Matthias Aumann - Von Anfängen, Unternehmertum und großen Zielen
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Zu Gast ist der großartige Matthias Aumann. Er entstammt einer Unternehmerfamilie und ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der aumann:grün AG sowie Gründer und Geschäftsführer der Mission Mittelstand GmbH. Mit seiner Mission Mittelstand hat er bereits mehr als 2500 Partnerbetriebe weiterentwickelt und gehört selbst zu den schnell wachsenden Unternehmen in Deutschland. Matthias ist mit besonderen Werten ausgestattet und gilt als toller Arbeitgeber, sowie als jemand der immer wieder neue Themenbereiche eröffnet.
Wir sprechen über seinen Werdegang, wie er die Schule abgeschlossen hat und sein erstes eigenes Unternehmen gründete. Dabei nimmt er uns mit auf den Weg voller Wendepunkte, Hindernisse und was ihn motiviert hat, seine Ziele zu erreichen. Außerdem erfährst du, wie die Mission Mittelstand entstanden ist und wie sie so stark wachsen konnte. Es geht um seine Wirkungsweise und du erhältst wichtige Tipps für dein Wachstum. Außerdem erzählt Matthias, was seine weiteren Visionen sind.
Vereinbare jetzt einen persönlichen Umsetzungstermin mit mir ... in dem wir Deine Aktuelle Situation analysieren, betrachten wo Du oder Dein Team hinmöchtest, wir können aufzeigen, wie Du dahin kommst, was Dich aktuell davon abhält und was möglicherweise notwendig ist, um Dich einen Schritt weiter zu bringen und damit Du Deine Ziele erreichst.
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Maschinell erstellt und nicht redigiert — Namen und Fachbegriffe können falsch geschrieben sein. Sprecher automatisch getrennt; Gäste sind nicht namentlich zugeordnet. 9.873 Wörter, 62 Minuten Gespräch. Als Textdatei laden.
Torsten J. KoertingHerzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge. Heute mit einem ganz besonderen Gast, auf den ich mich fast schon, ich darf sagen, zweieinhalb Jahre freue, weil das ist das erste Mal, dass ich ihn um ein Interview gebeten habe. Und ihr werdet gleich hören, nicht nur um wen es sich handelt, sondern was ihn auch in dieser Zeit umgetrieben hat, dass das so ein bisschen immer mal wieder dann aus dem Blick geraten ist und wir jetzt den neuen Anknüpfungspunkt gefunden haben. Er ist jemand, der aus einer Unternehmerfamilie heraus entstanden ist, der mehrere Firmen schon nicht nur gegründet, sondern erfolgreich belebt hat. Die Rede ist von Aumann Grün, der Aumann Grün AG und jetzt auch seit einigen Jahren die Mission Mittelstand, mit der er in der Lage ist, wie er immer sagt, über 2500 Partnerbetriebe, die er in der Vergangenheit hier schon aus der Selbstständigkeit ins Unternehmertum, aus dem Unternehmertum zu Unternehmen und auch zu grandios wachsenden Unternehmern und Unternehmen hat werden lassen. Er ist mit beiden Unternehmen, gehört er immer wieder zu den nicht nur schnell wachsenden Unternehmen im deutschsprachigen Raum, sondern auch denjenigen, die als großartiger Arbeitgeber nach außen hin immer gewürdigt werden. Er ist jemand, der, wie darf ich das sagen, auch in neue Themenbereiche reingeht, jetzt auch in das Restaurant-Business einsteigt. Wir konnten das vor vielen Monaten auf den sozialen Kanälen in Skizzen und in 3D-Zeichnungen sehen, wo er dann immer sagt, Projekte nach vorne treiben. Und der Begriff aus einem sehr berühmten Song von Udo Lindenberg geprägt, hinterm Horizont. Da geht es nämlich weiter, so auch der Titel des neuen Restaurants, was im März seine Tore öffnen wird. Aber er ist auch jemand, der mit sehr, wie ich sagen darf, besonderen Werten ausgestattet ist, die möglicherweise manchmal an der einen oder anderen Front, wo man ihn erleben darf, in den öffentlichen Formaten nicht so durchklingt, weil er da auch die Sprache seiner Partnerbetriebe spricht, er nämlich sehr empathisch, emotional und immer klar in Bezug auf seine Ausrichtung fokussiert ist. Und er verändert gerade die Welt, er verändert gerade die Welt hier in Deutschland, er verändert die Welt der Unternehmer und das mit sehr großer Leidenschaft, mit sehr viel Energie. Die Acht-Stunden-Tage sind, glaube ich, bei ihm schon lange ad acta gelegt. Und wir werden heute in dem Podcast mal ein bisschen darüber sprechen, wie so alles anfing, also was er so in die Wiege gelegt bekommen hat und welche Schritte er dann gegangen ist, Aumann Grün nach vorne zu bringen und Mission Mittelstand zu gründen. Wir werden auf Wendepunkte in seinem Leben eingehen. Wir werden schauen, was waren so Phasen des Lebens, wo es richtig geil funktioniert hat, aber auch Phasen des Zweifels. Wir werden sehen, wie er mit Hate umgegangen ist, also mit wirklich auch boshaften und auch unter der Gürtellinie gehenden Nachrichten, die ihn ereilt haben, immer wieder in unterschiedlichen Phasen seiner Gründungen. Und wir werden auch natürlich da schauen, wo es weitergeht und wo es hingehen darf mit allen Unternehmen und vielleicht auch den ein oder anderen privaten Einblick erlangen. Denn er hat sich gerade vor kurzem verlobt und damit natürlich auch nochmal den Fokus in das ein oder andere geschärft. Und ich hoffe, dass ich ihm so zwei, drei Erfolgsfaktoren entlocken kann im Sinne, wie man sichtbar wird, wie man Erfolg macht oder ermöglichen kann und was vielleicht den erfolgreichen Unternehmer, der durchhält, der nachhaltig für seine Werte einsteht und denjenigen unterscheidet, die vielleicht nicht diesen Erfolg, wie auch immer Erfolg definiert wird, unterscheidet. Und jetzt genug der Vorrede und Anmoderation. Großartig, dass du heute hier bist und dir die Zeit nimmst bei deinem Terminkalender. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür und auch die Zuhörerinnen und Zuhörer. Und jetzt heißt bitte herzlich willkommen Matthias Aumann.
Torsten J. KoertingUnd dann habe ich angefangen, das zu machen.
GastWehigkeit weitergeben zu dürfen. Aber es hat was mit Geduldigsein zu tun.
Torsten J. KoertingAlso zu erfahren, was denn die jungen Menschen bewegt. Sie machen mich wirklich mit diesen Fragen denken. Das ist wunderbar.
GastJa, vielen lieben Dank. Was eine Anmoderation. Hammer.
Torsten J. KoertingMatthias, es ist großartig, dass du da bist. Ich habe das schon gesagt. Wir arbeiten seit zweieinhalb Jahren an diesem Projekt, an diesem Podcast. Und jetzt kommt er heute endlich zustande. Wie waren für dich die letzten zweieinhalb Jahre? Was die Pandemie, was hat dich da alles umgetrieben? Gib uns mal ganz kurz einen Einblick, wie das für dich gewesen ist.
GastSchnelllebig. Ich glaube, das trifft uns am besten. Einfach, wir haben so viel aufgebaut, so viel sind wir gewachsen, so stark sind wir gewachsen, so dass man erst mal so in Ruhephasen wirklich die Reflexion darüber hat. Und ich glaube, das trifft es einfach auf den Punkt. Es ging einfach wahnsinnig schnell vorbei und ich bin sehr dankbar dafür, weil vor zwei Jahren waren wir, glaube ich, bei Mission Mittelstand 30 Mitarbeiter. Heute sind wir knapp 150 Mitarbeiter.
Torsten J. KoertingAlso ein Wachstum in einer Phase, wo andere irgendwie mit sich selbst hadern, wo sie sagen, Mensch, Pandemie, ich gucke mal, es wird schon irgendwie wieder und nicht die Chancen ergreifen, die du schon gesehen hast und dann auch umsetzt. Wir kommen da sicherlich noch drauf. Wer du heute bist und was du tust, ich glaube, da gibt es ganz viel, was man von außen betrachten kann, wo ich mit einfach mal einsteigen möchte, weil die Anmoderation ja auch einiges schon demaskiert hat, ist, wie fing das alles an? Ja, du bist ja in der Unternehmerfamilie groß geworden. Ich glaube, das Unternehmergen und Unternehmertum ist dir in die Wiege gelegt worden. Nimm uns doch mal dahin mit, was möglicherweise weder in einem Buch noch in den sozialen Medien oder an anderer Stelle über dich zu lesen ist, Matthias.
