigentlich nicht sagen, weil die Ursprungs-Motivation der Arbeit war eher eine Hinzu-Motivation. Aber dieser Ursprungsfaktor, also mit mir so im Einklang damit zu sein, zu sagen, ich mache das jetzt, das war tatsächlich eine Weg von Motivation, definitiv.

Torsten J. KoertingUnd sicherlich auch etwas, woran sich der ein oder andere mal erinnern kann, wenn er an seine alten Verhaltensweisen, seine anderen, seine destruktiven Glaubenssätze, sein Wertesystem, was sich vielleicht verändert hat, von wo er wegstrebt, uns durchaus mal wieder ins Bewusstsein zu führen, was war denn oder wo war es denn mal doof, wo wir auf keinen Fall mehr wieder hinwollen. Und da in diesen Schmerz reinzugehen und zu sagen, nee, das fühlt sich nicht gut an. Und wenn ich jetzt doch wieder zur Zigarette greife und doch zum Stück Kuchen und doch wieder das Glas Alkohol oder eben mir sagt, Mensch, ist das die richtige Entscheidung, nochmal zu überprüfen, was war denn, von dem du damals weggestrebt bist und ist das jetzt nur ein Hinzu zu alten Bedürfnissen, ein Hinzu zu das, was eine Ersatzbefriedigung ist oder ist es wirklich nicht doch einfach wieder ein altes Verhaltensmuster, was wir mit dem durchbrechen können, indem wir das, was sich damals schon nicht gut angefühlt hat, sich sicherlich, wenn wir da wieder sind, auch nicht gut anfühlt.

GastJa. Und wenn du gerade Ersatzbefriedigung ansprichst, auch da ist wieder so die Frage, was ist eigentlich los? Also geht es mir eigentlich gerade um ein Stück Kuchen oder geht es mir eigentlich gerade darum, irgendwie mich entspannt zu fühlen? Also was ist gerade los? Oder habe ich gerade Langeweile

Torsten J. Koertingund esse gerade? So ist es, ja. Ja, was wir ja an Kindern häufig beobachten dürfen, die dann irgendwie aus Langeweile sagen oder aus Langeweile irgendwo zugreifen und was essen. Jetzt haben wir so zwei Lebensphasen von dir sehr intensiv beleuchtet. Also der David 1.0 von 12 bis 19, der David jetzt 2.0 von 19 bis 21. Gibt es denn schon ein Bild für den David 3.0?

GastJa. Ja, wo wir beim Hinzupunkt sind. Ja. David 3.0 wird ganz anders arbeiten als heute. Also für mich ist klar, deswegen heißt das Ganze ja auch jetzt schon Akademie. Für mich ist klar, weil ich einfach merke, wie wichtig mir das ist, was ich ganz zu Anfang gesagt habe, auf deine allererste Frage. Also mich berührt das so sehr, ich bin mal in einem Interview gefragt worden mit einer Zeitung, war die Reporterin bei mir zu Hause und hat mich gefragt, wenn es eine Sache gäbe, die du in der Welt verändern könntest, welche wäre das? Und dann ist mir so direkt in den Kopf gekommen, ja, irgendwie, dass alle fließend Wasser kriegen und dass alle irgendwie mit Nahrungsmitteln und irgendwie mit Gesundheitsversorgung und so unterstützt werden. Ja, und es ist nur so durch den Kopf gekommen und ich saß da und habe gezögert und habe nicht geantwortet und dachte schon, Mist, das macht irgendwas mit dir in die Frage. Klingt jetzt so auswendig gelernt, klingt so ausgelesen,

Torsten J. Koertingklingt so aus der Zeitung.

GastSo ist es. Ja, und das ist so, klar, dann haben irgendwie alle einmal Wasser gekriegt, ja, aber danach ist ja... Genau, die Ozeane sind gereinigt, die Brunnen sind geboren. Ja, aber danach ist ja, wenn zehn Jahre später guckst, ist da wieder das gleiche Problem. Und dann habe ich echt damals, und da bin ich unfassbar dankbar für, habe ich echt gesagt, du, ich reiche dir die Antwort nach. Ich möchte da echt drüber nachdenken. Und dann habe ich die dann wieder nach Hause geschickt,

Torsten J. Koertingdie Reporterin, und dann habe die Frage mitgenommen. Genau, und bist mit deiner Ursprungsfrage rein, was ist eigentlich los? Wieso hatte ich darauf jetzt keine Antwort? Ja, also wirklich, ohne Witz.