GastAlso, ich glaube, da müsste ich anfangen mit der Kindheit, weil am Ende des Tages, das prägt einen am meisten. Und ich wurde gestern von der Kapitol, also von dem Magazin, auch interviewt und die haben eine ähnliche Frage gestellt, wie sehr mich meine Eltern ausgeprägt hat. Sondern da habe ich gesagt, natürlich, ich denke am meisten, für mich gab es nie eine andere Alternative, außer in die Selbstständigkeit, außer Unternehmer werden. Und ja, früher bin ich als Kind schon mit auf die Baustelle gefahren, Taschengeld verdienen. Und dann habe ich irgendwann mit ganz ganz frühen Jahren, also ich rede jetzt wirklich, wo ich acht, neun, zehn Jahre alt war, so kleine Stände aufgebaut. Wir hatten bei uns auf dem Hof, weil wir so einen alten Familienhof haben. Mein Onkel hat da einen Blumenladen, habe ich vor dem Blumenladen, ja, zu Ostern Moos verkauft und also für Osternester und sowas. Also damit ich immer über mein eigenes Geld verfügen konnte.
GastJa, und so kam irgendwann immer natürlich der Wunsch, das elterliche Unternehmen eines Tages zu übernehmen. Darauf habe ich dann hingearbeitet. Ja, und am Ende war ich deswegen vermutlich auch in der Schule faul, weil ich hatte immer diesen sicheren Hafen, wo ich mich drauf ausgeruht habe. Und ja, so bin ich dann mit 15 von der Hauptschule runter, habe dann eine Ausbildung zum Gärtner gemacht, weil ich gesagt habe, du, was ich mit den Augen stehlen kann, brauche ich mit dem Buch nicht lernen. Was soll ich jetzt noch so lange irgendwo auf die Schule gehen? Ich weiß doch eh, was ich will. Und ich fahre dann nach der Ausbildung einfach direkt bei meinem Vater mit und lerne dann dort. Ja, ich hatte aber einen guten Berufsschullehrer. Meine Eltern haben mir diese Idee auch ausgeredet. Das war vielleicht auch gut. Und der Berufsschullehrer hat gesagt, du solltest eigentlich mal studieren gehen, in dir steckt viel, viel mehr. Aber als Hauptschüler ist die Insel zur Universität, zur Hochschule, Fachhochschule, verdammt weit weg. Und dann hat er mir einen guten Weg aufgezeigt. So habe ich die Hauptschule gemacht, die Realschule, die Fachoberschule. Und dann bin ich studieren gegangen, war mit 23 dann fertig. Ich wollte ins elterliche Unternehmen gehen, aber man hat schon gemerkt, das geht eher downhill, wie das das Auffahrt nimmt und das Elterliche Unternehmen musste, schließen. Und so bin ich dann wirklich in die Vollen gegangen, ins kalte Wasser gesprungen und bin mit 23 Jahren dann in die Selbstständigkeit gegangen, habe die Obmann-Grün-AG gegründet. Auch eine witzige Geschichte, weil mit einer AG einen Garten- und Landschaftsbau zu gründen, macht keinen Sinn. Und diese AG war eigentlich auch nichts wert. Das bedeutet, es war eigentlich nur ein stiller Viermantel. Es gab sechs Gesellschafter, die wollten damals ein großes Energienprojekt machen mit 20 Biogasverlagen miteinander vernetzt, verkoppelt. Und dann gab es eine Gesetzesänderung im EEG-Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Das Projekt war zum Scheitern.
GastEs ist gescheitert, es ist gescheitert. Es war nicht verurteilt, es ist gescheitert auch. Und das Geld, was die eingezahlt haben, war größtenteils für die Projektierung etc. weg. So war die AG auch nichts mehr wert. Und ich habe mir einfach für ein Appell und Ei alle Aktienanteile angeeignet. Ich war Hauptaktionär zu 100 Prozent einer AG, die nichts wert war. Ich habe mich dann zum Vorstand selbst gewählt. War ja der Hauptaktionär. Ich bin zum Notar gestiefelt. Habe die Satzung geändert zum Garten- und Landschaftsbau. Habe einen Aufsichtsrat gesucht. Also den musst du ja haben als eine AG. Und habe mich selbstständig gemacht. Und ich war mit 23 Jahren Vorstand einer AG.
Torsten J. KoertingUnd das als der den harten Weg gegangen ist, von der Hauptschule zur Realschule, Fachoberschule und dann ins Studium, sich dann diesem Abenteuer, auf dieses Abenteuer einzulassen, gerade nachdem der elterliche Betrieb pleite gegangen ist. Wie hat sich die Erfahrung, die du gemacht hast, von der Hauptschule bis zu dem Zeitpunkt 23, ausgewirkt auf diesen, ich würde schon mal fast sagen, also den ersten, jetzt hier zumindest schon mal erlebbaren, Wendepunkt, nämlich zu sagen, wieder allen Widerständen, wieder allen Erfahrungen, die dir mitgegeben wurden, sicherlich in der Kindheit, dich in dieses Abenteuer zu stürzen?
GastAlso ich glaube schon viel in der Uni war ich gar nicht so viel. Ich habe zwar studiert, aber ich war mehr auf den Baustellen. Ich wollte mein eigenes Geld verdienen. So bin ich dann in Einzelhandel geraten. Also ich wollte neben dem Studium etwas verdienen. Habe bei H&M Hosen sortiert und habe nach dreimal Arbeiten gemerkt, das machst du nicht. Und dann bin ich auf die Idee gekommen, ich war ausgebildeter Garten- und Landschaftsbauer und ich studiere ja mit 70 anderen Gärtnern. Die müssen doch auch irgendwie alle arbeiten. Und so habe ich dann ein Logo entworfen und habe das Agreement Group auf Papier gegründet und habe dann andere Studenten eingestellt und bin durch die Osnabrücker Gärten getingelt und habe dort Gärten gereinigt, Gärten gestaltet und so weiter und habe mein erstes Geld dort auch verdient. Und zu Höchstzeiten hatte ich acht andere Studenten unter mir. Und zwei, drei Baustellen gleichzeitig, alles gemanagt, die sind mit ihren privaten Pkws gefahren, wir waren Anhänger ausgeliehen und so weiter. Und ich glaube, das hat mich wahnsinnig viel geprägt, weil am Ende, da habe ich wieder eins gelernt, verkaufen, da habe ich eins gelernt, ja ein bisschen mich selber zu vermarkten, ja die ersten kleinen Lohnverhandlungen vor den Hörersälen auf dem Fluren zu machen. Und ja, also ich glaube, ich habe sehr, sehr gut verdient da auch zu diesen Zeiten. Und ich sage mal so, das hat mich wahrscheinlich mehr geprägt, wie die Zeit am Hörsaal, wenn ich da war. Es ist ja auch auf der Jagd, du machst einen Jagdschein, obwohl ja man das jagen, ja wenn du draußen Pferden liest, das verstehst, was da abläuft in der Natur. Und so ist es auch im Unternehmertum.
Torsten J. KoertingKann ich mir denken, dass es in der Phase jetzt nicht so viele Fürsprecher gegeben hat, die gesagt haben, Matthias, großartige Idee, jetzt hier mit 23 Firma gründen. Und es ist ja die logische Konsequenz, nachdem man jetzt hier in der Uni noch nicht so viel Zeit in den Hörsälen verbracht hat, sondern mehr mit anderen Mitkommunitonen dann schon ein Unternehmen mehr oder weniger zu gründen und schon zu beleben. Wie bist du mit den Widerständen umgegangen, die es sicherlich gab? Welche waren das? Wie hast du immer an deinem Weg, damals schon, das ist ja schon einige Jahre her, auch wenn du jetzt noch nicht so alt bist, du bist im mittleren 30, wie bist du mit diesen Widerständen umgegangen?
GastIch habe es einfach gemacht. Natürlich tut das hier und da mal weh, aber am Ende, ich hatte ein starkes Warum, das war Geld verdienen, weil man war pleite, man hatte ja da nichts. Und zweitens, man wollte die Eltern stolz machen. Das war ein riesengroßer Antrieb für mich damals. Und Ego, weil die Leute gesagt haben, wenn der das macht, das klappt nicht. Das ist ja ein Hauptschüler. Und ich war ja auch nicht der Beste in der Uni. Da haben die anderen Kommilitonen auch gedacht, ein kleiner Scharlatan. Und am Ende, das war ein Antrieb für mich. Und ich glaube, das ist es, was einen dann auch wirklich durchhalten lässt, auch dann, wenn es hart ist, dass man weitermacht. Ja. Ego befriedigen, Eltern stolz machen, Kohle verdienen.