GastIch habe mich wirklich hingesehen und gesagt, was ist eigentlich los? Also, wie kannst du diese Frage beantworten? Und dann habe ich gesagt, okay, mir ist es wichtig, an den Ursprung zu gehen. Und auch das ist witzigerweise, je mehr ich darüber spreche, auch immer was, was sich so wie so ein roter Faden bei mir durchzieht. Und auch in meiner Arbeit geht es mir immer darum, wirklich zum Ursprung zu gehen. Also zu gucken, warum gibt es denn eigentlich nicht überall Wasser? Warum gibt es nicht eigentlich überall eine super Versorgung? Und dann kam mir so direkt, okay, es geht eigentlich darum, Dingen in den Raum zu geben, den sie vorher nicht bekommen haben. Also Menschen dazu zu befähigen, das zu tun, was sie gerne möchten, was sie gerne sein möchten, was sie gerne erfahren, umsetzen möchten, aber wo sie immer irgendwo blockiert sind. Weil ich einmal fest der Überzeugung bin, wenn diese Menschen nicht mehr so blockiert sind, dann wären die Lösungen da. Dann wäre jemand schon längst nach, darunter geflogen, hätte ein ganz anderes Start-up vielleicht gegründet, um Wasserversorgung in irgendwie Gebieten, wo bislang kein sauberes Wasser verfügbar war, gibt es viel offenere Lösungen, gibt es viel bessere Lösungen. Und dann habe ich mich gefragt, was kannst du tun, um diese Vision, diese Menschen, diese Unabhängigkeit, diese Freiheit zu geben, und zwar nicht im Sinne von, ich gebe ihnen die, sondern ich öffne für sie die Tür in ihnen und gebe ihnen ein Gefühl dafür, was kannst du tun, um denen noch einen Hebeleffekt zu geben. Weil klar ist auch, also ich kann mich nicht irgendwie durch 100 teilen, also irgendwie muss da ein Hebel rein. Und da ich ja auch nicht nur sehr, sehr gerne coach, sondern auch sehr, sehr gerne Training gebe, sehr gerne Seminar gebe, ist für mich klar langfristig gesehen, dass ich ausbilden will. Sodass die Philosophie, die ich so für mich entwickelt habe, die für sich auch immer klarer wird, die sich eigentlich auch immer mehr so von bekannten Methoden auch ablöst und so einer eigenen Sprache wird, so ein bisschen.

GastDas wirklich zu komprimieren und zugänglich zu machen für Leute, die sagen, ich teile ähnliche Werte, mir ist das auch wichtig und ich möchte diese Vision weiterverfolgen und ihnen diesen Werkzeugkoffer, den ich mir so zu eigen gemacht habe und den ich immer mehr selber entwickle, ihnen den mitzugeben, um eine ähnliche Vision zu verfolgen oder um ihre Vision zu verfolgen, um ihre Familie damit zu unterstützen und das wird zu David 3.0 sein, also da irgendwann diesen Hebeleffekt umzusetzen. Und die Frage übrigens, wenn es eine Sache gäbe, die du in der Welt verändern könntest, du weißt es, Torsten, die stelle ich mittlerweile bei mir im Podcast, jedem ganz am Ende, weil ich die Frage einfach so großartig finde.

Torsten J. KoertingJa, und da hat bisher wahrscheinlich aus möglicherweise die These, keiner die Antwort parat gehabt wie du, wo erst mal so die Standardantworten durch den Kopf gerauscht sind und gesagt haben, ich liefere die Antwort nach an dich, David, kannst du dann später reinschneiden in den Podcast, sondern wahrscheinlich auch viele sich haben inspiriert, haben gefühlt haben, auch auf die Antwort oder auf die Frage zu antworten. Das zeigt jetzt, also wie du den David 3.0 beschreibst, zeigt jetzt auch, dass du da schon wieder um viele Schritte weiter bist, weil die Erkenntnis des Hebels, des Multiplikators, der Limitierung, die wir im eigenen haben als Coach, als Trainer, als Berater, nämlich, dass wir uns selbst nicht klonen können. Früher in Projekten habe ich mir gedacht, Mensch, da gibt es so ein paar Killer-Ressourcen, so ein paar, die außergewöhnlich sind, also alles außergewöhnlich, von denen noch mal zehn, also den gleichen noch mal zehn, das ging halt nicht. Also musstest du Wege finden, dass diese Koryphäen, diese Edelhelfer in der Lage sind, ihr Wissen so zu multiplizieren, indem sie eben nicht nur eine Vision zeigen, sondern auch Menschen dahingehend begleiten, dass sie selbstständig und von allein ihren Weg gehen können und auf den Schultern von Giganten stehen. Und du für dich ja schon, du bist ja in diesem, in der genau, in der Falle, in der viele auch sind, je besser du wirst, desto schneller hast du deine Durchbrüche erreicht bei deinen Kunden, desto schneller sind die Blockaden aufgelöst und hast du nur zwei Möglichkeiten zu skalieren, entweder mehr Kunden rein und noch mehr zu arbeiten oder eben deinen Stundentagessatz, dein wertbasiertes Preismodell, was es auch immer ist, zu erhöhen. Aber diese Erkenntnis zu haben, ich kann nur dann wirklich das Next Level erreichen, indem ich anderen Menschen befähige, meine Ansätze, also Train the Trainer, meine Ansätze zu nutzen, um damit auch in ihrem Kontext, in ihrem Umfeld erfolgreich zu sein.

Torsten J. KoertingWann glaubst du, ist diese Vision Realität? Viele denken jetzt ja, nächstes Jahr wahrscheinlich schon beim David,

Gastso wie wir ihn ja kennengelernt haben. Das ist eine Frage, über die ich ganz, ganz, ganz, ganz oft nachdenke, weil als ich zum ersten Mal diese Erkenntnis hatte, war für mich klar, okay, so mit Ende 20, Anfang 30. Und je näher dieses Datum rückt, es ist ja noch weit weg, es ist ja immer noch weit weg, so ist es.

Torsten J. KoertingWir unterschätzen ja häufig, was wir in acht oder zehn Jahren leisten können und überschätzen das, was in einem Jahr möglich ist. Genau.

GastUnd je näher das aber rückt, auch wenn es teilweise nur Wochen oder Monate sind, desto mehr merke ich eigentlich, dass, ich glaube, das werden fünf Jahre, fünf, sechs Jahre. Ich wollte gerade sagen,

Torsten J. Koertingalso als John F. Kennedy die Mondrede gehalten hat, we will go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, dazu gesorgt hat, dass neun Jahre später die ersten Menschen den Mond betreten haben. Und es gibt grandiose Bücher. How we got to the moon ist gerade neu erschienen. Ein FSK6-taugliches Buch, wo beschrieben wird, wie und was alles notwendig gewesen ist, um überhaupt den Mond zu erreichen. Wenn man sich das vor Augen führt, was in neun Jahren möglich ist. Gut, waren 400.000 Menschen beteiligt in allen Facetten. glaube ich, selbst fünf Jahre ist noch zu lang hin. Vielleicht wird es auch schneller gehen.

GastWir werden es sehen. Wir werden es sehen. Wir werden es sehen. Aber fünf Jahre sehen.

Torsten J. KoertingWas macht der David, wenn er nicht coacht, wenn er nicht berät, wenn er nicht multipliziert, denn er nicht die Academy hochfährt und andere Menschen befähigt, es ihm gleich zu tun?

GastSport, ganz viel Sport, Yoga und tatsächlich ganz viel Kontakt und Stille. Das ist mir ganz, ganz wichtig. Ist auch ein Punkt, mit dem ich ganz, ganz lang gehadert habe, als ich so anfing, in die Szene zu gehen, sage ich mal. Und ich habe eine lange Zeit auch ganz viel Performance-Coachings gegeben, wo ich wirklich mit Unternehmern, Führungskräften gearbeitet habe, gesagt habe, so könnt ihr mehr aus eurer Zeit machen. Und da habe ich gesagt, Mensch, David, du brauchst immer so viel Stille. Das kostet alles immer so viel Zeit. Aber ich merke, dass das für mich eine ganz, ganz wertvolle Zeit ist, ein ganz, ganz wertvoller Faktor, in der ganz viel entsteht und der für, auch muss man ganz hart zu sagen, der auch für mein Unternehmen eine wahnsinnig wichtige Zeit ist, die Zeit, die ich mir für mich nehme und wo ich eben frage, was ist los und wie geht es dir gerade? Das sind die Sachen, die ich mache, gemeinsam mit Freunden verbringen, ab und an, tolle Gespräche zu führen, gemeinsam zu reflektieren, Bücher zu lesen und auf Seminare fahren und Ausbildung machen. Ganz schlimm. Letztes Jahr hatte ich 65 Seminartage als Teilnehmer. Ja, krass. Weil ich kann es einfach nicht lassen. Ganz schlimm.