Torsten J. KoertingUm die Eltern stolz zu machen, braucht es ja auch was von den Eltern. Nämlich ein Stück weit Demut beziehungsweise Blick auf den Sohn als jemanden, der einen nicht vom Thron stößt oder auch zeigt, Mensch, jetzt scheiße, jetzt macht der Sohn das besser, als ich es geschafft habe, weil meine Firma ist ja pleite. Wie war das mit den Eltern zu der Zeit? Gab es da Unterstützung? Gab es da Zweifel? Wie haben sie dich auch in der Zeit vielleicht herausgefordert? Und zwar auch im konstruktiv-positiven Sinne beziehungsweise dich auch den Ego rausgenommen? Ich glaube, gerade auch ohne jetzt ihn persönlich zu kennen, von deinem Vater vielleicht, der sagt, Mensch, ich habe das Ding nicht auf die Kette gekriegt. Jetzt kommt da mein Sohn, der ist halb so alt wie ich oder weniger als halb so alt.
GastSo eine Situation gab es nie und so war es auch nicht. Also das hat uns ja zusammengerückt. Anstatt, ich habe es nicht geschafft und du, der hat seit 30 Jahren ein wahnsinnig großes Unternehmen aufgebaut, hat unternehmerische Fehler gemacht, hat die Verantwortung absolut bis zum letzten Cent übernommen. als ein Unternehmer durch und durch, hat direkt ein neues Unternehmen gegründet und für mich ist das eher ein Vorbild anstatt jemand, wo ich sage, oder er denkt, jetzt hat er das erfolgreicher gemacht oder so, das gab es nicht. Also ich habe eher Rate angenommen, weil am Ende, ich war 23, ein Greenhorn, also absoluter Grünschnabel, habe mich probiert, irgendwo durchzusetzen, meine eigene Handschrift durchzubringen. Na klar, weil ich wollte nicht, dass irgendwann nachher, es heißt, schau mal her, der hat doch irgendwo nur das elterliche Unternehmen übernommen. Das war halt überhaupt gar nicht so. Also eher negative Umstände gegen mich, gegen uns. Aber es hat die Familie eher zusammengerückt. Und meine Mutter macht heute noch meine Buchhaltung, worüber ich sehr dankbar bin. Und wir arbeiten immer noch sehr, sehr gut zusammen. Und für mich sind das eher externe Berater.
Torsten J. KoertingDas ist großartig, wie du das reflektierst. Ich habe das natürlich auch mehr als eine Hypothese hier mit reingebracht, weil ich glaube, diese Art von elterlichen als auch familiärem Zusammenhalt können nicht, auf die können nicht viele verweisen. Ich glaube, da gibt es durchaus dann andere Herausforderungen, die dann sagen, naja gut, dann mache ich halt weiter bei H und M, weil das, was mein Vater oder meine Eltern erlebt haben, da möchte ich nicht unbedingt hin oder werden auch in der Form nicht unterstützt. Du hast das ja auch in einem deiner ersten Bücher oder in deinem ersten Buch auch reflektiert. Das sind zwei große Begriffe, die auch auf der Titelseite stehen, nämlich Schul klug und Straßen schlau. Wie hat dich das reflektieren lassen, also in Bezug auf das Schreiben dieses Buches, was in der damaligen Zeit, auf das das sicherlich zurückzuführen ist, in das Buch dann hat hineinfließen lassen?
GastDefinitiv. Also die Idee zu dem Buch kam erst ja fünf Jahre nach der Gründung, also circa 2016, 2017. Ich hatte da drei Millionen Euro Umsatz. Ich hatte 40, 50 Mitarbeiter zu dem Zeitraum und ich habe schon andere Fragen gestellt wie zu der Gründung. Ich war 26, 27 Jahre da und finanziell lief es gut. Es hat eigentlich alles gepasst, aber ich habe gefragt, was kommt jetzt als nächstes? Und ich habe mir viel die Sinnfrage da schon gestellt, weil das soll irgendwann auf dem Grabstein stehen. Der, der die meisten Hecken geschnitten hat, hatte keine Lust drauf. Und immer wieder sind auf Facebook, auf den Social-Media-Kanälen irgendwelche Coaches und irgendwelche, ja, Online-Marketing war es damals primär, Menschen immer aufgetaucht, die jemandem gezeigt haben, wie viele immer Mitarbeiter oder, also nicht wegen dem Ausmaß heute. Aber damals war es auch schon. Aber nicht wegen dem Ausmaß heute. Und ich habe gedacht, der hat doch gar keine Mitarbeiter. Der macht doch gar keinen so viel Umsatz. Und so habe ich mich irgendwie eher berufen gefühlt, das zu teilen, was ich jetzt die letzten fünf Jahre aufgebaut und erlebt habe. Und dieses Gefühl wurde halt untermauert durch andere Handwerker, denen ich damals schon immer for free geholfen habe. Also es bedeutet, der allererste Unternehmer, den ich geholfen habe, wo es mir bewusst geworden ist, war ein Baumdienst aus Bremen, Bremer Baumdienst. Da musste der Sohn von heute auf morgen das älterliche Unternehmen rein, weil es einen Todesfall gab. Und er kannte mich noch von Facebook und hat mir dann geschrieben, hey, kannst du mir helfen? Also ich habe so eine Art Lederklatte und ich, mehr habe ich nicht. Also wie können wir Stuttwungen schaffen, Mitarbeiter finden und so weiter und so fort. So und so ist das dann irgendwo angefangen. Ich habe gemerkt, so wie ich das mache mit meiner Aumann-Grün-Konzept und das habe ich übergestülpt, adaptieren lassen und hat genauso funktioniert und dieses Gefühl wurde dadurch untermauert, anderen was zu geben, ja mit den Erfolgen anderer und ich habe gesagt, okay, du gehst jetzt in die Vollen und weil ich das erlebt habe, habe ich gesagt, ich bin eher der Straßenschlaue im Gegensatz zu denen, die sind der Schule klug. Und ich glaube, das triffst du einfach auf den Punkt, weil Straßenschlau ist für mich ein bisschen Weisheit, ein bisschen Cleverness, und Weisheit ist ja gelebtes Wissen.
Torsten J. KoertingUnd gerade diese Cleverness ist, glaube ich, das, was dich auszeichnet, also zum einen die Cleverness, mal Dinge anders zu denken, damals schon in Zeiten der Universität, wo du einfach mal anders auch auf das geschaut hast, was da so neben dir passiert mit den 70 anderen, mit denen du studiert hast und gesagt hast, Mensch, die müssen ja auch irgendwo mal arbeiten. Dann wird sie sagen, komm, lasst uns irgendwie loslegen. Aber ich glaube auch diese, also und ich glaube auch diese Nachhaltigkeit, diese Kraft, dieses pragmatisch Umsetzende, weil du ja auch, um das jetzt auch noch mal rund zu machen, gerade in den Anfangsjahren ja jetzt nicht den Erfolg von den Eltern so in die Wiege gelegt bekommen hast, mit 18 gleich statt Auto und dann gleich auf die Uni hoch, die Top-Universität geschickt, vielleicht noch das Auslandsjahr in Cambridge oder sowas, sondern du bist ja durch die harte Schule gegangen. Wie würdest du jetzt rückblickend sagen, dass gerade diese Phase, wo du, ich darf sagen, die extra Meile im pragmatischen, nachhaltigen Umsetzen, Hauptschule, Realschule, Fachoberschule, Studium, Aufbau von der Firma von Scratch, dich bis zum heutigen Tag geprägt oder auch die Grundlage dafür ist? Also die Grundlage war es nicht.
GastDie Grundlage war es nicht. Die Grundlage war eher das eigene, das eigene, etwas Eigenes aufzubauen und zu hinterlassen. Das ist viel am Anfang Ego gewesen. Das war ein großer Antrieb und das musst du dir aber bewusst machen und das ist dann halt wieder viel Reflexion, weil wenn, sonst kriegst du nie den Stil statt, also in den Gedanken. arbeitest du einfach, dann bist du getrieben. Ich glaube, das trifft den Punkt und getrieben sein ist erstmal nicht gut. Du musst auch wissen, wenn du sagst, okay, jetzt Piano und das war nicht die Grundlage, das war gut. Ich glaube eher, was es zu dem gemacht hat, was es heute ist, ist das viel Ausprobieren, am Anfang dieses Ego anderen es zu beweisen, das war glaube ich eher das und nicht die Schule, also die Schule. Ich war nie besonders gut in der Schule, ich mochte auch nie zur Schule gehen und es war immer eher das Selbstverwirklichen, egal wo, sei es wo ich dann 18 war, habe ich Kaminholz verkauft, wo ich ein Kind war, habe ich ein Bosch verkauft und irgendwas anderes, selbst gesammelte Beeren vom Garden Center,
Gasthabe haufenweise Beeren-Schachteln verkauft und die haben es vermutlich nicht gegessen, aber die fanden das gut, dass ich da verkaufe und haben mir da zwei Mark gegeben oder so, ja, oder ein Fünf-Mark-Stück. So und das zu spüren, ich habe gerade was gesammelt und ich bekomme da was für und das ist meins, so dieses Gefühl und das ist ein schönes Gefühl und das ist es auch noch, was es heute ist, weil der Erfolg, den man von außen bekommt, ist ja am Ende nur nachgelagert, das ist nachgelagert, im Vorfeld ist es die Leistung.