Torsten J. KoertingDa wundert man sich über die Menschen, die man dann im Coaching hat, die zehn Jahre lang nicht einen Tag in die eigene Weiterbildung investiert haben und auch zufrieden sind. Und auch das ist möglich.

GastJa, also ich wundere mich da immer so gar nicht, aber ich finde einfach immer so spannend, wenn man das sieht, wie unterschiedlich gut Leben definiert wird. Also für jemanden ist das halt Horror vielleicht, 65 Seminartage zu haben. War auch ein bisschen viel. Für mich ist das halt einfach großartig, weil ich halt einfach mir angucken möchte, wie alles und jeder irgendwie Dinge macht, wie ich halt einfach so unfassbar neugierig bin. Und trotzdem sind alle glücklich, auch die, die nicht auf Seminare gehen. Ja, das finde ich

Torsten J. Koertingimmer wieder spannend. Wir sind jetzt heute am Tag nach der US-Wahl für den nächsten Präsidenten. Ob es der gleiche ist, den wir schon vier Jahre erleben durften oder jemand, der schon mal Vizepräsident war, werden wir vielleicht in den nächsten Stunden oder Tagen erfahren. Und es liegt eine sehr spannende Zeit hinter uns. Ja, die letzten acht, neun Monate waren sicherlich alles außergewöhnlich. Wie hat jemand wie du aus deiner Generation diese letzten acht, neun Monate wahrgenommen und was hat das mit dir gemacht? Was hat das vielleicht in deinem Bild auf die Menschheit, auf Menschsein, auf deine Umwelt, auf dein Umfeld verändert und auch in deinem eigenen Wirken?

GastAlso, es waren zwei Dinge eigentlich und ich möchte die auch gar nicht bewerten. Ich möchte irgendwie jetzt gar nicht sagen, das eine war jetzt gut und das andere schlecht oder ich habe irgendwie gelernt, dass dies gut oder wichtig oder so ist. Mir ist zum einen aufgefallen, wie verletzlich Gesellschaft ist und wie verletzlich auch Mensch ist. Also, dass vieles in Nullkummer nicht so zusammenbricht und auch so so subjektive Gefahren auch so schnell entstehen und zum anderen zu der Frage, wie habe ich die Zeit genutzt? Ich bin in Kontakt mit mir gegangen, ja, was sonst? Was passiert da eigentlich gerade? Jetzt denken alle, die zuhören, denken mal, ich sitze nur zu Hause und frage mich, was mir geht. Ich habe nur eine Frage, das ist die ganze Magie von dem Kerl hier. Eine Frage. Das klingt jetzt alles wilder, als es ist, ja, aber ich habe wirklich die Zeit genutzt, um Dinge zu hinterfragen und zu gucken, bin ich so on track? Ist das gerade so richtig, wie das aussieht?

GastGibt es noch irgendwas, was ich brauche? Welche Ressourcen brauche ich noch gerade, um vielleicht Dinge zu verändern? Und ansonsten habe ich, und das ist eigentlich so mein Hauptlearning, es passt auch zu der Verletzlichkeit, ich habe für Wahrnehmung nochmal ein ganz, ganz anderes Verständnis bekommen in den letzten Monaten, also weil das so aus wahrnehmungstheoretischer Sicht, wenn man sich mal fragt, wie funktioniert Wahrnehmung, in dem wir Menschen war, ist das ja eine hochspannende Zeit gewesen. Also das fing immer mit Klopapier an und hörte mit Panik auf. Da habe ich wahnsinnig viel drüber gelernt und über Coaching auch, oder über das Verständnis von Coaching und über Verhaltensmodelle auch in Extremsituationen fand ich auch total spannend, da zu gucken, wie reagiert eigentlich der Mensch, wie reagiert eigentlich die Gesellschaft, wenn auch so fundamentale Dinge, ich will nicht sagen angegriffen werden, aber plötzlich auf wackeligen Füßen stehen.

Torsten J. KoertingWas hat das mit dir gemacht und was hat sich bei dir verändert?

GastBei mir hat sich verändert, dass diese Vision eigentlich noch klarer geworden ist, also dass auch die Wertigkeit dieser Vision noch klarer geworden ist, also dass ich nochmal ein ganz, ganz anderes Gefühl auch dafür bekommen habe, wie fühlt es sich eigentlich an und wie viel ist es auch für viele Menschen wert, sich emotional unabhängig zu machen? Und wie fühlt sich eigentlich emotionale Abhängigkeit auch an? Und wie viel Verantwortung oder wie viel Einfluss haben wir eigentlich darauf, ob wir emotional abhängig oder unabhängig sind? Und das in Kombination mit dieser Vision, auch die ich habe, mit der Zukunft, die ich für die Akademie sehe, war wahnsinnig spannend.