Torsten J. KoertingJa, und die harte Arbeit, und die Beeren dürfen gepflückt werden, dann darf man sich da einen Tag hinsetzen und daraus die Erfahrungen sammeln, die ja jetzt, wie du hast es eben schon gesagt, Selbstvermarktung, du wirst nicht nur einfach da gesessen haben, sondern da wird vielleicht ein Schild gestanden haben oder irgendwas anderes, was du dir überlegt hast. Ja, das kann ich mir denken, ja, und auch das Vertrieblerische, dass du dann mit den Menschen in Kontakt gewesen bist, keine Menschenscheu hast oder auf andere zuzugehen. Daraus ja dann auch die Aumann Grün entstanden ist, mittlerweile eine dreistellige Anzahl Mitarbeiter und sicherlich auch Prüfschablone, Spielwiese, aber natürlich auch Evidenz dessen, was du heute machst, auf das kommen wir gleich noch zu sprechen. Wie hast du den Wachstum der Aumann Grün erlebt, damals jetzt auch im weiteren Bezug, dann 2015, 16, wo du dann auch schon sagtest, 30, 40 Mitarbeiter, drei Millionen Umsatz. Wie hast du dieses Wachstum für dich erlebt, nicht nur irgendwie bei ein paar Mitstudenten zu bleiben, sondern da auch dann durchzuziehen, mit organischem Wachstum, mit anderen Maßnahmen überhaupt, solch eine Entwicklung auf die Straße bringen zu können?
GastDas merkt man nicht. Also ich habe es nicht wirklich gespürt, weil man immer nur am Tun war und ich habe es wirklich erst gemerkt und das ist super plakativ, wo wir eine Auszeichnung gehabt haben von der Focus Money und wir waren das 20 schnellst wachsende Unternehmen. So und da habe ich mir dann nachgestellt, verdammte Scheiße, was ist das Nächste jetzt? Willst du das Platz 1 werden? Das ist schwer. Und da habe ich das erst gemerkt, okay, du bist eigentlich schon recht gut. Also man ist es wert. Das ist dann da so ein bisschen eher entstanden. Schon ganz gut, was du jetzt aufgebaut hast. Du bist noch lange nicht da, wo du sein willst, aber das war gut. Und das habe ich da erst gemerkt, wo ich gesagt habe, okay, ich bin auf Platz 20. Platz 1 werde ich vermutlich jetzt mit Rasen in Hecken schneiden und Unkraut hier nicht schaffen. Es ist bestimmt möglich, aber vor allem schwer. Und ja, also man hat es nicht so bemerkt,
Torsten J. Koertingdiesen Wachstum. Man ist nur am Arbeiten gewesen. Hattest du auf diesem Weg mal Zweifel, also in Bezug auf dich, ob du den richtigen Weg eingeschlagen hast, Zweifel darüber, ob das gelingt, ob das nachhaltig ist, Zweifel darüber, ob dir vielleicht ein ähnliches Schicksal dich ereilen könnte, wie dein Vater und die Familie? Gab es das auf dem Weg dorthin?
GastEs ging ja nicht nur steil bergauf, sondern du hast immer wieder auch eine emotionale Afterbahnfahrt gehabt, bedeutet, ich habe wahnsinnig viel einfach ins Wachstum gesteckt, ohne Ende. First move, ich wollte wachsen, wachsen, ich wollte den anderen das beweisen. Und das ist natürlich auch auf einer Seite gut, aber auch gefährlich, weil Wachstum ohne Gewinn kann tödlich sein. Wenn du das gesamte Geld einfach immer sofort wieder nach außen investierst und nach innen investierst, also nach außen in die Bekanntheit, nach innen in die Infrastruktur. Und dann kommt mal was Unvorhergesehenes, das kann ja sein, irgendein Großkunde zahlt, nicht irgendwas anderes. Da gab es auch Monate, nicht oft, das war zu Beginn, wo ich dann gesagt habe, oh verdammter Hacke, der Lohn muss raus, die Gehälter müssen raus, ich muss das einfallen lassen. Also das hatte ich auch, natürlich, da kommen auch hier und da Zweifel, was mich da wirklich immer wieder angetrieben hat, das war immer so den anderen, das am Anfang beweisen zu wollen. Ich scheitere nicht.
GastDeswegen habe ich auch gesagt, lieber müde als pleite. Da war früher so wirklich meine absolute Attitude, die Einstellung, ich gebe alles konstant dafür. Also es gab für mich nicht irgendwo ein Aus wie keine Alternative. Für mich war das eine Alles-oder-Nichts-Mission.
Torsten J. KoertingUnd dann gab es den nächsten Wendepunkt. Ich kann mich erinnern, Matthias, Social Media, ich weiß nicht, Facebook, Instagram, irgendwo gab es ein Bild, was du auch vor kurzem, also vor kurzem heißt vor einem halben Jahr, dreiviertel Jahr gefühlt, auch nochmal genutzt hast und möglicherweise immer wieder nutzt, wo du auf einer Empore stehst, in einem von innen betrachteten Riesenlagerhalle, jetzt für einen von außen, mit einem schrägen Dach und gelben Wärmeschutzfolien oder wie das da heißt, dieser Schaumstoff, da bin ich nur, weiß Gott, nicht der Experte. Du könntest mir jetzt gleich sagen, welcher Typ das wahrscheinlich gewesen ist und in welchen Chargen und in wieviel Kubikmetern du das Ding damals gekauft hast. Und ich mich damals gefragt habe, was ist das jetzt? Ja, wo führt das hin? und mir erst Jahre später, fast schon Jahre später bewusst geworden ist, was du damals schon gesehen hast. Und meine Frage geht jetzt dahin, es war sicherlich ein emotionaler Moment, ob jetzt nachgestellt oder bewusst oder wie auch immer, aber dieser Moment, wo du dort in diese Halle schaust und mit dieser Vision schon geprägt warst, wir verändern Deutschland, was ja auch der Claim ist, aktuell für das Unternehmen auf das wir gleich zu sprechen kommen, ich habe es ja eingangs schon gesagt, aber sicherlich auch es Momente davor gab, um überhaupt so weit zu kommen, dann da schon auf einer Empore zu stehen und in diese Halle rein zu schauen und für was ich dich da immer bewundere, ist sicherlich die inneren Bilder, die du hattest, wie diese Halle mal aussehen wird, wie man sie heute von innen erleben darf. Nimm uns da mal mit.
GastDas war das Jahr 2019, 2017 habe ich das neue Unternehmen gegründet, ursprünglich als Company Best Verlag. Ich bin zu vielen öffentlichen Verlegen gestiefelt, angerufen, E-Mails geschrieben, keiner wollte mein Buch drucken, nicht schuldklug, sondern Straßen und habe gesagt, okay, Ziel bleibt gleich, die Strategie ändere, ich habe einen eigenen Verlag gegründet, so ist der Company Best Verlag entstanden und damals noch gar nicht mit der großen Absicht, jetzt Beratung und Coaching zu machen, sondern ich wollte eigentlich ein Seminargeschäft aufbauen. Die Seminare habe ich auch gemacht, aber die Leute haben gefragt, können wir mit dir länger zusammenarbeiten und so ist Coaching entstanden und im Jahr 2019 hatten wir zwei Büroumzüge, ich war erst bei der Oma in Grün AG, da sind wir aus allen Leben geplatzt und es hat auch nicht so gepasst, weil am Ende, wir waren laut, haben Videos angesehen, haben Inspirationen gesucht, mussten Live-Calls machen, wie wir jetzt hier gerade auch sprechen, also via Zoom haben wir gecoacht, also ich,
Gastso und hat dann nicht mehr gepasst, wir waren da drei, vier Leute, also wir haben ein eigenes Büro gesucht, ja, 180 Vertraubin, das war in der allererste Wohnung, ja, die habe ich dann umgebaut, eine Eigenregie und wir sind dann in meine allererste Wohnung eingezogen als Büro und das hat ein halbes Jahr gereicht, da waren überhaupt acht Mitarbeiter und das war komplett wieder voll und dann habe ich mich wieder auf Suche gemacht nach einem Bürogebäude und ich habe gesagt, ich möchte eins haben, wo ich auch mal nicht wieder ausziehen muss und bei dem Besitzer der Halle, wo wir heute unser Büro drin haben, habe ich früher die Helden geschnitten und ich wusste, dass er ist gerade vermietet und so habe ich ihn angerufen und gesagt, pass mal auf, ich habe eine Idee. Ich bin da hingefahren und kann man sich nicht vorstellen, die Halle war, da haben die ja Paintball drin gespielt, die war versifft, die war arschkalt, also ich bin im November da hingefahren, habe ich die angesehen, da war wirklich ein Grad gefühlt da drin, überall hingen Netze, alles voller Farbe und ich habe mir es vorgestellt, wenn das alles weg wäre und wie man so ein kleines Dorf darin aufbauen könnte in Form eines Büros und jeder hat man natürlich abgeraten, jeder, es gibt keinen einzigen Menschen, der gesagt hat, ey, das ist clever, man muss sich ja auch vorstellen, wir hatten dort in der Halle damals schon mehr Toiletten, als wir Mitarbeiter hatten, also das war einfach überdimensioniert, also man kann sich das nicht vorstellen, das macht keinen Sinn, das macht keinen Sinn,
Gastwir haben gesagt, ja, machen wir erstmal eine Wand da rein in die Mitte und dann haben wir die Hälfte der Halle und die andere Seite, die können wir dann noch irgendwo vermieten, das passt doch. Ja, da habe ich eine Wand einziehen lassen, ein Jahr später bin ich mit Krawall wieder ausgerissen und wir sind weiter gewachsen und so ist das Stück für Stück entstanden.
Torsten J. KoertingJa, es ist unfassbar, das jetzt von außen zu sehen, ja,
Gastdas Bild ist nicht gestellt, das Bild ist nicht gestellt, also das war wirklich früher, wo wir da so standen und auch wo wir das übernommen haben, da habe ich ja etliche Videos und Storys von und auch wenn ich mir das so anschaue, da denke ich manchmal auch, hui, doch viel passiert.
Torsten J. Koertinges ist unfassbar,
es ist unfassbar,
Torsten J. Koertingwas daraus entstanden ist. Ich sage immer, wir haben uns ja 2016, 2017, glaube ich, war es auf einem der Seminare, die wir gemeinsam besucht haben, kennengelernt und ich immer so sage, das ist derjenige, der so in dieser Berater- und Coaching-Szene in Deutschland, die Berater-Szene hat es schon immer gegeben, die Coaching-Szene, glaube ich, hat eine andere Sichtbarkeit, eine andere Dynamik und auch eine andere, wie darf man das sagen, Präsenz bekommen in Deutschland aus unterschiedlichen Gründen und ich immer sage, du bist derjenige, der so mit Blinker links auf der Autobahn an allen vorbeifährt. Nochmal, bevor wir dazu zurückkommen, dieses dieses Talent, etwas zu sehen, was anderen schwerfällt, also sich dort oben hinzustellen und dieses Dorf schon zu sehen, was man heute erleben kann, übrigens, mit Containern, großartig dort in Szene gesetzt, eine kleine Stadt, die dort in dieser Halle entstanden ist, wann hast du dieses Talent, dass du Dinge siehst, bevor sie jemand anderes überhaupt nur im Entferntesten wahrnehmen kann, sondern eher dazu inspiriert wird, dich davon abzuhalten, du warst der einzige Mensch, wie du gesagt hast, der an diese Idee geglaubt hat, wann hast du das Talent in dir entdeckt?
Ich glaube,
Torsten J. Koertingals Kind, Höhenbaum,
Gastich bin aufgewachsen auf einem absoluten Bauernhof, Garten- und Landschaftsbau, also ohne Tiere, aber so Ackerflächen, Gewächshäuser und wir hatten halt nicht so viele andere Dinge außer draußen spielen, mit dem Hund und Attacke und ich habe eine wirkliche Großfamilie, das bedeutet, mein Vater hat neun Geschwister und die haben auch alle wiederum drei, vier Kinder und alle sind im ähnlichen Alter, manchmal fünf, also wir, wenn wirklich eine Familienfeier ist, wo alle kommen, sind 70, 80 Leute da, weil die haben ja auch wieder jetzt schon drei, vier Kinder und die leben ja alle da und das ist keine Dynastie, das ist eine Generation, Long story short, die ganzen Cousins und Cousinen waren natürlich immer irgendwo da, weil unsere Oma mit bei uns im Haus gelebt hat und alle Tannen und Onkels kamen am Wochenende immer zum Kaffee und Kuchen und die haben ihre Kinder mitgebracht, das waren ja meine Cousins und Cousinen und ich war gerne da mal auf den Hof der Anführer und wir haben Höhen gebaut und mein Vater hatte das gerade in einem Landschaftsbauunternehmen und wir haben damals schon die Baumfehle genommen und haben Radlader genommen mit zehn Jahren und wir haben halt Höhen gebaut ohne Ende, ich habe so viele Höhen gebaut und ich glaube ein Blick dafür, ich weiß nicht, ob es daher kommt, das ist jetzt sehr, sehr weit hergeholt, mir wurde diese Frage auch noch nie so gestellt, aber ich glaube, das war früher immer schon, ich habe gesagt, klar, passt ein perfektes Baumhaus rein und da können wir das machen und hier machen wir das und ich glaube, halt die Kindheit.
Torsten J. KoertingEindruckend, ja, und das immer wieder zu erleben, also das ist für mich, das mag jetzt leicht ein Stück weit groß für dich klingen, aber es gibt Menschen, die ein ähnliches Talent haben, ja, dazu gehört Elon Musk, dazu gehört Richard Branson, dazu gehört Steve Jobs, die in der Lage sind, die Zukunft zu sehen und sie in die Realität, in die Gegenwart zu holen und andere davon zu inspirieren und mitzunehmen in dieser Vision und ich glaube, das ist eine Fähigkeit von dir, ein Talent in dir, was wir sowohl damals bei Aumann Grün jetzt schon demaskiert haben, du hast damals die Mitkommunitonen, die Mitstudenten inspiriert, sich dir anzuschließen, jemand, der eine Vision hat für etwas, was größer ist als er selbst und du das jetzt 2017 beziehungsweise dann 2019 dann auch mit dem neuen Gebäude dann genauso in das Leben nicht nur jetzt von uns hier in Deutschland geholt hast, du hast über zweieinhalbtausend Partnerunternehmen ja schon oder Partnerbetriebe begleitet und begleitest sie immer noch und das wächst kontinuierlich weiter und dann die anderen alle hinter dahinter zu versammeln, die 150, die aktuell Teil der Bewegung sind, um das so mal zu sagen, wie gelingt dir dieses motivierende Element dort mit heimzubringen, dieses, was du siehst, in die Gegenwart zu holen und alle Menschen, die dich umgeben und die so auch zu dir strömen im Sinne des Arbeitgebers, Teil dieser Vision zu sein, wie gelingt dir diese Transformation?
GastDas ist eine schwere Frage. Ich rede gerne begeistert. Wenn ich von etwas begeistert bin, dann muss man mich nicht erpressen, dass ich davon begeistert und auch rede. Ich mache es jeden Tag. Wenn ich etwas liebe, dann rede ich davon begeistert. Wenn ich von etwas absolut überzeugt bin und wenn ich etwas sehe, dann möchte ich die Leute nicht missionieren und sagen, ihr müsst da mitmachen, aber natürlich, wenn jemand so sehr von einer Sache begeistert ist, steckt das vielleicht an. Ich glaube, das trifft es auf den Punkt. Und Jack Welch, der hat mal gesagt, man folgt immer der Stärke und Begeisterung bedeutet auch Entschlossenheit. Ich will es machen. Ich mache es eh. Folgt mir oder bleibt dabei. Ich gehe da hin. Das ist geil. Da geht es lang. Das wird gut. Ich glaube, diese Entschlossenheit, ich glaube, die zündet auch viele andere Menschen an, weil am Ende viele haben vielleicht nicht für ihr eigenes Leben eine Vision, eine Idee und sie schauen dann, was passt auch auf mich und worauf hätte ich auch Lust und gehen damit auf die Idee rüber und zahlen mit auf das gemeinsame Ziel ein. Und ich glaube, das ist einfach, dass ich, wenn ich irgendwas richtig gut finde, wie das Restaurant, was wir jetzt machen, dann gebe ich da alles für und das artet dann natürlich auch aus. Das ist dann jetzt nicht unternehmerisches Kalkül, sondern dann ist das ein kreativer Schöpfungsprozess, wo es dann auch nicht kaufmännisch einige Sachen Sinn machen. Der kriegen wahrscheinlich Buchhalle bei mir Herzrhythmusstörungen.
GastAber, das wird total geil. Und dieses total geil denken dann andere auch. Der hat Mut, das ist geil. Also der ist entschlossen, da mache ich mit. Wie im Restaurant. Also wir verkaufen gerade den gesamten Mitarbeitern im Restaurant die Idee, die Vision auf der Baustelle. Und alle sagen, mach kein Restaurant und bist du bescheuert. Du kannst dir nicht vorstellen, weil das nächste wieder. Das wird nicht klappen. Da hast du keine Ahnung. Gastronomie ist was anderes. Ja, mache ich. Geil. Und Fachkräftemangel. Also eine Gastronomie ist was ganz anderes. Ich habe das Restaurant nicht offen. Ich habe drei wunderbare Köche. Ich habe eine Serviceleitung, eine Restaurantleitung. Ich habe alles schon da. Ich weiß nicht. Die feiern das und wir haben Bock. Und ich habe denen das dann halt auch. Am Anfang war die Idee so von Null auf Michelin. Also wir dokumentieren das, den Umbau, den Abriss, die Wiedergeburt, die Wiederbelebung und dann hin zum ersten Stern. Und das ist eine Doku und ihr seid ein Teil davon.