Torsten J. KoertingDanke, David. Das ist großartig, wie du das reflektierst und nochmal eine ganz neue Perspektive auf das, was die letzten acht, neun Monate entstanden ist von jemand, der sehr frisch und mit sehr viel Energie und auch mit einem hohen Maß an Reflexion auf diese Welt, auf sich, auf die Menschen, auf sein Umfeld schaut. Vielen Dank schon mal bis dahin, lieber David. Wo können die Zuhörer und Zuhörer, wo können sie dich finden, entdecken, wo können sie ihre Fragen stellen, wenn welche oben aufliegen, wo können sie ihre Blockaden, ob jetzt bewusst oder unbewusst ist, lösen lassen, wie kommt man mit dir in Kontakt?

GastAlso am einfachsten einfach googeln, David Ziegler, da ist dann alles voll oder direkt auf die Webseite davidziegler.info, da ist auch alles verlinkt, was wichtig ist, da kann man mir eine E-Mail schreiben, da kann man mich auf allen wichtigen Kanälen finden, Instagram, Facebook, LinkedIn, was auch immer das sein mag. Wer ganz genau guckt, findet auch im Impressum meine Handynummer und darf mich auch gerne anrufen, wenn das ist, darf mir eine E-Mail schreiben. Ich sitze überall persönlich dran und beantworte auch alles und da findet man alles, was man braucht.

Torsten J. KoertingUnd ich darf euch sagen, die Frische, die wir hier jetzt in den letzten eine Stunde, 15 Minuten über zwei Episoden verteilt spüren dürfen, ist auch im wahren Leben dann so, also außerhalb dieser Podcast-Bubble und Podcast-Matrix, David, es war ganz großartig, dich hier heute zu haben und sicherlich auch nicht das letzte Mal, denn diese Umsetzungsgiganten, was ja mit auch eins unserer Themen ist, zu demaskieren, was es braucht, seine Ziele zu erreichen, Visionen zu kreieren und zu dem Menschen zu werden, der der eine oder der andere vielleicht sein möchte, durchzudrücken, wenn es hart wird und dafür einfach unterschiedliche Herangehensweisen mal zu reflektieren, auch aus unterschiedlichen Generationen und da warst du ein ganz wunderbarer Gesprächspartner heute mit ganz vielen neuen Einblicken. Vielen Dank dafür und so wie es auch in diesem Podcast immer üblich ist, gehört das letzte Wort dem Gast, David.

GastAlso erstmal vielen Dank für die Einladung, für die tollen Fragen und auch wenn ich jetzt die Möglichkeit habe, das letzte Wort an alle zu richten, dann würde ich sagen, passt auf euch auf und bleibt bei euch und achtet einfach drauf, was ist bei euch los, was kommt von euch und was kommt aber auch nicht von euch, wo ihr vielleicht ab und an merkt, dass ihr das gerade auf euch drauf packt, obwohl es eigentlich gar nicht eures ist. Das kann ich so mitgeben. Ja, vielen, vielen Dank. Danke, David. Auf bald.

Torsten J. KoertingUnd nun, wenn du als Trainer, Coach, Berater, Speaker, Experte dein nächstes Level erreichen möchtest und in die Umsetzung kommen möchtest, wenn du deine Strategie, entwickeln, deine Vision entstehen, deine Ziele erreichen möchtest, dann lade ich dich ein auf www.torstenkörting.com slash Termin, einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir zu vereinbaren. Wir können uns dort kennenlernen, wir können dort deine aktuelle Situation analysieren, wir können besprechen, wo du hin möchtest, wir können betrachten, wie du dort hinkommst, wir analysieren, was dich davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, damit du deine Ziele erreichst. Gleiches gilt für Organisationen, die ihre Teams entwickeln möchten, die Workshops facilitiert haben möchten und die Projekte aus der Schieflage wieder auf die gerade Bahn und Teams dazu bringen möchten, ihre Projekte zu liefern. Auch sie und dich lade ich ein, diesen Termin zu vereinbaren, damit wir genau die aktuelle Situation, das Zielbild und wie kommt ihr dahin besprechen können unter www.torstenkörting.com slash Termin. Ich freue mich auf deine Anfrage und das persönliche Gespräch mit dir. Bis dahin, der Torsten. Ciao.

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