Torsten J. KoertingSehr geil. Und du sprichst gerade das Manifest, du hast gerade eingangs gesagt, das ist eine schwierige Frage. Für all diejenigen, die das jetzt nicht als Video sehen, sondern als Podcast, der Mann spricht aus dem Herzen desjenigen, der gerade hinter ihm hängt. Das ist nämlich John F. Kennedy, der vor einem Hubschrauber sitzt. Und John F. Kennedy, wir erinnern uns alle an die Rede, vielleicht nicht persönlich, aber zumindest in Aufzeichnungen und in Videos. We will go to the moon in this decade and do the other things. Not because they are hard. Not because they are easy, but because they are hard. Und ich glaube, du sprichst aus dem Herzen eines deiner Vorbilder, sonst würde das Bild nicht in eurem Wohnzimmer hängen, desjenigen, der in acht Monaten oder für acht Jahre hinweg eine gesamte Nation inspiriert hat, einer Vision zu folgen, die damals allen unmöglich schien und dann 400.000 Mitarbeiter in der Hochphase der NASA genau das möglich gemacht haben und wo jetzt schon seit vielen Jahren wieder viele andere kluge Köpfe daran arbeiten, das umzusetzen. Nur dieser Funke, der in meiner Welt damals viel stärker gewesen ist als der, der jetzt so eine Artemis-Mission oder sowas begleitet, sondern eher dann durch Menschen wie Elon Musk, die auch eine große Vision haben, nämlich Occupy Mars auf seinem T-Shirt haben. Zu jedem Interview kann man das dort sehen. Bei John F. Kennedy war es We will go to the moon und NASA hat damals die Vision ausgesprochen to conquer space. Welchen Spruch, welchen Satz würdest du heute auf dein T-Shirt drucken?
GastDas ist schwer, auch eine schwere Frage. Es gibt so viele Mantras in meinem Leben, aber ich glaube, das Unternehmertum ist nur ein einziger Satz. You don't build a business, you build people and people build the business. Am Ende, ich bin da der, der viel vorgibt, der freundliche Kapitän, die Richtung, aber die gesamte Schaffenskraft unterm Deck, wo wirklich viel passiert, das bin ich echt, das ist mein Team. Und ich glaube, das ist der wichtige, das zentrale Mindset im Unternehmertum. Du musst in der Lage sein, den Menschen mit aufzubauen, die mit auf deine Ziele einzahlen, das zu ihren Zielen machen, die die Fähigkeiten haben, die du nicht hast. Also die Stärken, Stärken und die Schwächen delegieren und das bündeln. Und wenn man das hinbekommt, dann geht es ab. Und das habe ich eigentlich in meinem Leben lang gemacht. Selbst, ja, mit der Greenman Group, ich habe mir damals, ja, damals, also nochmal jetzt ein kleiner Gedankenglieder zurück, in der Fachhochschule mit dem Hörseln, ich habe mir den schlauesten Kommilitonen genommen, weil ich wusste, viele haben mir nicht getraut. Wir beide machen das. So, und, ja, die fanden den auch alle gut. Das war der Thomas. Und der Thomas sagt, nee, wir machen hier die Greenman Group. Ich habe aber die Aufträge besorgt, um da ein bisschen schneller voranzukommen. Das hat viel, viel besser geklappt, klar.
Torsten J. KoertingAlso auch fast schon so ein Duo wie damals Jobs und Wozniak, die ja auch ihre Talente so zusammengebracht haben, dass auch Energie oder dass dadurch eine Magie entsteht. Gibt es heute auch so einen Menschen wie damals, Thomas, glaube ich, hieß er, wie Thomas, der mit dir gemeinsam dort vielleicht ein ausgleichendes Element oder noch was hinzugibt? Ich glaube, das ist nicht nur ein Mensch,
Gastsondern das ist eine, das ist wie, das ist eine Führungskonferenz, also meine wichtigen Mitarbeiter. Das ist nicht nur einer, sondern das sind vier, fünf auch verschiedenen Rollen und wir ergänzen uns wahnsinnig gut und wir sind auch hart und wir sind auch hart zueinander. Ich glaube, das ist wichtig, die sind auch hart zu mir. Ich nehme das auch nicht böse, weil jeder muss irgendwo jemanden haben, der mit ihnen in den Sparring geht, weil sonst rennst du mit Volldampf gegen die Wand vielleicht.
Torsten J. KoertingUnd dass ihr gerade nicht gegen die Wand rennt, sondern ich sage mal, durch die Wände durch, das kann man überall außen erleben. Gestern Abend hast du wieder einen vollen Workshop gehabt, ich glaube, mit über 600 Teilnehmern. Du hast gestern auch gesagt, wir sind eine 100% digitale Unternehmensberatung, also dort auch durchaus vorgedacht und Vorbild für viele andere, nicht nur Unternehmensberatung, sondern natürlich auch speziell die Handwerksbetriebe, die immer noch zu deiner Kernzielgruppe gehören, auch wenn sie sich mittlerweile ein Stück weit ausfranst die Zielgruppe, weil sich auch andere Geschäftsführer und Unternehmen zu dir hingezogen fühlen, weil die Mechanismen, die natürlich für Handwerksbetriebe gelten, auch und vielleicht sogar noch viel mehr für, ich sage mal, die klassischen Dienstleistungsunternehmen oder die im produzierenden Gewerbe unterwegs sind, über zweieinhalbtausend Partnerbetriebe, allein wie du über deine Kunden sprichst, es sind nicht Mentees, es sind nicht Klienten, es sind nicht Kunden, sondern es sind Partnerbetriebe und die du auch immer wieder persönlich besuchst, wo du dort auf Baustellen bist und mit den Gründern und auch mit den Unternehmern interagierst. Nimm uns noch mal ganz kurz mit in die Erfolgsstory von Mission Mittelstand. Die Gründung 2017, hatten wir 2019, der Blick in die leere Halle, die jetzt ein kleines Dorf geworden ist. Wir haben den Vertrieb, den hast du ausgelagert in Kloppenburg, ein paar hundert oder ein, zwei Kilometer weiter in Bremen, entwickelst du gerade einen neuen Standort und ich glaube, das wird mit Sicherheit nicht die letzten Standorte sein, die du dort gründest und initiierst. Da sind schon einige sicherlich in Planung. Nimm uns noch mal mit in das, was da die letzten drei, vier Jahre passiert ist und wie du selbst so da jetzt drauf schaust, reflektiert und zurückblickend.
GastAlso wenn wir es wirklich im Jahr 2019 zurück betrachten, weil ich glaube, da war so 2020 so der Tipping Point, war es auch nicht, war alles ein Prozess, aber 2019 war ich erst mein eigener Coach, also ich hatte keine anderen Co-Coaches. Ich habe den gesamten Vertrieb alleine gemacht, das heißt, mein erster Scepter, das war auch meine Assistentin damals, ja, im ganzen Ursprung, da habe ich im Skript eine Wand geklebt und mit einem Headset und gesagt, qualifiziere die Leute mal vor, also ich hatte unheimlich viele Anfragen, das kannst du dir vorstellen, ich habe an 2017 bis 2018 und 2019 den Bogen gespannt, aber nie den Pfeil losgelassen. Ich habe innerhalb von wenigen Tagen am Telefon für 300.000 Euro kurze kleine Coachings verkauft, bis ich dann gesagt habe, ich muss mal aufhören hier, weil ich muss das ja abarbeiten, ich habe gar keine Mitarbeiter dafür. Und so die ersten Coachings, ich habe das über eineinhalb Jahre nonstop alleine gemacht, immer wie hier gerade, ein Zoom-Meeting machen wir gerade, ich habe ein Papier-Flip-Chart und habe gefragt, wo drückt der Schuh, wo willst du gerade hin, was drückt die heute? So und ich habe das wirklich eineinhalb Jahre, jeden Tag fast ähnliche Dinge erzählt, immer wieder. Irgendwann kriegst du den Röntgenblick dafür. Irgendwann merkst du, stopp mal, das Problem ist gleich woanders.
GastUnd daraus ist ein Coaching-Programm entstanden, also erstmal so auf der Meta-Ebene. Da habe ich meinen ersten Mitarbeitern Vertrieb gehabt und er hat sich fast zwei Monate konstant neben mir in meinen Verkaufsgesprächen gesetzt und hat alles immer mitgeschrieben. Und so ist dann ein Vertrieb entstanden. Und damals, wo wir gestartet sind, ich hatte 200.000, 300.000 Euro im Monatsumsatz, was gut war, war ja alleine, war ja schon tüchtig. Und heute mit dem Vertrieb im Beispiel, hatten wir letztes Jahr fast 5 Millionen in einem Monat, in 30 Tagen. Da sieht man diese Entwicklung von 300 auf fast 5 Millionen. Auch jetzt, ganze Zeit, wo ich hier sitze, mein Handy bingelt und da kommen gerade hier 1, 2, 3, 4 Nachrichten rein, vor einer Stunde, vor 17 Minuten, vor 11 Minuten und jetzt Verkäufe. Also der Vertrieb, da sind gerade 40 Leute, wo ich alleine war, habe ich heute 40 Leute und deswegen mussten wir auch einen eigenen Standort haben, weil die waren bei uns im Büro und wir haben halt ein Ritual, habe ich eingeführt, ich habe einen großen Gong geholt, wirklich so 1,20 Meter durch das auch, mit so einem Schäkel und einem Ding und bei jedem Verkauf hauen wir da drauf.
GastIrgendwann haben die gesagt, weil das ja ein Stundentakt war, das halten wir nicht aus im Büro. Und der Vertrieb feiert das also die hauen da wirklich, die feiern das ohne Ende. Und so haben wir einen eigenen Vertriebsstandort aufgebaut mit dem Vertriebs-Spirit, wo wirklich riesengroße Monitoren hängen, mit den Dashboards, wo wirklich so ein Feuer drin ist, eine Energie, eine absolute Energie. Ja und mittlerweile sind wir 145 Mitarbeiter, in Bremen haben wir seit letztes Jahr schon den Standort und jetzt kriegen wir noch eine zweite Etage, also da haben wir fast 2000 Quadratmeter nur in Bremen, einen eigenen Vertriebsstandort haben wir, da haben wir unsere große Halle mit 2200 Quadratmetern und da haben wir nochmal 400 Quadratmeter, wie würde ich sagen, ein klassisches Büro, aber total modern, wo aber halt wirklich einzelne Büroräume sind, weil da sitzt die Buchhaltung, da sitzt das HR, da sitzt teilweise eine kleine PR-Abteilung, die wir gerade aufbauen und die, ja das Backoffice, die Infrastruktur, so die brauchen wir halt auch wieder ein bisschen mehr Ruhe, weil da können wir jetzt nicht die Kreativität gebrauchen in der Buchhaltung,
Gastja und wir sind gestartet, also das ist auch, das kann man nicht vielleicht in Worte fassen, weil wenn man zwei Jahre nonstop wirklich alles gibt und das habe ich gemacht und mache ich immer noch weiter, weil mir da wirklich Spaß macht, wir haben einen Rekord, 5 Millionen fast abgeschlossen, am nächsten Tag haben wir wieder gedacht, so Attacke, so das heißt, dieses wirkliche Genießen, haben wir immer dauerhaft, aber dieses Reflektierten, das kommt immer später glaube ich, ein bisschen wie wenn da auch mal ein Gründer geht, ja und wir sind letztes Jahr das Schnellzwachsenunternehmen in der Beraterbranche, Trainer, Coaching, Consultingbranche gewesen, Platz 1 für weiten Abstand, mit 287% durchschnittlicher Jahresumsatzwachstum, auf drei Jahre gesehen und wo andere große Töne spucken, aber die sind dann auf anderen Plätzen unter mir und das macht mich stolz, das ist schon was Schönes, wir sind auf Platz 6 in allen deutschen Unternehmen, so wenn ich mir die ersten 5 Plätze anschaue, dann haben wir gute Arbeit gemacht, weil da ist Biontech und Co und hätte der Kanzler oder die Kanzlerin gesagt, jeder muss ein Coaching kaufen, bei Aumann, dann wäre ich auch auf eins, also du weißt, was ich meine und ich glaube, das ist das so, wir geben einfach alles, wir haben unheimlich viel Spaß, wir setzen uns hohe Ziele, große Ziele und der wahre Wert davon ist, dass wir alle da wachsen und wenn ich mir die ersten Mitarbeiter anschaue, die teilweise immer noch da sind, wie die sich entwickelt haben, wie ich mich entwickelt habe, wie wir uns generell entwickelt haben, also diese Beschleunigung, das ist geil, das ist Hammer und ich sehe das immer, ein Mitarbeiter fängt an, in drei Monaten ist ein anderer Mensch, ein komplett anderer Mensch.
Torsten J. KoertingJa, ich kriege da Gänsehaut, wie du davon berichtest und auch mit, was ich eingangs schon sagte, mit welcher Ruhe, mit welcher Empathie, der Ego, der vielleicht damals noch da war, der brennt sicherlich in dir, aber der zeigt sich in einer anderen Form, in einer sehr reflektierten, wenn ich das sagen darf, reflektierten und allen Menschen auf Augenhöhen begegnenden Form, also dieses überkandidelte, auch wenn du einen Ferrari fährst oder eine G-Klasse und das natürlich dann auch den Menschen zeigst, diejenigen, die da in dieses Wachstum wollen, weil sie das anzündet und weil da ein Bedürfnis bei ihnen dahinter liegt, du diese Bodenständigkeit, die dich auch von der Anfangszeit, die wir eingangs besprochen und reflektiert haben, die dir in die Wiege gelegt wurden, nie abgegeben hast, sondern dich noch eher viel stärker in der aktuellen Zeit daran erinnerst, als es vielleicht mal in Zwischenphasen gewesen ist und das zu Zeitpunkten deines aktuell größten Erfolges oder auch Wachstumspotenzials.
Torsten J. KoertingWir können da noch eine Stunde drüber sprechen, über Mission Mittelstand und wie der Erfolg möglich gewesen ist, was die Mechanismen gewesen sind, die hin zu 5 Millionen Umsatz geführt haben und zwar pro Monat. Ich möchte aber eher noch mal auf die Erfolgsmuster eingehen. Noch mal eine Frage auch zu den Partnerbetrieben, die du unterstützt. Es sind ganz viele Unternehmer in unterschiedlichen Phasen des Wachstums eines Unternehmens, viele Handwerksbetriebe, Bäckereien, Dienstleistungsunternehmen mittlerweile auch schon, die dort mit dabei sind. Wenn du mal auf diese zweieinhalbtausend schaust und auch die, die du natürlich eng selbst begleitet hast, was sagst du, sind so die Unterscheidungsmerkmale. Viele haben ja Erfolg bei dir. Das ist ja, du bist eine digitale Unternehmensberatung, ihr macht viel im Online, mit einer Online-Akademie, ihr macht Gruppencalls, eine Vielzahl davon jede Woche. Ihr habt CEO-Tage, wo ihr alle zusammenholt, die in einem bestimmten Programm sind. Ihr fahrt mal nach Dubai mit einer speziellen Masterclass oder Mastermind. Und es sind natürlich auch ganz viele, die rein nur in diesen Gruppen und Online-Formaten drin sind. Was würdest du sagen unterscheidet den erfolgreichen Unternehmer und zwar gar nicht zu sehr bezogen auf das Programm, was ihr anbietet, sondern von dem, was er mitbringt und was ihr in der Lage seid, in ihm zu entwickeln, von demjenigen, der diesen Durchbruch nicht schafft?
GastDie Umsetzung. Es ist und bleibt alleine die Umsetzung. Einige haben ein Warum und sie wissen, wofür sie es machen. Und sie setzen dann um und sie legen auch ihr Ego ab. Das heißt, sie nehmen Rat an. Andere denken, ich kenne auch Partnerbetriebe, die sagen, Matthias, da kommen zu viele Anfängerfragen in den Gruppencalls. Habe ich auch ein, zwei Oberschleure gehabt, wo ich sage, du, der dir die Anfängerfrage stellt, der macht gerade zwei Millionen Euro mehr im Jahr wie du und ist doppelt so groß und das ist ein wahnsinnig toller, guter Unternehmer. Also viele sind da, ich weiß nicht, woher das kommt. Die lassen sich zu sehr schnell überflügeln von ihrem eigenen Erfolg. Denken, sie wären die großen Sampardos. Dabei sind sie so auch im Kollektiv gesehen nicht besser wie andere, vielleicht sogar kleiner. Aber sie denken, wer soll mir jetzt schon was erklären? So, aber mit dieser Attitude, mit dieser Einstellung, was mache ich denn da? Ich nehme jetzt auch, wenn ich den Podcast mit dieser Einstellung hören würde, würde ich jetzt auch sagen, da ist ja nichts Neues bei. Habe ich aber die Einstellung, ich höre mal hin, weil irgendwas muss ja richtig machen, sehe ich Sachen, höre ich andere Dinge und sage, ja, warum mache ich das denn nicht? Naja, muss ich eigentlich machen. Also ich glaube, am Ende ist es das Warum und dahinter dann die Einstellung, Dinge auch umzusetzen, anzupacken, das macht den größten Erfolg.
GastUnternehmertum ist, ich will nicht sagen, wie ein Kuchenrezept, weil das wäre ja gelogen. Aber du musst schon einige Systematiken machen, damit ein Ergebnis rauskommt. Und die kannst du lernen. Du musst es aber dann auch wollen.
Torsten J. KoertingUnd davon gehen wir mal aus, dass das einige angetrieben hat, die zu dir ins Programm gehen und die anderen brechen vielleicht nicht durch, platzen dann irgendwann ab und da sind dann die Mechanismen. Ich hole die dann auf den Boden.
GastIch hole die dann auf den Tatsachen. Also ich gehe mit denen dann gerne ins Gespräch und sage, okay, lass mal kurz drüber sprechen, was meinst du ganz genau? Also generell, alle, die das umsetzen, haben geile Erfolge und da geht mir das Herz auf. Das ist das Schönste. Weil wir bekommen wirklich jeden Tag irgendwo welche Danksagungen, welche Erfolge gemeldet. Wir haben wirklich fünf Leute, die machen nichts anderes als Monitoring. Das bedeutet die Überwachung der Partnerbetriebe, fünf Menschen, die machen nichts anderes. So, und uns geht da auch nichts zu helacken und uns geht da nichts flöten. Wir sind da wirklich, ich habe alles auch getrackt, wie aktiv sind meine Partnerbetriebe. Ich könnte jetzt ganz genau sagen, wir haben ein Dashboard gebaut und ich könnte jetzt sagen, wir haben eine aktiven Quote von derzeit 80%. Das heißt, mit 80% sind wir in den letzten sieben Tagen in Austausch und arbeiten daran.
Torsten J. KoertingDas ist gut. Ja, und die anderen 20%, da werden die fünf Jungs schon gucken und Mädels, wie hole ich die wieder rein, was ist da gerade, die kriegen Andro. Es kann auch sein,
Gastdass einer in Urlaub ist jetzt für zwei Wochen und dann rutscht er da schon wieder raus. Dann ist er gar nicht aktiv. Aber am Ende, ich bin nur erfolgreich, wenn meine Partnerbetriebe mein Coaching nutzen. Ich bin nur erfolgreich, wenn ich meine Mitarbeiter das so einfach wie möglich mache, die Produkte, die Dienstleistung herzustellen. Wenn ich die beiden Säulen hochhalte, bin ich erfolgreich.
Torsten J. KoertingMatthias, danke erstmal bis hierhin für all die großartigen Einblicke. Ich habe noch drei Fragen, dann sind wir am Ende. Die eine Frage ist die, ich nehme sie jetzt mal alle vorweg, die eine Frage ist die, wo geht es hin? Was ist das, was du siehst? Die zweite Frage ist, wie kann man mit dir, mit Mission Mittelstand in Kontakt treten? Was ist da der beste Weg? Und für allejenigen, die mal sagen, Mensch, Matthias, wie kommt man da dran? Und dann komme ich noch zu einer dritten Frage, nämlich zur Botschaft und zum letzten Wort des Gastes hier an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Matthias, wo geht es hin? Mit Mission Mittelstand, mit Aumann Grün, mit dir, mit deiner Familie, wo geht es hin?
GastAlso wir wollen unternehmerisch gesehen weiter wachsen. Das ist, glaube ich, so evolutionsbedingt wichtig für ein Unternehmen, das Wachstum gesund ist. Ich denke, bis 2030 könnte ich mir auch vorstellen, dass wir eine Internationalisierung anstreben, dass wenn wir in Deutschland sagen, okay, hier sind wir sehr, sehr, sehr gut aufgestellt, erst dann, und es klappt alles so, wie wir uns das vorstellen und wir uns messbar machen, dass wir dann auch irgendwo ins Ausland gehen. Das können wir Amerika gut vorstellen. Warum? Ich bin erst 34 Jahre, ich habe nicht vor, einen Rennentritt zu gehen. Mir macht das unheimlich viel Spaß und ich sehe da halt auch wahnsinnig viel Potenzial und es ist ja schade, am Ende des Lebens zu sagen, hätte ich mal gemacht. Also ich möchte schon wissen, wie weit ich kommen kann und ich denke, das ist auch sehr machbar und ich werde auch weit kommen. Für die Familie, ja, also ich bin frisch Papa geworden, wir sind eine Petrück-Familie, ja, meine, deine, unsere Kinder, insgesamt vier Kinder und noch jetzt eine Hundepäpe dazu.
Gasteinfach da gemeinsame Erlebnisse schaffen und eine tolle Kindheit für die Kinder ermöglichen und mit meiner Partnerin an meiner Seite gemeinsam an einer Seite des Stranges im Lebens ziehen. Ich glaube, das ist wichtig, das machen wir auch. Also eine gute Beziehung heißt, in eine gemeinsame Richtung zu schauen. Das machen wir. Sich nicht die ganze Zeit verliebt in die Augen zu sehen, sondern eher in die gleiche Richtung. Ja, da geht's hin.
Torsten J. KoertingDanke Matthias und du bist ja auch jemand, der Einblicke ermöglicht, natürlich, auch in einer kuratierten Form natürlich. Wie kann man mit Mission Mittelstand in Kontakt treten? Wie kann man dir folgen? Was ist da der beste Weg, um dich auf deinem weiteren Weg ein Stück weit zu begleiten oder auch durch die Inspiration und das vielleicht mit Mission Mittelstand in Kontakt zu treten und zu sagen, ich werde einer der Partnerbetriebe?
GastJa, also wenn man viel von mir mitbekommen möchte, guckt auch mal den Blick hinter den Kulissen, wie das abseits aussieht und ich glaube, dann ist Instagram der beste Kanal, weil da habe ich mal viele Storys und sonst auf allen bekannten Kanälen. Ich bin überall, glaube ich, verfügbar mental und wenn man mit mir zusammenarbeiten möchte, wenn man ein Partnerbetrieb von Mission Mittelstand werden möchte, dann auf www.mathias-aumann.de www.mission-mittelstand.de Beide Seiten zeigen viel Potenzial, was man mit seinem eigenen Unternehmen machen kann, wo andere ihre Ziele gesteckt haben und wie sie diese dann auch verwirklicht haben in einer realen Existenz und wenn man sagt, das will ich auch, kann man sich dort eintragen, dann freuen wir uns und ich freue mich natürlich, wenn man da zusammenarbeitet und Erfolgsgeschichte schreibt, klar.
Torsten J. KoertingGroßartig und das ist von außen zu erleben, was ihr mit den Partnerbetrieben ermöglichen könnt. Du hast es auch eben skizziert. Wenn du jetzt den Selbstständigen und Unternehmern, das sind auch unsere Zuhörerinnen und Zuhörer hier im Podcast und später auch noch im YouTube-Kanal, noch als abschließende Botschaft, weil das letzte Wort hier in diesem Podcast gehört, immer dem Gast die abschließende Botschaft zurufen könntest, kannst du jetzt noch mal eine Minute überlegen, welche das ist? Denn ich darf hier an dieser Stelle, Matthias, schon mal Danke sagen. Danke für die Einblicke, danke auch für die Beantwortung von mindestens zwei, du hast es gesagt, schwierigen Fragen. Das ist für uns immer so ein Zeichen, dass wir da mal an eine Ecke gucken, wo vielleicht auch der Gast noch nicht so reflektiert oder auch bewusst oder durch eine Frage inspiriert hingeschaut hat. Deswegen danke dafür, für die ganzen Einblicke und uns mitgenommen zu haben auf deinen Weg und den weiteren Weg, wenn wir von außen natürlich verfolgen. Danke dafür, Matthias. Und wie schon gesagt, das letzte Wort, der letzte Satz gehört dem Gast. Welche Botschaft möchtest du an die Zuhörerinnen und Zuhörer schicken?
GastJa, also ich würde sagen, wir werden immer überall, egal wo, tyrannisiert. Also ich meine, von überall kommen irgendwelche Dinge auf uns zu. Sei es von Mitarbeitern, sei es vom Finanzamt, sei es von der Bank, sei es von einer Lebensgefährte, vom Lebensgefährtin, egal wo. Und bevor andere uns tyrannisieren, sollten wir uns selber lieber tyrannisieren. Also ich bin lieber mein eigener Tyrann, bevor ich andere tyrannisieren. Und ich würde vielen Geschäftsführern das ins Herz legen, nicht zu viel zu dulden, sondern wirklich die Ziele hart zu verfolgen. Und wenn es sich, wenn sich die Ziele gut anfühlen und wenn man dahinter ein Warum hat, dann das Wie zu finden. Und das Wie könnte dann sein, ein Coach, ein Mentor, egal wer. Wo man sagt, damit kann ich eine Identifikation haben,
also
Gastden traue ich das zu und dann die Dinge dann wirklich kompromisslos umzusetzen. Weil das ist in meiner Augen die Vorbereitung für das Traumleben, wenn Unternehmertum heißt, dürfen und nicht müssen.
Untertitelung des ZDF,